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Transformers – Untergang von Cybertron – Test/Review

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Veröffentlicht 11. September 2012 | 10:31 Uhr von Fabrice

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Als vor zwei Jahren Transformers – Krieg um Cybertron erschien, war es ein kleiner Überraschungshit. Ein unterhaltsame, kooperativ spielbare Kampagne und ein Mehrspielermodus mit hoher Langzeitmotivation dank gutem Gameplay sorgten für überraschend hohe Wertungen. Als nächstes machten sich die High Moon Studios an ein weiteres Transformers Spiel, doch dieses Mal an eine Lizenz-Spiel, passend zum damals erschienenen Film. Wenig überraschend, gehört dieser Titel zum typischen, lizensierten Einheitsbrei.

Mit Transformers – Untergang von Cybertron ist jetzt der Nachfolger zu Krieg um Cybertron erschienen. Die Frage die sich wohl vielen stellt: orientiert es sich qualitativ eher am Vorgänger oder dem neueren Lizenz-Spiel? Wir sind in die metallische Haut von Autobots und Decepticons geschlüpft, haben alleine, gemeinsam und gegeneinander gespielt und können mit Freude nicht nur Entwarnung, sondern auch gleich eine Kaufempfehlung geben!

Der Anfang vom Ende

transformers-foc_e3-6 Der Planet Cybertron steht kurz vor dem Untergang. Die noch verbliebenen Autobots unter der Führung von Optimus Prime versuchen ein Schiff, die so genannte Arche, betriebsberreit zu machen um vom Planeten zu entkommen. Das ist jedoch einfacher gesagt als getan, denn Megatron und seine Decepticons setzten alles daran die Flucht der Autobots zu verhinden. Die Decepticons setzten alles daran die Arche zu zerstören und für die Autobots besteht kaum noch Hoffnung, denn es fehlt an Energon das als Treibstoff gebraucht wird und die unerbittlichen Streitkräfte der Decepticons bieten eine gewaltige Feuerkraft auf.

Die Story ist interessant und schafft einen zum komplettieren der Kampagne zu motivieren. Insgesamt erstreckt sich die Story über 13 Kapitel, in denen man sowohl auf der Seite der Autobots als auch auf der Seite der Decepticons spielt. Teilweise wechselt man sogar in der Mission zwischen verschiedenen Transformers oder sogar den beiden Seiten. Es ist auch ein wenig schade das die Charaktere so oft gewechselt werden, denn dadurch kann man schwer eine Verbindung zu den einzelnen aufbauen. Im Gegensatz zu Krieg um Cybertron ist die Kampagne dieses Mal nur alleine und nicht im kooperativen Spielmodus spielbar. Das ist einerseits zwar sehr schade für alle die gerne zusammen einen Story-Modus in Angriff nehmen, andererseits eröffnet es den Entwicklern viel mehr Möglichkeiten die Geschichte zu präsentieren. Und diese Chance haben die Männer und Frauen der High Moon Studios auch wahr genommen. Es gibt auch einige Kapitel in denen man mit eher aussergewöhnlichen Charakteren unterwegs ist, wie zum Beispiel dem gigantischen Bruticus, einer transformierten Kombination aus fünf kleineren Transformers, oder Grimlock, einem Dinobot der sich in einen beeindruckenden, feuerspeienden T-Rex transformieren kann. Dank diesen wechselnden Figuren und Seiten, toll anzusehenden Zwischensequenzen, guter englischer Sprachausgabe (auch wenn die Dialoge zugegebenermassen eher von der fragwürdigen Art sind) und gutem Pacing, ist die Kampagne nicht nur für Fans von Transformers, sondern auch Fans von gut gemachten Action-Kampagnen absolut empfehlenswert.

Action pur

Gesteuert werden die Transformer aus der Third-Person Ansicht, ob man nun in Roboter- oder Fahrzeugform unterwegs ist. Steuert man die Roboterform, bietet sich einem das gewohnte Bild eines 3rd-Person Shooters. Jede Spielfigur kann zwei Waffen bei sich haben, eine normale, primäre Waffe sowie eine schwere, sekundäre Waffe. Jeder Charakter verfügt zudem über einen vernichtenden Nahkampfangriff. Einsetzbare Items wie Geschützturme, undurchdringbare tuvc_screenshot_grimlock_01-3 Schutzschilde oder automatisch regenerierende Gesundheit runden das Angebot ab. Das Gameplay in den Kämpfen ist schnell, leicht zugänglich und es fühlt sich einfach gut an wenn man etliche gegnerische Einheiten zu Haufen aus Altmetall verarbeitet. Es ist einfach zu zielen, die verschiedenen Waffen bieten abwechslungsreiche Gefechte und das Gameplay läuft flüssig ab. Zusätzlich verfügt jede Figur über eine spezielle Fähigkeit.

