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Tales from the Borderlands – Episode 2: Atlas Mugged Test / Review

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Veröffentlicht 31. März 2015 | 14:26 Uhr von Marc Wunder

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Den Test zu Episode 1 findet ihr hier. Da ist sie also, Episode 2 von 5 von Telltales Versoftung der Borderlands-Franchise. Wird auch die neue Episode das hohe Niveau halten können? Oder zeigen sich schon frühzeitig Verschleißerscheinungen?

Willkommen zurück!

Atlas Mugged setzt nahtlos an das Ende von Zer0 Sum an. Das Heldenquartett fand in einer alten Einrichtung des Waffenherstellers Atlas Gegenstände des Gortys Project. Diese zeigen eine holografische Karte, welche zu versteckten Vaults in ganz Pandora führt. Gleichzeitig nistet sich im Protagonisten Rhys eine Art fremder Geist ein, welchen natürlich nur er sehen kann. Um wen es sich hierbei handelt, wird an dieser Stelle nicht verraten.

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Die Helden haben allerdings nicht viel Zeit, ihre Entdeckung zu bejubeln. Denn Hyperion, allen voran Vasques, sinnt auf Rache für Rhys’ und Vaughns Verrat und so muss nach einer fulminanten Verfolgungsjagd mit anschließenden, stylischen SlowMo-Intro die Protagonistengruppe erst einmal getrennte Wege gehen.

Auch die Handlung von Episode 2 spielt sich immer noch in den Erinnerungen von Rhys und Fiona ab, welche ihrem Entführer von ihren Erlebnissen berichten müssen. Die Motivation und Identität dieser Person bleibt dem Spieler dabei weiterhin unbekannt. Genauso wie der gegenwärtige Verbleib von Sasha und Vaughn.

Zum Zuschauen verdammt

Leider setzt auch Episode 2 den größten Kritikpunkt der Vorgängerepisode fort. Abschnitte, in denen man sich selbst bewegen kann, sind rar gesät und dazu auch nicht gerade groß. Es gibt nur einen etwas ausgedehnteren Abschnitt, in dem man drei Generatoren zum Laufen bringen muss. Dies als Rätsel zu bezeichnen wäre allerdings stark übertrieben. Und so fokussiert sich die Interaktion weitestgehend auf Dialogantworten und Reaktionstest.

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Allerdings ist gerade ersteres die große Stärke von Tales from the Borderlands. Die Handlung ist sehr motivierend und die Dialoge mit viel Witz geschrieben. Auch konzentriert sich Episode 2 sehr stark auf die zwischenmenschlichen Konflikte zwischen Rhys und Vaughn, sowie Sasha und Fiona. Dem Spieler werden dabei Dialogoptionen mit weitreichenden Konsequenzen zur Verfügung gestellt. Soll Rhys seinem Kumpel von dem Eindringling in seinem Kopf erzählen? Wie geht Fiona mit Sashas Wut auf ihren Ziehvater um? Mache ich mich direkt auf den Weg zu Atlas, oder suche ich erst nach den beiden Mädels? Alles wirkt sich direkt auf die Handlung oder zumindest auf die Beziehung der Charaktere aus.

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Immer wieder trifft man auch auf lustige Zitate oder Anspielungen. Wenn einem der Loader Bot die Hand entgegen streckt und trocken „Come with me if you want to leave“ entgegen schmettert, könnte da auch der Terminator höchstpersönlich stehen. Gerade die vielen tollen Charaktere sind es, die einen immer wieder bei der Stange halten. Fans freuen sich zum Beispiel auf ein Wiedersehen mit Scooter und Athena. Auch hat man nie das Gefühl, dass sich die Handlung im Leerlauf dreht. Es geht immer sehr kurzweilig voran. Dies war auch schon eine der großen Stärken von Episode 1, auch wenn diesmal ein wenig das Tempo heraus genommen wurde.

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Unser Fazit

78 %

Atlas Mugged setzt die Geschichte gekonnt fort und macht auf jeden Fall Lust auf mehr! Die spannende, witzig erzählte Handlung und die großartigen Charaktere machen Tales from the Borderlands ganz klar spielenswert. Trotzdem muss man dem Spiel ganz klar fehlende Interaktivität vorwerfen. Außer eine paar kleinen Erkundungsabschnitten oder Spielereien mit Rhys´ bionischem Auge beschränkt es sich zentral auf Dialoge. Es ist Telltale-typisch auch nicht davon auszugehen, dass sich dieser Mix in den verbleibenden Episoden ändert. Mit knapp 1,5 Stunden ist diese Episode zudem deutlich kürzer ausgefallen, als Zer0 Sum.

Pro

  • + tolle, motivierende Story
  • + abgedrehte Charaktere
  • + gute (englische) Synchronisation

Kontra

  • - wenige Bewegungsfreiheit, keine Erkundungen
  • - Optik altbacken
  • - wenig Innovationen, altbekanntes Telltale-Gameplay
  • - keine deutschen Texte

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
65 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
82 %

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