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Test Drive: Ferrari Racing Legends – Test/Review

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Veröffentlicht 8. August 2012 | 8:02 Uhr von Fabrice

Test Drive: Ferrari Racing Legends

Ferrari gehört zu den bekanntesten Marken auf der ganzen Welt. Die Scuderia Ferrari ist besonders bekannt für die schnellen, roten Sportwagen. Seit 65 Jahren ist der in Maranello, Italien, ansässige Autohersteller bereits im Geschäft doch neben den Autos gibt es noch eine ganze Bandbreite an weiteren Produkten im leuchtenden Ferrari-Rot. Von Kleiderlinien bis zum Toilettensitz reicht die Auswahl an Artikeln. In Abu Dabhi steht mit der Ferrari World sogar ein eigener Themenpark mit Achterbahnen und einem Museum.

Bei all dem Erfolg und dem Bekanntheitsgrad von Ferrari, ist es nicht verwunderlich das den roten Sportwagen ganze Videospiele gewidmet werden. Das neuste Spiel das sich einzig und allein um Ferrari dreht heisst Test Drive: Ferrari Racing Legends. 60 Jahre von der Geschichte können virtuell nacherlebt werden. Wieso man sein Geld aber lieber in eine echte Fahrstunde mit einem Ferrari investieren sollte, könnt ihr unserem Xbox 360 Test nachlesen.

Von damals bis heute

Überraschenderweise bietet der etwas andere Ableger der mehr oder weniger bekannten Test Drive Serie sogar eine bzw. gleich drei Geschichten. Die Karriere, der Kern von Ferrari Racing Legends, ist unterteilt in drei Ären. Die drei Ären umspannen 60 Jahre und sind in folgende Zeitrahmen eingeteilt: Die Goldene Ära (von 1947 bis 1973), die Silberne Ära (von 1974 bis 1990) und die Moderne Ära (von 1990 bis 2011). Jeder Ära ist dann wiederum in mehrere Kategorien mit ps3_testdriveferraria einer unterschiedlichen Anzahl von Rennevents unterteilt.

Dabei hat jede Ära eine ganz eigene kleine Geschichte. In der Goldenen Ära geht es vom Aufstieg von einem kleinen, unbekannten Testfahrer bis zum Hauptfahrer des Teams als Sieger aller grossen Rennserien. Erzählt wird die Geschichte durch Texteinblendungen vor den Rennen und kurze Funksprüche während den Rennen. Die Präsentation dieser Hintergrundstory ist aber derart langweilig inszeniert, das man schnell das Interesse daran verlieren kann. Auch wenn die Idee hinter der Geschichte zwar toll ist, wurde die Umsetzung einfach nur schludrig gemacht.

Viel Inhalt, wenig Langzeitmotivation

Der Hauptteil des Spiels sind 60 Jahre umfassenden Ären der Karriere. Und diese bieten nicht zu wenig Inhalt, ganz im Gegenteil. Alles in allem werden mehrere Hundert Events auf 39 realen Rennstrecken. Hier zeigt sich jedoch sehr schnell ein ähnliches Problem wie mit der Story des Spiels. Die Präsentation ist öde und langweilig. Man fährt einfach Rennen um Rennen, stottert alle Events ab um voran zu kommen. Ein wirkliches Gefühl von Fortschritt stellt sich jedoch kaum ein. Das liegt auch daran das viele der Events nicht wirklich interessant sind. Zuerst fährt man ein Zeitrennen im Rahmen einer Qualifikation. Im Anschluss fährt man dann das Rennen an sich, um sich danach einem Ausdauerrennen zu stellen. Alles findet auf der selben Rennstrecke statt, weshalb sich schnell Langeweile einstellt. Ein weiteres Problem ist die Art wie man in den Events fortschreiten kann. Neue Events kann man nur frei schalten, wenn man das ps3_testdriveferrarih vorangehende erfolgreich abschliesst. Hängt man an einem Event fest, dann ist es unmöglich weiter zu machen. Entweder muss man sich dann auf viel Frust einstellen um das Event zu packen oder man versucht sich an einer der beiden anderen Ären. Frust stellt sich ein, da der Schwierigkeitsgrad des Spiels oft sehr unausgewogen ist. Man kann zwar zwischen drei Einstellungen wählen, dennoch gibt es Events die selbst auf dem einfachsten Grad lang, schwer und frustrierend sind. Wenn man dann bei einem solchen Event stecken bleibt, ist das einfach nur nervig. Oben drauf gibt es noch ein Rangsystem, in welchem man aufsteigt wenn Punkte durch abgeschlossene Events sammelt. Je höher der Schwierigkeitsgrad ist, desto mehr Punkte gibt es. Zusätzlich kann pro Event noch ein Zusatzziel für einen weiteren Punkt abgeschlossen werden. Leider haben die Ränge überhaupt keinen Sinn (ausser das sie Erfolge und Trophäen freischalten), weswegen die Motivation hier auch nicht allzu hoch sein wird.

