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Tales from the Borderlands – Episode 3 “Catch a Ride” Test / Review

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Veröffentlicht 8. September 2015 | 20:14 Uhr von Marc Wunder

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Willkommen zurück in der verrückten Welt von Tales from the Borderlands! Nachdem Episode 2 mit einem fiesen Cliffhanger endete, setzt Episode 3 nun nahtlos an dieser Stelle an.

Roadtrip!

Gerade so dem Hinterhalt in der Fabrik entkommen, steht unsere Heldengruppe sogleich einer neuen Widersacherin gegenüber, die noch böser ist, als die bisherigen Fieslinge. Doch mit der Hilfe von Athena (Borderlands-Fans erinnern sich), kann auch diese Gefahr fürs erste gebannt werden. Diese Dame schließt sich sogleich den Heldentrupp an, bleibt aber nicht das einzige neue Mitglied. Das aus der Fabrik geborgene Objekt entpuppt sich nämlich als kleiner, putziger Roboter namens Gortys. Dieser ist sogleich der Höhepunkt dieser Episode. Borderlands-Fans werden sich sogleich an Claptrap erinnert fühlen, auch wenn Gortys noch naiver zu wirken scheint. Dazu passt auch die hervorragende Intonierung durch Ashley Johnson (Ellie aus The Last of Us). Gerade die Gespräche zwischen Gortys und dem LoaderBot sind an Witz kaum zu übertreffen.

Der kleine Roboter führt unser Grüppchen zu einer weiteren Atlas-Fabrik, um ein Upgrade für sich zu besorgen. Denn das große Ziel der Truppe sind immer noch die riesigen Reichtümer des versteckten Vaults. Doch in dieser neuen Fabrik sehen sich Fiona & Co. vielen Gefahren gegenüber, die sie mal mit der nötigen Ernsthaftigkeit, mal aber auch mit viel Witz überwinden.

Auch der Schauplatz ist sehr abwechslungsreich gewählt, denn dort schein sich das Borderlands-Pandora in das Pandora aus Avatar verwandelt zu haben – glühende Flugwesen und fluoreszierende Riesenpflanzen inklusive.

Dies gipfelt am Ende in einem richtig gut inszenierten Showdown, der alles in den Schatten stellt, was Telltale Games bisher abgeliefert hat.
Eingefasst wird dies wie aus Episode 1&2 bereits bekannt in die Rahmenhandlung rund um den maskierten Banditen, der Fiona und Rhys gefangen hält. Warum er dies tut, bleibt aber weiterhin unbekannt.

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Alles richtig gemacht

Auch wenn in dieser Episode viel passiert und ein großer Teil der Spielzeit auf Action getrimmt ist, kommt die eigentliche Hintergrundgeschichte nicht weit voran. Das macht aber nichts, das die Charakterenwicklungen wirklich gut gelungen sind.

Während Rhys immer noch mit seinen inneren Dämonen (sprich: Jack) kämpft, lehrt Athena Fiona was es heißt, ein echter Vault Hunter zu sein. Grade Athena ist ein interessanter Zuwachs des Heldenparty, denn ihre Beweggründe, sich der Truppe anzuschließen bleiben weitestgehend im Dunkeln. Arbeitet sie wirklich für Felix? Warum hegt sie einen so großen Groll gegen Atlas? Hat sie persönliche Motive? Spannend!

Das Pacing ist wirklich gut gewählt. Abseits der Action und Quicktime-Events gibt es auch wieder jede Menge ruhige Momente, in denen man sich optional mit den anderen Charakteren unterhalten kann und somit weitere Informationen über diese sammelt. Der Humor ist wirklich klasse und ist DAS Merkmal, welches Tales from the Borderlands aus den anderen Telltale-Spielen herausstechen lässt. Die Entwickler nehmen sich dabei auch selber nicht zu erst. Wenn man zum Beispiel am Schluss die Credits wegdrückt, erhält man prompt die Meldung „Telltale Games will remember that.“

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Unser Fazit

86 %

Tales from the Borderlands - Episode 3 "Catch a Ride" setzt die verrückt-lustige Odyssee fort. Die neuen Charaktere sind eine echte Bereicherung und das Erzähltempo – zwischen ruhigen Momenten und Actionszenen – ist genau richtig. Tales from the Borderlands ist eine Gute-Laune-Spiel und steht im direkten Kontrast zu Telltales Game of Thrones oder The Walking Dead. Was man allerdings weiterhin ankreiden muss, ist die (bis auf wenige Ausnahmen) fehlende Interaktion und die etwas detailarme Grafik, welche allerdings auch dem Cell-Shading-Stil geschuldet ist. Trotzdem hat Tales from the Borderlands das Zeug dazu, Telltales bisher beste Spieleserie zu werden.

Pro

  • + interessante Story
  • + abgedrehte Charaktere
  • + cooler Humor
  • + gute (englische) Synchronisation

Kontra

  • - fehlende Interaktivität
  • - Optik altbacken
  • - keine deutschen Texte

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
73 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
92 %

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