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Syndicate – Review/Test

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Veröffentlicht 26. Februar 2012 | 15:17 Uhr von Goreminister

Syndicate_Starbreeze Studios_EA_PS3_Xbox 360_PC

Jeder etwas betagtere Videospielfan kennt sicherlich den Taktik-Klassiker Syndicate, der 1994 für die damaligen Systeme erschien, doch mit diesem Spiel hat die Neuauflage herzlich wenig zu tun. Die Macher aus den Starbreeze Studios schnappten sich lediglich den Namen plus Lizenz und servieren den Spielern einen runderneuerten Look, inklusive Gameplay und haben aus Syndicate einen 1st Person Shooter gebastelt. Ob dieser zumindest atmospherisch an die alten Tage anknüpfen kann, könnt ihr wie folgt nachlesen.

Graue, neue Welt
Glaubt man der Zukunftsprognose der Entwickler, dann hält das Jahr 2069 eine nicht gerade rosige Zukunft für uns parat. Wird unsere Politik schon heute von Lobbyisten gesteuert, haben diese in der Zukunft das Ruder komplett in die Hand genommen. Gigantische Konzerne haben die Macht an sich gerissen und die Ressorucen der Welt unter sich aufgeteilt. Und um noch mächtiger zu werden, ist den feinen Herren jedes Mittel recht. Dazu schicken die skrupellosen Unternehmen sogenannte Agenten mit dem Auftrag ins Rennen, Industriespionage zu begehen und unliebsame Konkurrenten aus dem Weg zu schaffen. So schlüpft man in die Rolle des neuen Prototyp Agenten Kilo, der von Eurocorp mit dem neuen Dart-6.1 Chip ausgestattet wurde, um noch effizienter zu Werke zu schreiten. Dieser Chip erlaubt es die Chips der anderen Agenten zu sabotieren, um sich somit gewaltsam Zugang zu den Geheimnissen der “Mitbewerber” zu verschaffen. Soweit die Geschichte und leider muss man anmerken, dass diese nicht wirklich viel mehr her gibt. Immer wieder wird man auf linear verlaufende Missionen geschickt und darf sich mit roher Waffengewalt durch die einzelnen Areale ballern. Da spielt es doch keine Rolle, welche Geschichte hinter all dem steckt, da nur das Ausschalten der jeweiligen Zielperson von Bedeutung ist.

Ballern bis der Arzt kommt
Die Einzelspieler-Kampagne bietet euch eine furiose Ballerorgie, bei der man erst zu schiessen und dann Fragen zu stellen hat. Im Grunde genommen ist Syndicate ein simpler Ego-Shooter der mit dem Zusatz der Dart-6-Fähigkeiten aufgepeppt wurde. Mit Hilfe dieser Spezialfähigkeiten, kann man sich in die Gehirne von Gegnern und Maschinen hacken und dort diverse “Fehlfunktionen” verursachen. Entweder man bringt die Gegner dazu, sich selbst zu eliminieren oder man verursachte Ladehemmungen an ihren Waffen. Zudem kann man die Schutzschilde von angreifenden Roboterdrohnen ausschalten oder diverse, computergesteuerte Elemente in seiner unmittelbaren Umgebung beeinflußen. Eine zusätzliche Spezialansicht erlaubt es euch, die Gegner zu verlangsamen oder die Umgebung nach wichtigen Dingen zu scannen, wobei diese Fähigkeit nur beschränkt und rund 20 Sekunden anwendbar ist, bevor man sie wieder aufladen muss.

Waffen findet ihr an allen Ecken und Ende, doch scheinbar hat sich in Bezug hierauf nicht viel im Jahre 2069 geändert. Standard-Ego-Shooter-Knarren wie Pistolen, Schrotgewehre oder Maschinenpistolen sind auch hier zu finden. Einzig und allein die Gauss-Waffe bietet etwas Abwechslung vom Shooter-Einerlei. Markiert ihr einen Gegner mit dieser Wumme, so kann dieser dank Zielerfassung auch hinter einer Deckung unter Beschuss genommen werden. Darüber hinaus könnt ihr auch Nahkampfangriffe einsetzen, die zur Verwunderung besonders heftig ausfallen. Warum also ein Magazin verballern, wenn man auf den Gegner zurennen und ihm… 1, 2, 3… das Lebenslicht auspusten kann?

Am Ende der jeweiligen Levels wartet meist ein besonders harter Brocken in Form eines Endgegners auf euch, der oftmals nicht leicht zu knacken ist. Stellen die Soldaten der Konzerne meist keine größere Gefahr dar, so haben es die feindlichen Agenten wahrlich in sich und müssen in harten Kämpfen ausgeschaltet werden. Liegt der Gegner erst einmal geschlagen am Boden, könnt ihr dessen Fähigkeiten aus seinem Ohr puhlen. Was? Ja, richtig, hat man den Gegner ausgeschaltet, dringt man mit einem Werkzeug in seinen Kopf ein und separiert den Chip von seinem Hirn. Fortan kann man neue Fähigkeiten nutzen, um zum Beispiel die Lebensenergie zu erhöhen oder die Effizienz der Waffen zu steigern. Leider erfolgt dieser chirurgische Eingriff durch eine Zwischensequenz und man vergibt die Möglichkeit eines gut platzierten Minispiels.

