The Walking Dead: Survival Instinct - Test / Review - insidegames

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The Walking Dead: Survival Instinct – Test / Review

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Veröffentlicht 9. Mai 2013 | 10:28 Uhr von Michael

The Walking Dead: Survival Instinct

Die Sache mit den Linzenspielen ist immer wieder schwierig. Konnte doch Telltale Games im letzten Jahr mit einer episodischen Serie als Point and Click Adventure zu The Walking Dead etliche Preise absahnen, gestaltete sich die Sache umso schwieriger ein genau so gutes Lizenzspiel als Ego-Shooter abzuliefern. Daran versuchte sich nun das Entwicklerstudio Terminal Reality (Ghostbusters, Kinect Star Wars) unter dem Publisher Activision. So dienten beim Telltale: The Walking Dead Adventure die Comics von Robert Kirkmann zu The Walking Dead als Vorlage. Für Survival Instinct nahm man sich die TV-Serie als Vorbild, in dem man die Vorgeschichte des Charakter Darly Dixon erzählt. Hierbei sei erwähnt das Daryl Dixon ein eigens für die TV-Serie erschaffener Charakter ist. Eigentlich war schon bei den ersten gezeigten Screenshots klar, das The Walking Dead: Survival Instinct kein Hit werden würde. Wer aber auf schlechte Linzenspiele steht, sofern es solche Leute gibt darf hier beherzt zuschlagen.

 Auf nach Atlanta!

In Survival Instinct schlüpft ihr in die Rolle von Daryl Dixon, der sich nach Ausbruch der Beisser-Apokalypse auf den Weg macht, seinen Bruder Merle zu suchen um sich mit ihm nach Atlanta durch zuschlagen. Die Hauptprotagonisten sind dabei gleich mit ihren Original-Stimmen aus der Serie ausgestattet worden, gesprochen von Norman Reedus und Michael Rooker mit deutschem Untertitel. Beim Startmenü kommt schon mal so richtig gutes Gefühl auf, dies liegt aber auch nur daran, dass man zugleich die vertraute Titelmusik zu der TV-Serie The Walking Dead zu hören bekommt. Nach den ersten Spielminuten folgt noch ein Intro, das noch mal mit der Titelmusik punkten kann. Das war es dann aber auch schon mit der Verbindung zur TV-Serie, denn eine spannende Story, Intrigen und mysteriöse Charakter werdet ihr in Survival Instinct keine finden.

The Walking Dead: Survival Instinct -3

Hä! Wo bin ich!

Der Spielverlauf bringt leider nur wenig Abwechslung und bleibt nach einer kurzen Einspielzeit immer der gleiche. Ihr erfüllt in jeder Ortschaft, wovon es insgesamt 16 gibt, ein paar Quests die Schlussendlich zu einem neuem Fahrzeug und ein paar Überlebenden führen, die mitgenommen werden können um die Reise fortzusetzen. Zuerst entscheidet ihr aber noch auf welchen Strassen ihr zum nächsten Ort fahren wollt. Je nach Strasse die ihr wählt, variiert euer Benzinverbrauch, die Chance auf Zwischenstopps um Vorräte zu finden und die Zusammenbruchsgefahr (Das heisst z.B. einen neuen Reifen oder Kühlerschlauch zu finden). Die Reise verläuft nun automatisch auf einer Karte ab, die wie ein interaktiver Ladebildschirm wirkt. Am nächsten Ort angekommen, könnt ihr den Überlebenden ausrüsten und ihnen nun Aufträge erteilen um sie auf die Suche nach Lebensmittel, Benzin und Munition zuschicken. Ob die gewählten Überlebenden bei Abreise zur nächsten Ortschaft wieder zurückkehren hängt davon ab, wie viel Gesundheit, welche Waffen und ob der Überlebende alleine unterwegs war oder nicht.

In den  Levels müsst ihr in offenen Arealen, wie gesagt, ein paar Quest abschliessen um in die nächste Ortschaft zu gelangen. Das gestaltet sich leider immer wieder ein wenig gleich.  Ein Kompass zeigt euch hierbei wo lang es geht und bringt euch meist zu einem Überlebenden, der euch dann Aufträge erteilt um ein neues Fahrzeug oder Benzin zu ergattern. Während diesen Missionen ist absolute Vorsicht geboten, denn schiesst man mit einem Revolver aus Versehen einem Beisser den Kopf weg, kann das ziemlich laut sein und alle Beisser die sich im Umfeld befinden auf euch Aufmerksam machen und dann sieht man die Rüben ganz schnell von unten. Somit gestaltet sich das ganze eher wie ein Schleichspiel als wie ein Shooter.

