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The Cursed Crusade – Review

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Veröffentlicht 4. Oktober 2011 | 21:09 Uhr von Goreminister

Letzte Änderung 28. Februar 2012

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Nach etlichen Verschiebungen legen die französischen Entwickler aus dem Hause Kylotonn Entertainment ( Speedball 2 Tournament) ihre Mittelalter-Schlachtplatte mit dem Namen The Cursed Crusade vor. Wir haben die Metzelorgie für euch auf Herz und Nieren überprüft, wurden aber nicht so richtig warm mit dem höllischen Hack ´n Slay. Warum dem so ist erfahrt ihr im nachstehenden Review.

Story für Gehirnakrobaten
In The Cursed Crusade übernehmt ihr die Rolle des Kreuzritters Denz de Bayle. Dessen Vater hat ihm einen unschönen Templerfluch vererbt unter dem der junge Edelmann fortan zu leiden hat und den er natürlich tunlichst loswerden möchte. Also zieht er hinaus in die große, weite Welt und schließt sich einer Bande Söldner an, um eine Heilung für diesen Fluch zu finden. Dabei lernt er recht schnell den Spanier Esteban Noviembre kennen, der ein ähnliches Schicksal teilt und ebenfalls keine Lust darauf hat, als gehörnter Prinz durch die Lande zu ziehen. Ohne es beeinflussen zu können verwandeln sich die beiden Kameraden nämlich in düstere Höllengestalten und stoßen damit natürlich auf wenig Gegenliebe bei ihren Mitmenschen. Darüber hinaus trachten ihnen Dämonen nach dem Leben und wollen sie in den Schlund der Hölle ziehen, was ihre generelle Lage nicht grundlegend verbessert. Also gilt es der Sache auf den Grund zu gehen, wobei jedem klar sein dürfte das der Ärger, die Intrigen und die damit verbundenen Metzeleien schon vorprogrammiert sind. Eigentlich klingt dies nach einer spannenden Geschichte, doch bereits der Vorspann verheißt nichts Gutes, da die Erzählweise zäh und wirsch ausfällt. Da hilft es auch nicht, dass man Ernst Meincke, die deutsche Synchronstimme von Jean Luc Picard, hinzugezogen hat. Der unverkennbare Klang erhellt das Szenario zwar durchaus, kann es aber storytechnisch nicht wirklich vor dem eben erwähnten Schlund der Hölle bewahren.

Düsteres Mittelalter-Gameplay
The Cursed Crusade ist ein klassischen Hack ´n Slay, welches diverse Rollenspiel-Elementen vorweist. Während man sich durch die Gegnerhorden schnetzelt sammelt unser Held die sogenannten Siegpunkte, die er nach und nach für neue Fähigkeiten, Kombos und Finishing Moves einsetzen kann. Sammelt ihr eine neue Waffe ein, so werden umgehend neue Moves hinzu addiert, die man Stück für Stück frei schalten kann. Und davon gibt es reichlich, doch leider bringen uns die verschiedenen Angriffsvariationen nicht wirklich weiter und auch die zu sammelnden Waffen heben sich nicht wirklich vom Boden ab, so dass man manchmal Mühe hat diese auf den matschigen Texturen auszumachen. Außerdem ist es eigentlich egal, welche Schläge ihr einsetzt, da die KI der Gegner nicht viel besser ausfällt als die eines zerbeulten Toasters, weswegen man gerade auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad wenig Mühe hat, die Gegnerschar ins virtuelle Jenseits zu befördern. Einige Angriffskombinationen sind natürlich in späteren Levelabschnitten gegen stärkere Feinde durchaus nützlich, da sie ordentlichen Schaden fabrizieren, doch die über 100 Manöver hätte man auch locker auf 50 herunterschrauben können und hätte damit immer noch genügend im Petto gehabt, zumal das Gameplay sehr simpel und schlicht ausfällt. Sogar so schlicht, dass man auf ein klassisches und ausgefeiltes Tutorial verzichtet und dem Spieler das Lernen überlässt. Eine kurze Einleitung und schon darf das Schwert geschwungen und Chaos gestiftet werden. Die schlauchartige Levelstruktur bietet dabei jedoch nur wenig Abwechslung, ebenso wie die eingestreuten Quick Time Events. Es scheint als hätte man mit Hilfe dieser Knöpfendrückerei versucht etwas mehr Variation in den eher tristen Spielablauf zu bringen, doch so wirklich gelungen ist dies leider nicht. Auch das Hinüberwechseln in die Höllendimension innerhalb des Spiels ist zwar spaßig, doch bleibt das Potential hier gänzlich unberührt. Als Mensch-Dämon massakriert man lediglich seine Gegner und etwaige Rätselpassagen sucht man vergebens. Schade!

