Tales of Graces f - Test/Review - insidegames

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Tales of Graces f – Test/Review

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Veröffentlicht 24. September 2012 | 11:56 Uhr von Lucardis

Tales of Graces F - Logo

Mit Tales of Graces f schickt man bei Namco Bandai einen weiteren Ableger einer der bekanntesten japanischen Rollenspiel-Reihen auf den Markt. Von wirklich neu kann man dabei allerdings nicht sprechen, denn das Spiel an sich ist schon gut 2 Jahre alt. So lange hat es nämlich gedauert, bis es von der Wii auf die Playstation 3 portiert und seinen Weg aus Japan in die Regale unserer hiesigen Spielehändler geschafft hat. „Das wurde ja auch Zeit“, kann ich da nur sagen und verrate euch jetzt auch, warum:

Tales of Graces F (1) Zunächst schlüpft ihr in die Rolle des elfjährigen Asbel Lhant, Sohn einer hochrangigen Familie in Lhant, einem kleinen Dörfchen im Windor Königreich. Eines Tages schleicht er sich gegen den Willen seines Vaters mit seinem kleinen Bruder Hubert auf einen Hügel nahe des Dorfes, um die Blumen zu sehen, die dort angeblich das ganze Jahr über blühen. Doch als sie dort ankommen finden sie nicht nur ein Blumenmeer, sondern auch ein seltsames Mädchen, welches anscheinend alle seine Erinnerungen verloren hat. Die Brüder beschließen sie mit ins Dorf zu nehmen und ihr irgendwie zu helfen, sich wieder an ihre Vergangenheit zu erinnern. Doch auf einem von Asbels zahlreichen waghalsigen Kindheitsabenteuern geschieht ein Unfall. Asbel beschließt in die Ritterakademie der Hauptstadt einzutreten, um nicht noch einmal, wenn so etwas passiert, tatenlos zusehen zu müssen. Sieben lange Jahre später schlüpfen wir wieder in die Haut von Asbel, welcher durch einige Umstände wieder in sein Heimatdorf zurückkehren muss. Doch es ist nichts mehr so wie früher: Seine Freunde haben sich verändert, es droht ein Krieg und zu allem Überfluss passieren noch andere seltsame Dinge, die aber nicht verraten werden.

Tales of Graces F (31) Hat man zum ersten Mal die Kontrolle über Asbel oder einen seiner Freunde, die der Gruppe angehören, wird man gleich ins kalte Wasser geschmissen und lernt in einer Art Mini-Dungeon die Grundlagen kennen. Wie bei allen Tales of-Spielen finden die Kämpfe in einer Art abgegrenzten Arena statt. Nach dem Berühren eines Gegners, welche sichtbar im Dungeon umherlaufen, wechselt das Geschehen in einen Kampfbildschirm, doch man sollte jetzt keine rundenbasierten Gefechte erwarten, denn in serientypischer Manier geht es in den Kämpfen doch meist recht actionlastig zu. Mit dem X-Knopf wird angegriffen, mit Viereck wird abgewehrt. Der rechte Stick führt sogenannte E.-Artes aus, welche bestimmte Schwächen des Gegners treffen können. Durch bewegen des linken Sticks beim drücken von X werden außerdem A.-Artes ausgeführt, spezielle Angriffe, die allerdings SK-Punkte benötigen, die sich nach und nach automatisch aufladen. Außerdem gibt es bei voll aufgeladener Eleth-Anzeige, die sich durch Angriffe und Treffer auflädt, noch speziellere, sehr mächtige Angriffe, die sich durch L1 starten lassen. Doch das ganze klingt so grob recht einfach, zu Anfang muss man sich allerdings erstmal reinfinden. Tales of Graces F (34) Schade ist auch, dass man die A.-Artes nicht selbst auswählen kann und nicht der Tastenkombi zuweisen kann, die man als beste empfindet. Alles ist von vorneherein festgelegt. Nur die E.-Artes kann man einer beliebigen Richtung zuweisen. Dazu kommen noch etliche Sonderfunktionen bei erlernen bestimmter Fähigkeiten, wie gedrückt halten von X, um dieses oder jenes besonders stark aufzuladen etc. Sehr umfangreich also das Kampfsystem und nach einiger Einarbeitungszeit auch sehr sehr spaßig, actiongeladen und intuitiv. Dadurch, dass man sich aus den vielen Gruppenmitgliedern auch noch seinen Lieblingskämpfer aussuchen  kann, welche alle andere Fähigkeiten und Kampfstile haben bieten sich hier vielfältige Möglichkeiten, allerdings ist das Spiel nach kurzer Zeit etwas zu einfach. Normale Gegner sind nur im Schwierigkeitsgrad Schwer wirklich fordernd und das auch nur, wenn man gerade ein neues Gebiet betritt. Anders sieht das dagegen mit den Bossen aus, welche es wirklich in sich haben. Manche langen nur ein paar Mal zu und man ist hinüber. Glücklicherweise lässt sich die Schwierigkeit durch wenige Tastendrücke anpassen.

