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Toukiden: The Age of Demons – Test / Review

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Veröffentlicht 10. März 2014 | 16:55 Uhr von Erzgebirgskind

Toukiden-The-Age-of-Demons-Screenshot

Seit geraumer Zeit ist der Monster Hunter Klon Toukiden – The Age of Demons bereits erhältlich. Von den Omega Force Studios entwickelt und von Tecmo vertrieben, verspricht das Spiel unterhaltsame Stunden für Spieler die vom Jagen von Monstern, Dämonen oder anderen unleidlichen Kreaturen einfach nicht genug bekommen können. Ob dieses Versprechen gehalten wird, zeigt euch dieser Test.

Es war einmal …

Nach einem längeren und für japanische Spiele typischen Einführungstrailer, der ziemlich bombastisch ausschaut und Neugier auf mehr macht, könnt ihr als erstes euren Charakter erstellen. Dazu sei gesagt, dass ihr euch auf euer Geschlecht und euren Namen festlegt, alle anderen Werte sind später im Spiel auch wieder änderbar. Also erstellen wir uns unseren Wunschcharakter, die Möglichkeiten sind jetzt nicht wirklich unendlich aber doch ausreichend um uns ein wenig zu beschäftigen. Über das Geschlecht, das Aussehen, die Frisur, Rüstung bis hin zu unserem gewünschten Kampfstil stehen uns einige Möglichkeiten zur Verfügung. Gleich im Anschluss werden wir in einem Kampf gegen unser erstes Oni geworfen und wir haben dafür alle Kampfmöglichkeiten zur Verfügung und können uns gleich sofort richtig austoben und rumprobieren. Oni sind im Übrigen die in diesem Spiel beheimateten Dämonen die wir bekämpfen sollen. Haben wir unseren ersten Dämonen zur Strecke gebracht, stellt sich heraus, dass alles nur ein Traum war. Ups.

Wir erwachen und finden uns im Dorf Utakata wieder, das von diversen Oni-Wellen ständig überrannt wird. Einige weitere Dämonenjäger treffen wir auch gleich zu Beginn. Leider nehmen die uns noch nicht für voll und so fangen wir an, uns im Kampf gegen die Oni zu beweisen und steigen in die Missionen ein.

toukiden-the-age-of-demons-screenshot-06

 

Mission fulfilled

Und um diese Missionen dreht sich eigentlich fast alles im Spiel. Toukiden ist in mehrere Kapitel unterteilt, welche jeweils eine bestimmte Anzahl von Missionen enthält. Absolviert ihr diese Missionen, dann schalten sich weitere im Spielverlauf frei die ihr dann wieder absolvieren könnt. Besiegt ihr in einer Mission einen größeren Dämon, dann habt Ihr die Chance eine „Mitama“ zu erhalten.  Mitamas sind die Seelen besiegter Krieger, die ihren Kampf gegen die Oni verloren haben und stellen im Prinzip das Alleinstellungsmerkmal von Toukiden gegenüber anderen Hunter/Slayer Spielen dar. Toukiden enthält ca. 100 verschiedene Mitamas die eingesammelt werden können. Die Seelen unterteilen sich in verschiedene Hauptkategorien wie z.B. Angriffs- oder Verteidigungsverstärkung, Heilung oder Geschwindigkeit und besitzen jeweils nochmals ganz bestimmte Eigenschaften und Verbesserungsmöglichkeiten. Die Mitamas kann man seiner Wunschwaffe zuweisen und aufgrund der großen Anzahl und der verschiedenen Waffenmöglichkeiten hat man damit eine wirklich hohe Kombinationsvielfalt für den Monsterkampf, so dass eigentlich fast keine Langweile während der Missionen aufkommen kann. In den Kampf zieht man für gewöhnlich mit einigen anderen KI-Huntern, so dass die Kämpfe bei geschickter Ausrüstung eigentlich kein Problem darstellen. Auch die Boss-Missionen sind so gut zu erledigen, dauern allerdings recht lang. Einzig und allein die Single-Missionen gegen Bosse stellen eine wirkliche Herausforderung dar und erfordern eine sorgsame Vorbereitung.

