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Tropico 4 im Test

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Veröffentlicht 7. November 2011 | 0:12 Uhr von Tim Jung

Letzte Änderung 2. Januar 2012

Tropico 4 - Test (Titelbild)

Ein neuer Ableger der Tropico-Reihe steht bereit. Dieses Mal können sich die Xbox 360-Spieler über eine Konsolen-Umsetzung erfreuen. Doch kann dass strategische Aufbauspiel mit dem Controller überzeugen? Handelt es sich eher um einen kleinen Zusatz zur Tropico 3? Alles in unserem Testbericht.

Eines können wir gleich zu Beginn sagen. Das spannende Spielprinzip bleibt unangetastet gleich wie beim Vorgänger. Das Ziel ist es natürlich, mit einem beliebig auszuwählenden Diktator, eine tropische, wunderschöne Insel in ein belebtes Paradies zu verwandeln. Doch natürlich muss auch hier zuerst einer von zahlreich verschiedenen Modi ausgewählt werden. So steht euch das Herzstück, nämlich eine spannende und interessante Kampagne zur Verfügung. Doch daneben gibt es logischerweise den Sandbox-Modus, wie auch Missionen die von anderen Spielern erstellt wurden. Schauen wir uns zuerst einmal den Kampagne-Modus genauer an. Neben den strukturiert ablaufenden und anspruchsvollen Missionen rundet auch eine kleine Story das Ganze ab. Also ja, auch eine kleine Story mit Hintergrund wurde in das Spiel eingefügt. Diese wirkt tatsächlich frisch und auch spannend. Bevor ihr euch jedoch in das ganze Szenario stürzen könnt muss zuerst ein beliebiger Avatar ausgewählt werden. Diese weisen unterschiedlich spezialisierte Fähigkeiten auf, wie zum Beispiel spezialisiert auf Tourismus. Das Ganze ist sehr passend in das Spiel eingefügt und weiß mit diesem Szenario perfekt abzurunden. Sobald ihr ins Spielgeschehen eingreift, werdet ihr feststellen, dass der Spielbeginn eigentlich immer ähnlich abläuft. So steht am Anfang immer ein stilgerechter Palast bereit, wie auch ein paar kleinere Gebäude. Das Ziel einer Mission wird euch immer gleich zu Beginn vermittelt. Der weitere Spielverlauf ist vielfältig und wird spannend durch wirtschaftliche Probleme abgerundet. Nun müsst ihr euer kleines “Dörfchen” zu einem Paradies aufbauen. Es stehen somit sehr viele verschiedene Gebäude zur Verfügung, die errichtet werden können. Zum Beispiel werden für die Fabriken spezielle Rohstoffe gebraucht. In Tropico 3 konnten wir nun beispielsweise keine Industriezweige erstellen, in Tropico 4 wurde dies nun toll geändert. Hier könnt ihr nun nämlich die Rohstoffe importieren. Eine tolle Neuerung, die durch frische Elemente ausgebaut wird. Doch bevor ihr Rohstoffe importieren könnt muss zuerst einmal Geld investiert werden. Dieses Geld müsst ihr, sowieso über den ganzen Spielverlauf gesehen, immer perfekt einplanen. Doch selbstverständlich ist nicht nur die ganze Gebäudestruktur entscheidend, sondern so weist auch die Bevölkerung unterschiedliche Bedürfnisse auf. So wollen die Einen sehr viel an Unterhaltung, während bei den Anderen die Religion im Vordergrund steht. Auf diese Bedürfnisse müsst ihr besonders gut Acht geben, ansonsten lernt ihr die Bewohner schnell auf eine unschöne Art kennen.

blühendes Gameplay

Wie bereits mitgeteilt muss immer das Geldkonto gecheckt werden. Die zahlreichen Gebäude kosten logischerweise viel Geld. So müsst ihr beispielsweise bei einer Hochschule besonders viel Kohle hinblättern, während eine Farm eher weniger Geld kostet. Daneben müssen natürlich auch Löhne und weiteres ausbezahlt werden. Sobald ihr euch mit den Zahlen im roten Bereich befindet leidet natürlich auch euer Ansehen, bei der Bevölkerung wie auch bei anderen Staaten. Könnt ihr diesen Bedürfnissen länger nicht nachgehen droht schließlich eine Niederlage, zum Beispiel dann wenn eine andere Person an den Wahlen gewählt wird. Die Zufriedenheit der Bevölkerung variiert also je nach Zustand. So fangen sich auch teile der Bewohner an zu kämpfen, es entsteht eine Gruppe die sich gegen euch zur Wehr setzt. Tatsächlich kommt es zu einem bewaffneten Konflikt, wenn ihr denn eine Militärbasis besitzt. So kämpfen schon bald die Rebellen gegen eure Soldaten. Neben den wichtigen Hauptmissionen sind auch zahlreich verschiedene Nebenmissionen ins Spiel integriert. Diese Nebenmissionen sind unter anderem auch aus Tropico 3 bekannt. So erhalten wir diese abwechslungsreichen Missionen von ausländischen Repräsentanten, oder aber auch von den eigenen Fraktionsführer. Zum Beispiel wollen die Chinesen den Export von 500 Einheiten Lamwolle. Diese Nebenmissionen frischen den sonstigen spannenden Ablauf ebenfalls toll ab. Sobald ihr eine erfolgreich abgeschlossen habt, erhaltet ihr neben Anerkennung auch viel Geld. Zeitgleich könnt ihr fünft solcher Missionen annehmen. Daneben stehen uns auch Erlasse zur Verfügung. So können wir bestimmte Erlasse annehmen oder ablehnen, die Gruppe wird danach natürlich entweder euch unterstützen oder meiden. So zahlt ihr zum Beispiel bei der “Sozialen Absicherung” eine monatliche Rente an Senioren.