Tales of Graces F (3) Doch nicht nur im Kampf muss man wissen, was man tut, sondern auch die Vorbereitung spielt eine große Rolle. Ausrüstung will gekauft und sogar verbessert werden. In den vielen tausend Kämpfen, die man im Laufe des Spiels bestreitet findet man diverse Arten von Scherben, welche sich durch Attribute unterscheiden, die man dann auf die eigene Waffe oder Rüstung übertragen kann, gegen eine kleine Gebühr natürlich. So kann man dann beispielsweise den physischen Angriff, das Ausweich-Talent, die Lebenspunkte etc. verbessern. Das tolle am dualisieren ist aber, dass nach einiger Zeit diese Verbesserungen von zwei Waffen auf einen Stein übertragen werden kann, welcher dann extra ausgerüstet wird. Die Ausrüstung kann dann neu dualisiert werden und auch die Steine können untereinander verschmolzen werden, um das Equipment immer weiter zu optimieren.

Tales of Graces F (28) Das Kochen früherer Teile wurde auch durch dualisieren ersetzt und so können zwei Zutaten zu einem leckeren Gericht verwurschtelt werden, welches dann im Kampf eingesetzt wird um KP aufzuladen, Erfahrung zu verbessern und solche Sachen. Doch darum muss man sich nichtmal mehr selbst kümmern, denn dafür hat man ja einen Mixer dabei. Dieser wird vorher im Laden mit Eleth aufgeladen, einer Art Energie und dann fügt man z.B. gekochte Gerichte ein, welche unter bestimmten Bedingungen im Kampf automatisch gekocht werden und durch benutzen verbessert sich das Ding sogar automatisch, sodass man später mehr Eleth speichern kann oder mehr Slots für Items zur Verfügung hat.

Tales of Graces F (35) Die beste Ausrüstung wird einen allerdings im Kampf nicht retten, wenn man als Kämpfer keine Fähigkeiten hat. Diese werden bei Tales of Graces f durch sogenannte Titel verdient, die man bei allerlei Gelegenheiten verliehen bekommt. So kann man nach Zwischensequenzen automatisch einen neuen bekommen oder durch anwenden bestimmter Skills. Auch das Absuchen der Umgebung kann nicht nur zum Item-Finden nützlich sein, sondern auch um versteckte Cutscenes zu finden, für welche man dann vielleicht auch mit einem neuen Titel belohnt wird. Man kann immer nur einen Titel pro Charakter ausrüsten, wobei jeder Titel mit 5 Fertigkeiten aufwartet, die nach und nach durch im Kampf erarbeitete FP (Fertigkeitspunkte) erlernt werden. Es gibt beispielsweise Titel, die Resistenzen gegen bestimmte Statusveränderungen verleihen, einige ermöglichen es neue Artes zu lernen und wieder andere verbessern bereits erlernte Fähigkeiten oder steigern Abwehr, Angriff und ähnliches. Hat man alle Fertigkeiten eines Titels verdient kann man zum nächsten wechseln oder diesen „meistern“, sodass alle Attribute nochmal gesteigert werden.

Tales of Graces F (30) Aber natürlich gibt es nicht nur Auseinandersetzungen mit allerlei Getier oder auch Menschen, obgleich das natürlich eine wesentliche Rolle spielt, denn die Erkundung der Umwelt und Story sind ebenso wichtig, wobei Ersteres manchmal etwas anstrengend sein kann. Zum einen wird man durch versteckte Truhen oder sogenannte Entdeckungen angehalten in jede Ecke der Welt zu kriechen, zum andern stößt man dabei aber immer wieder an unsichtbare Barrieren, beispielsweise kleine Grasbüschel. An einer Stelle kann man sie passieren, an Anderer nicht, was einfach stört und man immer das Gefühl hat etwas zu übersehen, wenn man nicht immer am Rand langschleicht. Allerdings wird man für’s neugierig sein auch wirklich belohnt. So findet man manchmal Ausrüstung, seltenes Material zum dualisieren oder eben auch Cutscenes, die manchmal Zusatzinfos zur Story liefern, manchmal aber auch nur lustig anzusehen sind. Generell haben die Entwickler mal wieder einen perfekten Mittelweg zwischen Drama und Komik gefunden, welcher den Spieler bestens unterhält. Tales of Graces F (32) Auch die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, wobei Asbel manchmal etwas nervig ist. Ich habe das Wort „Protect“ wohl noch nie so oft und geballt gehört, wie in diesem Titel. Erst heißt es „Ich mach dies und jenes um ALLE zu beschützen!!!“ und im nächten Moment „Ich bin so unfähig, ich konnte wieder niemanden beschützen.“, obwohl den guten Asbel überhaupt keine Schuld trifft, wie jedesmal. Auf Dauer leider einfach nur anstrengend. Ansonsten aber, wie gesagt durchaus gut gelungen. Schade ist allerdings, dass sich das ganze doch zu Anfang arg hinzieht. Man ist zwar unterhalten, aber man läuft zu Beginn nur hin und her, die Gruppe löst sich auf, kommt wieder zusammen, sodass man manchmal gar nicht weiß, ob es jetzt klug ist das hart verdiente Gald in diesen oder jenen Charakter zu investieren, da man nie sicher sein kann, ob dieser dann auch beim Bosskampf dabei ist, wo man ihn ja gerade gut gebrauchen könnte. Da baut man auf seine Heilerin und dann macht die sich einfach kurz bevor es brenzlich wird aus dem Staub. Glücklicherweise legt sich die unstete Gruppenzusammensetzung im Spielverlauf etwas, aber zu Anfang ist es teilweise schon sehr ärgerlich. Leider sind auch die Dungeons etwas zu kurz geraten, auch, wenn man nicht mehr wirklich vom „Anfang“ des Spiels reden kann, sind die Dungeons schlicht und einfach etwas zu klein.

