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Ultratron – Xbox One Test / Review

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Veröffentlicht 11. Januar 2016 | 21:56 Uhr von Alexander Winkel

ultratron-screen

Wer heute an Twin-Stick Shooter denkt, hat mit ziemlicher Sicherheit Geometry Wars im Kopf. Kaum eine andere Veröffentlichung hat in der jüngsten Vergangenheit dieses Genre derart geprägt wie dieser Ausnahmetitel. Die Briten von Puppy Games liefern mit dem Download-Titel Ultratron eine äußerst gelungene Homage an längst vergangene Tage. Grundlage für diesen Titel ist Robotron 2048 aus den 80er Jahren und diesen Titel haben die Entwickler durchaus gelungen in die moderne Welt gebracht.

Wer den direkten Vergleich nicht scheut, erkennt ganz deutlich die Wurzeln von Ultratron im genannten Midway Klassiker. Als letzter Humanoid, ausgestattete mit einer fetten Wumme, kämpft man verzweifelt gegen riesige Scharren an Aliens, welche unablässig und unermüdlich in den Kampf treten. Während das kleine Männchen mit dem linken Stick in allen Richtungen über den Bildschirm bewegt wird, kann man mit dem rechten 360° Geschosse auf die Biester abfeuern und somit die Gefahr bannen. Ganz typisch und klassisch ein Twin-Stick-Shooter, wie jüngere Spieler eben durch Geometry Wars kennen dürften. Nachdem das Kleinvieh vom Bildschirm gefegt wurde, tauchen auch bald schon etwas robustere Feinde auf, die mehr als einen Schuss aushalten und alsbald sogar selber das Feuer gegen den Spieler eröffnen. Es wird beständig hektischer. Es wird immer voller auf dem Bildschirm und das Chaos ist früher oder später nicht mehr zu vermeiden. Zusätzliche Bosse, Extralevel und weitere Abschnitte sorgen für viel Abwechslung.

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Bei einer derartigen Schar an Feinden benötigt man vielleicht einen Partner, welcher im kooperativen Zweikampf den Aliens Feuer unterm Hintern macht, aber auch ordentlicher Argumente. Die Waffe kann innerhalb des Spiels bereits mit Power-Ups verbessert werden. Doppelschüsse, an den Wänden abprallende Salven, Rundumschläge – es gibt einiges, um die Kreaturen vom Hals zu halten und den Punktemultiplikator in die Höhe zu treiben. Dennoch sind die wenigen Schilde recht schnell aufgebraucht und das Leben des Helden ist verwirkt. Die Gegner hinterlassen mit ihrem Ableben wiederum Münzen. Diese dienen nicht etwa der Highscore, sondern zusätzlichen Upgrades, die man sich zwischen den Level leisten kann. Man kann die Attribute der Figur aufbessern, sich zusätzliche Bots gönnen, oder aber Smartbombs bzw. EMP-Puls kaufen. Dass die zusätzlichen Bots und andere Dinge auch noch überarbeitet und aufgewertet werden können, macht die Shopping-Tour zu keinem leichten Unterfangen.

Mit den Extras aus dem Laden kann man sich das Abenteuer auch durchaus unterschiedlich gestalten. Das Geld ist eh immer zu knapp, um in einem Durchlauf alles auszuprobieren. Daher muss man sich auf eine Variante konzentrieren. Schön anzusehen, dass Ultratron insgesamt recht ausgeglichen wirkt, egal ob man nun auf zusätzliche Roboter als Anhang setzt, oder aber seine eigenen Waffensysteme ordentlich aufmotzt. Veteranen von Twin-Stick-Shootern wie Geometry Wars werden aber auch feststellen, dass die Homage an Robotron 2048 zu den eher gediegeneren Shootern seiner Art zählt. Der erste Boss ist recht schnell erlegt und auch die weiteren Level kann man durchaus mit etwas Mühe und Fleiß meistern. Praktischer weise wird nach jedem Boss (sprich jedem 10. Level) ein Checkpoint vom letzten Spiel angelegt. So kann man gleich in die höheren Welten eintauchen und muss nicht immer von ganz von vorne Ultratron anfangen.

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Ultratron kommt mit einer gelungenen Mischung aus Retro-Look wie auch modernen Techniken daher. Die Pixeloptik ist durchzogen mit grellen Neonfarben und die immer auf einen Bildschirm reduzierte Spielfläche wirkt leicht gebogen – wie ein alter Röhrenfernseher. Dazu passend verzerrt sich das Bild, flimmert und flackert wenn nach getaner Arbeit der Zwischenbildschirm aufgerufen wird. Die herrlichen Farben, die tollen Effekte, wenn Feinde in ihre Einzelteile zerlegt werden und die putzigen Animationen liefern ein durchaus gelungenes Ergebnis. Untermauert wird das farbenfrohe und effektreiche Spektakel mit elektronischer und futuristischen Effekten angehauchter Musik. Der Beat treibt gekonnt das Stakkato der Salven und mit jedem neuen Level wird die Musik mit weiteren Elementen angereichert. Der Sound treibt die Action ordentlich an. Mit weiteren Abschnitten im Spiel bekommt man auch neue Beats auf die Ohren. Abwechslung wird durchaus groß geschrieben.

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Unser Fazit

80 %

Das britische Studio Puppy Games liefert erneut eine gelungene Umsetzung eines Retroklassikers. Ultratron als Hommage an selige Robotron Zeiten spielt sich gut, ist optisch wie auch akustisch wundervoll umgesetzt und sorgt vor allem im kooperativen Spiel mit einem Freund zusammen am TV für reichlich Spielspaß. Das klassische Spielprinzip, welches jüngere Gamer von Spielen wie Geometry Wars kennen, wurde feinfühlig mit zusätzlichen Elementen anreichert. Richtig gut gefallen hat uns vor allem der Upgrade-Shop, mittels dessen man einige Varianten im Spiel ausprobieren kann. Die Balance wurde dabei immer gewahrt. Vielleicht machte uns der Titel aber auch deswegen soviel Spaß, weil er nicht unmenschlich schwer daher kommt. Die ersten Welten sind recht flott durchgespielt und den einen oder anderen Boss zwingt man schnell mal in die Knie. Veteranen von Twin-Stick-Shootern werden erst viel später dann gefordert.

Pro

  • + Gut umgesetzte Twin-Stick Schießerei
  • + Sehr gelungenes Artdesign in Optik wie auch Akustik
  • + Kooperativer Spielmodus für zwei Teilnehmer
  • + Viele sehr schicke Effekte, aber auch mit tollen Retro-Optiken

Kontra

  • - Spielerisch natürlich eher ein sich wiederholendes Prinzip
  • - Für Veteranen eher zu leicht

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
80 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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