The Walking Dead: Survival Instinct -4

Die Macht des Hammers !

Bei einem Survival-Shooter kann man ja eigentlich nicht viel falsch machen. Leider wirkt das Gameplay aber so hölzern, dass das ganze nur wenig Spass bereitet. Obwohl die KI der Beisser dämlicher ist als die Polizei erlaubt, kann das Spiel an manchen Stellen echt für Frust sorgen. Bis man nämlich den Dreh raus hat, gestaltet sich das Beisser töten alles andere als einfach. Denn Schusswaffen bringen einem zu Beginn schon mal praktisch gar nichts. Habt ihr erst einmal einen Schuss abgefeuert lockt dieser zuverlässig eine Herde Beisserchen an, die euch dann auf Schritt und Tritt verfolgen. Flieht man dann in ein Gebäude und verschliesst die Tür. Sorgt das nur kurzzeitig für Schutz und gibt euch vielleicht genau genügend Zeit euch zu heilen und nachzuladen, bevor die Beisser die Tür einreissen.

So bleibt euch nur durch die Ortschaft / den Level zu rennen und die Aufträge so schnell wie möglich zu beenden. Denn sobald euch ein Beisser zu nah kommt startet eine Gepackt-Sequenz, bei der ihr in einem Quick-Time-Event dem Beisser das Messer in den Kopf rammen müsst. Habt ihr da nun mehrere Beisser, die euch an den Kragen wollen gelangt ihr fast ihn eine Endlosschlaufe der Gepackt-Sequenz aus der ihr fast nicht mehr herauskommt. Eine andere Möglichkeit ist, durch den Level zu schleichen um die Beisser von hinten mit dem Messer zu meucheln  oder sie vereinzelt zu euch zu locken um ihnen mit einem Hammer oder einer anderen Nahkampfwaffe den Kopf einzuschlagen.  Dies kann aber auch wieder ganz witzig werden, denn habt ihr ein Gebiet gesäubert und kehrt euch schnell um, kann es kurz darauf möglich sein. Das es im ebben gesäubertem Gebiet wieder überall von Beisser wimmelt. Auch ist es möglich, das am Ende eines Ortes / Levels ganze Horden auf euch losgelassen werden bei denen dann jede falsche Bewegung zum Tode führen kann.

Gute Ansätze bietet die Ressourcenverwaltung, denn werden gefunden Gegenstände nicht ordnungsgemäss verwaltet. könnte das schnell ein Problem darstellen aber leider bleibt es hierbei auch nur bei den Ansätzen. Kenner der TV-Serie wissen das Daryl Dixon meist mit einer coolen Armbrust umherzieht. Diese erhaltet ihr aber erst gegen Ende des Spiels und sorgt auch erst ab diesem Zeitpunkt für Spielspass. Denn lautlos mit der Armbrust die Beisser zu beschiessen, macht schon mal mehr Spass als sie dauernd von hinten auszuschalten. Wollt ihr das Spiel ein zweites Mal durchspielen, was ihr sowieso tun müsst um alle Orte zu besuchen, werdet ihr für einen zweiten Spieldurchgang mit einem Bonus belohnt wie z.B. von Anfang an die Armbrust und das Maschinengewehr im Inventar zu haben. Das hängt aber auch davon ab mit welchen Überlebenden ihr am letzten Ort angekommen seid.  

The Walking Dead: Survival Instinct -5

Merle der einhändige Atheist!

Einhändig ist nämlich auch das Gesamtpaket. Ganz schlimm sieht es mit der Optik aus, zwar sehen die Beisser dank zufällig generierten Gesichter immer wieder ein bisschen anders aus, dass alleine sorgt aber auch nicht für einen Aha-Effekt. Die Umgebungen beziehungsweise das Leveldesign ist schlecht gemacht und auch vor unlogischen Momenten macht das Spiel keinen Halt. Die Aufträge sind allesamt recht minderwertig und wenn man den Dreh raus hat, braucht man für eine Ortschaft maximal 15 Minuten. Grafisch liegt das Spiel auf dem Niveau eines Startitels der aktuellen Konsolengeneration, das einzig positive hier ist das der Titel praktisch ohne Ruckler läuft. Die Animationen, vor allem in einer Gepackt-Sequenz, sind hölzern und erledigte Beisser versinken automatisch in der Erde, wie genial ist das denn? So erspart man sich die Aufräumarbeiten! Einzig die Gesichter der Hauptcharaktere Daryl und Merle sind im Verhältnis zum Rest gut gelungen.

