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Superbeat: Xonic – Test / Review

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Veröffentlicht 4. Juni 2017 | 18:26 Uhr von Alexander Winkel

Superbeat-Xonic-Artwork

Sieht man von üblichen Vertretern wie Rock Band und Guitar Hero sowie diversen Tanzspielen mal ab, ist die Auswahl an Rhythmusspielen in der aktuellen Konsolengeneration doch recht rar. Dieser Tage jedoch wird das Genre mit Superbeat: Xonic um einen weiteren Titel bereichert. Hinter dem Titel stecken zudem Macher von DJ MAX, was durchaus Hoffnungen weckt. Wir haben uns stundenlang die Beats um die Ohren gehauen und kräftig musiziert, um euch einen Eindruck zu verschaffen.

Der Download ist mit über 10 Gigabyte ziemlich schwergewichtig und daher zäh, jedoch begrüßt uns Superbeat: Xonic danach mit einem fetzigen Intro sowie krachenden Beats. Das psychedelische, farbenfrohe Hauptmenü feiert frenetisch den elektronischen Rhythmus. Kenner von DJ MAX frohlocken schon bei den ersten Tönen, aufgrund teils bekannten Klängen und Sprechern, und können es gar nicht erst abwarten, bis sie selber Hand anlegen dürfen. Aber auch an Neulinge und Quereinsteiger hat Entwickler Nurijoy gedacht und bietet ein passendes Tutorial an, um das ungewöhnliche Konzept dem Spieler näher zu bringen. Leicht ist das Spiel keineswegs und nur wahre Fanatiker der DJ MAX Reihe oder anderer japanischer Musikspielen wie beatmania werden ohne schwitzen zu müssen alles meistern können. Superbeat: Xonic verlangt viel ab, zumindest wenn die wirklich kniffligen Songs und Aufgaben gemeistert werden sollen.

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Ähnlich anderen Musikspielen tauchen auf dem Bildschirm aus dem Hintergrund Symbole auf, die auf eine zeitlich abgestimmte Linie zulaufen. Treffen diese den Bereich, müsst ihr entsprechende Tasten drücken oder auch mal den Analogstick in eine Richtung bewegen bzw. gar Linien nachfahren. Jedoch tauchen diese aus einer Art Tunnel auf und deuten damit nicht nur an, ob die Tasten links oder rechts gespielt werden müssen, sondern auch oben oder unten. Dadurch entsteht ein relativ großer Spielraum und man muss den kompletten Bildschirm im Überblick haben. Was auf der PSVita sicherlich noch optimal gelang, der Titel ist eine Umsetzung des bereits erschienenen Hits auf Sonys tragbarer Konsole, ist auf einem riesigen HD Flachbildschirm eine Herausforderung. Hier entpuppt sich die Darstellung der Noten abweichend vom üblichen Konsens wie Rock Band, Guitar Hero und Co. doch eher als hinderlich.

Die Kunst ist es jedoch, ein Gehör für unterschiedliche Instrumente und Klänge zu entwickeln und diese dann rhythmisch auf dem Controller umzusetzen. Wie bereits in DJ MAX werden häufig die Melodien oder einzelne Rhythmen nachgespielt und gerne auch mit weiteren Instrumenten gemixt, so dass mehrere Tasten gleichzeitig aufkommen. Heraus kommt ein Fluss von Noten und Symbolen, welcher die Auffassungsgabe des Spielers als auch die Augen-Hand-Koordination bis zum Maximum ausreizt. Keine Angst, es gibt zahlreiche Einsteigersongs, mit denen ihr euch an das Gameplay gewöhnen könnt und somit langsam aber sicher euer Können erweitert als auch verbessert. Die Lernkurve ist jedoch steil, vor allem im World Tour Modus. Hier werden euch spezielle Aufgaben wie fehlerfreies Spielen, gute Trefferrate und ähnliches gestellt, wobei uns Entwickler Nurijoy gerne mal mit Modifizierern das Leben schwer macht. Schön, und für Veteranen sicherlich nicht unwichtig, dass auch an Speed-Mods für den Spieler gedacht wurde, um den Notenfluss zu beeinflussen.

