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Transformers: Dark of the Moon – Der Test

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Veröffentlicht 14. Juli 2011 | 3:28 Uhr von Fabrice

Letzte Änderung 29. Februar 2012

transformersdotmtitel

Seit mehreren Jahrzehnten machen sie Kinderzimmer, Fernseher, Comics und Spielkonsolen unsicher: Transformers! Die in den 80er Jahren gestartete Franchise die anfangs nur aus Actionfiguren bestand, erlebt im Moment ihren goldenen Herbst. Dank Michael Bay und seinen actiongeladenen, effektreichen Verfilmungen sind Autobots und Decepticons wieder in aller Munde.

Momentan läuft der dritte Film mit dem Titel Transformers: Dark of the Moon in den heimischen Kinosälen. Somit ist es nicht weiter verwunderlich das diverse Spielplattformen mal wieder mit Lizenzspielen versorgt werden. Das zuletzt für die grossen Konsolen erschienene Transformers: Kampf um Cybertron entpuppte sich als echter Geheimtipp und konnte besonders in Sachen Online-Multiplayer überzeugen. Die Vorzeichen sehen also gar nicht so schlecht aus, denn wie auch schon Kampf um Cybertron, wird Dark of the Moon wieder von High Moon entwickelt. Die Frage die bleibt ist, ob die Entwickler auch etwas aus der guten Vorlage machen können.

Der Kampf geht weiter

Transformers: Dark of the Moon spielt zeitlich direkt vor dem gleichnamigen Hollywoodfilm und zeigt auf wie es zu den Ereignissen im Film kommen konnte. Zusammenfassend kann man zur Geschichte sagen, dass die Autobots mit den Menschen zusammenarbeiten um mächtige Waffensystem zu produzieren. Den Decepticons passt das gar nicht, weshalb sie versuchen die Technik wieder zu vernichten. Dazu kommt noch ein alter und wütender Decepticon der seit Jahren von den Russen tiefgekühlt und dadurch festgehalten wird. Viel mehr gibt es zur Story nicht mehr zu sagen, denn sie wird langweilig präsentiert, wirr erzählt und oft fehlt der grosse Zusammenhang. Spielt man in den ersten Kapiteln noch mit verschiedenen Autobots, wechselt es im Mittelteil für mehrere Kapitel auf die Seite der Decepticons, nur damit man im Finale wieder mit einem Autobot spielt. Dazwischen kommen zwar ziemlich gut gemachte Zwischensequenzen, so etwas wie Filmatmosphäre kommt aber nur sehr selten auf. Und irgendwie weiss man nach den Credits schon wieder gar nicht mehr wirklich was man in den letzten 4-6 Stunden alle erlebt hat.

An den falschen Stellen gespart

Transformers 3 bedient sich oft beim Quasi-Vorgänger Kampf um Cybertron. Dark of the Moon ist ein 3rd-Person Shooter mit dem Extra das man sich halt eben auch in eine Fahrzeugform verwandeln kann. Im Verlauf der Kampagne spielt man mit verschiedenen Transformers die über unterschiedliche Fähigkeiten und Waffensysteme verfügen. Der Autobot Mirage hat z.B. eine Tarnfähigkeit wodurch er sich unsichtbar machen kann. Diese Fähigkeiten ändern aber nicht daran das Dark of the Moon zu einem mehr oder weniger generischen Shooter geworden ist. Viele der Elemente die Kampf um Cybertron noch einzigartig und spannend gemacht haben wurden gestrichen. Im Vorgänger wurden die einzelnen Transformers in vier Klassen eingeteilt. Die Klasse des Anführers konnte mit Hilfe des Kriegsschreis verbündete Einheiten kurzzeitig verstärken und der Techniker konnte Geschütztürme platzieren um für zusätzliche Feuerkraft zu sorgen. Jetzt hat einfach jeder Transformer seine eigenen Fähigkeiten, ohne wirklich aus der Masse hervorzustechen was dann besonders im Mehrspielermodus störend ist. Etwas unverständlich ist auch die Massnahme dass man keine neuen Waffen mehr aufnehmen kann. Jede Spielfigur ist auf die beiden Waffen angewiesen die er am Anfang bei sich trägt. Munition gibt es auch keine, denn man kann so viel ballern wie man will, Nachschub hat man immer zur Verfügung. Logischerweise hat man die Möglichkeit seinen Transformer auch in die Fahrzeugform zu versetzten. Unverständlicherweise ist man in dieser Form extrem schlagkräftig, je nach Figur sogar deutlich stärker als in Roboterform. Das Balancing zwischen den verschiedenen Transformers passt vorne und hinten nicht. Trotz all diesen Problemen sind die Gefechte an sich gut ausgefallen. Man kämpft gegen unzählige kleinere Feinde, erledigt diese mit Flinten, Raketenwerfern und MGs. Oder man haut ihnen mit einem mächtigen Nahkampfangriff einfach mal heftig auf den Kopf. Die Gefechte spielen sich dynamisch und es macht Spass als Fahrzeug in die Gegner hineinzubrettern, um sich dann zu verwandeln damit man im Nahkampf aufräumen kann. Dark of the Moon kann sich nicht mit den 3rd-Person Shootergrössen messen, dafür sind die wenigen Waffen und die Balancingprobleme zu markant. Dennoch, gerade wer auf Transformers steht, wird die Kämpfe sehr unterhaltsam werden.

