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The Sly Trilogy – PS Vita Test / Review

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Veröffentlicht 10. Mai 2014 | 18:17 Uhr von Erzgebirgskind

Sly-Trilogy-PS-Vita

Seit mehr als 10 Jahren bereits geistert der Videospieleheld Sly Cooper in mehreren Ablegern durch die heimischen Kinder- und Wohnzimmer in eigener und fremder Mission. Ist die Trilogie der von Sucker Punch Production entwickelten Teile bereits seit 2010 für PS3 verfügbar, so erschien jetzt Mitte April die HD Version für die PS Vita. Ob sich ein Abstecher in das Waschbärenleben lohnt, erfahrt ihr in unserem Test.

Zur Kollektion gehören der 2003 herausgebrachte Titel Sly Racoon, Sly 2: Band Of Thieves, welcher ein Jahr später 2004 sowie der dritte Titel der Serie Sly 3: Honor Among Thieves, welcher wiederum ein Jahr später 2005 erschien.

The-Sly-Trilogy-PS-Vita-Screenshot-01

Es war einmal – ein kleiner Waschbär …

Im Mittelpunkt der Serie steht Sly, der letzte Spross einer recht diebischen Waschbären-Dynastie, deren Ehrenkodex allerdings nur das Bestehlen von anderen Verbrechern, Halunken oder Dieben gestattet. Sly, der in einem Waisenhaus aufwuchs, da seine komplette Familie von einem Verbrechersyndikat namens „Die Teuflischen Fünf“ getötet wurde, gründet mit seinen im Waisenhaus gefundenen besten Freunden Bentley und Murray eine neue Diebesbande um ziemlich nahtlos an die Familientradition anzuknüpfen und sich an den Teuflischen Fünf zu rächen. Erwähnt sei hierbei noch, dass Bentley eine Schildkröte und Murray ein rosa Nilpferd ist. Dieses anthropomorphe Element (Tiere nehmen die Plätze der Menschen ein und erhalten eindeutige menschliche Eigenschaften und Charakterzüge) und das Comic-Design einer modernen Welt im Noir-Stil zieht sich im übrigens durch alle Sly Cooper Teile. Liegt der Focus im ersten Teil noch darauf, dass Sly den Tod seiner Eltern rächt und die Familienehre wiederherstellt, so führen ihn und seine Freunde die Folgeabenteuer in klassischen 3D Jump ’n’ Run Stealth Missionen welche über die ganze Welt verteilt sind.

The-Sly-Trilogy-PS-Vita-Screenshot-03

 Mehr als nur die Summe seiner Teile

Der Schwierigkeitsgrad ist in allen drei Teilen fordernd, was dem Spielspaß jedoch in keinster Weise einen Abbruch tut, ganz im Gegenteil. Der erste Teil beinhaltet sogar noch begrenzte Leben pro Mission. Wow. Das nennen wir mal Old School (und sind begeistert). Spielt man alle drei Teile sozusagen nahtlos in einem Stück, lässt sich die Weiterentwicklung der Spielserie sehr schön beobachten. Erwähnenswert in diesem Zusammenhang ist auf alle Fälle die gut aufgebaute Story, deren wichtigsten Parts mit Zwischensequenzen in jedem Teil wiederholt werden, so dass man keine Vorkenntnisse benötigt wenn man sich zuerst den späteren Cooper-Teilen zuwendet. Die Hauptcharaktere sind ausdruckvoll und witzig gestaltet, spielt man im ersten Teil ausschließlich nur Sly Cooper, so hat man in den folgenden Teilen das Vergnügen auch in die Rolle seiner besten Freunde Murray und Bentley zu schlüpfen. Mag man Jump & Run Stealth Plattformer, dann ist man bei Sly Cooper bestens aufgehoben: Rennen, Springen, Suchen und Sammeln, Draufhauen oder sich durchschleichen, die Möglichkeiten, die das Gameplay bietet, verführen auch dazu Missionen mehrfach zu spielen und unterschiedliche Herangehensweisen auszutesten.

The-Sly-Trilogy-PS-Vita-Screenshot-02

Aus alt mach neu

Die HD-Umsetzung ist in allen drei Teilen für das Gameplay gut gelungen. Die Cel-Shading Optimierung hat dem Spiel gut getan, nur im ersten Teil merkt man dass das Spiel schon über zehn Jahre alt ist. Das Größte Problem stellen die Zwischensequenzen dar: In allen drei Teilen sind die Filmchen stark verpixelt und damit mehr Zumutung als Unterhaltung. Nichtdestotrotz konnte zu keiner Zeit irgendein Ruckeln oder Framerate-Einbrüche festgestellt werden. Sly Cooper weist in allen drei Teilen ein absolut und durchgängig flüssiges Gameplay auf und spätestens ab dem zweiten Teil lässt sich fast kein Unterschied mehr zu aktuellen Titeln feststellen.

Auch die Synchronisation ist im Großen und Ganzen sehr sauber. Nur im dritten Teil sind stellenweise leichte Brummgeräusche und eine schlechte Synchronisation der Dialoge zu beobachten.

The-Sly-Trilogy-PS-Vita-Screenshot-04

Sly Cooper macht Spaß und würde noch eine ganze Ecke mehr Spaß machen, wenn da nicht die wirklich merkwürdig und gerade im ersten Teil sehr schlecht umgesetzte Steuerung wäre. Dass die Back-Funktion auf Dreieck und nicht –wie sonst üblich- auf Kreis liegt führt z.B. selbst nach mehreren Spielstunden immer noch zu falsch gedrückten Knöpfen. Besonders im ersten Teil ist die Steuerung äußerst schwammig und ungenau, so dass man –gerade bei den so schon nicht einfachen Minigames- teilweise recht viel Mühe hat seiner sich anhäufenden Frustration Herr bzw. Frau zu bleiben. Zwar wurden Touchpad-Funktionalitäten der Vita in die Steuerung integriert, jedoch hat man hier das Gefühl, dass dieser Aufwand besser in eine komfortablere Steuerung gesteckt worden wäre.

Unser Fazit

82 %

Der Waschbär und seine Freunden habens noch drauf: Die HD-Umsetzung hat dem Spiel nichts von seiner Atmosphäre geraubt und offensichtlich gut getan. Wer auf Stealth-Abenteuer mit Noir-Feeling steht, ist mit dieser Trilogie gut bedient. Ob alte Fans oder neue Freunde, Sly Cooper verspricht und hält einiges mit über 40-50 Stunden Spielspaß. Sieht man über die Mankos wie schlecht umgesetzte Zwischensequenzen und die im ersten Teil schwammig Steuerung hinweg, so macht man mit einer Anschaffung von ca. 30€ sicher nichts verkehrt.

Pro

  • + Großer Spielumfang
  • + Gelungene HD-Umsetzung
  • + Anspruchsvoller Schwierigkeitsgrad gerade im ersten Teil
  • + Gute durchgängige Story
  • + Liebevoll gestaltete Welt mit schönen Noir-Feeling
  • + Gelungene Charaktere und witzige Dialoge
  • + Einbindung Touchpad in die Steuerung

Kontra

  • - Nerv tötende Mini-Games
  • - Schwammige Steuerung im ersten Teil
  • - Dritter Teil nur als Download-Code
  • - Schlechte Umsetzung der Zwischensequenzen
  • - Schlechte Tonumsetzung im dritten Teil

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
95 %

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Jung gebliebenes Spielekind, zockt meist alles was bis Drei! nicht aus der Konsole springt. Im wahren Leben als Jacqueline Track unterwegs ....

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