The Darkness II - Review / Test - insidegames

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The Darkness II – Review / Test

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Veröffentlicht 10. Februar 2012 | 13:15 Uhr von Goreminister

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Fünf Jahre sind seit der Veröffentlichung des ersten The Darkness Teils vergangen und fünf Jahre lang hatten die Entwickler Zeit, die Erwartungen der Fans zu erfüllen, bzw. die kleineren Makel des Vorgängers auszumerzen. Dabei stoßen wir in The Darkness II auf einige Neuerungen und eine grundsanierte Steuerung, doch kann euch das Spiel ebenso in den Bann ziehen wie sein Vorgänger? Die nächsten Zeilen werden euch mehr Aufschluss hierüber geben.

Inhaltlich ist The Darkness II zwei Jahre nach den Geschehnissen des ersten Teils angesiedelt. Hauptcharakter Jackie Estacado ist zu einem angesehenen Mann in der Unterwelt herangereift und genießt seinen hohen Status im Franchetti Clan in vollen Zügen. Eines Abends kommt es bei einem noblen Dinner jedoch zu einem blutigen Zwischenfall und diverse böse Buben wollen Jackie und seinen Freunden ans Leder. Obwohl Jackie seine Kräfte in den vergangenen Jahren immer wieder zurückhielt bleibt ihm nun keine andere Wahl und er muss von der Macht der “Finsterniss” Gebrauch machen um sein Leben zu schützen. Doch wer hat den Angriff beauftragt? Schnell findet Jackie heraus, dass der mysteriöse Victor Valente und eine undurchsichtige Vereinigung mit Namen “Die Bruderschaft” hinter dem Angriff steckt. Der niederträchtige Valente will Jackies Kräfte nämlich für seine eigenen finsteren Machenschaften nutzen. Kann Jackie dem teuflischen Plan Valentes entkommen? Und erhält er die Chance seine lang verloren geglaubte Liebe Jenny Romano wiederzusehen? Diese Frage wird einen faden Beigeschmack bei den Fans des ersten Teils hinterlassen, denn gerade die tragische Liebesgeschichte, welche The Darkness so besonders machte, kommt in The Darkness II definitiv zu kurz und auch das Ende des Spiels lässt viele Fragen unbeantwortet… Teil 3 ick hör dir trapsen!

Im Hinblick auf die Steuerung hat sich einiges getan, denn während man im ersten Teil noch einige Unzulänglichkeiten in Sachen Präzision entdecken konnte, trumpft The Darkness II mit wesentlich besseren Aktionsmöglichkeiten auf. Die Dämonenarme von Jackie lassen sich nun wesentlich besser lenken und auch das Zielsystem hat eine durchdachte Runderneuerung erfahren. Das fällt natürlich positiv auf und während die linke Schultertaste dazu dient Objekte zu bewegen und auf Gegner zu schleudern, könnt ihr mit der rechten diverse Nahkampfangriffe ausführen. Zusätzlich kommt erneut der Darkling ins Spiel, welcher nun wesentlich mehr Charakter besitzt und als böse, rechte Hand Jackies fungiert. Der kleine Gnom lässt sich dazu einsetzen um Verwirrung zu stiften und um Gegner zu malträtieren. Allerdings tritt er nun nicht mehr im Verbund mit vielen, kleinen “Äffchen” auf, sondern agiert alleine, wodurch die besagte Charakterentwicklung wesentlich besser zum Tragen kommt. Ausserdem lassen die die Fähigkeiten von Jackie mittels sogenannter “Talent-Schreine” verbessern, so dass man im Verlauf des Spiel nicht nur bessere Waffen-Skills, sondern auch neue, dämonische Fähigkeiten erhält. Diese sollte man jedoch mit Bedacht wählen, da es nicht möglich ist in einem Durchlauf alle Fähigkeiten frei zu schalten. Die Fähigkeiten nutzen jedoch manchmal recht wenig, da Jackie nach wie vor äußerst allergisch auf Licht reagiert, weswegen man die hellen Areale meiden und sich in der Dunkelheit aufhalten sollte. Ein geschickter Einfall, denn dadurch muss taktiert werden und oftmals gilt es erst einmal allzu helle Lampen und Lichtquellen auszuschalten, um die Macht der Dämonenarme und die der Regeneration beizubehalten.

