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Unit 13 – Der grosse Test / Review

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Veröffentlicht 6. März 2012 | 16:59 Uhr von Marcel

Letzte Änderung 2. April 2012

Unit 13

Sind wir mal ehrlich, das Lineup der Launchtitel war noch nicht sonderlich überwältigend, oder? Ausser Uncharted: Golden Abyss war noch kein grosser “Must-Have” Titel vertreten. Umso grösser ist die Vorfreude auf das bevorstehende Unit 13 aus dem Hause Zipper Interactive. Wie schlägt sich der erste Third Person Shooter auf der PlayStation Vita? Wir haben den Titel ausführlich gespielt und getestet. Mehr dazu lest ihr in unserem Unit 13 Testbericht.

Dem aufmerksamen PlayStation Spieler wird Zipper Interactive sicherlich ein Begriff sein. Im Jahr 2002 stampfte das Entwicklerteam auf der Playstation 2 die sehr erfolgreiche SOCOM-Reihe aus dem Boden. Nach mehreren Teilen  wagten sich die Entwickler vor zwei Jahren an einen reinen online spielbaren First Person Shooter, der unter dem Namen MAG den Weg ins Verkaufsregal fand. Der nächste Streich des vielversprechenden Studios erfolgt mit Unit 13 für die PlayStation Vita. Es handelt sich dabei um den ersten Third Person Shooter für die neue portable Wunderkiste aus dem Hause Sony. Die Geschichte rund um den Shooter ist schnell erzählt. Die Spezialeinheit “Unit 13″ wurde von der NATO gegründet und soll Terroranschlägen und sonstigen terroristischen Aktivitäten einen Riegel vorschieben. Bevor es aufs todernste Schlachtfeld geht, müsst ihr euer Geschick in einem Tutorial unter Beweis stellen, um ein vollwertiges Mitglied der Spezialeinheit zu werden! Im Tutorial werdet ihr mit den grundlegenden Spielmechanismen bekannt und vertraut gemacht. Nach dem Abschluss des Parcours seid ihr jetzt ein vollwertiges Mitglied der Spezialeinheit, welche wiederum aus sechs verschiedenen Personen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Waffen besteht. Die sechs Klassen verfügen über die entsprechenden Waffen und wichtigen Attribute. Ein Späher hat beispielsweise weniger Gesundheit als ein Kommandosoldat, aber er gleicht seine Schwächen mit einer hohen Geschwindigkeit und guten Reaktionszeit wieder aus. Jede Charakterklasse verfügt zudem über ein eigenes Waffenarsenal. Zu Beginn des Spiel müsst ihr euch noch mit einer Standard-Waffe begnügen, denn erst wenn euer Charakter einen neuen Rang erreicht hat, wird unter Umständen eine neue Waffe freigespielt.

vi_unit13c Im Einzelspielermodus warten 40 verschiedene Missionen die den Spieler in neun unterschiedliche Kriegsgebiete verschlägt. Der Schwierigkeitsgrad und die Länge der Mission ist jeweils durch den Entwickler vorgegeben. Ihr könnt den Schwierigkeitsgrad nicht ändern. Wenn es mit einer Mission nicht funkioniert, dann heisst es versuchen, versuchen und eine andere Taktiken ausprobieren. Die ganzen Missionen sind in vier Missionstypen unterteilt, die es teilweise in sich haben und alles andere als ein Zuckerschlecken sind. Die vier Typen sind Gegenschlag-, Deadline-, Tarnungs- und Elite Missionen. In Gegenschlags-Missionen sind verschiedene Ziele zu erledigen. Wie ihr das tut und in welcher Reihenfolge ist ganz alleine euch überlassen. Seid ihr eher der Schleicher oder steht ihr auf die pure Action? Wer allerdings die Stealth Variante bervorzugt, wird mit wertvollen Extrapunkten bedacht. Egal für welchen Weg ihr euch auch immer entscheidet, in den Deadline-Missionen müsst ihr innerhalb eines knallharten Zeitlimits eure Ziele erreichen. Um eine actionreiche Spielweise werdet ihr hier nicht herumkommen. Immerhin wird der strikte Zeitsaldo an Checkpoints ein wenig aufpoliert und verschafft zusätzliche Luft. Wie der Name schon erahnen lässt, werdet ihr in Tarnungs-Missionen nicht ums verdeckte Vorgehen herumkommen. Sobald ein Gegner Alarm schlägt, ist die Mission gescheitert. Hier heisst es lieber einmal mehr beobachten, schauen und dann erst zuschlagen. Der letzte Missionstyp macht seinem Namen alle Ehre. Ihr müsst ähnlich wie in den Gegenschlagsmissionen verschiedene Ziele erfüllen. Der Knackpunkt ist das ihr keine Gesundheit regeneriert und hilfreiche Checkpoints fehlen auch. Ein vorsichtiges und taktisches Vorgehen ist ein Muss, wenn die Mission ein Erfolg werden soll!

