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The Walking Dead: Season 2 – Episode 3 PS Vita Test / Review

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Veröffentlicht 15. September 2014 | 13:49 Uhr von T_Knightingale

The-Walking-Dead-Season-2-Screenshot-01

Die zweite Episode der zweiten staffel von “The Walking Dead” endete in einem ziemlichen Desaster für die Protagonisten, und die Vorschau auf Episode 3 ließ noch Böseres erahnen. Wird die dritte Episode diesem Teaser gerecht?

Alte Stärken

Nach der Ereignissen der vorherigen Episode findet sich die Gruppe rund um Clementine in einem Strudel der Ereignisse wieder, der sie erst mal zu Inaktivität und Fügsamkeit zwingt. Dennoch macht sich die Gruppe schnell daran neue Pläne zu ersinnen, um sich aus der prekären Lage zu befreien, in die sie geraten sind. Unter dieser Prämisse gelingt es dem Spiel erneut, das bedrohliche Bild einer Gesellschaft am Abgrund zu zeichnen, in der das Recht des Stärkeren gilt. Macht und Ohnmacht liegen in jeder Spielminute ganz nahe beieinander und die düstere Atmosphäre ist so dicht, dass man sie regelrecht schneiden kann. Auch schrecken die Autoren nicht davor zurück, dieser Atmosphäre durch brutale Bilder noch mehr schockierenden Ausdruck zu verleihen. Noch mehr als zuvor wird in dieser Episode klar, dass diese post-apokalyptische Gesellschaft eine Gesellschaft ist, die vielmehr von Verzweiflung als Hoffnung angetrieben wird.

Alte Schwächen

Verzweiflung ist auch etwas, das den Spieler während dieser Episode durchaus heimsuchen kann. Denn wieder einmal krankt das Spiel an den üblichen Problemen der Telltale-Spiele. Da wären einmal die obligatorischen (Nachlade-)Ruckler (betrifft Konsole & PS Vita), die in Episode 3 häufiger als in den beiden Vorgänger-Episoden vorkommen. Diese treten regelmäßig auf und verursachen Pausen von mehreren Sekunden oder führen dazu, dass die Sprachausgabe zwar weiter läuft, aber das Bild hinterher hinkt und das Spiel dies am Ende dadurch kompensiert, dass die Animationen im Vorspul-Tempo ablaufen.

Außerdem werden dem Spieler erneut vollkommen unnötige Quicktime-Sequenzen aufgezwungen, die zwar Stress und Anspannung vermitteln, dies aber leider aus dem vollkommen falschen Gründen tun. Denn der Stress entsteht hauptsächlich durch den Druck, die teilweise arg kleinen Zeitfenster für Controllereingaben zu treffen, um ja die elendig langen Ladezeiten im Falle eines Scheiterns zu vermeiden, sowie durch die permanente Bedrohung durch Ruckler, die auch vor dem Quick-Time-Sequenzen nicht halt machen und somit den Rhythmus dieser Sequenzen zerstören können.

The Walking Dead: Season 2 – Episode 3 ‘In Harm’s Way’ Trailer

 

Neue Schwächen

Und neben diesen alten Schwächen offenbart Episode 3 auch Neue. Denn so brillant die grundsätzliche Atmosphäre des Spiels auch ist, so sehr schwächelt das Story-Gerüst im Detail. Das Ende der vorherigen Episode deute es schon an: Erstmals in dieser Staffel wirken sich die Ereignisse aus dem 400 Days-DLC ein wenig aus, was jedoch dazu führt, dass die sowieso schon üppige Besetzung noch üppiger ausfällt.

Das muss grundsätzlich nichts Schlechtes sein, resultiert aber bei einer Episodenlänge von gut 2 Stunden darin, dass ein Großteil der Charaktere der aktuellen Staffel komplett auswechselbar wirkt, weil es ihnen durch den Mangel an Zeit an Charaktertiefe fehlt. Selbst der große Antagonist der Episode wirkt die meiste Zeit über wie ein billiges Abziehbild, dessen Motive nur schemenhaft beleuchtet werden. Die meisten Charaktere bekommen nur wenige Sekunden im Scheinwerferlicht und machen ansonsten nur den Eindruck von Füllmaterial. Selbst der Hauptcharakter Clementine wirkt angesichts der Figuren aus der ersten Staffel arg blass.

Unser Fazit

80 %

The Walking Dead Season 2 ist auch in Episode 3 immer noch ein gutes Erzähl-Spiel. Aber Episode 3 offenbart auch, dass in dieser Erzählung enorm viel Potenzial verschenkt wird. Dadurch, dass es den meisten Charakteren in Tiefe fehlt und man viel zu wenig darüber erfährt, was sie motiviert und antreibt, läuft das Spiel Gefahr, dass ein Großteil der Besetzung beliebig, belanglos und uninteressant wird. Und das könnte sich für ein Spiel, dessen wichtigstes Element die Story ist, langfristig als ziemlich riskant erweisen. Bleibt zu hoffen, dass Telltale dieses Ruder in der nächsten Episode wieder herumreißt.

Pro

  • + Hybrid-Steuerung
  • + Ansprechender Grafikstil
  • + Gute Synchronisation
  • + Grundsätzlich intensive Story

Kontra

  • - Blasse Charaktere
  • - Synchronisation und Untertitel nur auf Englisch
  • - Zu viele Quicktime-Sequenzen
  • - Lange Ladezeiten und häufige Ruckler

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
80 %

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Thommysoft ist auf Xbox-Senioren.com sowie im Schwestern-Forum PSN-Senioren.com ein Moderator und hilft mit viel Engagement den Usern bei PlayStation-Problemen weiter. Ab und an verfasst er für insidegames einen Test.

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