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Teenage Mutant Ninja Turtles: Aus den Schatten – Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 11. September 2013 | 14:56 Uhr von Michael

Teenage Mutant Ninja Turtles Logo

COWABUNGA! Was wäre ein Artikel über die Ninja Schildkröten, wenn er nicht mit diesem Wort beginnen würde? Genau – nichts! Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows steht nun als letzter Kandidat im Mittelpunkt des diesjährigen Summer of Arcade auf der Xbox 360. Schon seit dem Original Teenage Mutant Ninja Turtles: Turtles in Time, das 1991 erschienen ist, war es mehr als überfällig, das endlich mal wieder ein anständiges Teenage Mutant Ninja Turtles-Spiel auf den Markt kommt. Zu viele Versuche, die TV-Shows über die Pizza-Liebhaber Schildkröten in ein anständiges Videospiel zu portieren sind schief gegangen. Dass es Lizenzspiele im Allgemeinen nicht leicht haben, dürfte allseits bekannt sein. Nach denn wirklich guten Batman-Spielen der Arkham-Reihe, sind vielleicht aber auch die Erwartungen an solche (Lizenz)Spiele zu hoch geworden. Ob es nun das neuste Serienformat von Nickelodeon schafft mit einem erwachsenem Ninja Turtles-Spiel zu punkten, erfahrt ihr in unserem Test zu Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows!

It’s Pizza-Time!

Die Story in TMNT: Out of the Shadows basiert auf der neuen Cartoon-Serie, die derzeit auf Nickelodeon läuft, und erzählt euch den Kampf der Turtles gegen die außerirdischen Kraang, die versuchen die Erde zu kolonialisieren. Am Anfang kriegt ihr es aber nur mit dem Foot-Clan zu tun, deren Anführer der legendäre Turtles Schurke Shredder ist. Eine Story wird zwar erzählt, dies aber nur mittels Comic-Streifen, die langweilig und wenig kreativ wirken und sich zu allem Überfluss nicht einmal überspringen lassen. Coole animierte Zwischensequenzen hat man sich leider gleich gespart, und so ist die Story nach etwa 4-5 Stunden auch schon zu Ende, und man hat sich dabei nur durch verschiedene Gegner-Horden geprügelt. Zuerst sind das Straßen-Raudies und Roboter, dann das Gefolge von Shredder inklusive der Kunoichi Karai, die hin und wieder als Abschluss-Gegner der Kapitel fungieren. Und zu guter Letzt kämpft ihr noch gegen die Kraang. Ach ja, und zwischendurch dürft ihr hin und wieder ein kleines Minispiel machen, um eine Tür zu öffnen. Dafür müsst ihr unter Zeitdruck verschiedene Punkte verbinden, was dann aber auch nicht beeindruckt, weil es einfach schlecht gemacht ist und daher eher nervt als fordert.

Die Entwickler von TMNT: Out of the Shadows, Red Fly Studios, die wahrscheinlich eher für ihre Nintendo Wii- und Mobil-Titel bekannt sind, haben mit diesem Action-Adventure durchaus eine gute Arbeit geleistet, wenn man den neuen Stil und die Animationen der Turtles betrachtet, die in diesem Arcade-Spiel wirklich zur Geltung kommen. Man hat irgendwie versucht ein Spiel zu entwickeln, das denn Spieler einladen soll die Umgebung zu erkunden um immer neue Ninja-Fähigkeiten und Kampf-Moves auszuprobieren. Dieses Konzept geht soweit auch ganz gut auf. Wenn, ja wenn nicht immer die leider vielen Bugs, Glitches und die schlechte Kameraführung auf sich aufmerksam machen würden.

Teenage Mutant Ninja Turtles

 

Turtle-Power!

