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The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D – Test / Review

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Veröffentlicht 4. Februar 2015 | 17:01 Uhr von Sandra

The-Legend-of-Zelda-Majoras-Mask-3D

The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D ist insgesamt der sechste Zelda-Teil und darüber hinaus die direkte Fortsetzung des legendären The Legend of Zelda: Ocarina of Time. Majora’s Mask erschien erstmals 2000 fürs N64. Ohne Überarbeitung wurde Majora’s Mask ein weiteres Mal 2003 als Bestandteil einer limitierten Zelda Spiele-Sammlung für Nintendos GameCube veröffentlicht. Seit 2009 können auch Wii-Spieler Majora’s Mask als Virtual Console Titel im Nintendo Store erwerben. Und eine weitere Version wird sich kommende Woche, dieses Mal umgesetzt für Nintendos 3DS, hinzu gesellen. Das Besondere: The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D wurde nicht einfach nur Handheld tauglich portiert, sondern es wurden kleine, nützliche und gute Verbesserungen integriert.

Deku-Junge, Horror Kid und die bösen Feen

The Legend of Zelda: Majora’s Mask setzt die Ereignisse nach Ocarina of Time fort. Hyrule ist gerettet und Link zum legendärsten Held aller Zeit aufgestiegen. Aber Link ist rastlos, denn er ist er auf der Suche nach seiner Fee Navi und so reitet er mit Epona tief in die Verlorenen Wälder. Dort wird er von dem kindlichen Dämon Horror Kid und seinen beiden Feen-Kumpanen überfallen. Die drei reißen sich Links treues Ross sowie die wertvolle Ocarina unter den Nagel. Zu allem Überfluss wird Link vom Horror Kid verflucht und in einen Deku verwandelt.

Irgendwie passiert es, dass Taya, eine der beiden bösen Feen, bei Link zurück bleibt, so dass sich die beiden eher widerwillig zusammen schließen und sich auf Horror Kids Fährte begeben. Dabei treffen sie auf einen seltsamen Händler, der sich sehr für ausgefallene und seltene Masken interessiert. Es stellt sich heraus, dass der Händler ebenfalls ein Opfer von Horror Kid ist. Schlimmer noch, der kleine Stressmacher hat dem Händler eine überaus gefährliche Maske geklaut: Majora’s Mask. Aber schnell werden sich Link und der Händler einig! Schafft es Link binnen drei Tagen Horror Kid aufzuspüren, die Ocarina zu retten als auch die Maske zurück zu bringen, kann der Händler Links Fluch aufheben. Aber wie gehabt kommt es erstens anders, und zweitens als man denkt!

Link stellt sehr schnell fest, dass mit dem Horror Kid nicht zu spaßen ist. Der Terrorkrümel hat es doch allen Ernstes geschafft den Mond zu beschwören und damit auf Kollisionskurs mit Unruhstadt zu bringen. Auch wenn es Link gelinkt kurz vor Ablauf der vom Händler gesetzten Frist die Ocarina wieder zu beschaffen, lehrt in der Händler, dass dies trotzdem der Anfang vom Ende ist. Es sei denn, Link schafft es dennoch Majora’s Mask wiederzuholen und darüber hinaus die Mächte aufzuspüren, die in der Lage sind Horror Kid aufzuhalten.

The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D Trailer

 

Hurtig, hurtig ihr Helden, die Zeit ist knapp

Euer Ausgangspunkt ist, nachdem ihr eure Ocarina wieder in Händen haltet als auch eure eigene Gestalt zurück erlangt habt, Unruhstadt, das Zentrum Terminas. Von dort aus brecht ihr auf, die umliegenden Landstriche der Reihe nach zu erkunden. Vier thematisch verschiedene Regionen müsst ihr bereisen. Dazu gehören die Sümpfe des Vergessens, die Ebenen von Termina, der Ikana-Canyon als auch die Schädelbucht. Auf euren Reisen werdet ihr natürlich die Bewohner Terminas kennenlernen. Viele davon werden eure Hilfe brauchen. Lernt die Leute kennen, hört ihnen zu und reist, wann immer es nötig ist, in der Zeit zurück, damit ihr den betreffenden Bewohnern aus einer Notlage heraus helfen könnt. Euer Schaden wird dies nicht sein – ganz im Gegenteil. Auch die geheime Bruderschaft der Bomber, eine Gruppe Jungs, die in Unruhstadt leben, werden euch immer wieder helfen – vorausgesetzt, dass ihr es schafft ihr geheimes Versteck zu finden. Und da das noch nicht genug ist, müsst ihr auch erst ein paar Prüfungen bestehen, damit die Bande euch aufnimmt. Danach jedoch könnt ihr immer auf die kleinen Kerle zählen, vor allem weil sie euch mit sehr vielen wichtigen Hintergrundinfos versorgen, u.a. wo ihr bestimmte Leute treffen könnt oder Aktionen stattfinden. Mit diesem Wissen ausgestattet könnt ihr eure sonst eher knapp bemessene Zeit besser planen als auch nutzen.