Mit der Zeit könnt ihr auch Nebenmissionen annehmen, die allerdings nur darin bestehen, bestimmte Dinge während der Hauptmissionen einzusammeln. Die Nebenmissionen erscheinen automatisch im Questbuch und werden fast genauso automatisch wieder geschlossen, wenn erledigt. Ihr müsst das lediglich im Questbuch bestätigen. Das ist einerseits zwar praktisch und für Dämonenjäger ziemlich zeitsparend, nimmt den Fokus des Spiels jedoch enorm viel von seinem RPG-Charakter hin zu einem fast reinen Slayerspiel. Zwar hat man zwischen den Missionen noch einige Möglichkeiten im Dorf herumzulaufen und mit den Dorfbewohnern zu plaudern, jedoch erreicht man damit keinen wirklichen Spielfortschritt. Der obligatorische Händler und Schmied ist natürlich auch vorhanden, so dass man zusätzlich zu den im Kampf erhaltenen Dingen sich entsprechend eindecken kann. Die gefundenen Ressourcen kann man im Übrigen beim Schmied für das Herstellen neuer Rüstung oder Waffen verwenden bzw. bereits sich im Besitz befindliche Gegenstände upzugraden.

toukiden-the-age-of-demons-screenshot-07

 

Ich sehe was was ich nicht will

Die Steuerung des Spiels ist gut durchdacht und gibt keinen Anlass zur Klage. Die verschiedenen Eigenschaften der Mitamas sind immer mit den gleichen Tasten zu bedienen und auch die restliche Aufteilung wie zum  Beispiel Menü und Statistiken ist sinnvoll verstaut. Einzig und allein die Fokussierung auf Gegner ist misslungen. Hat man einen Gegner direkt vor sich im Fokus und will diesen bearbeiten so kann es durchaus passieren, dass sich bei Blickwechsel der Fokus auf einen viel weiter entfernteren Gegner automatisch überträgt. Das nervt und kostet mitunter auch im falschen Augenblick Lebensenergie.

toukiden-the-age-of-demons-screenshot-04

 

Big in Japan

Die Grafik und das komplette Gamesetting im altjapanischen Stil ist eine der großen Stärken des Spiels. Toukiden sieht fantastisch aus und ist aus diesem Grund schon fast eine Kaufpflicht für alle Freunde solcher Settings. Man hat außerdem die Möglichkeit der japanischen Sprachausgabe zu lauschen, was genau diesen Effekt verstärkt. Leider sind die Untertitel nur auf Englisch verfügbar. Sattsehen kann man sich auch nach mehreren Stunden an diesem Spiel nicht.

Unser Fazit

80 %

Toukiden - The Age of Demons ist ein solides Spiel was sich in die Vielzahl der auf dem Markt erhältlichen Slayer-Spiele einreiht. Das ist auch genau das Problem, da sich das Gameplay nicht wirklich innovativ von anderen Spielen der gleichen Kategorie abhebt. Durch das strikte und durchgängige altjapanische Setting inkl. japanischer Sprachausgabe macht Toukiden wieder eine Menge wett und ist eine wahrliche Augenweide für Freunde dieses Stils. Das sehr lineare und durch die Missionen gleichförmige gestaltete Gameplay wirkt mit der Zeit etwas eintönig. Abhilfe schafft hier die gut gestaltete Multiplayerfunktion des Spiels, so dass man auch gemeinsam mit Freunden in die Schlacht ziehen kann. Wer Monster Hunter und Co. bereits kennt und liebt, wird mit dem Erwerb von Toukiden sicherlich nichts verkehrt macht.

Pro

  • + Fantastisches Setting
  • + Große Auswahl an Waffen und Fähigkeiten für den Kampf
  • + Lange Spieldauer, viele Missionen
  • + Japanische Sprachausgabe
  • + Multiplayer

Kontra

  • - Sehr eingeschränkt und linear auf Mission Only
  • - Nicht wirklich innovativ im Vergleich zu anderen Slayer-Spielen
  • - Keine deutschen Untertitel
  • - Fokus-Funktion im Kampf nicht wirklich sinnvoll

Unsere Bewertung

Grafik
 
90 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
80 %
Spielspaß
 
80 %

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Jung gebliebenes Spielekind, zockt meist alles was bis Drei! nicht aus der Konsole springt. Im wahren Leben als Jacqueline Track unterwegs ....

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