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Terraria – Test / Review

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Veröffentlicht 27. März 2013 | 16:48 Uhr von Sandra

Terraria

Auf den ersten Blick mutet Terraria als eine Art Minecraft Klon an. Und ja, anfänglich mögt ihr das auch denken, da sich das 2D Konstrukt, welches, rein auf die Optik bezogen, an gute alte SNES oder Mega Drive Zeiten denken lässt, grundlegend ähnliche Züge vorzuweisen hat. Aber spätestens wenn ihr in das Abenteuer eingetaucht seid und feststellt, dass es noch mehr zu tun gibt, als in dem erfolgreichen sozusagen Vorbild, ist es schon zu spät wieder auszusteigen. Terraria ist ein süchtig machendes Spiel, in dem gefühlt fast nichts unmöglich scheint.

Einfach mal gut zu wissen

Terraria ist keine Unbekannte im Gaming-Bereich, gleichwohl sich das kleine Stückchen Software bisher – wenn auch sehr erfolgreich – auf PC getummelt hat. Knapp zwei Jahre ist es her, dass die bunte Klötzchenwelt ihren Siegeszug auf Steam angetreten hat. Binnen einer Woche wurde Terraria seinerzeit 200.000 Mal heruntergeladen. Verschiedene Faktoren sprechen sich eindeutig für Terraria aus, Möglichkeiten, die in gewisser Weise auch in Minecraft vorhanden sind, aber in Terraria ganz anders zur Geltung kommen. Es ist nicht nur der Retro hafte Charme, der Terraria gut zu Gesicht steht, es ist auch die auf den Spieler ein Stück weit zugeschnittene Geschichte, die es zu erleben gilt, denn Terraria versteht sich nicht allein als Spiel, in dem gebaut, gebastelt, erforscht, gekämpft, gegraben und gefunden werden kann. Terraria ist ein Spielchen, das auf sympathische Art und Weise die verschiedenen Genres Action, Adventure und Rollenspiel verknüpft.

Viele Welten bieten viel zu entdecken

Der Anfang eures großen Abenteuers gestaltet sich zunächst einmal mit einer mehr oder weniger kleinen Lernaufgabe. Wir empfehlen das in der Konsolen-Version neu hinzu gekommene Tutorial in Angriff zu nehmen, um euch mit den Grundoptionen vertraut zu machen. Die anfänglichen Anweisungen sind die Basis fürs Spiel, mit der Zeit gesellen sich weitere, gefühlt endlose Optionen hinzu. Angefangen wird zunächst mit banalen Bewegungsrhythmen bis hin über die Verwendung der Grundwerkzeuge (Axt, Schwert, Spitzhacke) sowie der Beschaffung erster Materialen als auch dem Bau eines einfachen Hauses. Danach stehen euch die Welten offen. Bevor es richtig los gehen kann, heißt es jedoch kurz noch das eigene, kleine Alter Ego zu schaffen, mit dem ihr fortan durch die unterschiedlichen Areale reisen wollt.

Verschiedene Settings werden mit Sicherheit eure Fantasie anregen, wenn es darum geht ein Verlies sprichwörtlich bis aufs Innerste zu erforschen oder die Grenzen des Himmels zu erfahren. Euer Weg wird euch über Meteoriten, durch Dschungel-Landschaften und Wüsten führen, ebenso wie durch Wälder, fliegende Inseln sowie die Weiten des Ozeans. Somit dürfte für jeden das richtige Fleckchen Erde dabei sein, da ihr Lust und Laune habt, es genauer unter die Lupe zu nehmen, um vielleicht auch seltene Items, oder noch besser, ganz seltene Gegner zu finden.

Terraria

Schaffe, schaffe, Häusle baue!