Abgesehen davon ist vor allem die Fee Taya euer ständiger Begleiter. Anders jedoch als Navi ist Taya Vorlaut und sie scheut sich nicht Link immer und oftmals ungefragt zu sagen, was sie denkt. Aber was wollt ihr machen? Ihr braucht die Fee und die Fee braucht euch, damit sie ihren Bruder, Tael, der mit dem Horror Kid unterwegs ist, wiederfinden kann. Na ja, und ihr seid – mal wieder – auf Rettungsmission. Man nimmt, was man kriegen kann, oder nicht?

Generell habt ihr für eure Unternehmen immer nur drei Tage Zeit. Das klingt erst einmal wenig, aber ihr besitzt Gott sei Dank die Ocarina der Zeit. Das Lied der Prinzessin Zelda, mit welchem ihr durch die Zeit reisen könnt, ist die erste Melodie, die ihr erlernt. Vergleichsweise ist es auch eine der wichtigsten Melodien. Weitere Stücke werdet ihr im Verlauf des Spiels lernen und dazu bekommen, mit denen ihr u.a. auch die Zeit einfach nur verlangsamen aber auch beschleunigen könnt. Darüber hinaus müsst ihr jede Menge Informationen als auch Gegenstände sammeln. Alles was ihr findet, könnt ihr stets zum Anfang des ersten Tags mitnehmen. Auf diese Weise generiert ihr neues Wissen als auch neue Waffen sowie Ausrüstung, mit der ihr dann neue Probleme lösen, andere Hinweise finden und folglich neuen Fortschritt erzielen könnt. Umschauen wird auf diese Weise garantiert belohnt, denn nicht selten könnt ihr beim obligatorischen „nächsten Mal“ bestimmte Aktionen schlichtweg anders machen.

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Am Tag ist anders als in der Nacht

Auf euren Streifzügen durch die vier Landstriche Terminas werdet ihr nicht umhin kommen den vier Tempeln nebst deren Verliese einen Besuch abzustatten. Die Tempel sind Labyrinth artig aufgebaut, orientieren sich in Aussehen und Aufbau an der Region, in der sie stehen. Beispielsweise ist der Tempel in der Schädelbucht zu großen Teilen im bzw. unter Wasser angelegt. Die Verliese der Tempel sind mit zahlreichen Rätseln, Fallen als auch Hindernissen gespickt. Ein Kompass hilft beim zurechtfinden und eine Karte, sofern ihr sie findet, sorgt dafür, dass ihr den Überblick nicht verliert. Natürlich versperren euch auch zahlreiche Gegner den Weg – oder versuchen es zumindest, und am Ende eines jeden Verlieses wartet ein Bossgegner.
In den Verliesen selbst gibt es natürlich viel zu entdecken, u.a. könnt ihr eine bestimmte Anzahl an verirrten Feen aufspüren. Findet ihr alle, werden sie euch zu einer Feenquelle führen, an der eure Attribute aufgewertet werden. Auch lassen sich u.a. Truhen, die meistens wertvolle und gut brauchbare Items ausspucken, aufstöbern. Link kann generell auf eine Vielzahl an Objekten zurückgreifen. Manche davon müssen gefunden, eingesammelt oder auch gekauft werden, u.a. Herzteile, mit denen die Energieleiste erweitert werden kann. Andere wiederum, wie beispielsweise der Heroenbogen, die Ocarina als auch der Fanghaken, stehen standardmäßig zur Verfügung. Nicht zu vergessen auch die verschiedenen Masken, die ihr Stück für Stück eurer Sammlung hinzufügen könnt. Manche dieser Masken sind einfach nur eine hübsche Zierde. Es gibt aber auch Masken, die euch besondere Kräfte verleihen. Je nach Maske könnt ihr mit Tieren sprechen, mit einer anderen so schnell rennen wie ein Hase und mit wieder einer anderen Maske könnt ihr euch sogar in einen Zora oder einen Goronen verwandeln. Greift ihr darauf zurück, verfügt ihr auch über die jeweiligen Stärken aber auch Schwächen.

Während ihr durch Unruhstadt sowie das Umland streift, wechseln sich Tag und Nacht ab. D.h. für euch auch, dass ihr tagsüber andere Gegner trefft als in der Nacht. Außerdem sind die Widersacher der Dunkelheit in größeren Gruppen unterwegs. Macht euch das insofern zu Nutze, als das jeder erledigte Gegner z.B. Geld oder auch Munition hinterlässt. Ab und an den Spielfortschritt speichern schadet, nebenbei bemerkt, auch nicht. Allerdings gibt es kein automatisches Speichern, sondern nur manuelles Speichern ist möglich. Und damit ihr speichern könnt, müsst ihr die im Spiel eher spartanisch verteilten Speichersäulen finden.

