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TurnOn – Xbox One Test / Review

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Veröffentlicht 8. August 2016 | 15:06 Uhr von Alexander Winkel

TurnOn-Screen

Hier ist wohl jemandem ein Licht aufgegangen. Eine zündende Idee, welche das kleine Team der Brainy Studios in TurnOn umgesetzt hat. In diesem Puzzle-Plattformer wird mit einem Funken Elektrizität gespielt, um einer Stadt nach einem totalen Blackout aus der Dunkelheit zu helfen. Ein kleiner Funken, der die Welt verändern wird. Witzig umgesetztes, interessantes Prinzip, letztendlich aber nicht wirklich herausfordernd und bisweilen etwas nervig.

Von einem Moment zum anderen fällt der Strom aus. Eine pulsierende Stadt versinkt komplett in Dunkelheit und schürt nicht nur Angst unter den Einwohnern, manch andere nutzen die Gunst der Stunde für ihre verbrecherische Aktivitäten. Chaos würde so mancher das nennen, was in Electricity abgeht. Der Techniker ist aber bemüht und bekommt unverhofft Hilfe aus extraterrestrischen Landen. Ein kleiner putziger Funke, der von Strommasten zu Strommasten springt und jede Leitung nutzt, um durch die Stadt zu gelangen. Alles erblüht im Glanze des Lichtes, wenn dieser Funke die Birnen, Leuchtreklamen und andere Dinge passiert und da,ist die Stadt wieder aufleben lässt.

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Alles beginnt noch recht einfach. Wir kriechen den elektrischen Leitern hinterher, springen von Kabel zu Kabel und versuchen nicht nur Ventilatoren für ein paar Extrapunkte wieder zum drehen zu bringen, sondern öffnen dem gewieften Wissenschaftler auch dir Türen. Fortan bewegt man sich durch die ganze Stadt und nutzt jede erdenkliche elektrische Leitung, um von A nach B zu kommen. In aller erster Linie ist TurnOn ein ungewöhnlicher Plattformer, bei dem Abgründe eine Entfernung zweiter Stromkabel entsprechen und man die verschiedenen Ebenen durch die Leitungen verlegt durch ganze Gebäude, aber vor allem auch durch die Zubringermasten und ähnliches erkennt.

Das kleine leuchtende Elektron, ein Wesen aus einer fremden Welt, kann so von Leitung zu Leitung springen und sich manchmal auch durch Trafokasten teleportieren. Dank mancher Fahrstühle, Schalter und andererseits komplexe Elemente wirkt TurnOn anfänglich noch gewieft und ausgefeilt. Doch nach fünf Stunden etwa flimmert der Abspann über den Bildschirm und man ist letztendlich ein wenig enttäuscht. Wirklich schwer wird es nie. Die meisten Level kann man mit genügend Forscherdrang auf Anhieb mit bester Bewertung abschließen. Fällt man irgendwo hinunter bzw. erreicht nicht die nächste elektronische Leitung, sorgen meist gut gesetzte Speicherpunkte für wenig Frust.

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Vorprogrammiert ist der Ärger nur in den automatisch ablaufenden Abschnitten, in denen man nicht selber die Kontrolle übernimmt, sondern nur noch reflexhaft die verschiedenen Bahnen aufgrund auftauchender Gefahren wechseln muss. Das Ganze wirkt ein wenig wie die Musiklevel, welche Ubisoft in Rayman eingebaut hat, nur ziemlich schlecht adaptiert. Die Übergänge sind holprig, die teils hohe Geschwindigkeit kaum nachvollziehbar, das Timing völlig daneben und der Frust sehr sehr hoch. Viele dieser Level werden grauenhaft in Erinnerung bleiben. Gut gemeint, damit etwas Abwechslung in den Plattformer zu bringen, leider aber nicht gut umgesetzt. In eine ähnliche Kerbe fallen diverse kleinere Bugs, die uns während des Testens leider aufgefallen sind. Zum Beispiel eine Steuerung, die manchmal versagt oder ausbleibende Menüpunkte zur Auswahl.

Dabei ist TurnOn sicherlich kein schlechtes Spiel. Die Umsetzung ist witzig gemacht und verschiedene Szenen lassen einen schmunzeln. Ob man nun die Bewohner vor Hunden oder Einbrechern schützt oder dem Liebespaar einen Funken Hoffnung gibt, es gibt mit jedem neuen Abschnitt, zumindest was die Geschichten betrifft, was Neues zu erleben. Spielerisch wird nicht ganz so viel geboten, doch für fünf Stunden ist man gut unterhalten und bekommt zugleich auch ordentlich Erfolge gut geschrieben.

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Unser Fazit

68 %

Dem kleinen Team ist ein durchaus kreativer Puzzle-Plattformer gelungen, der eine tolle Idee durchaus gekonnt umsetzten kann. Es mangelt nicht an Humor und unterhaltsamer Szenen, die auch optisch schick präsentiert werden, doch aber am Feintuning. TurnOn ist weder wirklich anspruchsvoll innerhalb der gut fünf Stunden Spielzeit, noch bietet es sonderlich viel Abwechslung. Die einzigen Level, die sich vom Rest des Spiel abheben, gehören leider zu den schlechtesten des ganzen Abenteuers. Das Timing ist in den automatisch ablaufenden Abschnitten nicht gut und der Frust ist daher groß. TurnOn ist nett, sicherlich auch eines Blickes Wert, aber leider auch preislich für das, was geboten wird, einen kleinen Tick zu teuer.

Pro

  • + Interessante, kreative Idee
  • + Gelungene Plattform-Hüpferrei mal komplett anders präsentiert
  • + Recht humorvoll umgesetzt

Kontra

  • - Spielerisch eher seichte, einfache Kost
  • - Mit Ausnahme der automatisch ablaufenden Level, die schlecht umgesetzt sind
  • - Hin und wieder gibt es kleinere Bugs
  • - Recht hoher Preis

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
65 %
Steuerung
 
75 %
Gameplay
 
65 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
70 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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