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Tekken Tag Tournament 2 – Test / Review

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Veröffentlicht 20. September 2012 | 18:51 Uhr von Sandra

Tekken Tag Tournament 2 (Slider)

Es ist wieder an der Zeit sich gegenseitig den Unterkiefer zu verschieben, die Lippen mithilfe von zärtlichen Fausthieben zu Schlauchbooten zu formen, dazu gepflegt das Rückgrat zu brechen, das Genick zu verdrehen und hernach aufzustehen als wäre nichts gewesen. Ja, das geht und zwar in Tekken Tag Tournament 2 und ohne zu viel vorne wegzunehmen, die Crew von Namco Bandai hat auch zehn Jahre nach ihrem letzten Tekken Tag Tournament-Streich nichts verlernt und weiß, wie man einen gescheiten Prügler auf die Beine stellt.

Wie sage ich es meinem Kinde?
Zugegeben, einen Test zu einem Beat’em Up zu schreiben ist nicht immer ganz einfach, vor allem ist es eine Herausforderung, denn ein Kampfspiel lebt und stirbt mit seinen Moves und vor allem seiner Genauigkeit, sprich wie reagiert die Steuerung, wie schnell / nicht schnell ist das Geschehen, usw.. Hier können einem einmal gerne die Gefühle als auch die Objektivität verloren gehen, denn kein Genre ist so – sagen wir – kompliziert, wie das Beat’em Up. Und das nicht nur wegen der technischen Komponenten, die für einen Klopper essentiell sind – auch die Lager spielen hier eine Rolle. Denn der, nennen wir ihn „Allrounder“, getreu dem Motto „ich prügel mich durch alles Virtuelle“, ist rar gesät; Vielmehr gibt es die Dead or Alive Jünger, die Street Fighter Fans, die Virtua Fighter Überzeugten oder eben die Tekken Anhänger, wobei speziell diese Gruppe in die „alten“ und die „neuen“ Spieler fast schon geteilt werden müsste. Während der eine Teil längst vergangenem Ruhm wehmütig hinterher träumt, konnten die anderen den neuen Ableger nicht erwarten. E voila, und dieser ist angekommen – und wir geben unser Bestes euch das auf die Nuschel hauen möglichst ungefärbt schmackhaft zu machen

Andere sind egal – wir sind Tekken!
Tekken_Tag_Tournament_2 (62) Gerne werden Vergleiche gezogen von wg. „bei Prügelspiel A funktioniert der links angetäuschte, rechts final ausgeführte Kinnbrecher besser als bei Prügelspiel B“ – aber ganz ehrlich, wen interessiert das? Uns jedenfalls nicht, denn das spielt für das hier und jetzt, für Tekken Tag Tournament 2 keine Rolle; Nicht einmal eine Kleine! Für uns zählt das Aufgebot an Kämpfern, ihr Repertoire, ihre Nuancen, ihr Können bzw. wie wir das erlenen konnten (oder auch nicht) und all die Dinge, die damit einhergehen. Und natürlich gucken wir ein Stück weit darauf, was sich eventuell geändert hat oder nach wie vor für „alte“ wie „neue“ Spieler vertraut ist.

Apropos: Vertraut ist ein gutes Stichwort! Wie – sagen wir gewohnt – könnt ihr aus einer großen Palette an Kämpfern wählen. Nicht nur das sie die streitbaren Kandidatinnen und Kandidaten sehr detailreich in ihrem Äußeren unterscheiden, was wir als nettes Gimmick fürs Auge verbuchen. Viel wichtiger ist, dass alle, immerhin über 50 angetretenen Fighter, ihr ganz eigenes Kampf-Repertoire aufzuweisen haben. Fast schon rührend mutet hierbei an, dass so viele lieb gewonnene Figuren nebst ihren aufgehübschten Bonus-Vertretern aus fast schon längst vergangenen Tagen mit von der Partie sind. Allen voran natürlich Cyberninja Yoshimitsu, aber auch Kastenfrisuren-Kopf Paul Phoenix, Bruce Lee-Verschnitt Marshall Law oder Jin Kazama, Devil, Devil Jin, King, Lei Wulong, Nina Williams, Ling Xiaoyu, usw. usf.. Natürlich fehlen auch die „besonderen Charaktere“ nicht wie z.B. der knuddelige Panda, die listige Echse, das Box-starke Kängeru oder der Ogre-Koloss. Gesäumt werden die bekannt-vertrauten Recken durch Neuzugänge wie z.B. Dr. Bosconovitch, Miharu Hirano, Slim Bob oder Violet.

