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The Legend of Zelda: Breath of the Wild – Switch Test / Review

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Veröffentlicht 23. Mai 2017 | 22:18 Uhr von Ricky

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Die The Legend of Zelda-Reihe blickt, trotz seiner nach wie vor vorhandenen Jungendlichkeit, auf eine bewegte und ereignisreiche Vergangenheit zurück. Haben sich zwar im Laufe der Zeit die Grafik und einige andere Dinge, wie beispielsweise der Spielablauf, etwas geändert, blieb eines doch immer gleich: Link, der Protagonist der The Legend of Zelda-Serie. Mit Schwert, Schild und anderen Hilfsmitteln tritt der Junge mit der grünen Zipfelmütze an, um gegen den immer bösen Ganon anzutreten und um, natürlich, die schöne Prinzessin Zelda zu retten. Ob dieses Konzept auch im neuesten Ableger The Legend of Zelda: Breath of the Wild funktioniert hat, haben wir für euch herausgefunden.

Lange mussten Wii U-Spieler und generell Zelda-Fans warten, um Hand an ein neues Zelda-Spiel für Konsole legen zu können, denn es musste zuerst eine neue Konsole von Nintendo veröffentlicht werden, damit ein neues Zelda erscheint. Wir haben uns infolge des Release die Nintendo Switch-Version von The Legend of Zelda: Breath of the Wild vorgeknöpft, welches aber auch für Nintendo Wii U erhältlich ist.

Eines gleich vorneweg… nein, keine Spoiler-Warnung, wir spoilern nicht, versprochen! Wir empfehlen euch nur, euch die Aussage seitens Nintendo zu Herzen zu nehmen, die da lautet: „Vergiss, was du bisher über The Legend of Zelda weißt…“.

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Und ja, damit hat Nintendo wahrlich nichts Falsches gesagt. Wurdet ihr in den vorherigen The Legend of Zelda-Spielen noch an die Hand genommen, um die Story zu bestreiten, fällt dieses Vorgehen in Breath of the Wild eigentlich fast komplett weg. Vielmehr steht die bisher größte Open-World eines Zelda-Spiels zur freien Erkundung zur Verfügung und außer einiger kleiner Tutorials am Anfang des Spiels wird euch so gut wie freie Hand gelassen. Neben den obligatorischen Hauptaufgaben, welche für das Weiterkommen innerhalb der Geschichte benötigt werden, warten zudem noch zahlreiche Geheimnisse darauf entdeckt zu werden.

In The Legend of Zelda: Breath of the Wild macht Link auch nicht vor hohen Bergen oder dem Besteigen von Bäumen halt. Diese können von Anfang an ohne zusätzliche Fähigkeiten erklommen werden. Einzig die schwindende  Ausdauer setzt dem kleinen Link einige Grenzen, denn sobald sich diese ihrem Ende neigt, stürzt Link gnadenlos in die Tiefe. Zum Glück wird das Sterben in The Legend of Zelda: Breath of the Wild nicht wirklich bestraft. Es wird einfach der letzte Spielstand geladen und weiter geht es. Neben den automatisch erstellten Spielständen könnt ihr auch jederzeit manuell speichern, sodass sich das Erkunden der riesigen Spielwelt, zumindest einmal vor diesem Hintergrund, als sehr angenehm gestaltet.

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Etwas zwiespältig ist das neue Kampfsystem ausgefallen. Jede Waffe und jedes Schild, welches Link während seines Abenteuers findet, hat nur eine sehr begrenzte Lebensdauer. Sobald die maximale Schlagzahl erreicht wurde, zerbricht die jeweils benutzte Waffe oder das aktuell verwendete Schild und verschwindet darauffolgend auch aus dem Inventar. Ein Reparieren ist nicht möglich, weshalb eine ständige Suche nach neuen Waffen unumgänglich ist. Da das Inventar leider sehr begrenzt ist, solltet ihr immer gut abwägen, welche Waffe in selbiges wandert. Generell gilt, dass weder das Inventar noch die Waffen-Schnellauswahl sehr zugänglich gestaltet wurde. Vor allem mit den kleinen Joy-Con-Controllern kann das Waffenwechseln schon mal zur ungewollt wiederholten Geschicklichkeitsaufgabe als auch zur Geduldsprobe werden.

