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Toy Soldiers: Cold War – Der Test

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Veröffentlicht 24. August 2011 | 8:34 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 29. Februar 2012

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Toy Soldiers war aus gutem Grund eines der am meist verkauftesten XBox Live Arcadespielen im letzten Jahr. Das Spiel war im 1. Weltkrieg angesiedelt und verband das Tower Defense Genre mit spannungsgeladener Fahrzeug- und Geschützturmaction. Stilistisch wurde das Ganze im Stil von klassischen Spielzeugsoldaten gehalten, dennoch konnte ein authentischer 1. Weltkriegslook kreiert werden.

Nachdem wir euch in den letzten vier Wochen die ersten vier Spiele des Summer of Arcade 2011 präsentiert haben, geht es jetzt in die fünfte und letzte Runde. Toy Soldiers: Cold War verlagert das gewohnt gute Toy Soldiers Gameplay in die 80er Jahre und in den Konflikt zwischen der Demokratie und dem Sozialismus. Schafft Toy Soldiers: Cold War das hohe Niveau des Summer of Arcade weiterhin oben zu halten oder ist es nur ein müder Abklatsch des Vorgängers?

Ich liebe den Geruch von brennendem Plastik am Morgen

Wie wir eigentlich alle wissen sollten, war der Kalte Krieg kein Krieg der auf dem Schlachtfeld ausgefochten wurde. In der Tat standen sich die Vereinigten Staaten von Amerika und die Sowjetunion nie direkt gegenüber. Das bedeutet aber nicht dass das Gleichgewicht der Mächte gefährlich nah vor dem endgültigen Kollaps stand. Toy Soldiers: Cold War geht aber einen anderen Weg. Statt einer mehr oder weniger friedlichen Lösung, befindet sich die Welt in einem globalen Konflikt. Die russischen Streitkräfte attackieren Deutschland, Frankreich und selbst die USA bleiben nicht von der russischen Invasion verschont. Als Spieler muss man in der Kampagne den USA zum Sieg über die Russen verhelfen, indem man deren Streitkräfte an allen Fronten zurückdrängt.

Wie schon im Vorgänger ist die Geschichte von Toy Soldiers nicht wirklich ausgearbeitet oder spannend, was aber nicht weiter wichtig ist. Viel mehr reicht die Geschichte als Möglichkeit Einsätze auf der ganzen Welt auszutragen. Sie trägt den Spieler quasi von Handlungsort zu Handlungsort und wird einzig durch kurze Texteinblendungen vor den Missionen erzählt. Hat man im Vorgänger ausserdem je nach Mission die Seite gewechselt und sowohl „Gut“ als auch „Böse“ gesteuert, übernimmt man in Cold War ausschliesslich die Kontrolle über die Amerikaner. Dennoch ist der Spielverlauf sehr abwechslungsreich. Man erledigt eine Riesenarmee an Infanteristen unter dem malerischen Anblick des (Spielzeug-)Eiffelturms  oder zerlegt die russischen Invasoren unter dem majestätischen Anblick des Mount Rushmore.

Neuheiten braucht das Land

An der eigentlichen Formel von Toy Soldiers hat sich im Prinzip nichts verändert. Das grundlegende Ziel ist die Verteidigung der eigenen Spielzeugkiste. Dazu hat man in jedem Level kleine und grosse Bauplätze zur Verfügung. Dort kann man die unterschiedlichsten Geschützturme platzieren. Auf den kleinen Plätzen können Maschinengewehrnester, Mörserstellungen oder Panzerabwehrtrupps platziert werden. Auf den grösseren Plätzen kann man hingegen Artilleriegeschütze oder Flugabwehrkanonen platzieren. Das ist auch sehr wichtig, denn in jedem Level wird man mit unzähligen Wellen von unterschiedlichen Gegnertypen konfrontiert. Dadurch ist es die oberste Regel immer die richtigen Geschütze parat zu haben. Wird man mit einer Vielzahl von Infanteristen konfrontiert, lohnen sich Maschinengewehre oder Flammenwerfer am meisten. Wird man hingegen mit Panzern konfrontiert, nutzen einem normale Gewehre nichts mehr. Dann müssen stärkere Argumente herhalten. Der Clou bei Toy Soldiers ist die Tatsache dass man als Spieler die verschiedenen Geschütze selbst übernehmen kann, wodurch sie deutlich effektiver werden als im automatisierten Modus. Durch die direkte Kontrolle verursachen die Geschütze mehr Schaden, können schneller feuern und bei den mächtigeren Geschützen können sogar die Geschosse oder Raketen noch direkt gesteuert werden um präzisere Treffer zu landen.