So können sich bestimmte Figuren tarnen, Schockwellen aussenden um Gegner ausser Gefecht zu setzten oder Artillerieschläge nutzen um ganze Horden an Feinden zu pulverisieren. Die verschiedenen Level oder Abschnitte in denen man diese unterschiedlichen Fähigkeiten nutzen muss, sind auch ganz offensichtlich auf die Fähigkeiten der spielbaren Transformer zugeschnitten. Hier sieht man auch die eingangs erwähnten Vorteile des fehlenden kooperativen Spielmodus. Je nach Mission schleicht man zunächst durch eine von Decepticons verseuchte Fabrik ohne entdeckt werden zu dürfen, kämpft danach einige grosse Schlachten gegen seine Feinde um schlussendlich am Ende des Levels in der Autoform aus dem zusammenstürzenden Komplex entkommen zu können. Denn selbstverständlich kann sich jede Figur auch in eine Fahrzeugform transformieren. Leider sind die Fahrzeugpassagen sehr vordefiniert. Es ist klar wann man als Fahrzeug unterwegs sein sollte und wenn man in anderen Passagen ebenfalls als Fahrzeug unterwegs sein will, ist die Fähigkeit viel eher störend und unnütz.

Sowohl von besiegten Gegnern als auch in den Levels lässt sich Energon finden. Gesammeltes Energon lässt sich an den Teletraan 1 Stationen in neue Waffen, Waffenmodifikationen oder dauerhafte und temporäre Upgrades investieren. Im transformers-foc_e3-3 Spielverlauf lässt sich so ein gewöhnliches Gewehr um ein grösseres Magazin, eine verbesserte Nahkampfwaffe oder schnellere Nachladezeit erweitern. Das gibt einem nicht nur die Möglichkeit mit den Waffen herum zu experimentieren, sondern lädt einen auch dazu ein die Spielwelt zu erkunden um mehr Energon zu sammeln, damit man noch besser ausgerüstet ist.

Besonders überzeugend ist die Mischung aus actionreichen Schiessereien gegen unterschiedliche Feinde die besondere Taktiken erfordern, epischen Bosskämpfen, spannenden Fahrzeugpassagen und den auf den Fähigkeiten basierenden Sequenzen. Zu keinem Zeitpunkt ist man zu lange in einer Schleichpassage gefangen und wünscht das sie vorbei geht oder muss für eine gefühlte Ewigkeit gegen unzählige Wellen an Feinden kämpfen ohne Pause. Das Pacing ist sehr gut gelungen und vermag es einen vor den Bildschirm zu fesseln, so wie man es sich für die meisten Action-Spiele wünsche würde.

Kampf der Giganten

Wer nicht gerne alleine Altmetall produziert, der kommt bei den zwei verfügbaren Mehrspieler-Modi auf seine Kosten. Im Eskalations-Modus kämpfen vier Spieler gemeinsam gegen 15 Wellen an immer schwerer werdende Gegner. Vor dem Spiel kann sich jeder Teilnehmer für einen Charakter entscheiden, welche alle über eine spezielle Fähigkeit verfügen. Der Heiler kann beispielsweise mit seinem Reparatur-Strahler verbündete Einheiten wieder aufpäppeln, während der Techniker kann eine Station errichten die automatisch Munition auffüllt. Diese Klassen an sich sorgen schon für ein gewisses taktisches Grundgefühl. Zusätzlich sind die Karten im Eskalations-Modus clever aufgebaut und erinnern stark an den Zombie-Modus aus Treyarchs Call of Duty Ablegern. Am Anfang jeder Runde ist nur der erste Bereich der Karte offen. Um weitere Abschnitte zu öffnen, müssen die Spieler Energon investieren. Energon gibt es hier nur durch den Abschuss von Feinden. Zwar lassen sich Türen nur mit Energon öffnen, gleichzeitig sind Munition, neue Waffen oder auch Gesundheit nur verfügbar wenn man Energon ausgibt. Auch deshalb sind die oben erwähnten Klassen absolut essentiell. Öffnet man also neue Bereiche in den Karten, kann man dort neue Waffen finden. Zusätzlich gibt es auf jeder Karte eine Upgrade-Station welche jedem Spieler einen Vorteil bringt. Investiert man genug Energon in diese Station, verfügen alle Teilnehmer über grössere Munitionsreseven oder kürzere Nachladezeiten. Ein gutes Team muss sich also nicht nur im Kampf geschickt anstellen, sondern auch ihr Energon für das Team opfern um allen auszuhelfen. Paart man diese taktischen Möglichkeiten mit dem sowieso schon einwandfreien Gameplay von Untergang von Cybertron, ergibt sich ein schnell süchtig machender Mix für Fans von kooperativen Spielmodi.

