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Virtua Tennis 4 Xbox 360 im Test

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Veröffentlicht 16. Mai 2011 | 12:57 Uhr von Tim Jung

Letzte Änderung 3. Mai 2015

Der Konkurrenz-Kampf geht weiter. Erst vor kurzem ist das grandiose Tennisspiel Top Spin 4 auf dem Markt erschienen. Nun sendet Sega einen weiteren Titel der beliebten Virtua Tennis Reihe in den Kampf gegen den Entwickler von Top Spin 4, 2K Czech. Doch kann Virtua Tennis 4 sich wirklich gegen Top Spin 4 behaupten? Alles in unserem Test.

 

Virtua Tennis. Endlich erscheint wieder einmal ein neuer Teil der Aufschlagsstarken Tennis-Reihe. Vor allem der dritte Teil konnte positiv überzeugen. Der Nachfolgende Titel, Virtua Tennis 2009, hatte allerdings schon die ersten Schwachstellen. Hoffen wir doch jetzt, dass mit Virtua Tennis 4 wieder ein gutes und reales Tenniserlebnis umgesetzt wurde. Doch es wird richtig schwierig gegen den kürzlich erschienen und fantastischen Titel Top Spin 4 zu bestehen. Denn der Titel von 2K Czech konnte uns voll überzeugen. Dennoch, Virtua Tennis hatte immer wieder ein Ass im Ärmel. Eins können wir allerdings schon zu Beginn des Reviews sagen. Trotz der gleichen Sportart unterscheiden sich die beiden Spiele entscheidend. So stehen bei Top Spin schon seit Beginn immer die Schlagtechniken und ein gutes Stellungsspiel im Vordergrund. Virtua Tennis legte immer wert auf sehr schnelles und fast schon actionreiches Spielgeschehen.  Es sind insgesamt 20 bekannte lizensierte Topstars in Virtua Tennis enthalten.

Verpasster Matchball?

Wie auch beim Top Spin 4 Review schauen wir uns zuerst ein wenig genauer den Karriere-Modus an. Selbstverständlich könnt ihr auch hier einen Charakter beliebig anpassen und diesen einkleiden. So kann zum Beispiel die Gesichtsform, Haarlänge und die Körpermaße eingestellt werden. Kurz darauf steigt ihr schon in den großen Tenniszyklus. Ein weiterer Punkt der stets in der Virtua Tennis Reihe gehalten wurde ist der Trainingsmodus. Euer Charakter kann logischerweise auch verbessert werden. In kleinen aber feinen Minispielen könnt ihr zum Beispiel bestimmte Schlagvarianten aufbessern. Die Minispiele können vor allem am Anfang noch für Abwechslung und auch Spaß sorgen. Doch im Laufe der Zeit werden diese nur noch eintönig und langweilig. So heißt zum Beispiel ein Minispiel “Tonzielschiessen”. Die Ziele müssen mit verschiedenen Schlägen wie zum Beispiel der Vorhand, getroffen werden. Die ersten Male sicherlich unterhaltsam, doch mit der Zeit eintönig. Sobald ihr euch auf dem Court befindet und der erste Match mit voller Spannung am Laufen ist fällt auch schon etwas Neues auf. Ein neues System wurde ins das Spiel integriert. Mit diesem könnt ihr einen besonders starken und platzierten Schlag ausführen. Oben am Bildschirm ist diese Anzeige zu finden. Durch schöne Ballwechsel und durch den gewonnenen Punkt des Stil eures erstellten Charakters, wie zum Beispiel starke Vorhand oder Rückhand, füllt sich die Leiste auf. Sobald diese nun ganz gefüllt ist könnt ihr entscheiden wann ihr euren starken Schlag ausführen wollt. Diese Anzeige und das System bringt ein wenig Schwung in das ganze Spiel herein. Dennoch manchmal trübt dies den Spielfluss und wirklich real ist es auch nicht. Vor allem während eines sehr langen Ballwechsels auf einmal einen starken Schlag ausführen, da muss der Spieler schon sehr viel Ausdauer besitzen. Aber genau dies sind wir uns doch an Virtua Tennis gewohnt. Schnelles Gameplay mit actionreichen Punkten. Nach einem Turnier verbessert ihr, je nachdem wie gut ihr abgeschnitten habt, euren Charakter. Mit diesem reist ihr auch quer durch die Weltkarte an verschiedene Veranstaltungen. Durch verdienen von Sternen könnt ihr immer mehr an großen Turnieren teilnehmen. Des Weiteren wurde eine sehr interessante Sache in den Karriere-Modus integriert. So müsst ihr bei den vielen Events, Turnieren und Trainings stets eure Kondition im Auge behalten. Durch verschiedene “Attraktionen” könnt ihr euch auch wieder auffrischen, zum Beispiel bei einer Erholungs-Therapie. Falls ihr euch auch überanstrengt, kann sich euer Charakter verletzen. Diese Sache gefällt uns, denn dies verleiht dem Karriere-Modus noch ein wenig mehr Spannung. Im Ganzen ist der Karriere-Modus unterhaltsam und interessant. Jedoch nicht auf die Länge. An den grandiosen Karriere-Modus von Top Spin 4 kommt Virtua Tennis 4 leider nicht heran.

