The Amazing Spider-Man - Review / Test - insidegames

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The Amazing Spider-Man – Review / Test

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Veröffentlicht 8. August 2012 | 10:25 Uhr von Ricky

the amazing spider-man

Kaum ist ein neuer Kinofilm in den Lichtspielhäusern angelaufen, ist auch eine passende Videospiel-Umsetzung garantiert nicht weit. Mit einem doch eher mäßigen Ruf versehen und mit vielen Vorurteilen bedacht, können solche Games meist nur wenige Spieler begeistern. O.k., zugegeben haben diese Vorurteile oftmals ihre Berechtigung, dass es besonders in diesem Bereich eine gefühlt unüberschaubare Anzahl an Spiele-Gurken gibt. Trotzdem sollte man nicht alle Spiele der Gattung Filmumsetzung über einen Kamm scheren, denn es gibt auch hin und wieder Positives zu berichten. So z.B. vom neuesten Activision Superhelden-Kracher The Amazing Spider-Man. Ja, ja … wir wissen es, Superhelden in Videospielen öffnet gleich mal die nächste Klischee-Schublade, da auch dieser Bereich nicht nur mit ‚guten Perlen‘ geglänzt wird. Aber lasst euch eines Besseren belehren, denn auch Superhelden-Spiele sind durchaus in der Lage nicht nur zu überraschen, sondern auch irgendwie zu überzeugen.

Aus großer Kraft folgt große Verantwortung
ps3_amazingspidermanb Spider-Man schwingt beschwingt durch Manhattan, doch so ruhig und friedlich der Tag begann, ein friedliches Ende kann man sich abschminken. Denn wieder einmal gibt es Probleme mit OSCORP, die Dank fehlgeschlagener Versuche im Begriff sind mithilfe einer Seuche ganz Manhattan auszulöschen. Da kann Spider-Man natürlich nicht eben mal so locker rumhängen und beschließt Dr. Connors aus der Irrenanstalt zu befreien. Dr. Connors ist, Spider-Man Anhänger wissen das natürlich, kein Unbedarfter in Sachen missglückte Experimente. Seinerzeit wurde Connors selbst durch einen solchen fehl geleiteten Versuch zur Echse. Wer wenn nicht Connors kann also bei dem groß angelegten Plan von OSCORP helfen, wenn nicht die Ex-Echse. Gedacht, gesagt, getan und es ist eure erste wichtige Aufgabe den hilfsbereiten Doktor aus der Anstalt zu holen. Doch stellt euch darauf ein, dass ihr nicht nur mit infizierten Menschen und deren Missetaten konfrontiert werdet, oh nein – denn ein weiterer, dezent durch geknallter Doktor mit Namen Alistair Smythe möchte mit seinen Roboterkonstruktionen ebenfalls der Seuche Herr werden. Na, wenn das mal gut geht …

Mit diesen Hintergrundinformationen ausgestattet, begebt ihr euch ins neuste Spider-Man Open-World Abenteuer, und es gibt, das können wir euch versichern, allerhand zu tun. Zumindest dann, wenn ihr alles im Spiel erledigen möchtet, so dass ihr am Ende alle verfügbaren Erfolge und/oder Trophäen frei geschaltet habt. Wer sich dem ganzen Umfang zu Gemüte führen möchte, ist gut und gerne 20 Stunden mit Spidey zu Gange. Das schließt im Übrigen auch alle Nebenmissionen als auch das Finden aller Sammel-Items mit ein. Um euch das Leben nicht unnötig schwer zu machen, wurde unserem Spinnen-Mann eine sehr gute Upgrade Funktion spendiert! Ihr bekommt für jeden Auftrag und für jeden Gegner, den ihr erledigt, Erfahrungspunkte gutgeschrieben, womit ihr immer wieder Verbesserungen für Spidey freischalten könnt. Mit diesen wiederum macht das Verbrecher verkloppen gleich nochmal so viel Spaß. Das ihr eure Oberstube bezüglich zu lösender Rätsel und Aufgaben nicht zu sehr zum Glühen bringen müsst, bekommt ihr alle Haupt- und Nebenmissionen per Telefon zugespielt. Zudem sind diese Angaben dann als Markierung auf eurer Karte ersichtlich. Ihr merkt schon, trotz einem Open-World Gewand läuft alles sehr geradlinig ab, was aber in diesem Fall definitiv keinen Nachteil darstellt. Ihr habt zwischen den Hauptmissionen auch immer wieder die Möglichkeit Manhattan auf eigene Faust unsicher zu machen. Auf diese Weise lassen sich die zahlreichen Nebenaufgaben erledigen und/oder auch die vielen versteckten Comic-Seiten aufspüren. Erwähnt werden sollte an dieser Stelle, dass das Schwingen durch Manhattan wirklich sehr gut funktioniert und eure am meisten genutzte Fortbewegungsart ist. Und da das Spinnenfäden-spinnen und schwingen so richtig gut klappt, kommt dazu ein richtig geniales Comic-Feeling auf. Wir können sagen: Spideys Markenzeichen wurde mal so richtig eingefangen und hilft, die vor allem luftige Freiheit in Manhattan in vollen Zügen zu genießen.