Auffällig und definitiv positiv fällt auf, dass Re-Logic und 505 Games dafür gesorgt haben, dass die Steuerung auf die Konsolen angepasst worden ist. Somit fällt das dirigieren eures kleinen pixeligen Alter Egos super leicht. Auch die möglichen Aktionen wie bauen, buddeln, Gegner eliminieren sowie neue Gegenstände herstellen geht denkbar einfach von der Hand. Hergestellt werden kann so gut wie alles Mögliche, angefangen bei verschiedenen Rüstungen, Waffen, Möbel bis hin zu Tränken, magischen Waffen, Kostümen, Accessoires, Verteidigungs-Items und derlei mehr. Hier gilt es sich auszuprobieren und zu testen, in welche Richtung es gehen soll. Ihr könnt euch spezialisieren oder einfach alles angehen, ganz wie ihr wollt. Hilfreich bei all den zur Verfügung stehenden Mitteln, Gegenständen und Co., die ihr erschaffen könnt ist, dass das Inventar aufzeigt, was konkret beispielsweise mit Holz alles angestellt werden kann. Es kann zum Haus bauen ebenso verwendet werden wie zum Treppen in die Wand bauen, solltet ihr einmal nicht mehr aus einem Schacht heraus hüpfen können, usw.. Generell ist euer Weg davon begleitet, dass ihr nach allem Graben, Suchen und Schürfen solltet, was die jeweilige Umgebung hergibt. Für jedes Objekt, dass sich in Terraria findet lässt, gibt es garantiert eine Crafting-Rezept, welches ihr an eurer Werkbank und oder im Inventar herstellen bzw. mixen könnt – vorausgesetzt, ihr habt alle nötigen Zutaten und/oder Werkstoffe vorrätig. Generell können auch wertvollere Rohstoffe wie Eisen, Kupfer, Silber oder auch Gold in nicht nur hilfreiche, sondern auch dekorative Gegenstände umfunktioniert werden. Natürlich fehlen auch keine ausgefallenen oder gar witzigen Items wie beispielsweise eine Art Wolkenschuh, mit dem es euch möglich ist einen Doppelsprung auszuführen. Oder wie wäre es mit einem Bumerang, der euch nicht nur Licht in Höhlen spendet, sondern auch Untote auf Distanz hält. Da euer Menü bzw. Inventar eine ordentliche Größe vorzuweisen hat, könnt ihr für den Anfang ordentlich drauf los sammeln und mitnehmen, was nicht Niet- und Nagelfest ist. Alles kann verwendet werden. Sollte das Inventar doch einmal zu voll sein, trennt euch über die „Mülleimer-Funktion“ am besten von Objekten, die sich zu jederzeit ganz leicht wieder beschaffen lassen – Holz, Erd- oder Steinblöcke, usw..

Ob Tag, ob Nacht – überall zu jeder Zeit tut sich was!

Ob es hell oder dunkel in der zufallsgenerierten Welt ist, dank integriertem Tag- und Nachtwechsel, entscheidet auch an manchen Stellen nicht ganz unwesentlich ob und was ihr findet. Neben den Umgebungen selbst spielt vor allem die Tages- oder Nachtzeit eine Rolle, welche Gegner euch überraschen könnten. Während die Sonne fröhlich vom 8-Bit Himmel lacht, werdet ihr weit weniger mit Widersachern konfrontiert als zu den Zeiten, da der Mond am geklotzten Firmament steht. Bei den Opponenten, die euch begegnen werden, gibt es verschiedene Größen – von ganz kleinen, bunten Schleimklumpen, die euch hüpfen an die Gurgel wollen und eure Energie mit jedem Treffer abziehen bis hin zu fiesen Erdwürmern, Zombies, Skeletten, Fledermäusen oder gar eine sehr hungrige Fleischwand (Boss-Gegner in der Unterwelt), ist fast nichts dabei, was es nicht geben könnte. An der Stelle sei erwähnt, dass in den verschiedenen Terraria-Welten nicht nur generell Gegner umher wandern, es können auch stets seltene Gesellen ausfindig gemacht werden, dazu auf jeden Fall mindestens ein Boss-Gegner, die Konsolenversionen haben sogar einen neuen Boss spendiert bekommen. Ebenfalls möglich ist es auch an integrierten Events teilzunehmen. Wie und wann Events auftauchen, ist an die Spielweise sowie den Spielfortschritt von euch als auch eurer beteiligten Freunde gekoppelt, denn ihr könnt in Terraria auch zu zweit an einer Konsole (Split-Screen) oder mit bis zu acht Leuten Online spielen.

Um nach einer gewissen Zeit nicht die Orientierung zu verlieren, punkten die Konsolenversionen mit einer weiteren Neuerung: Die Welt-Übersichtskarte. Nutzt ihr diese Option, zoomt ihr richtig raus und könnt sehen, wo wie was ihr erledigt habt oder wo ihr vielleicht noch einen Abzweig mehr graben wollt, damit ihr endlich dem seltenen ‚Doctor Bones‘ im Untergrund-Dschungel begegnet, ein ganz selten auftauchender Zombie-Gegner, der ein noch selteneres Item (Archäologen-Hut) dabei hat.

Spielt ihr alleine und wollt nicht immer alleine durch die Landen streifen, beschafft euch ein Haustier. Ihr könnt, sofern ihr das wollt, mit einer Karotte einen Hasen beschwören, der euch fortan auf Schritt und Tritt als Gefährte nach hoppelt. Das heißt aber dann auch, dass ihr auf das kleine Teil aufpassen müsst, denn es kann genauso wie ihr angegriffen werden.

