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The Legend of Zelda: A Link between Worlds – Test / Review

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Veröffentlicht 22. Dezember 2013 | 16:35 Uhr von Sandra

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Den Weg, den A Link between Worlds zu gehen hatte, war kein leichter, wurde der Titel von Nintendo selbst nicht als direkter, aber doch als spiritueller Nachfolger des SNES-Klassikers A Link to the Past (1991) ins Rennen geschickt. Ein schweres Los, dass Link erneut zu tragen hat – dieses Mal sogar in doppelter Hinsicht, denn er muss nicht nur einmal mehr die Welt retten, sondern auch beweisen, dass er nach wie vor – inzwischen auf dem 3DS angekommen – als jugendlicher Held im grünen Gewand überzeugen kann.

The neverending Story …

… von Gut vs. Böse zieht auch erneut bei A link between Worlds (zu Dt. eine Verbindung zwischen den Welten), da sich die Geschichte diesem Grundtenor bedient. Damit bleibt sich Zelda generell einmal treu, nur mit dem Unterschied, dass es im neuen Abenteuer nur sekundär um Ganon, den Fürsten der Finsternis, geht. Der soll zwar wiederbelebt werden, aber das steht – wenn denn – erst ganz am Ende der Reise zur Debatte. Vorher gilt es dem bösen Yuga einen Strich durch die Rechnung zu machen. Der Unhold beschreibt sich selbst als „Sammler wahrer Schönheit“ und schon zu Beginn wird klar, welche grausame Wahrheit hinter diesem Hobby steckt: Yoga schließt Menschen gegen ihren Willen in Gemälde ein. Aber es sind bestimmte Menschen, die es sein müssen und wenn es genug sind, dann kann auch Ganon wieder kommen – glaubt jedenfalls Yuga.

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Kleiner Link ganz groß

Dass der Tag irgendwie anders werden würde, wusste Link gleich. Erst hatte der Lehrling des Schmieds verschlafen, dann musste er dem vergesslichen Hauptmann sein Schwert hinterher tragen, nur um zu guter Letzt mehr oder weniger unfreiwillig auserkoren zu werden das bevorstehende Unheil abzuwenden. Dafür müsst ihr mit Link zwischen den beiden Welten Hyrule und Lrule, eine Art dunkle Kopie von Hyrule – hin- und her wandern. Das Schöne ist, dass ihr euch so gut wie frei in den Oberwelten als auch in den Dungeons bewegen könnt. Anfänglich werdet ihr dabei zwar auf verschiedene Hindernisse treffen, wie beispielsweise Tore, scheinbar unzerstörbare Felsen, usw., aber wie es für Zelda-Games – sagen wir „typisch“ ist – lernt ihr mit der Zeit selbige zu beseitigen. Ihr gewinnt Kraft, neue Fähigkeiten als auch Waffen und Werkzeuge. Nicht zu vergessen natürlich auch die wieder vorhandenen Rubine, die ihr in Buschwerk und Co. finden könnt. Je mehr ihr davon sammelt, desto eher könnt ihr zu eurem neuen Helfershelfer, dem Händler Ravio, gehen und euch Ausrüstungsgüter kaufen. Auch hilft Ravio dann weiter, wenn man sich an einer Aufgabe die Zähne ausbeißen sollte.

Mit Link werdet ihr während des ganzen Spielverlaufs immer wieder auf Freunde, natürlich auch auf Feinde, treffen. Simple Wachen, Elektrokakteen, Felsengolems, Tintenwerfer und derlei ausgefallene Figuren mehr trachten euch immer wieder nach dem virtuellen Leben.  Anfänglich lassen sich die Widersacher noch mit durchaus einfachen Attacken erledigen. Im weiteren Verlauf empfiehlt es sich jedoch die Angriffsvarianten der Gegner, vor allem auch der Boss-Gegner, kurz zu studieren, damit ihr die Schwachstelle findet und die Kerle ausschalten könnt. Eine gute Reaktion und Timing helfen überdies ebenfalls weiter.

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Ergänzt werden die Kämpfe von vielen, meistens einfachen Quests, da ihr z.B. mal einen Schlüssel finden oder jemanden retten müsst. Zu Unklarheiten wird es nicht kommen, denn jede Mission ist klar und deutlich formuliert. Außerdem hilft die Übersichtskarte, immer aktiv auf dem unteren Displays des 3DS, zu erreichende, noch offene Ziele zu finden.