Neben der Karriere kann man auch noch schnelle Rennen fahren. Hier zeigt sich eine weitere merkwürdige Designentscheidung. Die meisten der 51 vorhandenen Autos (die anständige Auswahl reicht dabei von Klassikern wie dem 125 S, über verschiedene Modelle aus der Formel 1 Serie bis zu modernen Flitzern wie dem 430 Scuderia) müssen zuerst in der Karriere freigeschaltet werden bevor man sie auch sonst benutzen kann. Das selbe gilt für die Strecken, welche nicht alle von Anfang an verfügbar sind. Zudem ist ein Mehrspielermodus verfügbar. Dieser läuft theoretisch zwar super flüssig und gut, leider ist er schon jetzt wie ausgestorben weshalb dort nicht viel Spielspass zu finden sein wird.

Fahren wie in einer engen Gasse

Da die Präsentation und viele der Designentscheidungen irgendwie merkwürdig anmuten, könnte immerhin das Gameplay an sich ja noch viel raus reissen. Leider haben sich die Entwickler der Slightly Mad Studios auch hier einige Fehltritte geleistet. Prinzipiell ist das Fahrgefühl wirklich gut gelungen. Die verschiedenen Fahrzeuge aus den drei Ären fahren sich schön unterschiedlich und das eher realistische Gameplay steht dem Spiel gut. Das grösste Problem zeigt sich im Bereich der Fahrphysik. Genutzt wird die gleiche Physik welche schon bei SHIFT 2 genutzt wurde und auch die Probleme sind immer noch die gleichen. Kommt man nämlich einem anderen Auto oder einer Streckenbegrenzung zu nah, dann wird man wie von Geisterhand von diesen Objekten an gesogen. Hängt man erst einmal an einem anderen Wagen oder einer Wand dran, ist es gar nicht so einfach sich davon zu lösen und oft enden diese Manöver in einem fatalen Crash, Frust und einem neugestarteten Event. Zudem ist die KI der gegnerischen Fahrer oft nicht wirklich intelligent. Sie folgen perfekt der Ideallinie, überholen sich gegenseitig nicht und kämpfen nicht um die Toppositionen. Man ist also schlussendlich der einzige Fahrer der um eine gute Position fährt, denn die anderen Fahrer drehen einfach nur ihre Runden. Zusammengenommen ist das ziemlich schade, denn eigentlich stimmt ja das Fahrgefühl und die Entwickler haben sich sogar einige coole Ideen einfallen lassen. So kann es in einem Ausdauerrennen über 20 Runden in den letzten paar Runden passieren das der virtuelle Fahrer einen Krampf im Arm bekommt, wodurch man weder hoch noch runter schalten kann und man somit das Rennen im selben Gang zu Ende fahren muss. Doch diese kleinen, feinen Ideen werden von der Fahrphysik mit einer Frontalkolission geschrottet. ps3_testdriveferrarib

Autos hui, Strecken pfui

Vom ersten Event an ist die Liebe welche in die Modelle der Autos gesteckt wurde deutlich zu sehen. Detaillierte Fahrzeugemodelle und detailgetreue Cockpits sind eine Freude, wahrscheinlich nicht nur für echte Ferrari-Fans. Das Spiel läuft flüssig ab und die Framerate fällt nie in den Keller. Leider ist der Rest der Grafik nicht ganz so gelungen. Die Strecken und deren Umgebungen sind sehr trist und öde. Es gibt nichts zu sehen was ins Auge springt und die wenigen Zuschauer die ausserhalb der Streckenbegrenzung zu entdecken sind, sehen eher aus wie Pappaufsteller als echte Personen. Ein netter Touch ist in der Goldenen Ära zu finden, denn beim Start der Rennen ist die Grafik noch in einem körnigen Sepia-Ton gehalten, welcher sich erst nach einem kurzen Moment aufzulösen beginnt. Der Effekt ist anfangs zwar echt cool, doch irgendwann hat man ihn gesehen und der Effekt verliert schnell an Wirkung. Der Sound der Karren kann sich wiederum hören lassen und bietet ordentlichen Krach, der die Herzen von virtuellen Rennfahrern höher schlagen lässt. Hintergrundmusik gibt es jedoch kaum welche zu hören.

Unser Fazit

63 %

Abschliessend bleibt zu sagen das mit Test Drive: Ferrari Racing Legends ein sehr durchwachsenes und wenig überzeugendes Produkt abgeliefert wurde. Ein tolles Fahrgefühl und schöne Autos werden durch eine miese Präsentation, wenig Langzeitspielspass und einige dämliche Elemente komplett verwaschen. Für echte Ferrari-Fans mag der Titel zum kleinen Preis eventuell interessant sein, alle anderen greifen aber lieber zu einem anderen Titel aus dem Genre welche auch oft Ferraris zu bieten haben.

Pro

  • Grosse Auswahl an Ferraris
  • Gutes Fahrgefühl
  • Massig Inhalt
  • Echte Rennstrecken im Wandel der Zeit
  • Stabiler Onlinemodus

Kontra

  • Mühsame Fahrphysik
  • Triste Strecken
  • Furchtbare Präsentation
  • Fast schon ausgestorbener Onlinemodus
  • Unausgeglichener Schwierigkeitsgrad
  • Sinnfreies Rangsystem
  • Uninteressante Geschichte
  • Schnellrennen-Auswahl muss erst freigeschaltet werden

Unsere Bewertung

Grafik
 
68 %
Sound
 
78 %
Steuerung
 
86 %
Gameplay
 
59 %
Multiplayer
 
52 %
Spielspaß
 
60 %

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