Grafik, Gameplay und Steuerung

Auch die Grafik kann leider nicht überzeugen. Es wurde mehr Wert auf die Gesichter der Spieler gelegt als auf das Umfeld wie zum Beispiel das Stadion. Die Gesichtszüge der Spieler und die Bewegungen von diesen wurden größtenteils gut von den originalen Spielern kopiert. Doch wenn ein Spieler zu schwitzen anfängt, sieht dies nicht wirklich überzeugend aus. Die Stadien wirken etwas zu “grob”. Es wurde eindeutig weniger Wert auf kleinere Details gelegt als in Top Spin 4. Demnach muss auch hier Virtua Tennis 4 gegenüber dem Konkurrenten den Kürzeren ziehen. Nur die Spielgesichter und die Animationen dieser können größerenteils noch überzeugen. Somit ist auch die Atmosphäre während des Spiels durchaus spannend. “Besser mit Kinect” steht auf der Verpackung. Really? Nicht wirklich. Die Kinect-Steuerung funktioniert beinahe überhaupt nicht. Sie ist vor allem sehr ungenau. Die Erkennung der Schläge wird entweder viel zu spät umgesetzt, oder gar nicht ausgeführt. Mit dem Controller seid ihr hier eindeutig besser bedient. Sie ist gegenüber Top Spin 4 auch einfacher gehalten. Im Übungsmodus könnt ihr diese Steuerung ein wenig genauer erlernen. Bei der Controller-Steuerung hat Sega alles richtig gemacht. Wie schon oben erwähnt ist das Gameplay, wie bekannt bei Virtua Tennis, auch dieses Mal schnell gehalten. Leider wurde zum Beispiel nicht Wert darauf gelegt wie lange der Spieler auf einen Schlag-Knopf drückt. Die stärke des Schlages kann nicht bestimmt werden. So gesehen steht nur die richtige Beinstellung des Spielers im Vordergrund. Sobald ihr also die passende Beinstellung habt, schlägt der Spieler auch härter, genauer zu. Soundmässig kann Virtua Tennis leider auch nicht überzeugen. Die Schritte der Spieler wirken so wie “hohl” und nerven mit der Zeit. Das Publikum passt sich der Situation auf dem Court an und klatscht logischerweise bei einem schönen Ballwechsel. Aber auch hier ist alles ein wenig “unfertig”. Es wirkt fast ein wenig so, dass Sega so schnell wir möglich ein Tennisspiel nach Top Spin 4 rausbringen wollte. Hingegen beim Online-Modus macht Virtua Tennis wieder fast alles richtig. Es können Partien mit nahezu keinen Verbindungsproblemen bestritten werden. Hier kann Virtua Tennis 4 sogar gegenüber Top Spin 4 ein wenig mehr Erfolg schöpfen. So kommen auch Emotionen in diesem vor. Ihr könnt eurem Gegner bei einem schönen Ballwechsel Anerkennung zollen. Bei einem Fehler von euch könnt ihr per Knopfdruck euch ärgern, oder natürlich bei einem Punktgewinn könnt ihr euch freuen. Des Weiteren ist eine sehr interessante Neuerung im Online-Modus die Überbrückung der Ladezeiten. Falls ihr noch auf euren Gegner warten müsst, dürft ihr ein paar Bälle mit der KI spielen. So könnt ihr euch auf das bevorstehende Spiel vorbereiten.

