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The Legend of Zelda: The Wind Waker HD – WiiU Test / Review

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Veröffentlicht 18. September 2013 | 0:01 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 19. September 2013

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Seien wir mal ehrlich: die Wii U hatte einen unglaublich zähen Start. Erst seit diesem Spätsommer gibt es langsam ein wenig Futter für die Konsole. Einen richtigen System-Seller gibt es aber immer noch nicht. Am Horizont sind Nintendos Hits wie ein neues, frisches Spiel mit Mario, Mario Kart oder Smash Brothers zwar zu sehen, Spiele werden jedoch jetzt und nicht erst in Woche oder Monaten gebraucht.

Es ist zwar nicht direkt das was die Verkaufszahlen in die Höhe schnellen lässt, doch gelungene Remakes können oft schon einmal ein guter Anfang sein. Mit The Legend of Zelda: Wind Waker HD kommt der Retter in grün auf seinem Boot über die Wellen geprescht. Das Original erschien vor mehr als 10 Jahren für den Gamecube und überraschte damals besonders durch den grafischen Stil der gewählt wurde. Kann das 10 Jahre alte Wind Waker auch im High Definition Gewand auf der Wii U noch überzeugen?

Der Wellenreiter

Auch wenn mit Link der Held, zumindest rein theoretisch, immer gleich ist, könnten die Gegebenheiten in der Legend of Zelda Reihe von Spiel zu Spiel oft nicht unterschiedlicher sein. Wind Waker ist in diesem Bezug, besonders weil die direkten Vorgänger Ocarina of Time und Majora’s Mask sind, ein ganz spezieller Fall.

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Die typischen Elemente sind natürlich alle vorhanden. Link hat seine gewohnt grüne Tunika an und sammelt ein Arsenal von nützlichen Gegenständen. Diese müssen genutzt werden, um eine holde zu retten. Dieses Mal ist es Links kleine Schwester Aril. Diese wird, nachdem Link die kesse Piraten-Kapitänin Tetra gerettet hat, von einem riesigen Vogel entführt, der unter den düsteren Kräften von Ganon steht.

Was Wind Waker aber von den anderen Teilen der Serie abhebt, ist die Spielwelt. Diese ist nämlich ein riesiges Meer, durchsetzt mit vielen Inseln und natürlich auch Dungeons. Zum Glück erhält Link Hilfe vom roten Leuenkönig. Dieses sprechende Boot dient nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern leitet Link auch auf seiner Reise. Nur zusammen können sie nötigen Kräfte aufbringen, damit Ganon erneut verbannt und Link zusammen mit seiner kleinen Schwester nach Präludien zurück kehren kann.

Von Insel zu Insel

Wer in den vergangenen zehn Jahren ein Zelda Spiel auf einer Heimkonsole gespielt hat, der wird sich auch in Wind Waker zurecht finden. Gesteuert wird man mit dem Wii U Gamepad oder alternativ einem Pro Controller, während man den guten Link von hinten sieht. Die Kamera lässt sich frei bewegen, was besonders in den Sprungpassagen ziemlich praktisch wird doch auch eine automatische Zielfunktion ist verfügbar damit man in Kämpfen seine Gegner nicht aus den Augen verliert. Früh im Spiel erhält man ein Schwert und einen Schild, damit man in Kämpfen nicht direkt aus den Latschen gehauen wird. Nach und nach erhält man weitere Gegenstände wie z.B. einen Enterhaken, welche man im Kampf benutzen kann aber besonders in den vielen Rätseln ihren Nutzen finden.

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Denn genau darum dreht sich Wind Waker natürlich im Kern. Der Kampf gegen viele Monster inklusive mächtigen Bossgegnern und der Lösung von Rätseln in der Spielwelt. Wind Waker schafft die Balance zwischen Action und Rätseln auch sehr gut. Langeweile sollte eigentlich niemals aufkommen, ständig bekommt man es mit neuen Aufgaben zu tun. Neue Gegner erfordern neue Taktiken, neue Gegenstände eröffnen vorher unzugängliche Wege und im Remake wurde die trägsten Momente aus dem Original deutlich aufgefrischt. So kann man von Anfang an mehr Rupien mit sich herum tragen und eine Sammelaufgabe im letzten Drittel des Spiels welche sich vor 10 Jahren ziemlich in die Länge gezogen hat, wurde sinnvoll verkürzt wodurch sich gerade dieser Teil deutlich frischer anfühlt. Wind Waker HD ist ein Spiel in dem man sich denkt schnell einmal denkt man spielt jetzt nur noch eine Viertelstunde und ehe man sich versieht, sind schon wieder zwei Stunden vergangen. Der Spielfluss ist erstklassig, man hat immer etwas zu tun und wird immer gefordert.