Superhelden-Spiele und ihre Tücken
2_Amazing Spider-Man Rhino and Spider-Man Durch die Verbesserungen, die ihr – wie erwähnt – eurem Spinnen-Mann zukommen lassen könnt, seid ihr nicht festgelegt, wie ihr eine Mission abschließen müsst. So könnt ihr versuchen mit Stealth-Attacken zuzuschlagen oder ihr begebt euch direkt ins Getümmel – ganz wie ihr es am liebsten mögt. Macht euch dabei nur darauf gefasst, dass die Kamera euch in der einen oder anderen Situation einen Strich durch die Rechnung machen kann. Aus Gründen, die nur die Entwickler wissen, positioniert sich die Optik nicht immer optimal. Ebenso hat auch die Steuerung ihre Tücken – wenngleich positiv für taktische Naturen, negativ für Spieler, die gern mal ihren Controller bzw. dessen Tasten malträtieren. Heißt im Klartext: Wildes Button-Mashing bringt euch keinen Schritt weiter. Vielmehr ist gezieltes Knöpfchen drücken angesagt – vergleichbar u.a. mit den letzten beiden Batman Ablegern (sofern ihr diese gespielt habt). Kritisieren müssen wir eher die Flucht-Taste, die euch in brenzligen Situationen hilfreich das Hintertürchen öffnen sollte. Verlasst euch jedoch nicht zu sehr darauf, denn diese Funktion verweigert zu gerne ihren Dienst – egal wie ihr das Knöpfchen dazu behandelt. Ergo gilt: Selbst ist die Spinne! Bezüglich der sonst noch vorhandenen Steuerungs-Elemente kann man im Großen und Ganzen nicht klagen. Vielleicht sei noch erwähnt, dass ihr in extrem hektischen Momenten ein Nachsehen mit der Steuerung habt, da diese schlicht überfordert wirkt. Zugute kommt euch dafür wieder der doch sehr angenehme Schwierigkeitsgrad, welcher sogar auf höchster Stufe sehr gut spielbar ist. Einzig der eine oder andere Boss-Kampf erscheint etwas wenig gut ausbalanciert, und das kann dann schon mal kostbare Spinnennerven kosten.

