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Twisted Metal – Review/Test

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Veröffentlicht 5. April 2012 | 9:11 Uhr von Fabrice

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Es gab eine Zeit in der Spiele in denen der Kampf mit Fahrzeugen auf seinem Höhepunkt war. Doch so schnell wie die Spiele kamen, so schnell gingen sie wieder. Doch eine Serie hat dem Zahn der Zeit stand gehalten und ist eine der längsten, PlayStation exklusiven Spielserien überhaupt. Die Rede ist von der Twisted Metal Reihe. Der Erfinder von Twisted Metal ist niemand geringeres als David Jaffe, welcher neben Twisted Metal auch für die Kreation von God of War verantwortlich ist.

Der neuste Teil hat den simplen Titel Twisted Metal und verzichtet auf einen Untertitel. Ursprünglich war das Spiel als Download-Only geplant. Dieser Ansatz wurde jedoch geändert, wodurch das Spiel einen normalen Retailrelease erhalten hat. Wir haben uns hinter das Steuer der abgedrehten Fahrzeuge gesetzt und haben die Kanonen glühen lassen.

Ein freier Wunsch sei dir gewährt

In der Serie hat sich schon immer alles um das titelgebende Twisted Metal Turnier gedreht. Der zwielichtige Calypso bietet dem potentiellen Gewinner des Turnier die Erfüllung eines Wunsches an, was für die Teilnehmer ein guter Grund ist alles was ihnen im Weg steht zu erledigen. Der Einzelspielermodus dreht sich um drei der Figuren die sich diesen Wunsch erkämpfen wollen: der ikonische Psychoclown Sweet Tooth, der abgedrehte Ex-Stuntman Mr. Grimm und das twisted_metal-2 obsessive Modell Dollface. Alle haben ihre eigenen Motive am Turnier teilzunehmen, doch bevor ihre Wünsche in Erfüllung gehen können (oder eben nicht), müssen sie unzählige Gegner erledigen.

Die Einzelspielerkampagne hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Die Geschichte wird durch Filmsequenzen mit echten Schauspielern dargestellt, wobei der Look einem körnigen B-Movie der 80er Jahre entspricht. Wer darauf steht, der wird sicher seine Freude daran haben. Die Storys sind völlig abgedreht, die Sequenzen noch durchgedrehter und irgendwie macht alles überhaupt keinen Sinn, wenn man denn einen Sinn darin sehen will.

Möge der Kampf beginnen

Als Spieler übernimmt man die Kontrolle über eines von mehr als einem Dutzend Fahrzeugen. Darunter sind Motorräder, Eiscreme-Trucks, Leichenwägen oder sogar ein Helikopter. Die Steuerung der Fahrzeuge ist ziemlich kompliziert und bringt den PlayStation-Controller an seine Grenzen. Es gibt unzählige Funktionen, Waffensysteme und Spezialmanöver die durch Tastenkombinationen oder Controllergesten ausgeführt werden. Diese Steuerung zu erlernen benötigt eine gewisse Eingewöhnungszeit. Meistert man jedoch die Steuerung, kann man ziemlich coole Aktionen auf den Bildschirm zaubern.

Der Spielspass den man haben kann, variiert stark zwischen dem Einzel- und dem Mehrspielermodus. Die Einzelspielerkampagne umfasst nur die oben erwähnten drei Charaktere, wobei man jede dieser drei Kampagnen in jeweils etwa 2 Stunden erledigen kann. Die gebotenen Modi sind jedoch durchaus abwechslungsreich. Es gibt einfache Deathmatches, Rennen oder Bosskämpfe gegen riesige Killermaschinen. Doch auch hier unterscheidet sich der Spassfaktor stark. Deathmatch-Modi und deren Variationen sind sehr unterhaltsam. Die Rennen auf der anderen Seite schaffen es nicht so zu unterhalten, denn sie erscheinen viel zu zufällig und haben oft wenig mit Talent zu tun. Eher schlecht als recht funktioniert auch der Juggernaut-Modus. In diesem kämpft man gegen einen riesigen Truck, den Juggernaut. Dieser lässt in regelmässigen Abständen normale Gegner erscheinen, welche man auch noch ausschalten muss. Der Juggernaut wird jedoch nicht speziell markiert und wenn man ihn nicht schnell genug finden und ausschalten kann, dann spawnt der Juggernaut eine kleine Armee an Gegner die fast unmöglich zu erledigen ist. Egal welche Modi man jetzt spielt, es twisted_metal-3 scheint immer so das die Gegner sich nur auf den Spieler konzentrieren und sich nicht gegenseitig an die Gurgel gehen. Das kann gewaltig nerven, wenn man von Raketeneinschlägen und anderen Angriffen nur so durch die Luft gewirbelt wird. Und obwohl die Steuerung gut funktioniert, gibt es auch hier grosse Unterschiede zwischen der eigentlichen Fahr- und der Kampfsteuerung. Gerade in den erwähnten Rennen zeigt sich, das sich die Fahrzeuge nicht so gut steuern lassen. Die Physik ist auch nicht unbedingt so wie man es erwarten würde, denn manchmal werden die Fahrzeuge wie Flipper-Kugeln durch die Arenen geschleudert, ohne das man allzu viel Einfluss darauf haben kann. Teilweise wirkt Twisted Metal wie ein Relikt aus einer vergangenen Zeit. Es ist im Kern sehr simpel und setzt auf brachiale, explosive Non-Stop Action. Es scheint aber auch in Sachen Umsetzung irgendwo in der Vergangenheit stecken geblieben zu sein.