Grafisch hingegen hat man einen gänzlich anderen Weg eingeschlagen und schreitet nun wesentlich comichafter zu Werke. Das passt natürlich zu einer Comicumsetzung und wusste durchaus zu gefallen. Man kann diese Art der Grafik als eine Art “realistischen Comicstil” beschreiben, der dem Spiel durchaus gut tut und für zusätzlich frischen Wind sorgt. Im Gegensatz zu den Schnitten, die man in der deutschen Fassung in Kauf nehmen muss und die beinahe das ganze Spiel “verstümmeln”. Ragdoll Animationen gibt es keine und auch das Abtrennen von Körperteilen ist nicht einmal im Ansatz möglich. Darüber hinaus wurden alle Schadentexturen auf toten Gegnern entfernt, so dass man keinerlei Gekröse zu sehen bekommt. Darüber hinaus fehlen Dutzendweise Hinrichtungsmethoden und auch das Pfählen von Gegnern bleibt den Spielern der deutschen Fassung verwehrt. Besonders schlimm und fast schon dreist ist allerdings die Tatsache, dass es Szenen gibt die nicht einfach nur geschnitten oder entschärft wurden. Es gibt Sequenzen die schwarz ausgeblendet werden und man mehrere Sekunden lang einen schwarzen Bildschirm ertragen muss, während der Ton weiterläuft und man nur erahnen kann, was gerade vor sich geht. Das ist nicht akzeptabel und drückt die Spielspaßwertung natürlich entsprechend nach unten. Entweder ich entscheide mich als Publisher das Spiel nur komplett zu veröffentlichen oder habe dann auch das Rückgrat zu sagen, dass es keine Veröffentlichung in Deutschland geben wird, wie z.B. im Fall von Dead Island. Deswegen müssen wir deutschen Spielern auch dringend davon abraten die “USK”-Fassung zu erwerben, der wer kauft schon gerne unvollständige Ware? Anstelle dessen greift lieber zu einer Importversion, denn außerhalb Deutschlands könnt ihr Jackie in voller Pracht und gänzlich ungeschnitten erleben.

Musikalisch gibt es wenig zu meckern, denn man greift diverse Themen des ersten Teils erneut auf und hat sich Mühe gegeben, diese den verschiedenen Spielsituationen anzupassen. Auch die deutsche Synchronsation ist sicherlich nicht die schlechteste, kann allerdings nicht mit der englischen konkurrieren, die nach wie vor einen Deut besser und atmosphärischer inszeniert wurde. Zusätzlich passen die Sound FX hervorragend zum Setting. Hier knacken Knochen, die Knarren haben Rumms und das Blut spritzt (zumindest in der Uncut-Fassung) nur so umher.

Ein weiterer, recht interessanter Einfall ist der kooperative Spielmodus “Blutrache”, den man entweder on- oder offline bestreiten kann. Dabei schlüpft ihr mit bis zu vier Spielern jedoch nicht in die Rolle von Jackie, sondern in die von seinen Gangster Kollegen. Diese verfügen zwar nicht über derartig zerstörerische Kräfte wie Jackie, können aber ebenfalls auf individuelle Fähigkeiten zurückgreifen, die sich mittels Talentbaum verbessern lassen. Geboten werden euch diverse Einzelmissionen die parallel zur Haupthandlung verlaufen. Hierdurch werden einige Storylücken gefüllt, die im Hauptstrang der Geschichte nur nebenher angesprochen wurden. Eine gute Addition zur eigentlichen Hauptkampagne, die zudem recht spaßig verläuft.

Unser Fazit

78 %

The Darkness II ist eine durchaus würdige Fortsetzung des ersten Teils, die mit einer wesentlich verbesserten Steuerung, schicker Grafik, ansprechendem Sound und einem spaßigen Koop-Modus aufrumpfen kann. Die Kehrseite der Medaille sind jedoch die unsäglichen Einschnitte der deutschen Fassung die man schlicht und ergreifend als Frechheit bezeichnen kann. Spiele wie z.B. Gears of War 3 kommen ungeschnitten auf den Markt, während The Darkness II in Deutschland mit Dutzenden von unverzeihlichen Schnitten leben muss. Außerdem wurde die romantische Liebesgeschichte des ersten Teils leider nur angekratzt, wodurch eine Menge Story-Potential schlichtweg verschenkt wurde. Unterm Strich bekommt man jedoch ein wahrlich gutes, solides Actionspiel mit einer Menge interessant inszenierter Sequenzen und einer gelungenen Spielmechanik zu sehen... zumindest in der ungeschnittenen Fassung, weswegen die Spielspaß- und die Endbewertung der uns vorliegenden, deutschen Fassung auch nur derart gering ausfällt. Ungeschnitten hätte der Actiontitel aus dem Hause Digital Extremes sicherlich die 85%-Marke geknackt...

Pro

  • - Verbesserte Steuerung
  • - Gelungener Koop-Modus
  • - Ansprechende Grafik
  • - Guter Sound
  • - Interessante Spielmechanik
  • - Hinrichtungsmethoden
  • - Darkling-Sidekick
  • - Schwarzhumorig

Kontra

  • - In Deutschland gnadenlos geschnitten
  • - Schwache Gegner-KI
  • - Keine packende Geschichte wie in Teil 1
  • - Lahme Bossfights
  • - Langweilige Rätseleinlagen

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
85 %
Spielspaß
 
65 %

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