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Turbo: Die Super-Stunt-Gang – Test / Review

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Veröffentlicht 26. September 2013 | 16:12 Uhr von Sandra

Turbo

Am 3. Oktober 2013 startet mit Turbo: Kleine Schnecke, großer Traum ein weiteres CGI-Zeichentrickwerk der DreamWorks Animation Studios. Nach Ogern, Drachen und Neandertalern sind es nun Schnecken, die um die Gunst der Zuschauer buhlen. Und um ganz konkret zu sein, sind es Rennschnecken – schönen Gruß an die Unendliche Geschichte an dieser Stelle, die bereits 1984 eine überzeugende Rennschnecke im Figuren-Repertoire zu bieten hatte – die einen großen Traum haben. Na ja, eher ist es eine Schnecke, im englischen Original im Übrigen von Hollywood-Schauspieler Ryan Reynolds gesprochen, die sich zu höherem berufen fühlt. Einmal das berühmte Rennen Indy 500 gewinnen … tja, wenn da nicht das kleine Problem mit der Geschwindigkeit wäre, da Mister Schnecke gerade einmal einen Meter pro Stunde schafft. Da nützt auch der vielversprechende Name Turbo nichts – na ja, zumindest einmal bis zu dem Tag, da Turbo einen schicksalhaften Unfall erlebt und sich fortan beinahe schon überirdischer Kräfte bedienen kann.

„Micro Maniac Cars“ im Schneckenkonstüm

Während im Film mit Turbos Unfall die Story erst einmal ihre nötige Würze bekommt, geht das zugehörige Lizenzspiel, im Übrigen getauft auf den Namen Turbo: Die Super-Stunt-Gang (Turbo: Super-Squad im Englischen), einen etwas anderen Weg. Ihr spielt mitnichten die Geschichte von Turbo nach, sondern findet euch in einer Art Mixtur aus verschiedenen bekannten Spielen wieder. Am besten lässt sich dieser virtuelle Shake als Micro Maniacs (PSX) trifft Pixars Cars (PS2, PS3, Xbox 360, etc.) und hat sich ein Schneckenkostüm übergestülpt. Eine Story gibt es nicht zu erleben, dafür verschiedene Abschnitte, in denen es vorzugsweise darum geht mit den Figuren aus dem Film  Drifts, Grinds, Flips und sonstige, partiell cool aussehende Moves zu absolvieren. Dies erledigt ihr in abgesteckten Arealen und je besser ihr seid, desto mehr Respekt hagelt es. Außerdem könnt ihr mit verschiedenen Power-Ups freischalten und eure Rennschnecke ein Stück weit individuell gestalten und aufmotzen.

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Tony Hawks einsame Rennen

Auf der Rennstrecke seid ihr alleine unterwegs, denn es geht nicht darum die Pole Position einzuheimsen und hernach erster auf dem Treppchen zu werden. Vielmehr müsst ihr mehr oder weniger kreative Aufgaben erledigen, die allesamt ein wenig nach Tony Hawk und Konsorten schmecken. Angefangen beim Einsammeln des Wortes TURBO über das Finden von Ketchup-Beutelchen oder das Erreichen einer bestimmten Punktzahl bis hin zum Zielflaggen sammeln in einer bestimmten Reihenfolge und das Entdecken einer golden Trophäe (ja, auch in der Xbox 360-Version) ist das Angebot an Herausforderungen durchaus reichhaltig, aber auch recht stupide ausgefallen. Bezogen auf den Umfang kann sich die Challenge-Auswahl sehen lassen, in Sachen Kreativität ist allerdings Nachsitzen angesagt.

Je erfolgreicher ihr seid, vor allem auch je höher eure Gesamtpunktzahl ausfällt, desto mehr Belohnungen gibt es, als da wären natürlich neue Level und selbstverständlich auch neue Charaktere sowie Tuning-Optionen für eure Rennschnecken. Speziell für einige Aufgaben kann diese Verbesserung kann dies sehr nützlich sein, denn die Grundwerte der Rennschnecken sind alles andere als überzeugend. In Sachen Geschwindigkeit muss den Kriechern nicht sonderlich nachgeholfen werden, bei den Tricks, die nicht selten relevant sind, damit ihr weiter kommt (Stichwort Punkte), brauchen indes viel Unterstützung.