Es ist jedoch nicht nur wichtig wie und wo man seine verschiedenen Geschütze platziert, sondern auch das man diese fleissig verbessert. Im Spielverlauf lassen sich für jeden Typ von Geschützturm bis zu drei Upgrades freischalten. Dadurch werden die Geschütze nicht einfach nur besser, oft bekommen sie zusätzliche Funktionen wenn man sie danach direkt übernimmt. Artilleriegeschosse können vor dem Aufschlag in Streubomben verwandelt werden, während das Maschinengewehr noch einen zusätzlichen Granatwerfer spendiert bekommt. Um jedoch überhaupt erst an Upgrades zu kommen, muss fleissig Geld verdient werden. Geld erhält man durch die Zerstörung von gegnerischen Einheiten. Noch mehr Geld erhält man wenn man selbst in einem Geschützturm sitzt und die Gegner auch selbst vernichtet. Je nach Mission hat man aber nicht nur Geschützturme als Zerstörungswerkzeug zur Verfügung. Oft kann man auf eines von mehreren Fahrzeugen zurückgreifen. So übernimmt man die Kontrolle von mächtigen, schweren Panzern oder von flinken Angriffshelikoptern. Mit den Fahrzeugen und den passenden Geschützen lassen sich viele Feindeswellen schnell und effektiv zerstören. Eine tolle Neuerung im Gegensatz zum Vorgänger sind verschiedene Spezialfähigkeiten die man sich erspielen kann. Schafft man eine 50x Kombo oder erledigt eine feindliche Einheit mit einem roten Stern über der Figur, erhält man einen Bonus. Dann kann man heftiges Artilleriefeuer auf den Gegner niederregnen lassen, man übernimmt die Kontrolle über eine AC-130 die mit unterschiedlichen Feuerarten ausgerüstet ist oder man ruft den „Commando“ aufs Schlachtfeld. Dieser sieht aus wie Rambo, kantige One-Liner und rotes Stirnband inklusive, verfügt über ein heftiges MG und einen mächtigen Raketenwerfer mit dem man jeglichen Feindeswiderstand in Kürze erledigen kann.

Durch all die verschiedenen Elemente, die abwechslungsreichen und verbesserbaren Geschützturme, die mächtigen Fahrzeuge und die abwechslungsreichen Bonuseinheiten spielt sich Toy Soldiers: Cold War zackig, frisch und extrem unterhaltsam. Schnell passiert es dass man nur noch schnell eine Mission erledigen will oder nur noch schnell den neuen Geschützturm ausprobieren will. Obwohl die Kampagne nur etwa 4 bis 5 Stunden dauert, ist der Wiederspielwert sehr hoch. Dafür sorgen viele freischaltbare Orden und unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Spielt man im Elite-Schwierigkeitsgrad kann man beispielsweise nur Geschütze platzieren, sie jedoch nicht selbst steuern. Für zusätzliche Abwechslung sorgen ausserdem eine Handvoll Minigames. In diesen steuert man beispielsweise eine Rakete durch ein sich bewegendes Labyrinth oder man erledigt wie in einer Schiessbude sich schnell bewegende Feinde. Viele besiegte Feinde und saubere Kombos sorgen dabei für einen möglichst hohen Highscore der online in Ranglisten gespeichert wird.

Zwei Kriegsherren sind besser als einer

Neben den bereits erwähnten Spielmöglichkeiten gibt es schlussendlich noch einen Survival-Modus. Das einzige Ziel in diesem Modus: so lange überleben wie möglich! Man wird mit immer stärkeren Gegnerwellen konfrontiert, weshalb geschickter Geschützturmbau bitter nötig ist. Ausser den Minigames können sämtliche Spielmodi nicht nur alleine, sondern auch off- und online im kooperativen Modus gespielt werden. Jeder Spieler hat dabei seinen eigenen Geldvorrat, weshalb es wichtig ist sich gut mit seinem Partner zu verständigen. Logischerweise kann man auch gegeneinander antreten. Dabei muss man sowohl die Verteidigung als auch den Angriff selbst kontrollieren, was viel Geschickt und Übersicht verlangt. Gerade diese verschiedenen Mehrspielermöglichkeiten verlängern die unterhaltsame Spielzeit von Toy Soldiers: Cold War um ein vielfaches. Zu zweit macht einfach alles mehr Spass.

Aber nicht nur das Gameplay stimmt, auch der gesamte Stil des Spiels ist wirklich gelungen. Die Technik hinter der Grafik ist zwar nicht das Gelbe vom Ei, denn oft flimmert es z.B. im Hintergrund. Ausserdem geht die Bildrate schnell in die Knie wenn viele Einheiten auf dem Bildschirm sind und es überall explodiert und kracht. Dennoch ist der Look wirklich gelungen. Die Geschütze, die Fahrzeuge und die Umgebungen haben diesen coolen Stil der 80er, einfach in Spielzeugform. Ausserdem ist der Commando eine gelungene Hommage an die Film-Helden dieser Zeit (während der amerikanische Commando im Stil von Rambo daher kommt, erinnert der russische Commando an Ivan Drago aus Rocky IV). Nicht nur die Optik stimmt, auch die Soundkulisse ist prächtig. Sofort erinnert die Hintergrundmusik an Filme wie Top Gun, wodurch das Spiel noch immersiver wird als es sowieso schon ist.

Unser Fazit

80 %

Toy Soldiers: Cold War ist nicht nur ein mehr als würdiger Nachfolger des Erstlings, sondern auch ein gelungener Abschluss des Summer of Arcade 2011. Das Gameplay macht schnell süchtig. Zwar ist es im Prinzip sehr einfach, dennoch wird genügend Tiefe geboten um auszuprobieren und seine Manöver zu verbessern. Die verschiedenen Spielmodi, abwechslungsreiche Schwierigkeitsgrade und ein unterhaltsamer Mehrspielermodus runden das Paket ab. Zwar gibt es technisch einige Probleme, der allgemeine Stil lässt einen das aber schnell wieder vergessen. Cold War erreicht zwar nicht unbedingt die Qualität von Bastion oder From Dust, ist jedoch sicher für viele ein Blick wert.

Pro

  • Spannendes Tower Defense Gameplay
  • Actionreiche Missionen
  • Abwechslungsreiche Spielmodi
  • Gelungener 80er Stil
  • Interessante Mehrspielermöglichkeiten
  • Hoher Wiederspielwert

Kontra

  • Relativ häufige Slow-Downs
  • Manchmal Probleme mit dem Wechsel der Kameransicht
  • Steuerung in stressigen Situationen zu ungenau
  • Kampagne trotz Wiederspielwert relativ kurz

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
70 %
Spielspaß
 
70 %

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