Damit in der riesigen Spielwelt nicht alles zu Fuß erledigt werden muss, steht euch nicht nur ein praktisches Schnellreisesystem zur Verfügung, sondern auch das obligatorische „hoch zu Ross“-Weiterkommen darf nicht fehlen. Ihr müsst das zukünftige getreue Reitgetier zuerst zähmen, ehe es euch danach stets zur Verfügung steht. Ein Pfiff genügt und der brave Vierbeiner erscheint sofort auf der Bildfläche. Recht zu Beginn des Spiels lernt ihr auch das neue Jagd-Feature in The Legend of Zelda: Breath of the Wild kennen, mit dem wir uns nicht so recht anfreunden wollen und wir die Frage nach dem „warum braucht es so etwas“ in den Raum werfen. Link kam bisher wahrlich super ohne ein solches Features aus, sodass es schon so etwas wie fehl am Platz wirkt. Neu hinzugekommen ist auch, dass Link gelernt hat zu kochen – wie praktisch. Sammelt verschiedenste Zutaten, um Mahlzeiten mit besonderen Effekten herzustellen. Ist die Umgebung zu kalt ausgefallen, ist nicht nur die richtige Kleidung wichtig, auch eine spezielle Mahlzeit kann Link wärmen, damit ihr in der Kälte nicht erfriert.

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Für Zelda-Spiele wieder eher untypisch wurden in The Legend of Zelda: Breath of the Wild wichtige Unterhaltungen vertont, sodass ihr nicht nur den geschriebenen Texten auf dem Bildschirm folgen müsst. Die Dialoge finden allerdings auch nur in den wirklich wichtigen Unterhaltungen statt. Alles andere wiederum erfolgt als Text. Zumindest kann verschiedenen Sprachen gelauscht werden, welche in den Optionen ausgewählt werden können. Eine dauerhafte Musikuntermalung, wenn man in den weiten der Spielwelt unterwegs ist, fehlt hingegen. Hier stehen die Umgebungsgeräusche absolut im Vordergrund. Kann man so machen und geht generell mal in Ordnung.

Grafisch präsentiert sich The Legend of Zelda: Breath of the Wild sehr unterschiedlich. Während es im portablen Modus auf dem Tablet Display soweit einmal nichts zu beanstanden gibt, müssen auf dem TV-Bildschirm kleinere Abstriche gemacht werden. Der Comic Look mit diversen Cell-Shading-Tendenzen wird auf dem kleinen Display der Nintendo Switch mit 1280 x 720 Pixeln dargestellt und dabei zeigen sich weder Ruckler noch sonstige erkennbare Schwächen. Auf einem TV-Gerät hingegen kann es dann doch zu kleineren Framerateeinbrüchen und Pop-Ups kommen. Diese treten zwar nur gelegentlich auf, sind dann aber nicht zu übersehen.

Alles andere als optimal ist die Steuerung mittels der beiden Joy-Con-Controller ausgefallen, welche der Switch Konsole beiliegen, was man aber nur bedingt dem Spiel anlasten kann. Die Tasten der Controller sind einfach zu ungünstig platziert und darüber hinaus zu klein ausgefallen, was manche Kämpfe zur Geduldsprobe werden lassen kann.

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Unser Fazit

85 %

Mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild hat es Nintendo einmal mehr geschafft ein sehr gutes Spiel auf die Beine zu stellen. Zwar kommt es, meiner Meinung nach, nicht an Ocarina of Time heran, hat aber mit einigen Neuerungen frischen Wind in die Zelda-Reihe gebracht. Schade ist allerdings, dass es zu kleineren technischen Unzulänglichkeiten kommt, wenn die Switch mittels Docking-Station an einem TV betrieben wird. Auch die Steuerung mit den standardmäßigen Joy-Con-Controllern ist nicht wirklich optimal, was sich allerdings mit etwas Übung und noch etwas mehr Geduld in den Griff kriegen lässt. Wer bereits eine Nintendo Switch sein eigen nennt oder mit einem Kauf liebäugelt, sollte The Legend of Zelda: Breath of the Wild auf jeden Fall mit in den Warenkorb packen.

Pro

  • + kurze Ladezeiten
  • + schöne Comic-Grafik
  • + großer Spielumfang
  • + Gameplay-Neuerungen
  • + vertraute Gameplay-Elemente

Kontra

  • - vor allem die deutsche Sprachausgabe wirkt sehr uninspiriert
  • - Joy-Con-Controller-Steuerung nicht optimal
  • - Framerate-Einbrüche und Popups beim Betrieb an TV-Geräten

Unsere Bewertung

Grafik
 
87 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
82 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
85 %

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