Von der Präsentation her muss sich Tales of Graces f allerdings nicht verstecken. Zwar sind die Grafiken teilweise etwas einfach gehalten, was wahrscheinlich an der Wii-Vergangenheit liegt, dennoch aber sehr liebevoll und detailreich gestaltet. Wer schon Erfahrung mit vergangenen Tales of-Spielen gemacht hat, wird sich auch in diesem Titel sofort heimisch fühlen. Tontechnisch hat man sich auch nicht lumpen lassen und ein großartig-kitschiges Intro-Lied erschaffen, welches man bei jedem Start gerne wieder einmal durchlaufen lässt und sich dazu die tolle Intro-Sequenz anschaut. Ansonsten dudeln im Hintergrund zu Umgebung und Situation passende Melodien, die die super Atmosphäre des Titels unterstreichen.

Unser Fazit

91 %

Mit Tales of Graces f findet ein erneut großartiger Ableger der Serie seinen Weg nach Europa. Das Kampfsystem bietet einige kleine Neuerungen, an die man sich zunächst etwas gewöhnen muss, Gameplay-technisch bekommen Fans der Serie aber gewohnte und serientypische Kost geboten. Die Entwickler haben in Sachen Story eine durchaus interessante Geschichte geschaffen, die den Spieler in ihren Bann zieht, am Anfang aber leider mit kleineren Startschwierigkeiten zu kämpfen hat. Die Charaktere sind super ausgearbeitet und haben alle ihre Eigenheiten, die man nach und nach kennenlernt und auch Grafisch und Tontechnisch wird eine wunderbare Atmosphäre geschaffen, in die man einfach eintauchen muss. Leider hat der Titel aber auch die ein oder andere kleine Schwäche, wie etwa die viel zu kurz geratenen Dungeons, die stark wechselnde Gruppenzusammensetzung am Anfang oder die vielen unsichtbaren Barrieren, auf die man beim erkunden der Welt trifft, doch diese kleinen Macken werden von den vielen Möglichkeiten wieder wett gemacht, wie die Dualisierungsmöglichkeiten für unzählige Objekte, das actionreiche und süchtigmachende Kampfsystem oder auch die Skillungsmöglichkeiten der Charaktere via Titelvergabe. Im Großen und Ganzen kann man also locker über die ein, zwei kleinen Problemen des Titel hinwegsehen und als Liebhaber japanischer Rollenspiele beherzt zugreifen!

Pro

  • Dualisierungssystem
  • actionreiches Kampfsystem
  • tolle Story & Charaktere
  • lange Spielzeit
  • Skillungssystem via Titelvergabe
  • Viele Objekte, Materialien & Zutaten
  • Atmosphäre zieht einen in den Bann

Kontra

  • Anfangs unstete Gruppenzusammensetzung
  • Viel belangloses hin- und hergelaufe zu Beginn
  • Oft unsichtbare Barrieren beim Erkunden
  • Normale Gegner recht leicht, im Vergleich dazu Bosse schwierig
  • kurze Dungeons

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
89 %
Steuerung
 
89 %
Gameplay
 
97 %
Multiplayer
 
70 %
Spielspaß
 
95 %

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Kommentare

  • Connor sagt:

    Gute Review trifft es alles recht gut, Probleme mit Grasbüscheln hatte ich jetzt nicht, aber ja die Barrieren stören manchmal schon. Schwierigkeitsgrad ist so eine auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad sind selbst die normalen Gegner sehr stark und man wird recht schnell in seine Schranken gewiesen. Bosse hingegen sind teilweise so schwer dass man die erst beim 2. Durchspielen mit den Boni wie doppelte Erfahrung oder FP besiegen kann. Aber wie auch in der Review steht gewohnt gute Tales of Qualität, die man sich als RPG- Fan und als Fan der Reihe erst recht nicht entgehen lassen sollte

  • BigLink sagt:

    Heute gekaut und zocke gerade ist echt mal mega geil *_*

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