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The Walking Dead: Season 2 – Episode 4 PS Vita Test / Review

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Veröffentlicht 15. September 2014 | 13:52 Uhr von T_Knightingale

The-Walking-Dead-Season-2-Screenshot-02

The Walking Dead Season 2 hinkt der ersten Staffel bisher in fast allen Belangen hinterher. Kann der Entwickler Telltale kurz vor dem Staffelfinale das Ruder noch rumreißen?

Technik von gestern

Die vierte Episode macht auf der PS Vita bereits in den ersten paar Minuten einen alles andere als brillanten Ersteindruck, denn der Spieler wird mit einigen jener Quicktime-Events (QTE) begrüßt, die schon immer der Schwachpunkt der Serie waren. Und wie so häufig in den Seriengeschichte werden sie auch dieses Mal von den obligatorischen technischen Mängeln begleitet, die sich in Form von massiven Rucklern äußern, die die QTE mehr denn je zu einem Glücksspiel machen. Dies macht sich vor allem in einer Szene bemerkbar, in der der Spieler schnell ein sich bewegendes Ziel anvisieren muss. Hier erweist sich die Hybrid-Steuerung der Vita-Version als wahrer Segen, denn das Antippen dieses Ziels ist bedeutend effektiver als die Dank der Ruckelei sehr schwammige Stick-Steuerung.

Diese Probleme gepaart mit den sehr langen Ladezeiten und der unnötigen Wiederholung von Dialogen von den QTE-Sequenzen ziehen den Spielspaß in den ersten Minuten massiv in den Keller und wecken den sehnlichen Wunsch, dass Telltale die Engine ihrer Spiele endlich in den Griff bekommt oder sich zumindest ein paar cleverere Ideen für die Action-Szenen einfallen lässt.

Wenig Interaktivität

Wobei diese Action-Szenen leider auch schon der Gipfel der Interaktivität ist. Die Walking Dead-Serie hat sich noch nie durch besonders viel Gameplay ausgezeichnet, aber die vierte Episode von Season 2 hinterlässt den Eindruck, dass den Entwickler so langsam die Ideen ausgehen, wie sie den Spieler mit der Spielwelt interagieren lassen. Es gibt ein paar Action-Sequenzen und die üblichen Dialog-Optionen, die in dieser Episode übrigens noch weniger den Eindruck erwecken, als hätte der Spieler mit seiner Wahl Einfluß auf den Story-Verlauf, und das war es dann auch fast schon. Denn die Adventure ähnlichen Puzzle-Elemente, die man noch in den frühen Episoden der Staffel gefunden hat, sind auch kaum noch vorhanden. Es gibt zwei, drei Momente, in denen man mit Gegenständen in der Umgebung interagieren muss, aber diese Momente sind leider nicht mal ansatzweise fordernd.

The Walking Dead: Season 2 – Episode 4 ‘Amid the Ruins’ Trailer

 

Story-Business as usual

Bleibt nur noch die Story. Und auch die zeigt sich als recht schwach auf der Brust. Sie hat ihre gewissen Momente, in denen sie ihr Potenzial zeigt, aber die meiste Zeit über trottet sie auf ausgetretenen Pfaden vor sich hin. Immer wieder werden Spieler Szenarien vorgesetzt, die einem bekannt vorkommen können, da Ideen vergangener Episoden erneut aufgegriffen und nur in einen leicht veränderten Kontext gebracht wurden. Auch mangelt es den Charakteren weiterhin an Tiefe, weil in der Episode mehrfach die Chance verschenkt wird, interessante Dialoge auf eine Länge auszudehnen, die es ermöglicht, das erzählerische Potenzial dieser Dialoge vollständig auszuloten und den Figuren mehr Charakter zu verleihen und sie interessant zu machen. Insgesamt stellt sich mehr und mehr die Frage, warum der Spieler seine Zeit überhaupt mit dieser Gruppe verbringen sollte, da sie uninteressanter kaum sein könnte.

Unser Fazit

69 %

Mit jeder weiteren Episode in The Walking Dead: Season 2 wird klar, dass diese Staffel die Qualitäten des Vorgängers nicht erreichen kann. Die Geschichte wirkt oftmals ziellos, fahrig und unfokussiert. Oftmals entsteht der Eindruck, als hätte man das alles schon mal in irgendeiner Form gesehen. Und der Mangel an wirklich gut gezeichneten und starken Charakteren wirft mehr und mehr die Frage auf, warum einen die Gruppe rund um Clementine überhaupt interessieren sollte. Und die technischen Probleme, die mit jeder weiteren Episode intensiver werden, wecken den Wunsch, dass Telltale statt eine neue Staffel anzukündigen sich lieber erst einmal um die Optimierung der eigenen Engine kümmern sollte. Denn, wenn die technischen Probleme sich massiv auf die Spielbarkeit auswirken, läuft schlicht und einfach etwas falsch.

Pro

  • + Hybrid-Steuerung
  • + Ansprechender Grafikstil
  • + Gute Synchronisation

Kontra

  • - Vor sich hin dümpelnde Geschichte
  • - Blasse Charaktere
  • - Synchronisation und Untertitel nur auf Englisch
  • - Zu viele Quicktime-Sequenzen
  • - Lange Ladezeiten und häufige Ruckler ...
  • - ... resultieren in Problemen mit der Steuerung

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
65 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
65 %

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Thommysoft ist auf Xbox-Senioren.com sowie im Schwestern-Forum PSN-Senioren.com ein Moderator und hilft mit viel Engagement den Usern bei PlayStation-Problemen weiter. Ab und an verfasst er für insidegames einen Test.

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