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Tembo the Badass Elephant – Xbox One Test / Review

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Veröffentlicht 11. August 2015 | 16:17 Uhr von Alexander Winkel

Tembo-The-Badass-Elephant

Wenn Tembo der Elefant in Fahrt kommt, herrscht ein mächtiges „badabumm“! Kein Haus ist mehr sicher und selbst die mächtigsten Roboter werden in ihre Einzelteile zerlegt. Der aberwitzige und extrem rasante Sidescroller erinnert an gute alte Zeiten und lässt das Gefühl von Spielen wie Sonic gepaart mit Metal Slug aufleben. SEGA präsentiert zusammen mit Entwickler Game Freak ein grandioses Abenteuer für alle Action-Liebhaber.

Was tun wenn das Militär kein Land mehr sieht und die Übermacht einer Invasion den Untergang einleitet? Der General fackelt nicht lange herum, greift zum Satellitentelefon und zitiert seine Geheimwaffe ins Kampfgebiet. Tembo, nicht zu unrecht als„The Badass Elephant“ bezeichnet. Denn wenn sich dieser Koloss in Bewegung setzt, schlackert nicht nur der Spieler mit seinen Ohren. Selbst Flitzeigel Sonic wird mächtig große Augen machen, wenn er sieht, wie dieses Schwergewicht in einem unglaublichen Tempo durch Shell City, den angrenzenden Bergen, einem Vergnügungspark und schlussendlich die Festung des Bösen rast. Dabei bleibt nichts verschont und ganze Gebäude und Konstruktionen werden kurzerhand in Schutt und Asche gelegt. Kein Wunder, dass die Gegner zittern sollten, doch das tun sie beim besten Willen nicht.

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Badabadabadabada Bumm!

Die Phantome fahren wahrlich schwere Geschütze auf, um den Krieg zu ihrem Gunsten zu entscheiden. Das Fußvolk wirft Bomben, sogar mit dem Gleitschirmflieger aus luftiger Höhe. Andernfalls schützen sich die Kerle mit einem stacheligen Schild oder greifen kurzerhand zum Flammenwerfer. Unterstützt werden die Soldaten durch Hubschrauber, Panzer und riesige Mechwarriors, bei denen Tembo wahrlich gewieft in der Schlacht agieren muss. Manch ein Gegner kann nur in seine Einzelteile zerlegt werden, sofern die Schwachstelle ausgenutzt wird. Explosive Geschosse, Feuer und Abgründe stellen mitunter die größeren Gefahren dar, denn in der Hitze des Gefechtes oder wenn man mal wieder im Geschwindigkeitsrausch durch die aufwendig und imposant in Comic-Grafik gehaltene Level rast, passiert bei einer Unachtsamkeit gerne mal der eine oder andere Fehler.

Zu Beginn im Dschungel erlernt man die Grundkenntnisse des Spieles: springen, in der Luft mit strampelnden Füßen gleiten, den Rüssel als Uppercut nutzen, mit den Stoßzähnen voran rasen oder eine Rutschattacke ausführen und nicht zu vergessen die tonnenschwere Arschbombe. Mittels derer bricht der Dickhäuter auch von oben durch die Konstruktionen und verschafft sich im Inneren der Bauten ordentlich Gehör. Außerdem kann der graue Koloss Wasser spritzen und damit Blumen tränken oder Feuer löschen. Bereits der erste Abschnitt in Shell City offenbart, wie Optik, Action und Gameplay ineinander verwoben wird. Der Spieler wird in eine grandiose Schlacht geworfen, die mit zahlreichen Details punktet und dank der knalligen und knackigen Farben sowie witzigen Ideen bereits in dieser Form als Action-Comic bestens unterhalten kann. Wirklich knifflig ist die Angelegenheit zu Beginn aber nicht. Selbst der erste Bossgegner kann als Lachnummer deklariert werden. Weder muss man wirklich viel Geschick in den Sprungpassagen an den Tag legen, noch gibt es wirklich viel zum Nachdenken.