Unser Fazit

60 %

Virtua Tennis 4 zieht gegenüber Top Spin 4 den Kürzeren. Der Karriere-Modus kann zwar etwas Luft verschaffen und für Unterhaltung sorgen, jedoch nicht für lange Zeit. Die Matches verleihen leider nicht die benötigte Spannung, so wie wir es bei Top Spin 4 eindrücklich erlebt haben. Die Minispiele sind am Anfang noch lustig und sorgen für spaßige Trainingseinheiten, doch auch hier sind diese auf Dauer nicht überzeugend. Allerdings gibt es sehr viele verschiedene Veranstaltungen in der Karriere, die ihr mit euerm erstellten Spieler besuchen könnt. Durch das Verbessern des Spielers könnt ihr euch immer mehr für größere Turniere qualifizieren. Jedoch gibt es ein sehr großer negativer Punkt in der Karriere. Es gibt kein Tie-Break im Entscheidungssatz. Bitte? Genau ein Tie-Break verleiht dem Spiel noch mehr an Spannung. Auch die Gegner wirken "eintönig“. Das Gameplay ändert sich leider viel zu selten. Dennoch gibt es auch positive Punkte im Karriere-Modus. So muss der Spieler stets auf die Kondition und Ausdauer Acht geben. Erholung spielt hier eine wichtige Rolle. Durch Überanstrengung kann sich euer Spieler auch einmal verletzen. Somit könnt ihr nicht einfach von einem Turnier zu einem anderen reisen. Im Ganzen kann der Karriere-Modus vor allem für kurze Zeit überzeugen. Aber auf Dauer leider nicht. Die Kinect-Steuerung funktioniert leider überhaupt nicht. Sie ist ungenau, die Schläge werden entweder nicht richtig erkannt oder gar nicht ausgeführt. Unbrauchbar können wir nicht sagen, denn auch wenn die Kinect-Steuerung nicht gut erkannt wird bewegt ihr euch wenigstens vor dem Bildschirm. Die Controller-Steuerung funktioniert gut und ist einfach zu beherrschen. Ihr werdet auch mit dieser vertraut gemacht. Grafisch wirkt alles leider auch nicht sehr überzeugend. Wert wurde vor allem auf die Gesichter der Spieler gelegt. Diese sehen gut aus und die Bewegungen wurden gut angepasst. Auch die Animationen dieser passen gut. Doch die Stadien und die Details wirken etwas zu grob und leider nicht so schön umgesetzt wie in Top Spin 4. Atmosphäre kommt dennoch auf, vor allem bei einem schönen Ballwechsel. Der Sound ist leider nervig, vor allem die Schritte der Spieler. Der Online-Modus hingegen ist super. Verbindungsabbrüche sind hier sehr selten und ihr könnt verschiedene Emotionen der Spieler per Knopfdruck ausführen. Die Wartezeiten können durch Einspielen mit der KI überbrückt werden. Im Ganzen ist Virtua Tennis 4 leider nicht das Nummer 1 Tennisspiel. Gegenüber Top Spin 4 zieht es eindeutig den Kürzeren. Wer allerdings auf schnelles, actionreiches Gameplay steht, über den Sound hinweggesehen kann, darf hier zugreifen. Alles zusammen ein solides Tennisspiel.

Pro

  • Tennis
  • unterhaltsamer Karrieremodus...
  • 20 lizensierte Spieler
  • gute Animationen der Spieler
  • "Powershot-System"
  • toller Online-Modus
  • gute Controller-Steuerung
  • Übungsmodus
  • Schiedsrichter-Sound gut
  • Grafik meistens in Ordnung

Kontra

  • Minispiele langweilig mit der Zeit
  • ...der jedoch mit der Zeit eintönig wird
  • Grafik teilweise etwas zu Grob (Stadien, Details)
  • Kinect-Steuerung schwach
  • nerviger Sound (Schritte der Spieler, Schlaggeräusche)
  • Schweiß-Darstellung fragwürdig
  • wenig Taktik gefordert

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
50 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
90 %
Spielspaß
 
70 %

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