vi_unit13f Bevor ihr einen neuen Einsatz starten könnt, erfolgt die Qual der Wahl. Ihr müsst euch für einen der sechs kampferprobten Soldaten entscheiden, wobei das Spiel euch netterweise einen Soldaten empfiehlt. Dann gilt es noch kurz das Waffenarsenal des Soldaten zu checken und die Action kann beginnen. In einer Mission werdet ihr immer von einer gut versteckten Kompassnadel, die sich am oberen Bildschirmrand befindet, zu eurem nächsten Ziel navigiert. Auf der kleinen Übersichtskarte seht ihr auch immer schön alle Ziele und Feinde im Einzugsgebiet. So bleibt genug Zeit einen fiesen Plan zu schmieden und die ultimative Taktik zurechtzulegen. Am Ende einer Mission wird eure Vorgehensweise mit einem 5-Sterne System bewertet. Um einen möglichst hohen Punktestand zu erreichen, müsst ihr den Multiplikator während einer Mission hoch treiben, was durch mehrere Aktionen hintereinander gelingt. Zum Beispiel durch einen Doppel-Kill, zwei Kopfschüsse innerhalb von wenigen Sekunden, niederschlagen einer Personen oder abschliessen eines Missionziels und der anschliessenden Entschärfung einer Mine. Grundsätzlich könnt ihr euch merken das es mehr Punkte gibt, wenn ihr in guter Sam Fisher Manier unterwegs seid. Für einen unbemerkten Kill winken dadurch bis zu 900 Punkte, was eine ordentliche Zahl ist. Zudem spielt auch die Präzision und die Geschwindigkeit eine wesentliche Rolle für die Schlussbewertung. Erreicht man mindestens drei Sterne in einer beliebigen Mission, so schaltet sich dadurch der dynamische Modus frei. In einer dynamischen Mission ist der Schwierigkeitsgrad und Spielverlauf in der aktuellen Mission immer wieder verschieden. Wer fleissig den Sterchnen nacheifert, kann im Hauptmenü zusätzliche Primärziele freischalten in denen verschiedene Schufte zum Abschuss freigegeben sind. Wer keinen Bock auf eine einsame Jagd nach Verbrechern hat, kann sich gemeinsam mit einem Freund oder einem anderen Spieler verbünden, um gemeinsame Sache zu machen. Jede der 36 Missionen kann problemlos zu zweit gespielt werden. Wem das alles noch nicht genug ist, hat jeden Tag die Chance eine exklusive Tagesmission abzuschliessen. Ihr habt dafür nur einen Versuch zur Verfügung um einen möglichst hohen Highscore zu erzielen. Klingt schwer? Ist es auch definitiv! Ausserdem bietet Unit 13 eine Online Rangliste, wodurch sich die erspielten Highscores prima mit denen der Freunde vergleichen lässt.

vi_unit13i Die Technik rund um Unit 13 ist durchweg gelungen. Mittels der beiden Analog-Sticks fühlt sich der Shooter nicht wesentlich anders an, wie auf einer richtigen Konsole. Manchmal geht das Zielen nicht ganz so leicht von der Hand, aber man lernt relativ schnell damit umzugehen. Mit dem linken Analog-Stick steuert man seinen Charakter durch die Spielwelt, während mit dem rechten Stick der Blickwinkel verändert wird. Einen Gegner wird mit den beiden Schultertasten in die Mangel genommen. Mit der “Kreis”-Taste lehnt ihr euch an eine Deckung an und könnt dann entweder ein blindes Sperrfeuer eröffnen oder einen präzise Schuss aus der Deckung abfeuern. Selbst der Touchscreen findet eine sinnvolle Verwendung und wird oftmals zum “Mine entschärften”, “Information aufsammeln” oder “Waffe nachladen” missbraucht. Im Gegensatz zu anderen Spielen leuchten die Symbole ein und erscheinen logisch. Gameplaytechnisch holen die Entwickler schon viel aus der Vita heraus. Manchmal hat die aggressive und aufmerksame K.I. allerdings ihre Schwachen fünf Minuten.