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Schleimige kleine Scheißerchen

Turbo und seine Kollegen sind ein wenig, sagen wir, Steuerungsresistent. Das enthaltene Tutorial hat demzufolge mehr als nur eine Daseinsberechtigung, denn zu wissen, wie und was ihr genau mit dem Schnecken alles machen könnt, ist Gold wert. Vor allem wenn es darum geht die verschiedenen Spezialtricks, die jede Schnecke drauf hat, ausführen zu wollen, braucht es eine gewisse Übung – und das nicht nur mit den Schnecken selbst, sondern auch mit der nicht immer einwandfrei funktionierenden Steuerung. Gerne reißen die kleinen Schleimteile mal aus, tun nicht das was sie sollen, purzeln über Kanten, haben keine Lust auf Grinden und jagen auch mal beim Weitspringen über das eigentliche Ziel hinaus. Irgendwie blöd ist, dass das Tutorial in keiner Weise die Level widerspiegelt, da Wäschekörbe eure Sprungschanzen sind, Spülbecken zum Grinden auffordern oder Spielkarten der Weg auf die nächste Ebene sind. Geduld und Übung sind hier der Schlüssel zum Erfolg, wenngleich auch das nicht immer funktionieren wird. Turbo birgt ob der manches Mal nicht einwandfrei funktionierenden Steuerung ein gewisses Frust-Potential. Dass im Ganzen auch die Reaktionszeiten, für solche Eskapaden essentiell, eher einem Kriechgang gleich kommen, vereinfacht die Sache nicht unbedingt. Immerhin hat uns bei unserem Test der Zwei-Spieler-Modus Spaß gemacht. Gespielt werden kann an einer Konsole mit geteiltem Bildschirm. Und ja, die Übersicht kommt dabei etwas zu kurz, aber nicht mehr oder weniger, als wenn ihr alleine spielt.

Unser Fazit

51 %

Und wieder einmal werden wir den Eindruck nicht los, dass es „auf Teufel komm‘ raus ein Spiel zum Film“ geben musste. Die Idee an sich ist einmal nicht schlecht, das halten wir an dieser Stelle fest. Micro Machines oder auch Micro Maniacs haben gezeigt, wie dies Art Rennspiel spaßig und vor allem auch technisch gut gemacht funktionieren kann. Überdies waren beide Kaliber seinerzeit in der Lage ohne große Sprachausgabe zu überzeugen – die Schnecken dagegen müssen zu jederzeit irgendwie einen Kommentar abgeben, der dann auch gar nicht mal so lustig ist. Okay, kleine Spieler mögen dem noch etwas Witz abgewinnen können, und wir gehen davon aus, dass Turbo: Die Super-Stunt-Gang definitiv ein Spiel für die Kleinen ist. Den Purzels wird auch nicht wirklich auffallen, dass die Kollisionsabfrage zu wünschen übrig lässt, dass das wiederholte Abstürzen beim Trick-Springen vermeidbar gewesen wäre, die Steuerung nicht immer einwandfrei reagiert und dass die Aufgaben auf Dauer eher langweiligen als überzeugend sind. Ja, den Zocker-Nachwuchs werden die Schnecken Spaß machen, zumindest einmal für eine gewisse Zeit. Ob der Erwachsene Zocker, auch der, der gerne Erfolge- und/oder Trophäen jagen geht, mit Turbo Spaß haben wird, stellen wir doch eher in Frage.

Pro

  • + gut gemachtes Tutorial
  • + viele Extras zum Freischalten
  • + ordentlicher 2-Spieler-Modus (Offline)

Kontra

  • - träge und ungenaue Steuerung
  • - grafisch eher Mittelmaß
  • - schlechte Kollisionsabfrage
  • - unlustige Kommentare
  • - kein echtes Rennspiel
  • - angestaubte Animationen
  • - langweilige sich wiederholende Herausforderungen

Unsere Bewertung

Grafik
 
61 %
Sound
 
49 %
Steuerung
 
50 %
Gameplay
 
50 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
45 %

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Leben, lieben, lachen – spielen! Die Pixel und ich sind seit Anfang der 80er Jahre beste Freunde. Mit einem Schneider CPC fing alles an – der Rest ist Geschichte ^-^ Ich mag sie - fast - alle: J-RPGs, Shooter, Action, Adventure, Puzzle… Bei der Achievement/Trophy-Jagd helfe ich euch gerne, selbst sind sie mir nicht so wichtig ;-) Außerdem liebe ich Katzen, mag Action- & Horror-Filme, bin ein Netflix- /US-Serien-Addict und Musik (Metal, 80er, Dance, Oldies, etc.) ist das Nonplusultra (für mich ;-))!

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