Link verfügt auch über eine neue Fähigkeit, die euch, wie fast alles, was ihr für das Abenteuer braucht, recht schnell zur Verfügung gestellt wird. Neben Schild, Schwert und derlei mehr bekommt ihr einen coolen Trick an die Hand, mit dem ihr euch auch mal Widersachern und deren Angriffen entziehen könnt. Sobald ihr diese Fertigkeit erlangt habt, könnt ihr diese nach Bedarf sowie Lust und Laune einsetzen: Einfach an eine Wand oder Mauer herantreten und mittels Tastendruck zu einem lebendigen Poster werden. Diese Funktion erlaubt es euch auch, dass ihr beispielsweise enge Passagen leichter passieren oder Schluchten überwinden könnt. Eile ist allerdings geboten, denn die Fähigkeit ist nur eine bestimmte, gefühlt viel zu kurze, Zeit aktiv. Solltet ihr einmal denken, dass es nicht weitergeht, besinnt euch auf diese Option.

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Hübscher Retro-Mix

Eines muss man A Link between Worlds lassen: Es schaut immer gut aus. Nintendo ist, optisch betrachtet, eine schöne Hommage an den geistigen Vater von 1991 gelungen, ohne dabei zu sehr die Pixel aus der Mottenkiste wiederzubeleben. Der 3DS zeigt was er kann und Link, Zelda und deren Welten, Schlösser, Häuser und Wälder ebenfalls. Dazu gibt es Treppen, die mit Link erklommen werden können, Klippen, Brücken, Gipfel und Schluchten, diverse Innenräume, Höhlen und dergleichen mehr. Wer mag, genießt die vorzugsweise vorherrschende Draufsicht-Optik in 3D vor allen dann, wenn es zu den Höhenunterschieden kommt oder in den Kämpfen mit z.B. den Springkobolden. Aber auch die Einstellung auf 2D beraubt das Spiel nicht um seinen Charme – ganz das Gegenteil ist der Fall. Gut haben uns auch die immer wieder vorkommenden Schwenks gefallen, wenn von der Draufsicht nahtlos in die 3D-Perspektive geswitcht wird. Das passiert z.B. dann, wenn sich Boss-Gegner lautstark ankündigen oder ihr euch mit Link in besagtes lebendiges Poster verwandelt.

Wieder einmal typisch hingegen ist – und das meinen wir keinesfalls negativ, dass Zelda, Link und alle Figuren, Freund und Feind gleichermaßen, kein Wort in den Mund nehmen. Die gute alte Textbox ist euer ständiger Begleiter. Aber wie eigentlich immer bei Zelda-Games, passt diese Darbietung gut zum Gesamtkonzept. Abgesehen davon, dass die Sprechblasen meistens auch gut mit den Animationen der jeweiligen Charaktere zusammen passen. Von neutraler Haltung bis hin zu Aufregung, Wut oder auch Freude ist alles dabei. Akustisch gibt es viel „wieder hören“, da vertraute Melodien, FX Sounds oder auch Geräusche das Spielerohr verwöhnen.

Unser Fazit

90 %

Kurz und schmerzlos: The Legend of Zelda: A Link between Worlds ist ein hübsches, ansprechendes und spielerisch sehr gut gewordenes Stück Software. Es macht Spaß und es bietet alles, was ein gutes Game haben muss: Eine stimmige Geschichte, sympathische Figuren, schöne Umgebungen und viele Aufgaben, die es zu bewältigen gibt, bevor es am Ende zum Happy End kommen kann. Man mag dem Titel vielleicht vorwerfen, dass er mit ca. 18-20 Stunden Spielzeit, je nach vorhandenen Spieler-Skills, das Ende erreicht hat – ABER damit erreichte Extra-Boni sowie ein neuer, erhöhter Schwierigkeitsgrad sind Grund genug sich erneut ins Abenteuer zu stürzen. Wir können A Link between Worlds für 3DS definitiv eine Kaufempfehlung aussprechen.

Pro

  • + hübsche Optik mit gut gemachten Draufsicht/3D-Kamera-Schwenks
  • + stimmige Geschichte
  • + gute Steuerung
  • + Übersichtskarte
  • + sehr gute Übersetzungen der Texte
  • + abwechslungsreiche Kämpfe
  • + viele Rätsel- und Puzzleaufgaben, die auch auf die neue Fähigkeit zurückgreifen
  • + stimmungsvolle, wechselnde Areal
  • + Wiederspielwert gegeben

Kontra

  • - für ein Zelda-Abenteuer vergleichsweise kurz (18-20 Std.)

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
95 %

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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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