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The Wolf Among Us – Episode 2 Test / Review

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Veröffentlicht 19. Februar 2014 | 15:03 Uhr von Sandra

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Ja, Telltale Games hat Spieler und Fans lange auf die zweite Episode von The Wolf Among Us warten lassen. Das spielbare Comic-Buch-Märchen, in dem der böse Wolf augenscheinlich der Gute ist, Schneewittchen offenbar die berühmte A-Karte gezogen und das Spieglein, Spieglein an der Wand gegen Ichabod Crane verliert. Klingt verwirrt? Ja, schon irgendwie, aber wer sich dank Verhüllungszauber Glamour mit Sheriff Bigby in die Großstadt begibt und mysteriöse Machenschaften aufzudecken, sollte auf alles gefasst sein – vor allem auf das nicht Vorhersehbare.

Wer hat Schneewittchen umgebracht?

Eine zentrale Frage mit der Spieler von The Wolf Among Us Episode 1, Zusatzname Faith (zu Dt. Vertrauen/Glaube), am Ende selbiger – wir vermuten – etwas geschockt zurückgelassen worden sind. Sinnsprüche wie „erwarte das Unerwartet“ lachen uns hämisch ins Gesicht und es stellt sich die Frage, warum die Frau mit dem Haar schwarz wie Ebenholz und Lippen rot wie Blut das Zeitliche segnen muss. Märchenfiguren sterben nicht einfach … doch, tun sie, aber anders als man denkt.

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Ein kurzer Rückblick auf bereits geschehene Ereignisse zu Beginn The Wolf Among Us Episode 2, Zusatzname Smoke & Mirrors (zu Dt. Rauch und Spiegel) hilft zu erinnern, worum es geht und wie es weitergehen soll bzw. kann. Entscheidungen, welche in der ersten Folge getroffen worden sind, haben mal mehr, mal weniger, mal gar nicht Auswirkung auf die kommenden Geschehnisse. Dabei geht es für euch als Spieler wieder wie gehabt darum dem Story- und im Ganzen sehr Dialog-lastigen Verlauf zu folgen und zu gegebener Zeit die hoffentlich richtige Entscheidung zu treffen. Mit Bigby und dem wieder auferstandenen Schneewittchen, die – welch Überraschung – gar nicht tot ist, gilt es einer Mordserie auf die Spur zu kommen. Das Krude: Alle Opfer weisen offenbar eine Verbindung zu Schneewittchen auf. In wie weit das wirklich in Zusammenhang zu bringen ist, das gilt es aufzuklären. Verhöre winken, auch mal das Vermöbeln eines eifersüchtigen Liebhabers steht auf dem Programm – grundlegend also die Vorgehensweisen, die euch aus Episode 1 vertraut sein sollten. Dazu gehören erneut auch Quick-Time-Events, da ihr ein bisschen Timing beweisen müsst, um eurem Widersacher gepflegt eins auf die Nase zu geben.

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Der Blick in den Spiegel

Optisch hat sich natürlich nicht viel verändert. Einige Umgebungen werden euch vertraut vorkommen, da sie bereits in der ersten Episode enthalten waren. Aber auch neue Locations sind hinzu gekommen, wenn auch nicht in großem Umfang und zusammenfassend mit gefühlt weniger Raum für Erkundungen. Zwar steht das Untersuchen bestimmter Orte oder auch Opfer nach wie vor mit im Fokus, aber es hat den Anschein nicht mehr vordergründig zu sein. Eine Stärke der ersten Episode verpufft somit in Teil Zwei.

Unantastbar nach wie vor die vorhandene Atmosphäre sowie die gelungene Synchronisation – die Sprecher haben es einfach drauf. Intensiv, mit viel Emotion sorgt das gesprochene Wort der Beteiligten dafür, dass ihr trotz der etwas flacheren Geschichte definitiv dran bleiben wollt. Schade ist allerdings, dass neue Figuren, die auf der Bildfläche auftauchen im direkten Vergleich nur schattenhaft wirken und kein Raum geschaffen wurde, dass sich diese Charakter entwickeln können. Aber was nicht ist, kann ggf. noch mit Episode 3 nachgeholt werden.

Zurückgeschraubt wurde im Vergleich zum ersten Teil der Grad der Gewaltdarstellung. Die fantastischen Gestalten sind nach wie vor nicht zimperlich und wissen zuzulangen und wenn es dazu kommt, spritzt Blut und Knochen knacken, aber ganz dezent und nicht in dem Ausmaß, den Episode Eins geboten hat.

Unser Fazit

80 %

The Wolf Among Us Episode 2 Smoke & Mirrors schafft es leider nicht an den fulminanten Auftakt der ersten Episode anzuknüpfen und diese weiterzuführen. Smoke & Mirrors ist solide ausgefallen, erzählt die Geschichte durchaus stimmig weiter, verliert sich aber darin, dass neue Charaktere wenig bis gar keinen Raum bekommen und auch neue Umgebungen glänzen mit Abwesenheit. Stattdessen gibt es Location-Recycling mit – im Vergleich – abgespeckten Möglichkeiten. Definitiv gut gelungen ist allerdings die Entwicklung von Bigby, der in Verhören seine Muskeln spielen lässt. Mit welchen Folgen auch fürs Ergebnis, obliegt dem Spieler und seinen Entscheidungen. Schade ist, dass der ganze generell gut gemachte Spuk nach maximal zwei Stunden vorbei ist. Daher bleibt uns nur zu wünschen übrig, dass Telltale Games mit Episode 3 mehr auf den Spuren von Episode 1 wandelt.

Pro

  • + atmosphärisch
  • + good Cop/bad Cop Bigby
  • + Schneewittchen lebt
  • + sehr gute Synchronisation
  • + optisch wie Episode 1 …

Kontra

  • - … aber mit wenig neue Umgebungen
  • - neue Charaktere wirken blass
  • - wenig Überraschungen
  • - weniger Raum zum Untersuchen/Erforschen

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
78 %

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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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