Kamera – check; Steuerung check und die restliche, vor allem optische Technik? Check – denn dieser kann sich wirklich sehen lassen – vor allem und gerade wenn man daran denkt, dass wir hier über eine Film-Umsetzung resümieren! Spider-Man glänzt vorzugsweise mit sehr schönen, flüssigen und geschmeidigen Animationen, so wie man sich das vom Spinnenmann eben vorstellt. Allerdings spielen weitere, vorhandene Charaktere – sollten wir sagen – wieder einmal – in einer anderen Liga. Ist Spidey sowas wie die Champions League, sind andere Figuren eher sowas wie Kreisklasse. Das Hauptaugenmerk liegt einfach auf unseren Superhelden – aber das geht, betrachtet man das Gesamte, durchaus o.k.. Weniger o.k., geht die Grafik in den Innenbereichen. Den Anstrich, den ihr dort vorfindet, wirkt etwas altbacken und trist. Zweckmäßigkeit schleudert es euch ins Gesicht – aber immerhin noch in der „Qualität“, dass ihr keine Angst haben müsst Augenkrebs zu bekommen. Anders wiederum der Außenbereich! Ihr schwingt durch ein sehr ansehnliches Manhattan und saust als lebendige Luftfrachtzwischen Häuserschluchten umher. Soundtechnisch ist sowohl Licht als auch Schatten angesagt. Zwar hat unser Spinnen-Mann gern mal einen lustigen Kommentar zu gegenwärtigen Situationen auf den Lippen, doch leider wiederholen diese sich erstens sehr schnell und zweitens viel zu oft. Spätestens wenn ihr einen Satz zum 100. Mal gehört habe, stopft ihr euch freiwillig Watte in die Ohren! Während die deutsche Sprachausgabe leider mal wieder sehr bemüht, gar angestrengt wirkt, da einige Sprecher ihren Text offenkundig hörbar sowas von runter leiern, kann wenigstens die englische Tonspur überzeugen. Auch da wiederholt sich Spidey sehr schnell, aber wenigstens sind die Sprecher mit mehr Effet und Stimmung bei der Sache. Die sonstigen noch vorhandenen FX-Sounds / Sounds gehen größtenteils in Ordnung. Bis auf die Musik, die eher beiläufig mitschwingt, aber sehr belanglos und damit keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Last not least bleibt uns noch zu erwähnen, dass auf einen Multiplayer – wir sagen zum Glück – verzichtet wurde, da dieser nach unserer Einschätzung absolut nicht ins Gesamtbild bzw. Konzept gepasst hätte.

Unser Fazit

75 %

Wie eingangs erwähnt, auch Filmumsetzungen mit Superhelden, so abgedroschen es auch wirken möge, müssen nicht immer den Tod in der Klischeeschublade sterben und im Sumpf der (Unter)Durchschnittlichkeit versinken. The Amazing Spider-Man aus dem Hause Activision macht aus unserer Sicht vieles richtig und kann größtenteils überzeugen. Dass technische Schwächen vorhanden sind, wie z.B. eine mal bockige Steuerung, wenn es auf dem Bildschirm vor lauter Gegner extrem zu Sache geht oder die deutschen Sprecher offenbar keinen Bock drauf hatten ihre Stimme für ein Videospiel herzugeben – wie schrecklich, ist normal. Ein perfektes Spiel gibt es nicht – wohl aber kurzweilige, fast perfekte Unterhaltung – sofern man eine Affinität zu Superhelden, insbesondere zu Spider-Man, hat. Möchte man dazu auch einmal gekonnt virtuell nachfühlen wie es ist sich als Spinnenmann durch Manhattan zu schwingen, dazu hier und da ein paar bösen Buben auf die Nuschel kloppen, der ist dem jüngsten Spidey-Ableger de Facto gut bedient. Ergo, wer Action-Adventure mit Such- und Prügel-Aufgaben im Superhelden-Universum gut findet, kann bedenkenlos zugreifen.

Pro

  • gutes "Spinnen-Feeling" - so wie man sich das von Spidey-Comics wünscht
  • sehr gute, flüssige Spider-Man Animationen
  • ordentlicher Spielumfang
  • Sammel-Items finden macht zur Abwechslung mal Spaß und wirkt nicht gequält
  • wenig Grafikfehler
  • ansehnlicher Außenbereich
  • weitestgehend gut funktionieren Steuerung
  • moderater Schwierigkeitsgrad (selbst schwer ist okay!)

Kontra

  • Kamera manches Mal bockig
  • schlecht ausbalancierte Boss-Kämpfe
  • Gegner wiederholen sich rasch - zu wenig Abwechslung
  • triste, nur zweckmäßige Innen-Areale
  • Spideys Sprüche sind nur die ersten 10 x lustig - dann nervt es einfach

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
71 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
%
Spielspaß
 
80 %

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