Darüber hinaus spielt sich The Cursed Crusade sehr zähflüssig, nicht zuletzt aufgrund der eher schwammigen Steuerung und der fehlenden Gegner-Zielerfassung. Deswegen verkommt das Ganze auch eher zu einer Button-Masherei, vor allem wenn sich mehrere Gegner auf dem Bildschirm tummeln. Die Engine geht zwar auch bei großem Gegneraufkommen nicht in die Knie, doch kommt es hier und da zu diversen Pop-Ups und Grafikaussetzern. Wenn man The Cursed Crusade spielt überkommt einen immer wieder das beklemmende Gefühl, als würde man eine Beta-Version im Laufwerk seiner Konsole vorfinden. Einziger Lichtblick ist der zeitweise spaßige Zwei-Spieler Modus in dem sich zwei tapfere Spieler als Schnetzelmeister in den Rollen von Denz de Bayle und Esteban Noviembre verdingen können. Wenn man denn einen Mitspieler findet, da der Online-Modus des Spiels nicht gerade von vielen Spielern frequentiert wird. Und wenn man versucht mittels Split-Screen in die Schlacht zu ziehen hat man bei der Xbox 360-Version mit Tonaussetzern zu kämpfen. Eigentümlich! Grundsätzlich beinhaltet The Cursed Crusade genügend Ideen, um eine ordentliche Schlachtplatte abzuliefern, doch leider hapert es in allen Belangen mit der Umsetzung. Angefangen von der Story, über das Gameplay bis hin zum Levelablauf wirkt alles zweit- oder drittklassig und kann den verwöhnten Spieler nicht wirklich zu Jubelschreien hinreißen.

Angestaubte Optik und müder Sound
In Bezug auf die Grafik kann The Cursed Crusade keinen Fisch vom Teller ziehen. Wäre das Spiel vor rund 5 Jahren auf den Markt gekommen dann hätte man mit der grafischen Leistung sicherlich leben können, doch in Zeiten von Gears of War, Rage & Co. versinkt diese Darbietung im Sumpf der Mittelmäßigkeit. Die Spielfiguren sind weitestgehend polygonarm in Szene gesetzt und auch die Umgebungen wirken farblos und wenig detailreich. Hinzu kommen die eher hölzernen und steifen Animationen der verschiedenen Protagonisten, eine mitunter miserable Kameraführung und eine durchaus öde Physik-Engine. Zerstörbare Umgebungen sucht man vergebens und auch die paar Fässer und Kisten die sich zerschlagen lassen erfinden das Rad wahrlich nicht neu. Da helfen auch die blutigen Finishing Moves nicht weiter. Zwar rollen die Köpfe gleich Sackweise, doch ist The Cursed Crusade ein hervorragendes Beispiel dafür, das überzogene Brutalität allein kein gutes Spiel ausmacht. Das müssen sich selbst die hartgesottenen Gorehounds unter euch schnell eingestehen.

Weiß die Musik zu Anfang noch halbwegs zu begeistern so stellt der geneigte Spieler schnell fest, dass sich diese recht schnell wiederholt. Sei es nun in den Kampfszenen oder den Zwischensequenzen. Die Vertonung ist zudem nicht lippensynchron und die Dialoge wirken lieblos dahin geschustert. Meist wird das Geschehen lediglich zerredet. Schade, denn einige bekannte Synchronsprecher sind schon vertreten, doch schaffen sie es leider nicht, so etwas wie eine mystische, tiefgreifende Atmosphäre aufkommen zu lassen. Wenn man dazu neigt gleich die erste Zwischensequenz des Spiels zu überspringen, als sie sich gänzlich zu Gemüte zu führen dann ist das sicherlich kein gutes Zeichen.

Unser Fazit

65 %

The Cursed Crusade bietet alles, was ein gutes Hack ´n Slay ausmacht. Jede Menge Angriffskombos, zwei verschiedene Dimensionen in denen man sich bewegen kann, ein kooperatives Gameplay und brutale Finishing Moves. Die Sache hat nur einen Haken und zwar die mehr als unterdurchschnittliche und belanglose Umsetzung. Der Spieler muss sich zwingen die Zwischensequenzen nicht weg zu klicken, eine KI ist kaum vorhanden, das Leveldesign ist schlauchartig und die Grafik wirkt angestaubt und strotzt voller kleiner Fehler. Dabei hätte man ein wirklich schönes Spielchen fabrizieren können, doch wirkt der Actiontitel aus dem Hause Kylotonn Entertainment einfach nur unfertig und dahin geschludert. Die Geschichte bietet in Ansätzen so etwas wie packende Atmosphäre doch wird diese durch die lahmen Dialoge zerredet und die Spannung schon in der Anfangssequenz nahezu ausradiert. Was bleibt ist eine durchschnittliche Schnetzelorgie, die in der Flut an aktuellen Spielveröffentlichungen gnadenlos untergehen wird.

Pro

    * Jede Menge Kombos * Annehmbarer Coop-Modus * Blutige Finishing Moves

Kontra

    * Langweilige Geschichte * Keine zeitgemäße Grafik * Schwammige Steuerung * Schlauchartige Levels * Hölzerne Animationen * Zu viel ungenutztes Potential

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
50 %
Multiplayer
 
70 %
Spielspaß
 
76 %

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