Gemeinsam sind wir stark
Eine weitere, wichtige Komponente des Spiels stellt der kooperative Multiplayer dar, in dem ihr mit drei anderen Freunden diverse Missionen erfüllen könnt. Erstaunlicher Weise gestaltet sich diese Spielvariante als wesentlich spaßiger als die Einzelspielerkampagne. Wer teamfähig ist kann gemeinsam in den Kampf ziehen und mit Hilfe der einzelnen Klassen Dutzendweise feindliche Agenten ausschalten. Während die schwerbewaffneten Teammitglieder vorpreschen, kann man zum Beispiel in der Rolle einer unterstützenden Person Deckung geben, bzw. das Team aus der Distanz heilen. Auch in diesem Modus kommen die Hacker-Fähigkeiten gekonnt zum Einsatz, so dass man sich mit etwas Geschick, recht erfolgreich durch die einzelnen Level ballern kann. Insgesamt neun zusätzliche Missionen könnt ihr in diesem Modus bestreiten, wobei die Handlung parallel zur eigentlichen Hauptgeschichte verläuft. Wer also guten, kooperativen Ballerspaß sucht, wird in Syndicate teilweise fündig, doch reicht dies sicherlich nicht aus, um den Vollpreis zu rechtfertigen. Zumal es derzeit noch zu kleineren Abstürzen und Freezes kommt, wenn man gemeinsam auf die Jagd geht und gleichzeitig in einer Xbox Live Party vertreten ist.

Sterile Cyberpunk Optik
Wie nicht anders zu erwarten setzt Syndicate natürlich auf eine entsprechende, futuristische Darstellung der Action. Im Zuge der circa 9 bis 10 Stunden-Kampagnen stattet ihr verschiedenen Orten auf diesem Planeten einen Besuch ab, doch gestalten sich die unterschiedlichen Örtlichkeiten allesamt recht ähnlich. Graue Wände, düstere Lüftungsschächte, karge Eingangshallen und sterile Laboratorien erwarten euch bei euren Aufträgen. Zudem meinte man es wohl etwas zu gut mit den Lichteffekten, so dass diese stellenweise übertrieben viel Kontrast beinhalten und man vom teils gleißenden Lichteinfall geblendet wird. Syndicate sieht beileibe nicht häßlich aus, doch gibt es andere Spiele die ihren Job deutlich besser machen und vor allem die Umgebungen abwechslungsreicher gestaltet sind. Erstaunlicher Weise gestaltet sich die Ballerei recht blutig, so dass abgetrennte Gliedmaßen oder über den Haufen geschossene Zivilisten keine Seltenheit darstellen. Begrüßenswert, da die Vision einer dunklen Zukunft, in der ein menschliches Leben nicht zählt somit noch unterstrichen wird. Da wir die PEGI-Version vorgelegt bekommen haben können wir nich sagen, inwiefern man die deutsche Version geschnitten hat. Wer auf Nummer sicher gehen will, besorgt sich ohnehin eine Importfassung. Darüber hinaus gestaltet sich die musikalische Untermalung der einzelnen Szenarien ebenso karg wie die Umgebungen. Zu keiner Zeit trumpft man mit mitreißenden Klängen auf, die für etwaige Adrenalinschübe beim Spieler sorgen doch dafür ist der Waffensound knackig und die deutsche Synchronisation ordentlich.

Unser Fazit

65 %

Wie bereits im Vorwort erwähnt, hat das neue Syndicate bis auf die grundlegende Story rein gar nichts mit dem Klassiker gemeinsam. Wer taktische Kämpfe und eine mitreißende Geschichte erwartet wird somit ein wenig enttäuscht, bekommt dafür aber eine recht umfangreiche Singleplayer-Kampagne von bis zu 10 Spielstunden geboten. Oftmals bedient man sich aber auch einigen Lückenfüllern, um die Spielzeit künstlich zu strecken, wobei die wenig abwechslungsreichen Szenerien den Spielspaß nicht wirklich fördern. Dafür kredenzt man dem geneigten Gamer einen recht unterhaltsamen Koop-Modus, der eine gewisse Zeit lang zu unterhalten weiß. Alles in allem kann man die hoch gesteckten Erwartungen aber nicht erfüllen und bekommt unterm Strich einen weiteren, recht blutigen, Ego-Shooter zu sehen, der höchstens mit den eingebundenen Hack-Fähigkeiten ein kleines Alleinstellungsmerkmal vorweisen kann.

Pro

  • Ordentlicher Umfang von ca. 10Std.
  • Gute, deutsche Snychro
  • Spaßiger Koop-Modus
  • Hack-Fähigkeiten

Kontra

  • Generische Umgebungen
  • Wenig Abwechslung
  • Bedeutungslose Story
  • Überzogene Lichteffekte
  • Abstürze im Koop-Modus

Unsere Bewertung

Grafik
 
78 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
85 %
Spielspaß
 
60 %

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