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Im Rausch der Geschwindigkeit

Obwohl, es gilt in den meisten Abschnitten zehn Zivilisten zu retten. Diese sind in Kästen eingesperrt, die teilweise offensichtlich im Weg liegen, oftmals aber auch eine Erkundung der Gegend erfordern. Im Laufe des Abenteuers wird es immer kniffliger, alle Zivilisten zu retten, die während des Level jubelnd und jauchzend auf dem Rücken von Tembo reiten. Außerdem gilt es sämtliche Phantomgegner auszuschalten. Dies ist wichtig, denn spätere Abschnitte werden nur frei gelegt, sobald man eine gewisse Anzahl an Feinde über den Jordan geschickt hat. Somit zwingt uns der Entwickler gelegentlich dazu, sorgfältiger durch die Areale zu rasen und dabei wirklich alle Geheimnisse zu lüften. Manch einer würde das aber auch als Zwang ansehen. Die Hemmschwelle ist aber gering.

Ganz im Gegenteil der Schlagabtausch mit den Phantomen, der etliche durch Erdnüsse aufgestockte Extraleben kostet. Anfangs ist man berauscht ob der Geschwindigkeit, in der Tembo durch die Arenen fetzt und dabei sämtliche Gegner geradezu mühelos ausschaltet. Spätestens mit dem dritten Abschnitt, den Vergnügungspark und der abschließenden Festung zieht der Schwierigkeitsgrad aber gewaltig an. Dies liegt unter anderem daran, dass deutliche mehr Fallen und Feinde sich offenbaren, diese aber auch stärker werden. Plötzlich hat man nicht nur das Fußvolk vor sich, sondern auch richtig dicke Brocken und Panzer, die uns alle gleichzeitig das Fell über die Ohren ziehen wollen. Da ist dann wirklich mächtig viel auf dem Bildschirm los, mit zig Explosionen, Comic-Einblendungen und witzigen Details. Dass Tembo dazu auch noch graziös und aberwitzig animiert in den Krieg zieht, rundet den Gesamteindruck ab.

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Unser Fazit

78 %

Wenn dieser Elefant in Fahrt kommt, ist Spielspaß angesagt. Das Schwergewicht rast in einem unglaublichen Tempo durch die aufwendig inszenierten Welten, dass es nur eine Freude ist, diesen begleiten zu dürfen. Die Kampfmaschine wütet, nimmt die Häuser auseinander und stampft und wälzt sich genüsslich durch die Scharren an Phantom-Gegner. Tembo ist anfänglich etwas zu einfach gehalten, der Schwierigkeitsgrad zieht auch leider erst gegen Ende stark an. Dann wird der Titel aber durchaus knackig schwer und erinnert an gute alte Zeiten, in denen Frust und Freude doch so nah beieinander lagen. Leider sind die 18 Abschnitte auch recht zügig, aufgrund des rasenden Elefanten, durchgeackert. Doch in dieser Zeit wird man als Action-Liebhaber dank der sehr guten Optik und den witzigen Momenten bestens unterhalten.

Pro

  • + Rasante Action und wuchtige Auseinandersetzungen mit den Phantom Gegnern.
  • + Eingebettet in einer knackigen, bunten und ansprechenden Comic-Präsentation.
  • + Die eine grandiose Zerstörungsorgie präsentiert, wenn Tembo alles in Schutt und Asche haut.
  • + Angenehm einfacher Einstieg um mit dem rasanten Elefanten zurecht zu kommen.
  • + Zum Schluss hin knackig schwer mit herausforderndem Endboss.
  • + Sehr knuffige und detailverliebte Animationen.

Kontra

  • - Die Story ist im Prinzip völlig belanglos und nur Mittel zum Zweck.
  • - Die Handhabe ist anfänglich recht gewöhnungsbedürftig, vor allem mit dem Wasser.
  • - Der Schwierigkeitsgrad zieht erst in der zweiten Hälfte, zum Schluss aber merklich an.
  • - Die Spieldauer ist mit 4-6 Stunden recht knapp bemessen.

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
75 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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