Alles irgendwie neu und doch total vertraut!
Tekken_Tag_Tournament_2 (3) Macht euch darauf gefasst, dass ihr den eventuell aus alten Teilen gewohnten Story-Modus vergeblich suchen werdet – oohhh wie schade! Nein, nicht schade, das geht absolut in Ordnung, denn Bandai Namco hat da nur ein wenig am Ausdruck gefeilt: Story-Modus heißt jetzt Arcade-Modus. Clever, was?! Wie gewohnt kloppt ihr euch mit den Charakteren durch eine vorgegebene Stage-Anzahl, an dessen Ende nur noch ein Boss (früher Mal bis zu drei!) wartet. Als Belohnung für diese Mühen gibt es Videofilmchen des jeweilig siegreichen Protagonisten.

By the way: Optisch haben sich, wenn man so will, erneut die Freunde des Schönen ausgetobt. Dazu zählt einmal die hochauflösende Grafik, an der es nichts zu meckern gibt. Super detailreiche Arenen, die viel zum Entdecken bieten – na ja, sofern ihr Zeit habt das in Augenschein zu nehmen, während ihr euch um euer Leben kloppt. Aber vielleicht bekommt ihr doch die Chance zu sehen, dass Käse winkende, sollen wohl Niederländer sein, den Rand der Prügelzone säumen oder der Santa Claus im Hintergrund seinem Lieblingshobby, dem Ski fahren, frönt. Aber auch sonst können sich die gesamt 20 verschiedenen Stages sehen lassen: Altehrwürdige, fernöstliche Tempelanlagen, Beach-Ressorts, futuristische Labor- und Technikanlagen oder dicht bewaldeter Dschungel. Und in diesen Umgebungen wirken die Kämpfer wie das berühmte Tüpfelchen auf dem i, da sie smooth, geschmeidig, aber kraftvoll Hiebe verteilen. Am Rande sei erwähnt, dass wir während unseren ausgiebigen Test-Sessions keine Lags feststellen konnten und auch Framrate-Einbrüche haben sich uns, zumindest nicht erkennbar-deutlich, gezeigt.

Immer mitten in die Fresse rein …
Tekken_Tag_Tournament_2 (39) … wussten schon die Ärzte in ihrem Liedgut zu berichten und adeln auf diese Weise ein wenig die „schlagenden Argumente“, welche bekanntlich das A und O in einem Beat’em Up darstellen. Dafür gibt es anstelle des gestrichenen oder umbenannten (ganz wie ihr das sehen wollt) Story-Modus das neu entstandene Kampflabor. In diesem steht ein Dummy bereit, der großmütig alles einsteckt, was ihr austeilt. Klingt banal, hat aber einen kleinen Haken! Der Dummy ist nämlich nicht so „dumm“ wie es den ersten Anschein hat. Der gute Knabe verlangt nämlich von euch, dass ihr Trefferzonen beachtet und folglich Schläge richtig platziert. Aha – das ist es doch was wir hören wollten, oder nicht?! Denn das hat die Tekken-Serie schon immer ausgezeichnet: Nicht einmal mal drauf los bolzen und gucken was die Tasten so hergeben, nee-nee! Gezielt gedrückte Tastenabfolgen machen erst optimal sitzende Schläge möglich. Ja, sogar mehr, da sie richtig getimt eine vernichtende Kombo-Kette los treten, mit der dem Gegner im besten Fall sehen und hören vergeht. Aber bis es soweit ist, heißt es üben, üben und nochmals üben bis Würfe, Konter und Move-Kombinationen sitzen. Das Kampflabor ist die Grundlage eures Erfolges – ja, so kann man das stehen lassen, denn hier werden gleichermaßen Anfänger wie Fortgeschrittene Kämpfer nachhaltig unterwiesen, bekommen die Optionen als auch die Steuerung bis ins Detail verinnerlicht. Ein gewaltiges Sammelsurium an statistischen Werten, die aus all euren Kämpfen gezogen als auch aufgelistet wird, liefert die passende Übersicht, wo ihr wie was besser machen könntet bzw. wo es bereits richtig gut klappt.