Die Freiheit der sieben Weltmeere

Natürlich gilt das nicht unbedingt für Kenner des Originals, welche alle Aufgaben und Rätsel mit verbundenen Augen lösen könnten. Für sie gibt es aber einen neuen Schwierigkeitsgrad, in welchem der genommene Schaden verdoppelt und Heilgegenstände sehr selten sind. Dadurch erhalten auch Profis eine Herausforderungen, denn wirklich schwer ist das Spiel nicht. Rätsel können fordernd sein, genau so wie die Kämpfe. Es geht aber in beiden Belangen schlussendlich nur darum, den richtigen Trick heraus zu finden!

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Nachdem man eine gute Stunde lang mit einer Einführung, die sich aber schön natürlich anfühlt, verbracht hat, erhält man auch schon Zugriff auf den Leuenkönig. Dadurch kann man sich frei in der Spielwelt bewegen und die Inseln erkunden. Dort gibt es auch jede Menge zu tun. In verschiedenen Nebenaufgaben kann man sich als Fotograf künstlerisch betätigen (was im Remake netterweise auch leicht verbessert wurde) oder Briefe sortieren um an zusätzliches Geld zu kommen. Natürlich warten auch weitaus bessere Belohnungen auf einen, wie z.B. Herzteile um die eigene Gesundheit zu vergrössern. Wie aber schon erwähnt, kann man nicht alles von Anfang an machen. Gewisse Aufgaben oder Bereiche kann man erst erreichen, wenn man bestimmte Gegenstände sein Eigen nennt. Und obwohl man die Spielwelt frei erkunden kann, sind die Aufgaben welche die Story voran treiben, fest vorgegeben. Trotz der Möglich zur freien Erkundung, kann man erst im späteren Spielverlauf auch wirklich alles nach dem eigenen Geschmack und Tempo erkunden.

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Eine See der Emotionen

Als das Original auf dem Wind Waker erschienen ist, sorgte es für viel Aufregung. Statt die Power des Gamecubes für eine noch realistischere Grafik zu nutzen, wurde auf ein Cel-Shading Look gesetzt. Dies spaltete die Fans mehr oder weniger in zwei Lager: den einen denen es extrem gut gefiel und den anderen den es überhaupt nicht gefiel. Wer damals im Internet unterwegs war, konnte wohl niemanden finden der nicht völlig dafür bzw. dagegen war. Doch wer das Original wieder einmal gespielt hat in letzter Zeit, dem wird aufgefallen sein wie gut es sich gehalten hat und das zeigt sich logischerweise auch beim Remake.

Wind Waker HD sieht fantastisch aus. Dank der Power der Wii U wirkt alles noch knackiger, noch farbenfroher und detaillierter. Die Spielwelt sieht exzellent aus und die Charaktere genauso. Dank des gewählten Stils sind besonders Emotionen in den Gesichtern der Figuren unglaublich gut auszumachen. Freude oder Trauer wurden noch selten in einem Zelda Spiel so gut dargestellt. Auch sonst profitiert das Spiel natürlich von der Kraft von Nintendos neuster Konsole. Unter anderem ist man mit dem Leuenkönig auf dem Wasser jetzt deutlich schneller unterwegs, was die Reisezeit im Allgemeinen um ein Vielfaches verkürzen wird.

Auch der Soundtrack wurde überholt und neu aufgelegt. Dabei verbindet er die sehr gelungene Musik des Originals mit neuen, zeitgenössischen Arrangements was das Spiel und diese virtuelle Welt nur noch interessanter macht.

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Unser Fazit

92 %

Ob man den Cel-Shading Look von The Legend of Zelda – The Wind Waker HD mag oder nicht, das Spiel das dahinter versteckt ist, ist richtig gut gelungen. Es bietet massig Inhalt, alleine mit der Hauptgeschichte kann man beim ersten Durchgang gute 15 Stunden beschäftigt sein, die Balance zwischen Action, Erkundung und Rätsel ist gelungen und dank einigen kleinen Änderungen wirkt das Gesamtprodukt noch besser als das Original. Wer das Spiel damals auf dem Gamecube verpasst hat und eine Wii U sein Eigen nennt, der darf sich Wind Waker HD auf keinen Fall entgehen lassen. Aber auch Fans des Originals sollte durchaus einen Blick riskieren, da die Power der Wii U das Spiel einfach noch besser aussehen lässt und es spielerisch immer noch in einer der obersten Ligen mitmischt.

Pro

  • Abwechslungsreiches Gameplay
  • Grosse, wunderschöne Spielwelt
  • Grossartige Grafik
  • Toller Soundtrack
  • Immer neue Herausforderungen
  • Feine, kleine Änderungen gegenüber dem Original
  • Neuer Schwierigkeitsgrad

Kontra

  • Vielleicht, besonders für Kenner, ein wenig zu einfach
  • Spielwelt erst wirklich offen gegen Ende des Spiels
  • Wii U Pad nicht die erste Wahl für ein Spiel dieser Art

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
93 %
Steuerung
 
87 %
Gameplay
 
89 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
91 %

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