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Abseits der Herausforderungen bietet Superbeat: Xonic jedoch nicht allzu viele Spielmöglichkeiten.  Neben dem Freeplay aller bisher freigespielten Songs dürft ihr ähnlich einer Arcade-Maschine auf unterschiedlichen Stufen versuchen, drei Songs zu meistern und damit eine Highscore zu stellen. Die Wahl liegt dabei bei der Anzahl der zu spielenden Tasten, die mit 10, 12 oder gar 14 ziemlich umfangreich werden können. Mit jedem gemeisterten Song bekommt euer DJ Level zudem Punkte hinzugefügt und mit jedem Aufstieg werden weitere Songs, Effekte und Icons freigeschaltet. Backstage individualisiert ihr das Spektakel. Die Icons dienen dabei nicht nur der optischen Bereicherung, sondern liefern zusätzliche Statuseffekte. Dadurch bekommt ihr mehr Erfahrung, oder besitzt einen Bonus der Fehler ausgleicht oder ähnliche Effekte, die euch das Leben in Superbeat: Xonic deutlich erleichtern können. Vor allem die Herausforderungen des World Tour Modus werden dadurch, wenn auch nur etwas, einfacher.

Darüber hinaus lebt der Titel (wie so oft) durch die Musik. Die fetzigen Songs und Rhythmen verbreiten viel Freude und ein jeder wird bei der riesigen Auswahl von über 50 Songs und auch unterschiedlicher Genres von RnB über Pop und Rock bis hin zu Trance, Dance und Hardcore seine Favoriten finden. Ein wenig ein Fable für asiatische Klänge ist dennoch von Nöten, denn vor allem J-Pop bzw. wohl eher K-Pop (das DJ MAX Team stammt aus Korea) bekommt man durchaus auf die Ohren. Insgesamt ist ein Übergewicht der elektronischen Klänge jedoch nicht von der Hand zu weisen, was aber auch bestens auf die Thematik des Spiels passt. Die psychedelischen, jedoch extrem schlichten Kaleidoskop-Hintergründe bereichern das Geschehen auf dem Bildschirm, ohne jedoch den Spieler vom eigentlichen Gameplay und den heran fliegenden Noten abzulenken. Das wiederum sorgt aber auch dafür, dass optisch bis auf das wundervoll animierte Menü nur wenig Überragendes geboten wird.

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Unser Fazit

82 %

Superbeat: Xonic steht seinem Urvater DJ Max fast in nichts nach und spricht daher vor allem die Freaks japanischer Musikspielen an. Knüppelharte Notenfolgen erfordern eine unglaubliche Auffassungsgabe und ein wenig Talent. Jedoch werden auch Neulinge und Quereinsteiger bedient, dank Tutorial und einiger einfacher Übungssongs. Üben ist das Zauberwort! Ohne geht es nicht und nur wer ausgiebig die Songs und die Rhythmen studiert, wird auch beim schnell ansteigenden Schwierigkeitsgrad noch weitere Erfolge feiern. Leider bietet der Titel kaum Spielmodi und daher wenig Abwechslung. Man muss gefallen daran haben, einfach Song für Song zu spielen und sein Können durch bessere Highscores zu verbessern. Dazu dienen die Erfolge bzw. Trophäen, die gut verteilt sind, jedoch nur ausdauernde Spieler wirklich belohnen. Insgesamt ist Superbeat: Xonic für sein Genre ein grandioser Titel mit unglaublich vielen und abwechslungsreichen Songs sowie gelungenen Choreographien der Noten. Man merkt, dass Profis dahinter stecken, die sich mit solchen Titeln auskennen. Jedoch trifft der Titel nicht jeden Geschmack, dank der eher asiatischen Musikauswahl und dem knallharten Gameplay.

Pro

  • + Endlich mal wieder ein Rhythmusspiel
  • + Über 50 abwechslungsreiche Songs aus zahlreichen Genres, auch wenn elektronische Titel überwiegen
  • + Sehr gute Notenfolgen
  • + Möglichkeit der Kalibrierung des Fernsehers hinsichtlich des Audio-/Videolag

Kontra

  • - Nüchterne Präsentation (außer dem Gamemenü)
  • - Aufgrund der Notenlinien als Tube muss man den ganzen Bildschirm im Auge haben, was nicht einfach ist
  • - Schnell ansteigender Schwierigkeitsgrad kann überfordernd wirken
  • - Kaum Spielmodi, einfach Song für Song genießen

Unsere Bewertung

Grafik
 
45 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
80 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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