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Tower of Guns – Test / Review

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Veröffentlicht 24. April 2015 | 12:01 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 25. April 2015

Tower-of-Guns-Screenshot-1

Die meisten Shooter der aktuellen Generation bieten eine Kampagne mit vielen Zwischensequenzen, bekannten Schauspielern als Synchronsprechern und einer eigentlichen Spielzeit von 5 bis 10 Stunden. Das ist an und für sich ja auch nicht schlecht. Wer aber einfach direkt Action will und keine Lust auf Online-Mehrspieler hat, kommt ein wenig zu kurz. Tower of Guns, eine Mischung aus FPS und Roguelike, versucht genau diese Nische für sich zu beanspruchen. Auf der Xbox One haben wir heraus gefunden, wie es das mit Erfolg schafft.

Bis der Abzugfinger blutet

Eine feste Story gibt es nicht. Bei jedem neu gestarteten Durchgang wird aus einem Pool von Geschichten zufällig eine ausgewählt. Am Anfang von jedem Level wird dann nach und nach die Geschichte in Textform präsentiert. Diese Geschichten sind ziemlich abgedreht. Sie sind aber auch echt witzig! Besonders erwähnenswert ist der Kommentar der Entwickler selbst, welcher kurz die Entstehung des Spiels anreißt. Stirbt man aber vor dem großen Finale, bleibt einem die Auflösung einer Geschichte verwehrt. Weil man sich die Story nicht selbst aussuchen kann, ist es teilweise ein wenig nervig, wenn man nicht alles mitbekommt. Wer auf all das keine Lust hat, kann die Story in den Optionen deaktivieren.

Das Gameplay orientiert sich ganz klar an klassischen Ego-Shootern. Der Fokus liegt auf der Mobilität und Schnelligkeit der Spielfigur. Strafe-Jumping und BunnyHppping sind ein Muss. Was das angeht, sucht man moderne Einflüsse vergebens. Das ist auch gut so. Pro Durchgang steht einem nur eine Waffe mit unendlich Munition zur Verfügung. Es kann nicht über Kimme und Korn gezielt werden, was nur den Spielfluss stören würde.

tower-of-guns-screenshot-2

 

Wer getroffen wird, leidet doppelt

Neben den Einflüssen von Ego-Shootern der alten Schule sind auch für Roguelikes typische Elemente vorhanden. Bei jedem Durchgang startet man eigentlich komplett von vorne. Es gibt jedoch Waffen und Mutatoren, die man freischalten kann. Erfüllt man in einem oder über mehrere Läufe hinweg gewisse Voraussetzungen, wird das Waffenarsenal und die Auswahl der Mutatoren immer größer. Die Wahl kann das Spiel je nach dem einfacher, schwerer oder nur anders machen.

Spielt man immer mit der gleichen Waffe und dem gleichen Mutator, dann kann es sehr schnell langweilig werden. So sollte Tower of Guns nicht gespielt werden. Der Spaß kommt dadurch neue Waffe freizuschalten und diese auszuprobieren. Für schwache Waffen kann dann z.B. der Schwierigkeitsgrad reduziert werden. Wer seine Waffe gefunden hat, der kann den Schwierigkeitsgrad jedoch erhöhen. Hat uns das Spiel mit der Startwaffe kaum gepackt, wurden wir fast schon süchtig, als wir nach und nach neue Dinge freigeschaltet haben. Nur noch schnell diese Waffe ausprobieren. Nur noch schnell ein einziger Durchgang. Und schon sind wieder 2 Stunden vergangen.

Auch wenn man bei jedem Spiel eigentlich immer wieder von vorne anfängt, kann man im Spiel selbst gewisse Boni erhalten. Besiegte Gegner können Gesundheit, Erfahrung und Geld hinterlassen. Je mehr Erfahrung man sammelt, desto höher wird das Level der ausgerüsteten Waffe. Das gleichzeitig Gemeine und höchst Interessante dabei ist, dass jeder Treffer, den ein Gegner bei der eigenen Spielfigur landet, nicht nur die Gesundheit schrumpfen lässt, sondern auch die Erfahrung. Deshalb ist es unglaublich wichtig am besten gar nicht getroffen zu werden.

tower-of-guns-screenshot-3

 

Zu viel Action

Mit dem gesammelten Geld können in der Spielwelt versteckte Boni gekauft werden. Dadurch kann die Gesundheitsanzeige erhöht werden, zusätzliche Sprünge freigeschaltet oder die Panzerung verstärkt werden. Diese Boni sind in jedem Durchgang anders. In einem unserer verrücktesten Läufe konnten wir in kürzester Zeit sieben zusätzliche Sprünge anhäufen. Es gab zwar sonst so gut wie keine Boni, dafür konnten wir fast schon durch die Luft fliegen. Gepaart mit den Mutatoren und Waffen halten die Boni die Abwechslung hoch und der Wiederspielwert darf nicht außer Acht gelassen werden.

Obwohl das Spiel grafisch kein Schwergewicht ist, kann es zu viel Action nicht gut handhaben. Im oben erwähnten Lauf mit der fast unendlichen Anzahl an Sprüngen, wurde der Schwierigkeitsgrad immer weiter erhöht. Das bedeutete, dass es immer mehr Gegner und Geschosse auf dem Bildschirm gab. Gegen Ende des Runs war diese Anzahl so hoch, das die Framerate regelmäßig in den Keller ging. Zu viel Action kann Tower of Guns nicht mehr flüssig darstellen. Besonders lobenswert ist dagegen der pulsierende und teilweise Gänsehaut verursachende Soundtrack, der uns an die gute alte Zeit der First Person Shooter erinnert hat.

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Unser Fazit

85 %

Tower of Guns ist ein Spiel, das in einer Nische zuhause ist. Wer mit Old School First Person Shootern oder Roguelikes nichts anfangen kann, der wird hier garantiert keinen Spaß haben. Wer sich jedoch gerne auf diese Mischung einlässt, wird eine verdammt gute Zeit haben. Der Wiederspielwert ist groß und dank der vielfältigen Möglichkeiten wie man spielen kann und muss, kehren wir persönlich immer und immer und immer wieder gerne zurück. Für nur noch eine Runde ...

Pro

  • + Schnelles, schnörkelloses Gunplay
  • + Viel Abwechslung dank Boni, Waffen und Mutatoren Auswahl
  • + Witzige und gut geschriebene Story
  • + Genialer Sountrack
  • + Saubere und präzise Steuerung

Kontra

  • - Keine Möglichkeit zur Auswahl der Story
  • - Framerate geht bei zu viel Action in die Knie
  • - Kann auch schnell langweilig werden
  • - Anfänglich etwas zu öde wegen zu wenig Auswahlmöglichkeiten

Unsere Bewertung

Grafik
 
65 %
Sound
 
89 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
88 %

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