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Tales from the Borderlands – Episode 4: Escape Plan Bravo Test / Review

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Veröffentlicht 25. September 2015 | 21:13 Uhr von Marc Wunder

Tales-from-the-Borderlands-Episode-4-Screenshot

Um es vorweg zu nehmen: bei Escape Plan Bravo handelt es sich um die erzählerisch wohl bisher beste Episode von Tales from the Borderlands. Und dies nicht nur im Bezug auf Tempo und Humor, sondern auch wegen eines einschneidenden Ereignisses, welches Einfluss auf die ganze Borderlands-Franchise nehmen könnte.

Going Outer Space

Tales from the Borderlands – Episode 3 endete mit einer herben Niederlage für unseren Heldentrupp. Die fiese Vallory hat Rhys und Co. im Kampf besiegt und möchte nun an das geheimnisvolle „Vault of the Traveller“ gelangen. Dazu muss allerdings der kleine, süße Roboter Gortys aufgerüstet werden – und dieses Upgrade befindet sich ausgerechnet dort, wo das Abenteuer begann: der Raumstation Helios.

Die erste Hälfte von Tales from the Borderlands – Episode 4 beschäftigt sich nun erst mal mit der Vorbereitung der Infiltrationsmission. Inklusive einem witzigen Aufeinandertreffen mit einigen Psychos und dem Umbau des Wohnwagens zum Raumschiff.

Ist dies alles erledigt, beginnt auch sogleich der im besten Michael-Bay-Armageddon-Stil präsentierte Start des Raumschiffes.

Das sich danach alles ganz anders entwickelt als geplant, dürfte Fans der Serie natürlich schon längst klar sein. Unsere Helden stolpern auf der Suche nach dem Upgrade von einer haarsträubenden Situation in die Nächste, wobei die Entwickler immer das richtige Maß zwischen Humor und Ernsthaftigkeit finden. Als Highlights dieser Episode kristallisieren sich ganz klar zwei konkrete Situationen heraus. Die erste Szene spielt noch auf dem umgebauten Wohnmobilraumschiff und ist der wohl bisher emotionalste Moment der gesamten Franchise. Es ist gut, dass die Entwickler hier auch die nötige Ernsthaftigkeit an den Tag legen, um den Moment auch würdig einzufangen. Doch keine Angst, die sonst eher humorig angehauchte Serie verkommt damit nicht gleich zu einem The Walking Dead.

Das zweite Highlight bildet dann eine ausgewachsene Massenschießerei – ganz ohne Waffen. Wie das geht? Spielt es einfach!

tales-from-the-borderlands-episode-4-screenshot-02

 

Weichen stellen

Das Ende von Tales from the Borderlands – Episode 4: Escape Plan Bravo kommt dann auch so schnell und plötzlich, dass man sich als Spieler erst einmal während des Abspanns verwundert die Augen reibt. Der Cut ist härter als gewohnt. Natürlich bleibt einem auch hier nicht der obligatorische Cliffhanger erspart, der sich um die Entscheidung dreht, wie man mit Handsome Jacks Deus exa machina umgeht. Die Folgen sind noch nicht abzusehen, aber eventuell ist es DIE Entscheidung bei Tales from Borderlands, die die größte Tragweite besitzt. Jetzt bleibt nur abzuwarten, welchen Abschluss die Entwickler aus den bisherigen Handlungsfäden stricken. Denn auch das größte Geheimnis der Rahmenhandlung – wer ist der maskierte Entführer von Rhys und Fiona und was wurde aus den Anderen – bleibt weiterhin im Dunkeln.

Was diesmal noch stärker auffällt, als man es von Telltale sowieso schon gewohnt ist, ist die völlige Abwesenheit der Erkundungen. In Tales from the Borderlands – Episode 4: Escape Plan Bravo werden dem Spieler vollends die Zügel aus der Hand genommen. Gab es in den vorherigen Episoden wenigstens noch den ein oder anderen Erkundungsabschnitt, sind die Areale in dieser Episode so selten und schmal, dass es sich anfühlt, als würde der Charakter auf Schienen laufen. Mehr denn je verkommt das Dargebotene zum interaktiven Film (wenn auch gut geschrieben und geskriptet), in dem der Spieler ab und zu mal Dialogoptionen auswählen oder ein Quick-Time-Event bestreiten darf. Diese Entwicklung wird wohl nur den Wenigsten gefallen.

tales-from-the-borderlands-episode-4-screenshot-03

 

Unser Fazit

83 %

Licht und Schatten. So könnte man Escape Plan Bravo wohl am treffendsten beschreiben. Auf der positiven Seite haben wir ein sehr gutes Pacing der Erzählung, tolle Storyentwicklungen und das richtige Verhältnis zwischen Humor und Ernsthaftigkeit. Die fast gänzliche Abstinenz von Interaktivität wird einigen Spielern allerdings sauer aufstoßen. Grade da Konkurrenz wie Life is Strange wesentlich besser zeigt, wie man eine Geschichte gut erzählt, ohne den Spieler gameplaytechnisch zu bevormunden. Wenn in einigen Wochen Episode 5 erscheint, wird man sehen, was Telltale aus den bisherigen, sehr guten Storyansätzen so macht.

Pro

  • + coole Story
  • + abgedrehte Charaktere
  • + Humor
  • + gute (englische) Synchronisation

Kontra

  • - Interaktivität kaum vorhanden
  • - Optik nicht zeitgemäß
  • - keine deutschen Texte

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
90 %

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