Habt ihr euch mit dem durchaus komplexen System der Figuren-bezogenen Kampf-Optionen (jede Taste für eine Extrimität) vertraut gemacht, wartet die große weite Welt auf euch, denn nichts ist inzwischen dröger als simpel die KI nach allen Regeln der Kunst zu vermöbeln – das macht selbst ein blutiger Anfänger aus dem FF. Was nicht heißt, dass ihr euch nicht in klassischen eins gegen eins Kämpfen, Solo vs. Tag-Teams (neue Spielvariante!) oder dem Standard-Tag-Team Modus rein gegen die KI vergnügen könnt. Wie ihr euch auf die Nuschel hauen wollt, bleibt natürlich euch überlassen Aber wer ehrlich zu sich selbst ist weiß, dass erst die realen Gegner, die Online auf eine Herausforderung warten, das Salz in der Prügelsuppe sind. In diesen Duellen könnt ihr beweisen, wie gut (oder nicht) ihr geübt habt. Kombiniert, was ihr gelernt habt: Schleudert eure Widersacher in die Luft, setzt Kombos hinterher und achtet stets auf euer Timing. Oder nutzt den Kontrahenten zum Boden schrubben – so lange ihr mit gezielten Tritten, Schlägen oder auch Kombinationen dran bleibt, hat euer Gegner nix zu lachen. Geht ihr nicht allein sondern als Tag-Team (zu zweit) in den Ring, greift ihr, sofern hinreichend geübt, auf extreme und zum Teil schon absurd anmutende Angriffe zurück. Doch diese verrückt aussehenden Specials machen nicht nur optisch was her, sie dienen auch dazu dem gegnerischen Team, bzw. dem Spieler dahinter den Schneid abzukaufen. Bei all dem sich gegenseitig auf die Rübe kloppen werden eure Lauscher im Übrigen stets von treibenden, stampfenden und zu jeder Zeit passenden, vorzugsweise Techno angehauchten Beats beschallt, die durch kämpferische FX-Sounds wie Schreie, Aussprüche und dergleichen mehr abgerundet werden.

Unser Fazit

87 %

Wer auf schnörkellose, auf den Punkt kommende virtuelle Prügelorgien steht, egal ob als Street Fighter-, DoA-, Virtua Fighter- oder eben Tekken- (alt/neu) Fan, ist mit Tekken Tag Tournament 2 gut aufgehoben. Bandai Namcos frische Klopperei bietet alles, was man zum auf die Nase donnern braucht: Viele verschiedene Spielmodi, Off- wie Online spielbar, wobei der Online-Modus sozusagen das Herzstück darstellt; Dazu eine große Anzahl an Fighter, die vor allem durch ihre Vielfältigkeit als auch ihre Eigenheiten bestechen und – das A und O – die wahnsinnig vielen Möglichkeiten, wie man seinen Kämpfer bestmöglich beherrscht. Nicht simples Butten mashen ist angesagt – oh nein! Dank wirklich exzellent funktionierender als auch reagierender Steuerung gibt’s diesbezüglich nichts zu meckern. Dass der Story-Modus dem Kampflabor gewichen ist – sei es drum, das ist mehr als verschmerzbar. Tekken Tag Tournament 2 bietet euch das rundum sorglos Klopper-Erlebnis, mit dem ihr garantiert lange Spaß haben werdet - vorausgesetzt ihr wisst was ihr tut!

Pro

    umfangreichesCharakter-Portfolio detailreiche Figuren inkl. sehr smoother Animationen abwechslungsreiche Arenen und Umgebungen sauber und technisch einwandfrei umgesetzte Steuerung verbesserte / vereinfachte Lernkurve Techniken und Kampfstile beherrschen ist das A und O Trainingslabor anstelle des Story-Modus Belohnungen wie Kostüme, FIlmchen, usw. können wahlweise erspielt oder mit Credits gekauft werden satte Beats während der Kämpfe

Kontra

    z.T. frustrierende Gegenschläge -> wenn die KI mal zulangt, sieht man gern mal kein Land mehr partielle Balancing-Probleme bei den Kämpfern (Tag Team) für Tekken-Könner bietet der Offline-Modus eventuell zu wenige Herausforderung, diese gibt es nur Online (menschliche Spieler) manche Kombis sind sauschwer zu erlernen

Unsere Bewertung

Grafik
 
87 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
88 %
Gameplay
 
87 %
Multiplayer
 
89 %
Spielspaß
 
88 %

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