Damit nicht allzu viel Langeweile im Spielverlauf aufkommt, haben die Entwickler versucht die linearen Missionen abwechslungsreich zu gestalten. Neben den Ballerpassagen rast mit unter Zeitdruck mit Höchstgeschwindigkeit über sich windende Bergserpentinen, schleicht im Tarnmodus und nur mit Nahkampfwaffen ausgestattet durch Feindesgebiet oder kämpft in einer ausgewaschenen Luftschlacht gegen andere Flugzeuge. Obwohl man durch diese verschiedenen Abschnitte versucht hat Abwechslung ins Spiel zu bringen, ist das nicht wirklich gelungen. Obwohl man die Abschnitte durchaus unterschiedlich angehen muss, reduziert sich das Gameplay an sich immer wieder auf dieselben, sich wiederholenden Elemente. Auch die abschliessenden Bosskämpfe am Ende der Levels sind nicht wahnsinnig innovativ, in der Regel reicht es wenn man einfach ballert bis die Waffen rauchen. Teilweise müssen Objekte in der direkten Umgebung zuerst zerstört werden, wirklich abwechslungsreich ist auch das nicht.

Autobots und Decepticons

Unter Fans ist der Vorgänger Kampf um Cybertron im Bereich des Mehrspielermodus ein kleiner Geheimtipp. Die verschiedenen Charakterklassen, ein motivierendes Levelsystem und abwechslungsreiche Arenen können für stundenlange Unterhaltung sorgen. Durch das entfernen der klassenspezifischen Fähigkeiten wird der Mehrspielermodus von Dark of the Moon quasi schon fast jegliche Daseinsberechtigung genommen. Man wählt zwar aus vier Klassen mit unterschiedlichen Fähigkeiten aus, schlussendlich zählt aber nur der Schaden den man beim Feind anrichten kann. Dadurch ist es nicht wirklich von Belang für welche Klasse man sich entscheidet, die eine ist einfach ein wenig schneller, während die andere ein wenig mehr Schaden aushält. Auch das Levelsystem ist lächerlich einfach gestaltet. Bereits nach 3-4 Runden hat man (selbst als ungeübter Spieler) die Maximalstufe einer Klasse erreicht und alles freigeschaltet. Dies sorgt dafür das der Wiederspielwert ins Bodenlose sinkt, denn wieso sollte man einen eher mittelmässigen Shooter spielen in dem man kaum etwas erreichen kann? Es ist wirklich schade das man alles entfernt hat was Kampf um Cybertron so speziell ausgezeichnet hat. Stattdessen bekommt man online nur 08/15 3rd-Person Shooterkost geboten, welche man noch schneller vergessen wird als den Einzelspielermodus.

Lizenzspiel vom Fliessband

Was den technischen Aspekt von Dark of the Moon angeht, wird man nicht wirklich überrascht. Es handelt sich um eine Filmumsetzung und das sieht man auch. Man kann die verschiedenen Transformers leicht wiedererkennen und die Effekte sehen gar nicht so schlecht aus. Die Umgebungen sind jedoch höchstens mittelmässig ausgefallenen, denn sie sind repetitiv und besonders die Innenlevels in Fabriken oder ähnlichen Gebäuden sehen immer genau gleich aus. Wer die Filmmusik mag, wird hier viel Freude haben, denn die Originalmelodien aus den Filmen werden auch hier verwendet. Leider scheint es, dass man nicht alle originalen, deutschen Synchronsprecher der Filme auch für das Videospiel gewinnen konnte. Das führt dazu dass man nur ähnliche Stimmen hört, die auch qualitativ nicht an das Filmmaterial herankommen.

Unser Fazit

63 %

Nach dem Geheimtipp Transformers: Kampf um Cybertron konnte man von den Entwicklern in den High Moon Studios ein ähnlich gelungenes Spiel erwarten. Leider schafft es Dark of the Moon nicht wirklich aus der Masse der Lizenzspiele herauszustechen. Das Kerngameplay vermag für einige Stunden zu überzeugen und besonders Fans werden wohl ihren Spass mit der Kampagne haben. Es gibt aber einfach zu viele Fehler und Probleme mit denen das Spiel zu kämpfen hat damit es an den eigentlich Erfolg des Vorgängers anknüpfen kann. Dazu gehören die mittelmässige Technik, der spannungsarme Spielverlauf und die wirr erzählte Hintergrundgeschichte. Und die spielerischen Kürzungen fallen besonders im Online-Multiplayer extrem negativ aus.

Pro

  • Actiongeladenes Gameplay
  • Gute Umsetzung der Transformers Lizenz
  • Dient als Vorgeschichte des Films
  • Originalfilmmusik
  • Viele spielbare Transformers
  • Unterschiedliche Missionstypen

Kontra

  • Wenige spielerische Highlights
  • Mittelmässige Grafik
  • Keine Originalsprecher
  • Unmotivierender Mehrspielermodus
  • Viele unverständliche Kürzungen
  • Langweilig präsentierte Geschichte
  • Balancingprobleme
  • Spielfiguren unterscheiden sich zu wenig voneinander

Unsere Bewertung

Grafik
 
65 %
Sound
 
74 %
Steuerung
 
72 %
Gameplay
 
55 %
Multiplayer
 
41 %
Spielspaß
 
57 %

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