Rein von der Optik ist Unit 13 nicht mit einer Grafikbombe wie beispielsweise Uncharted: Golden Abyss zu vergleichen, aber das braucht es gar nicht. Der Thrid Person Shooter ist dennoch mehr als gelungen, bietet dem menschlichen Auge eine vielfältige Umgebung und gut animierte Charaktermodelle. Selbst die Effekte und Explosionen sind gut ins Szene gesetzt. Einzig die sterilen Texturen und der minimalistische Schatten dämpfen die sonst grosse Lobeshymne. Soundtechnisch versüssen einem passende und stimmungsvolle Musikstücke die harten Einsätze. Kraftvolle Explosionsgeräusche tragen zu einer glaubwürdigen Atmosphäre bei.

Unser Fazit

83 %

Unit 13 geht runter wie Wasser! Zipper Interactive hat einen beeindruckenden Third Person Shooter für die PlayStation Vita programmiert. Das spassige Gameplay gepaart mit einem coolen Setting und einer glaubwürdigen Atmosphäre sorgen für reichlich Unterhaltung. Mit den verschiedenen Spielmodi ist zudem für viel Langzeitmotivation gesorgt, egal ob das alleine oder gemeinsam mit einem Freund ist. Eine höchst interessante Idee ist zudem die Geschichte mit den dynamischen Missionen. Dadurch spielen sich abgeschlossenene Mission immer wieder anders und forden einen Spieler aufs Neue! Natürlich fühlen sich 36 Missionen, aufgeteilt in vier verschiedene Missionstypen, irgendwann einmal in einem gewissen Grad gleich an, aber das kann man verzeihen. Leider haben die Entwickler dem Titel keine richtige Story spendiert, so reiht sich einfach Mission an Mission an ohne grosse Hintergrundgeschichte.

Pro

  • viel Abwechslung
  • technisch gelungen
  • verschiedene Charakterklassen
  • dynamische Mission
  • hoher Wiederspielwert
  • alle Missionen kooperativ spielbar
  • Online Rangliste
  • viele Wege führen zum Missionsziel
  • anpassbare Ausrüstung
  • cooles Setting
  • spassiges Gameplay

Kontra

  • sterile Texturen
  • manchmal zu schwer und unfair
  • Steuerung zu Beginn gewöhnungsbedürftig
  • kein richtiger Storymodus

Unsere Bewertung

Grafik
 
82 %
Sound
 
78 %
Steuerung
 
82 %
Gameplay
 
84 %
Multiplayer
 
82 %
Spielspaß
 
88 %

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Gründer von insidegames und PSN-Senioren als auch der Inhaber von Xbox-Senioren. Ein leidenschaftlicher Gamerscore- und Trophäen Sammler der vor (kaum) einem Spiel zurückschreckt. Nebenbei ein begeisterter Sport-Junkie und Serien-Liebhaber. Im Forum ist er als Frosch oder auf Google+ unterwegs.

Kommentare

  • Lee sagt:

    Als aller erste Aktion hab ich auf meiner Vita die Unit 13 Demo gezockt. Von den Release-Titeln kann mich bisher nur Little Deviants einigermassen überzeugen (und nein, Uncharted hingegen nicht). Und ich war sofort begeistert. Die Steuerung find ich genial, zumal das Granatenwerfen sehr vereinfacht ist (also warum gewöhnungsbedürftig??). Für mich ein Must-Have, zumal es sowieso sehr wenige (gute) 3rd Person Shooter gibt.

  • Lee sagt:

    PS: Gibt’s bald die ersten Leitfäden zu Vita Trophies? :D Zu Little Deviants wär echt hilfreich…

  • Marcel sagt:

    Der Leitfaden ist in Arbeit :D

  • Hanna sagt:

    Hallo :)
    Könnt ihr mir das Spiel als Geschenk für meinen Freund empfehlen? Er spielt sonst immer mw3, meint ihr das ihm das gefallen würde?

  • Marcel sagt:

    Da dein Freund ja immer MW3 spielt, warum schenkst du im nicht Black Ops: Declassified für Vita?

  • Hanna sagt:

    Ist mir zu teuer :D

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