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Fantastische Welten

The Legend of Zelda: Majora’s Mask Sprung auf den 3DS ist, simpel formuliert, richtig gut gelungen. Die Umgebungen wirken um einiges glatter, voller, runder sowie satter in den Farben als noch zu N64 Zeiten. Gleiches gilt für die Animationen, die ebenfalls eine Überarbeitung erfahren haben und in der Handheld-Version einfach flüssig sind. Die vorgenommene Kantenglättung ist zu jederzeit erkennbar und steht dem Action-Adventure mehr als gut zu Gesicht.
Ebenfalls wurde an den Kameraeinstellungen sowie Blickwinkeln gedreht und diese sind, was wir als sehr positiv erachten, deutlich verbessert worden. Vor allem fällt auf, dass die Kamera nicht mehr so nah und direkt hinter Link positioniert ist. Stattdessen wurde der Winkel erweitert, nach oben gezogen (Iso-Ansicht) und auf diese Weise ist eine bessere Rundumsicht möglich, was u.a. bei den Bossgegnern sehr hilfreich ist. Trotzdem bleibt es nicht aus, dass es Situationen gibt, in denen die Kamera mal verspringt und ja, das ist vor allem in den Bosskämpfen ärgerlich. Das gilt auch für das automatische Zielsystem. Gleichwohl es meistens seinen Dienst ordentlich verrichtet, entwickelt es dennoch ab und an ein Eigenleben und kann damit einen vorgesehenen Angriff ins Nichts laufen lassen. Sieht man davon ab, gibt es keinen Grund sich über die Handhabung zu beschweren. Gesteuert wird mittels Stick (links) sowie den Tasten. Die Steuerung ist per se intuitiv und auch gut ausgefallen. Getoucht wird auch, auf dem unteren Bildschirm des 3DS, allerdings nur, wenn ihr was nachschauen (Notizen, etc.) oder die Waffe wechseln wollt. Das reine Spielgeschehen findet auf dem oberen Bildschirm statt. Findet ihr die Karten der Oberwelten als auch die der Verliese, stehen diese auf dem unteren Bildschirm zur Verfügung.

Spielerisch wurden keine gravierenden Änderungen implementiert. Es sind lediglich Kleinigkeiten, z.B. Hinweiseschilder, die im Tutorial Aufschluss geben, was zu tun ist oder die im weiteren Verlauf helfen den Weg zu finden. Und am Ende fallen diese Kleinigkeiten auch nur den Spielern auf, die seinerzeit Majora’s Mask auch auf dem N64 gespielt haben.

Last not least sei noch die Musik als auch die FX Sounds erwähnt, die, wenig verwunderlich, typisch Zelda like sind. Wie gehabt wird nicht gesprochen, Link verfügt nach wie vor lediglich über etwas Kampfgeschrei. Dialoge finden mithilfe von Textfenstern statt und verschiedene, wenn auch eher weniger abwechslungsreiche Melodien begleiten die Streifzüge durch die vier Territorien. Treu geblieben ist man auch dem Prinzip, dass nachts nichts als Stille herrscht. Einzig wenn ihr auf einen oder mehrere Gegner trefft, gibt es eine Melodie, die den Kampf begleitet. Ist dieser vorbei, ist es auch wieder ruhig.

Unser Fazit

88 %

Warum Neues erfinden, wenn man Gutes in der Schublade hat? Das scheint offenbar die Devise von Nintendo zu sein und ja, im Falle von The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D haben sie einfach nur recht damit. Die Portierung auf den Handheld 3DS ist einwandfrei gelungen, die Verbesserungen erweisen sich als Kleinigkeiten, Details, die dem Action-Adventure allerdings sehr gut zu Gesicht stehen. Am Grundgerüst wurde nichts verändert, dafür hat die Optik einen schönen, neuen Anstrich erhalten. Toll, was Nintendo aus dem inzwischen 15 Jahre alten Teil raus geholt hat. Spielerisch ist The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D nach wie vor sympathisch, überzeugend, fesselnd und einfach nur schön … na ja, manches Mal auch etwas frustig, denn das Zeitlimit, dass ständig wie ein Damoklesschwert über einem hängt, sorgt gern mal für etwas Stressgefühl. Auf der andere Seite: Gehört Trial & Error nicht irgendwie zu einem solchen Spiel dazu? Aus unserer Sicht ist The Legend of Zelda: Majora’s Mask 3D definitiv ein kultiges Stück Software, dass eine gelungene Anpassung erfahren hat und irgendwie fühlt es sich wie beim ersten Mal an. Und spätestens wenn ihr die ersten Diamanten klimpern hört, eine Kiste geöffnet oder einem Bewohner geholfen habt, legt ihr den 3DS so schnell nicht wieder zur Seite. Daher empfehlen wir: Kaufen und los spielen, denn für Zelda-Spiele ist man nie zu alt!

Pro

  • + Schiebepad pro wird unterstützt
  • + deutlich verbesserte Optik, Link sieht richtig gut aus!
  • + Spielgefühl „wie damals“
  • + nach wie vor tolle Atmosphäre
  • + kreative, fantasievolle Umgebungen und Figuren
  • + sehr gute, an den3DS angepasste Steuerung
  • + sehr viele Nebenaufgaben
  • + motivierendes Gameplay
  • + viele Sammelgegenstände

Kontra

  • - 3D Effekt ohne Effekt
  • - manches Mal verreißt die Kamera
  • - kein automatisches Speichern möglich
  • - Zeitlimit kann stressig sein

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
90 %

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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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