Terraria

Immer wieder geht es ums Geld

Habt ihr einen gewissen Spielfortschritt erlangt, werdet ihr auf NPCs (Non-Playable Character / nicht spielbare Charaktere) treffen, die euch – je nach Typ – zur Seite stehen können. Habt ihr, was recht schnell geht, ein leer stehendes Zimmer und eine bestimmte Anzahl an Silbermünzen in eurem Besitz, wird der Händler garantiert auftauchen und fortan könnt ihr dann von seinem Angebot profitieren. Gleiches gilt für den Waffen- oder Sprengstoffhändler, die ein leeres Zimmer wünschen und im Gegenzug müsst ihr mindestens eine Schusswaffe oder einen Sprengkörper im Inventar haben, um vom Händler mehr als auch andere Gattungen angeboten zu bekommen. Je nachdem wie ihr im Spiel vorgeht, könnt ich ihr den Weihnachtsmann treffen, eine Schneiderin, einen Zauberer oder einen Fremdenführer.

Wie erwähnt, bedarf es, um kaufen/verkaufen zu können, einmal mehr dem schnöden Mammon. Dieser ist gestaffelt, beginnend bei Kupfer-Münzen (Standardwährung in Terraria) über Silber-, Gold- bis hin zu Platinum-Münzen. Dabei entsprechen 100 Kupfer-Münzen einer Silber-Münze, usw.. Münzen lassen sich vorzugsweise durch das Besiegen von Widersachern oder aber dem Verkauf von Items generieren. Empfehlenswert ist, dass ihr möglichst zu Beginn des Spiels einen Tresor oder eine Spardose kauft, in euer Haus stellt und erlangtes Geld einlagert, das verhindert, dass ihr beim virtuellen Ablegen zu viel eures Geldes verliert. Denn leider könnt ihr dann und wann in Terraria sterben und das heißt auch, dass ihr mitunter bis zur Hälfte eures gesammelten Geldes beim virtuellen Sterben verliert. Vorsicht ist also mal wieder die Mutter der Porzellankiste.

Unser Fazit

88 %

Terraria, ein simpler Minecraft Klon? Mitnichten – Terraria ist zwar in vielen Belangen durchaus gleichwertig was das Spielprinzip anbelangt, aber Terraria hat gewisse Vorzüge, was es vom, sagen wir, großen Bruder Minecraft, doch nachhaltig unterschiedet. Es geht nicht nur ums Graben, Bauen, seltene Items finden und derlei Dinge mehr. Es geht aber auch darum verschiedene Landstriche zu erkunden, immer wieder zufallsgenerierte Welten, wahlweise allein, mit oder ohne Haustier, zu zweit oder zu acht zu erkunden, zu erforschen, Gegner zu stellen, dabei vielleicht ausgefallene Entdeckungen zu machen und einfach Abenteuer zu bestehen. Der Umfang erscheint vielfältiger, größer, erzählerischer als das Geschehen in der anderen Klötzchenwelt. Unterm Strich jedoch, so gleich die beiden Spiele anmuten mögen, die Zielsetzungen beider gehen sehr auseinander. Festhalten können wir, dass Spieler, die schon mit Minecraft Spaß hatten, mit Terraria noch einmal eine ganze Schippe mehr Fun aufgeladen bekommen. Terraria hat sich nicht umsonst auf Steam vom Indie-Hit zum Mega-Seller entwickelt – wir wissen jetzt sehr genau warum! Terraria macht mit seinen 2D-Welten und seinen Möglichkeiten einfach süchtig, total viel Spaß, es ist witzig, unterhaltsam … und ... und wenn ihr jetzt bitte entschuldigen würdet: Wir müss … äh, wollen wieder graben, forschen und bauen gehen.

Pro

  • + liebevoll gestaltete 2D/8-Bit Welten
  • + abwechslungsreiche sowie zufallsgenerierte Umgebungen
  • + viele Items, Gegner und Geheimnisse zu entdecken
  • + z.T. ausgefallene Crafting-Ideen
  • + NPCs und Events enthalten
  • + gut verständliches Tutorial
  • + eine Weltkarte für bessere Übersicht
  • + angenehme Musikbegleitung
  • + spannende Boss-Kämpfe
  • + viel Raum für kreative Spielereien und Ideen
  • + Tag/Nachtwechsel hat Einfluss auf Spielgeschehen
  • + Split-Screen u. Multiplayer-Modus
  • + auf Konsole angepasste Steuerung

Kontra

  • - integrierte Cursor-Steuerung (via rechter Stick) nicht immer akkurat
  • - obwohl Musik hübsch, sie wiederholt sich zu oft

Unsere Bewertung

Grafik
 
78 %
Sound
 
73 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
89 %
Multiplayer
 
88 %
Spielspaß
 
90 %

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