Das Kampfsystem ist so geschaffen, dass es den Spieler immer wieder einladen soll neue Angriffe und Moves auszuprobieren. Auch die freischaltbaren Fähigkeiten sind auf jeden Turtle abgestimmt, und helfen mit verschiedenen Kampfstilen und Taktiken die Gegner zu bekämpfen. Das aber auch schon alles an Lob, was wir dem Prügelspiel zugestehen können, denn der Rest kann und will einfach nicht überzeugen. Ein Stealth-Modus ist zwar enthalten, wie es sich eben für ein Ninja-Spiel gehört, dieser ist aber nichts Spezielles und kann daher getrost ignoriert werden.

Die Kämpfe sind am Anfang recht lahm und kompliziert. Mit der Zeit als auch gesteigerten sowie neuen Fähigkeiten habt ihr euren Lieblings-Turtles schnell im Griff und könnt den Gegner ordentlich auf die Mütze geben. Wenn da doch nur nicht die wirklich schlechte Kameraführung wäre. Diese lässt euch ab und zu hinter einer Wand kämpfen und zu allem Überfluss versucht selbige mehr von den Gegnern wegzukommen, als auf sie zu zielen. Manchmal lässt euch die Cam auch gleich ganz im Stich, vor allem dann, wenn es mal brenzlig wird. Auch die Steuerung lässt einen hier hin und wieder verzweifeln und reagiert mitnichten präzise. Habt ihr einmal die Möglichkeit einen Spezialangriff oder ein Teamangriff auszuführen, sieht das cool aus und die Freude, neue Moves auszuprobieren, sit zumindest kurzzeitig wieder da. Durch lange Kombos und speziellen Moves erhält ihr EP, die dann irgendwann zu einem Level Up führen und euch vier Punkte für die Fähigkeiten der Turtles geben. Diese sind, wie schon erwähnt, bestens auf die einzelnen Turtles abgestimmt, können euch aber zu Beginn ziemlich überfordern. Hier erscheint es von Vorteil sich im Spiel erst einmal auf einen Turtles zu konzentrieren, und nicht immer hin- und her zu wechseln, denn die vielen speziellen Moves der vier Turtles sind nicht immer einfach zu verstehen. Wobei man hier ziemlich sicher der mangelnden Übersetzung die Schuld geben kann, die ist oftmals sehr – wir sagen einmal – kreativ-kurios ausgefallen.

Ansonsten könnt ihr vom Turtles Hauptquartier auch noch das Dojo ansteuern, wo ihr Standard-, Team-und freigeschaltete Angriffe üben könnt. Pro abgeschlossenes Kapitel, wovon es vier gibt, bekommt ihr einen Waffen-Verbesserungspunkt, mit dem ihr anschließend einer der Waffen der Turtles noch ein wenig verbessern könnt. Dies tut aber im Spiel leider nichts groß zur Sache.

Teenage Mutant Ninja Turtles

 

Mutant oder Schildkröte?

Optisch können die Turtles im neuen Stil überzeugen. Die Level- und das Gegner-Design sind dafür umso schlechter ausgefallen. Die Grafik hat immer wieder mit Ladeschwierigkeiten zu kämpfen, dafür aber sehen die Kampfanimationen so einigermaßen zeitgemäß aus. Beim Level-Design hat man sich nur auf das wichtigste konzentriert. Es ist zwar möglich über praktisch alle Hindernisse zu springen, die Areale sind aber ziemlich klein ausgefallen und haben so gut wie keine Details zu bieten; Von der Option zu Erkunden einmal ganz zu schweigen. Technisch wirkt das Spiel somit für uns eher mau. Zwar hat man ein grundsoldies Kampfsystem, das aber definitiv besser und einfacher hätte sein dürfen/können. Zu all den negativen Punkten kommen noch die leider zahlreich vorhandenen Bugs sowie Glitches hinzu. So ist es uns nicht selten passiert, dass sich ein Gegner in ein Auto spawnte oder in der Wand feststeckt. Aber auch das Drücken eines simplen Knopfs wollte manches Mal einfach nicht funktionieren.