Wer nicht so gerne miteinander spielt, sondern gegeneinander, der ist im kompetitiven Modus des Mehrspieler-Teils besser aufgehoben. Zur Verfügung stehen klassische Modi wie Capture the Flag, Eroberung oder Team-Deathmatch. Gespielt wird mit Teams aus 6 Spielern, wodurch maximal 12 Spieler in einer Partie sein können. Erneut ist das schnelle, actionreiche und gut funktionierende Gameplay des Spiels wohl der grösste Anreiz für diesen Modus. Ähnlich wie im transformers-foc_e3-15 Eskalations-Modus hat man auch hier die Wahl zwischen vier Klassen, welche alle über unterschiedliche Waffen, Fahrzeugformen oder Fähigkeiten verfügen. Jeder Spieler sollte eine Klasse finden die ihm oder ihr besonders zusagt. Wer Gegner erledigt, Ziele erfüllt oder andere Aufgaben erfüllt, erhält wie in den meisten aktuellen Shootern, Erfahrungspunkte. Ebenso gewohnt ist die Tatsache das man mit gesammelten Erfahrungspunkte in den verschiedenen Klassen aufsteigt, wodurch man neue Waffen, Fähigkeiten und Upgrades freischaltet. Hier zeigt sich auch das Problem, das besonders Neueinsteiger ein wenig benachteiligt werden. Die Upgrades die freigeschaltet werden, sind zwar nicht spielentscheidend, bringen einem Spieler aber definitiv Vorteile. Wenn ein Team aus Spielern mit höherem Level gegen ein Team mit Neulingen spielt, ist das zweite Team deutlich im Nachteil. Aber in den Spielen sammelt man nicht nur Erfahrung, sondern auch Energon. Mit dem gesammelten Energon kann man seine Transformer personalisieren. Sämtliche Teile, vom Kopf, über die Arme bis zu den Beinen lassen sich austauschen, wodurch man seinen ganz persönlichen Transformer gestalten kann. Das sieht nicht nur gut aus, sondern macht auch Spass. Da gewisse Teile erst auf höherem Level freigeschaltet werden, kann das zur zusätzlichen Motivation genutzt werden.

Faszinierende, unbekannte Welten

Optisch sind besonders die Levels gut gelungen. Zwar werden sie in der Regel von Rost und Altmetall dominiert, dennoch bieten sie genug Abwechslung ohne das es einen sofort langweilt. Besonders beeindruckend ist das letzte Kapitel, welches nicht nur vom Gameplay reinhaut sondern auch optisch überzeugen kann. Richtig gelungen sind jedoch gescripptete Events, in denen man zum Beispiel zusehen kann wie eine halbe Armee an Gegnern durch einen Luftschlag zerfetzt wird. Das sieht wirklich gut aus, auch wenn Transformers – Untergang von Cybertron grafisch einige kleinere Probleme hat. Einerseits kann es vorkommen das die Bildrate mächtig ins stocken kommt wenn einfach zu viel Action auf dem Bildschirm vorkommt, was glücklicherweise nur sehr, sehr selten vorkommt. Ausserdem sind einige kleinere Texturen welche man auf den ersten Blick nicht unbedingt beachtet, eher von der matschigen Art.

Die englische Sprachausgabe ist gelungen und bietet einen tollen Hörgenuss. Der Soundtrack ist nicht auf dem selben Niveau, untermalt das Geschehen in der Regel aber ganz ordentlich. Er ist jedoch nicht aussergewöhnlich. Den Soundeffekten wiederum fehlt es im Allgemeinen an der richtigen Stärke. Waffen oder Explosionen klingen einfach nicht kräftig genug.

Unser Fazit

82 %

Als Gesamtpaket betrachtet kann man Transformers – Untergang von Cybertron eigentlich allen Fans von Transformers oder Action-Spielen empfehlen. Das Gameplay vermag zu überzeugen, Mehrspielerfans bekommen sowohl kooperatives als auch kompetitives Futter und das Spiel bietet viel Spass. Das ändert nichts an den vielen kleineren Problemen: technische Mängel, der seltene Nutzen von Fahrzeugformen in der Kampagne oder Balance-Probleme im Mehrspielermodus sind allgegenwärtig, was eine Traumwertung einfach verhindert.

Pro

  • Spannende Kampagne
  • Gutes Gunplay
  • Abwechslungsreiche Charakterauswahl
  • Süchtig machender, kooperativer Spielmodus
  • Standardmässiger, dennoch guter Mehrspielermodus
  • Gelungene Sprachausgabe
  • Beeindruckende Setpieces
  • Letztes Kapitel absolut beeindruckend
  • Gelungenes Pacing

Kontra

  • Zu gezwungene Fahrzeugpassagen
  • Balance-Probleme im Mehrspielermodus
  • Framerate-Einbrüche
  • Zu schneller Wechsel zwischen Charakteren
  • Teilweise ZU fragwürdige Dialoge

Unsere Bewertung

Grafik
 
79 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
84 %
Gameplay
 
81 %
Multiplayer
 
86 %
Spielspaß
 
82 %

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