Spielt man jedoch im Mehrspielermodus, dann zeigt sich wie viel Spass das Spiel machen kann. Lobenswert ist der Splitscreen-Modus für bis zu vier Spieler (die Kampagne lässt sich auch zu zweit spielen, was den Spassfaktor dort deutlich erhöht). Richtig viel Action gibt es aber erst im Online-Modus für bis zu 16 Spieler. Egal ob alle Spieler gegeneinander kämpfen oder zwei Teams gegeneinander antreten, die Action ist vom Feinsten. Ein Grund dafür sind Fahrzeuge welche alle ihre eigenen Vor- und Nachteile haben, je nach dem welchen Spielstil man denn verfolgen will. Ein anderer Grund sind die genial gestalteten Level. Ob man nun eine hübsche amerikanische Vorstadt in ihre Einzelteile zerlegt oder durch eine speziell gestaltete Todesarena die gespickt ist mit Fallen heizt, die Level sind fair und sinnvoll gestaltet. Leider gibt es einige Probleme mit der Verbindung zu Online-Matches. Wer ausserhalb von den Spitzenzeiten an Wochenenden oder am frühen Abend online geht, hat es schwer ein volles oder überhaupt ein laufendes Spiel zu finden. Ob man nun die schnelle Spielersuche wählt oder sich einen Server über den integrierten Browser sucht, man wird oft mit Fehlermeldungen konfrontiert. Hat man jedoch mal ein Spiel gefunden, dann ist die Verbindung stabil und Lag ist kaum ein Problem wenn man über eine einigermassen anständige Verbindung verfügt. Glücklicherweise werden nämlich dedizierte Server bereit gestellt, was faire Bedingungen für alle bedeutet.

Abgedrehtes Design, triste Grafik und keine Ruckler

Man muss Twisted Metal zu Gute halten, das egal wie viel Action auf dem Bildschirm abgeht, egal wie viele Explosionen, einstürzende Gebäude oder brennende Personen sich auf dem Bildschirm tummeln, das Spiel läuft butterweich und twisted_metal-4 kommt nie ins stottern. Das liegt aber zum Teil sicher auch daran, das die Grafik an sich nicht wirklich überragend ist. Explosionen sind hübsch, es gibt einige tolle Effekte aber das wäre es auch schon gewesen. Nichts steht wirklich hervor oder ruft einen Wow-Effekt beim Spieler hervor. Schlussendlich ist ein flüssiger Spielablauf aber wichtiger als eine tolle Grafik bei einem so actionorientierten Titel. Das Design ist jedoch durchwegs krank und wartet mit einigen abgefahrenen Ideen auf. Besonders gelungen sind die drei Bossgegner, auf welche man am Ende der drei Kampagnen trifft. Der Soundtrack wartet mit einigen, äusserst passenden Rock- und Metal-Songs von bekannten Bands wie Sepultura, Rob Zombi oder Judas Priest auf. Die deutsche Sprachausgabe in den Zwischensequenzen ist zwar qualitativ gut gelungen, passt aber so gar nicht zum Gesamtbild des Spiels und lässt die Sequenzen noch merkwürdiger anmuten.

Unser Fazit

73 %

Die 2012er Version von Twisted Metal ist schwer zu beurteilen. Der Einzelspielermodus kann unglaublich frustrierend sein, die Lernkurve ist verflucht steil und die Physik manchmal völlig daneben. Dennoch kann besonders der Mehrspielermodus für bis zu 16 Spieler, die abwechslungsreichen Fahrzeuge und die toll gestalteten Arenen überzeugen. Wer die alten Teile gemocht hat, wird sich auch hier sofort heimisch fühlen. Wer ein kontemporäres Twisted Metal erwartet, wird jedoch nicht wirklich viel damit anfangen können.

Pro

  • Non-Stop Action
  • Viele, abwechslungsreiche Fahrzeuge
  • Gut designte Arenen
  • Actionreicher Mehrspielermodus
  • Splitscreen-Modus für bis zu vier Spieler
  • Old-School Feeling von der ersten Sekunde an
  • Flüssiger Spielablauf ohne Ruckler
  • Tolle Deathmatch-Modi

Kontra

  • Steile, teils frustrierende Lernkurve
  • Kurzer, wenig überzeugender Einzelspielermodus
  • Verbindungsprobleme im Online-Modus
  • Komplizierte Steuerung die eine lange Lernzeit benötigt
  • Wenig überzeugende Grafik
  • Merkwürdige Flipper-Physik
  • Nervige Rennen

Unsere Bewertung

Grafik
 
71 %
Sound
 
83 %
Steuerung
 
77 %
Gameplay
 
72 %
Multiplayer
 
88 %
Spielspaß
 
76 %

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