Neben dieser langen und spannende Kampagne wartet auch der Sandbox-Modus, der mit einem freien Spiel verglichen werden kann. Hier müsst ihr nicht unbedingt ein Hauptziel abschließen, sondern es wird gespielt bis ihr verliert. Zu Beginn könnt ihr einige Eigenschaften einstellen, somit wird der Schwierigkeitsgrad entweder schwerer und leichter.

Grafik und Steuerung

Optisch kann sich Tropico 4 durchaus sehen lassen. Die tropischen Inseln machen einen tollen Eindruck und sehen sehr schön aus. Auch auf kleinere Details wurde sehr viel Wert gelegt. Die Insel ist lebendig und die gut animieren Bewohner bringen viel Abwechslung ins Geschehen. Auch die Gebäude und die Natur sind in Tropico 4 sehr schön dargestellt. So sind auch die deutschen Sprecher passend und gut. Diese kommen vor allem dann zum Vorschein, wenn ein Repräsentant euch um einen Gefallen bittet. Die Steuerung ist in Tropico 4 sehr einfach gehalten, was natürlich ein positiver Punkt ist. Die Möglichkeiten sind perfekt auf den Controller abgestimmt, mit dem linken Stick wird die Kamera bewegt. Per rechten Stick könnt ihr an das Geschehen heran- oder herauszoomen. So sind auch die restlichen Knöpfe einfach und nützlich eingefügt. Wer sich noch nicht allzu sicher ist mit der Steuerung, kann auch gleich zu Beginn ein informatives und übersichtliches Tutorial spielen. Hier beweisen die Entwickler, dass ein Aufbau-Spiel auch auf einer Konsole perfekt gespielt werden kann. Hut ab!

Unser Fazit

86 %

Tropico 4 ist ein tolles und abwechslungsreiches Aufbau-Siumulationsspiel. Tropico-Kenner werden sich hier schnell zurecht finden, Einsteiger steht ein informatives Tutorial zur Verfügung, das sehr übersichtlich gestaltet ist. Das tolle Wirtschaftssystem wurde perfekt überarbeitet und bringt den Wirtschafts-Alltag noch interessanter herüber. Die Kampagne ist lange und anspruchsvoll. Neben den Hautmissionen werden euch auch immer wieder Nebenmissionen antreffen, die ihr entweder annehmen oder ablehnen könnt. Eure wirtschaftlichen Tätigkeiten stoßen jedoch immer wieder auf Kritik von der eigenen Bevölkerung. Diese wird sich natürlich sofort bei euch beschweren, falls ihr ihren Bedürfnissen nicht entgegenkommt. Auch auf andere Sachen muss stets geachtet werden, das Geldkonto spielt dabei eine zentrale Rolle. Ihr könnt nicht einfach zu Beginn drauflos bauen und somit alle Gebäude auf einmal "einweihen". Da ist Tropico 4 knallhart und sehr schwierig. Die ganze Kampagne wirkt strukturiert, gut aufgebaut und weist sogar auch noch eine kleine Story auf. Diese frischt das ganze Geschehen toll ab und punktet dabei tatsächlich auch mit einer spannenden Hintergrundgeschichte. Vor der eigentlichen Kampagne müsst ihr sogar noch einen Avatar auswählen. Auch optisch kann Tropico 4 durchaus überzeugen und setzt dabei den Hauptpunkt auf eine kunterbunte Grafik. Auf kleinere Details wurde geachtet, sogar die Bäume kommen toll herüber. So kann auch der Sound überzeugen, der sich zwar nicht groß gegenüber dem Vorgänger verändert hat, dennoch zum Szenario "Tropico" perfekt passt. Fans der Reihe werden hier nicht enttäuscht. Tropico 4 ist fast schon ein Meisterwerkt der Aufbau-Strategie. Startegiefans können hier getrost zugreifen.

Pro

  • tolle Kampagne
  • Spielprinzip motivierend
  • Bedürfnisse der Bewohner
  • Wahlen
  • tolle, einfache Steuerung
  • informatives Tutorial
  • bunte Grafik
  • detailreich
  • gute deutsche Sprecher
  • Sound
  • Hautpmissionen und Nebenmissionen
  • Humorvoll
  • Wettereffekte, Tag-, Nachtwechsel
  • Avatar auswählen

Kontra

  • teilweise matschige Texturen
  • kleinere Bugs
  • Steuerung teilweise ungenau

Unsere Bewertung

Grafik
 
84 %
Sound
 
85 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
92 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
82 %

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