Zum Soundtrack können wir schlussendlich nur sagen, dass die Beats zwar meistens zu den Kämpfen passen, aber mit der Zeit einfach nur langweilig und monoton werden, und das, obwohl mit dem Hip Hop-Produzenten Just Blaze zusammengearbeitet wurde. Besser wäre gewesen den Schwerpunkt auf die klassischen Soundtracks der Turtles zu legen. Dies hätte wenigstens noch für einen zusätzlichen Nostalgie-Bonus sorgen können.

Teenage Mutant Ninja Turtles

 

Schildkrötensuppe!

Neben dem Storymodus und dem Dojo habt ihr auch noch nach einmaligen Durchspielen die Gelegenheit acht Herausforderungskarten zu spielen. Diese liefern euch je fünf Gegner-Wellen, die ihr fertig machen müsst. Das Ganze ist nichts besonderes, gäbe es da nicht noch einen Modus, bei dem ihr unendlich Gegner-Wellen überstehen müsst. Das kann zu viert durchaus ordentlichen Spaß bereiten. Womit wir auch gleich zum Koop-Modus des Spiels übergehen. Dieser ist zwar vorhanden und macht auch Spaß, irgendwie. Aber auch hier zeigt sich der Mangen an ausgefeilter Technik. Und spielt ihr zu zweit oder zu viert, müssen Angriffe abgesprochen werden, um zu gelingen. Geht ihr zu weit auseinander, werden Spieler einfach nachgezogen. Den Überblick zu bewahren ist bei vier fast gleich aussehenden Turtles auch  nicht immer leicht. Wir waren besser bedient, dass Spiel alleine durchzuspielen, denn so wird zumindest noch eine kleine Herausforderungen geboten. Im Koop ist das Ganze irgendwie zu leicht! Zu guter Letzt steht euch noch ein Arcade-Modus zur Verfügung, der euch in moderner Sidescrolling-Manier durch verschiedene Gebiete ziehen lässt. Positiv ist generell einmal, dass man alle Spiel-Modis zu viert spielen kann.

Unser Fazit

61 %

Wer sich Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows kauft, darf sich auf eine ausgeklügeltes Kampfsystem und ziemlich cool aussehende Turtles freuen. Das ist aber eigentlich auch schon alles Gute, was ihr für die rund 15 Euro erhalten werdet. Hinzu kommt eine Kameraführung, die euch schnell mal zur Verzweiflung bringt. Eine schlampige Grafik, abgesehen von der Turtles, ein mit der Zeit nervender Soundtrack und viele frustrierende Bugs und Glitches. Die Story wird langweilig erzählt und klaut damit die Motivation zusätlich, die Turtles nochmals spielen zu wollen. Einzig der Koop-Modus kann ein wenig aufheitern, denn dieser kann zu viert noch verhältnismäßig Spaß machen. Für richtige Turtles-Fans ist der Titel für 15 Euro dennoch nicht zu teuer, denn es macht einfach mal wieder Spaß in die grüne Haut der Schildkröten zu schlüpfen und dem Foot-Clan zu zeigen, wo der Hammer hängt. Für alle andern, die nicht wirklich von den Vier Schildkröten-Ninjas schwärmen, können sich Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows empfehlen wir zuerst die Demo zu spielen und oder abzuwarten, bis der Titel ein wenig günstiger erhältlich ist. Schlussendlich werdet ihr unterm Strich, so oder so, wieder nur ein durchschnittlich gutes wie schlechtes Linzenspiel mehr in eurer Sammlung haben. Somit wird Teenage Mutant Ninja Turtles: Turtles in Time wohl noch längere Zeit das beste Turtles-Spiel aller Zeiten bleiben.

Pro

  • + Zeitgemässes Turtle Design
  • + Gelungenes Kampfsystem
  • + Jeder Turtle verfügt über eigene Fähigkeiten und Moves
  • + Einigermassen guter Koop-Modus

Kontra

  • - Zu eintönige und zu kurze Story
  • - Wirklich miese Kameraführung
  • - Viele Bugs und Glitches
  • - Mit der Zeit nervender Soundtrack
  • - Viele Grafikfehler
  • - Leveldesign könnte aus der Gamecube Ära kommen

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
50 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
70 %

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