Bei den im Spiel vorhandenen Charakteren wurde auf ganzer Linie versagt, diese versprühen nicht nur einen Hauch von Charme und Gespräche mit ihnen wirken platt, langweilig und belanglos. Auch beim Story-Script wurde geschludert, denn diese wirkt eben so langweilig und belanglos wie jeder Charakter im Spiel. Zwar erfährt ihr wie es den Dixon-Brüder vor der TV-Serie so ergangen ist, dass aber hätte man sich gleich sparen oder selber ausdenken können. Das einzig wirklich gute am Spiel ist die Musikuntermalung. Daryl und Merle haben wie gesagt, die Originalstimmen von Norman Reedus und Michael Rooker aus der TV-Serie. Die Soundeffekte passen und wenn ihr z.B. von Beissern angegriffen werdet wird das perfekt durch dramatische Musik begleitet. Schlussendlich offenbart sich The Walking Dead: Survival Instinct als viel zu schnell programmiertes Spiel, das nur bedingt für Spass sorgen kann.

Unser The Walking Dead: Survival Instinct Test basiert auf einer Xbox 360 Version!

Unser Fazit

53 %

Survival Instinct bringt euch all das, was euch die TV-Serie nicht brachte: Eine schlechte Story, nicht Glaubhafte Charaktere und ein eintöniges Gameplay. Doch wäre das nicht genug kommt eine Grafik hinzu, die vielleicht vor 6 Jahren noch als gut durchgehen konnte. Das Spiel soll euch die Vorgeschichte zu den TV-Serien Charakteren Daryl und Merle Dixon erzählen, die sich nach der Beisser-Apokalypse nach Atlanta durchschlagen. Von der faden Story aber kommt mein eigentlich nicht viel mit, denn diese hätte man sich auch selber ausdenken können. Zwar dreht sich das Spiel um Daryl und Merle aber ihr seit trotzdem immer alleine unterwegs. Hier hätte ein Koop-Modus wirklich ein Wunder bewirkt! Ein einziges Lob muss man bei Survival Instinct für die Musikuntermalung und die Originalstimmen von Daryl und Merle gewähren. Die Musik passt sich immer der Situation an, in der ihr euch befindet und auch auf die Titelmusik aus der Serie muss man nicht verzichten. Leider fanden wir den Titel gar nicht so The Walking Dead wie es versprochen wurde. Wer sich dennoch The Walking Dead: Survival Instinct zu tun will! Sollte dies vielleicht nicht gerade zum Vollpreis machen. Wahrscheinlich wäre das ganze besser als Koop-Shooter in Arcade-Form angekommen. Zwar bringt das Spiel viele gute Ansätze, die aber zum Teil völlig falsch umgesetzt wurden. Schade um die Marke The Walking Dead und Schade um das Geld.

Pro

  • + Hauptfiguren haben die Originalstimmen aus der TV-Serie
  • + Titelmusik, die aus der TV-Serie stammt
  • + Dramatische Musikuntermalung
  • + Viele gute Ansätze

Kontra

  • - Veraltete Grafik
  • - lächerliche KI
  • - Schlechte Animationen
  • - Viele gute Ansätze, die nicht gut umgesetzt wurden
  • - Fade, langweilige Story
  • - Gameplay mit der Zeit langweilig
  • - Charaktere unglaubhaft

Unsere Bewertung

Grafik
 
45 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
30 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
50 %

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Kommentare

  • X30 Niche sagt:

    Bin ja alles andere als ein Grafikfeti aber was man dort zu sehen bekommt… und dann die KI.. das Gameplay…. ich glaub das haben Zombies entwickelt.

  • Marcel sagt:

    Oder bei der Entwicklung sind die Entwickler dem Z-Virus erlegen :D

  • buu sagt:

    jetzt muss ichs haben :f

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