insidegames

The Walking Dead: Season 2 – Episode 2 ” A House Divided” PS Vita Test / Review

Direkt zum Fazit springen

Veröffentlicht 13. Mai 2014 | 14:38 Uhr von T_Knightingale

The-Walking-Dead-Season-Two

Die erste Episode der zweiten Staffel präsentierte sich über weite Strecken ungewohnt schwachbrüstig und näherte sich erst zum Ende dem Niveau der Vorgänger-Staffel. Kann die zweite Episode – “A House Divided” an diese Leistung anknüpfen.

Neue Freunde, neue Feinde

Bereits die Vorschau auf die zweite Episode deutete an, dass diese sich deutlich spannender gestalten könnte und tatsächlich beginnt “A House Divided” deutlich vielversprechender. Nach dem etwas langatmigen Überlebens-Trip alleine schließt sich Clementine vorerst einer neuen Gruppe Überlebender an, obwohl zwischen Clementine und der Gruppe durchaus ein beiderseitiges Misstrauen herrscht und ein dunkles Geheimnis die scheinbare Idylle bedroht.

Die neue Gemeinsamkeit eröffnet eine neue Bühne, auf der sich endlich wieder die großen Stärken der Serie präsentieren dürfen. Zwar wird auch diese Episode ein paar Mal zu oft von Quicktime-Sequenzen heimgesucht, aber insgesamt steht vor allem wieder die Interaktion mit den unterschiedlichen Charakteren im Vordergrund, so dass die Erkundungs- und Rätsel-Elemente diesmal mehr wie eine Auflockerung als wie ein Mittel zur Streckung der Spielzeit wirken.

waking-dead-s02-e02-screenshot-2

Feindseligkeit, Misstrauen, Hoffnung

Schaffte die erste Staffel von The Walking Dead trotz all der Bedrohungen, Probleme und Krisen noch ein gewisses Gefühl, dass die Gruppe rund um Lee und Clementine so etwas wie ein Familie darstellte, so bringt die neue Staffel einen ganz anderen Ton ins Spiel. Clementine ist fast von Beginn der zweiten Staffel an auf sich allein gestellt und dieses Gefühl verlässt einen auch in Episode 2 nie gänzlich. Das Zusammenleben mit der neuen Gruppe Überlebender ist deutlich stärker von einer permanenten Atmosphäre des gegenseitigen Abtastens gepaart mit einer ordentlichen Prise Misstrauen oder gar Feindseligkeit geprägt.

War Clementine in Lees Gruppe noch der Mittelpunkt, um den sich alle gekümmert haben, so ist hier vielmehr eine Außenseiterin, die eher ungewollt Teil einer etablierten Gruppe wird. Und dieses Gefühl bringen die Entwickler von Telltale Games hervorragend rüber. Nicht nur agieren und reagieren die Mitglieder der Gruppe entsprechend, es werden dem Spieler in den Dialogen auch genug Möglichkeiten geboten, Clementines Charakter der neuen Situation anzupassen. Die neue erwachsene Clementine weiß, geprägt durch die ihre Erfahrungen, geschickt mit ihren Rollen als naives kleines Mädchen und toughe Aufwachsende zu spielen und auch als Spieler bekommt man genug Einflussmöglichkeiten, um Clementine als den Charakter erscheinen zu lassen, den man für den passenden hält. Der enorme Entwicklungssprung in ihrer Persönlichkeit wirkt zwar hier und da immer noch ein wenig zu groß, aber insgesamt gelingt es den Autoren, Clementine als einen glaubwürdigeren Charakter erscheinen zu lassen als noch in Episode 1.

waking-dead-s02-e02-screenshot-3

Nie rasten, nie ruhen

Ebenso wie die Gruppe, die sich bereits nach kurzer Zeit einer Situation gegenüber sieht, die sie zwingt weiterzuziehen, findet sich auch der Spieler in einer Spielumgebung wieder, die ihn dazu zwingt, nie zu rasten oder zu ruhen. Die teilweise sehr undurchschaubaren Motivationen der Charaktere und die gewisse Distanz, die zwischen Clementine und der Gruppe herrscht, führen dazu, dass man die anderen Charaktere permanent taxiert, jede einzelne Äußerung genau analysiert und nie unaufmerksam wird, um die Dynamik der Gruppe zu verstehen und die einzelnen Charaktere einzuordnen. Viel mehr noch als in der ersten Staffel entsteht eine Atmosphäre der Paranoia, die einen regelmäßig erschauern und befürchten lässt, das sprichwörtliche Messer in dem Rücken gerammt zu bekommen, weil sich dadurch jemand erhofft, einen Vorteil verschaffen zu können.

Dieses Gefühl wird vor allem in den Abschluss-Kapiteln noch einmal mehr befeuert, in denen die Dramatik einen neuen Höhepunkt erreicht. Selbst das Wiedersehen alter Bekannter (u.a. nimmt die Zusatzepisode “400 Days” endlich Einfluss auf Staffel 2) führt ob der Veränderungen eher zu einem eiskalten Schauer auf dem Rücken, denn zu einem wohligen Gefühl von Vertrautheit.

Unser Fazit

88 %

Mit "A House Divided" hat die Serie endlich wieder zu dem Geist zurückgefunden, der der ersten Staffel innegewohnt hat. Dramatische Ereignisse, schockierende Erkenntnisse und die durchdachte Interaktion zwischen den Charakteren prägen diese Episode und zeichnen ein detailliertes Bild einer Gesellschaft am Abgrund. Verzweiflung und Hoffnung liegen hier genauso nahe beieinander wie Feindschaft und Freundschaft sowie Paranoia und Vertrauen. "A House Divided" ist ein sehr gelungener Auftakt für kommende Episoden und macht Hoffnung auf mehr.

Pro

  • + Hybrid-Steuerung
  • + Ansprechender Grafikstil
  • + Gute Synchronisation
  • + Intensive Story
  • + Interessante Charaktere

Kontra

  • - Synchronisation und Untertitel nur auf Englisch
  • - Zu viele Quicktime-Sequenzen
  • - Lange Ladezeiten und gelegentliche Ruckler

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
90 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
70 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
90 %

- ANZEIGE -


Tags:

Weitere News und Spiele zum Thema

Thommysoft ist auf Xbox-Senioren.com sowie im Schwestern-Forum PSN-Senioren.com ein Moderator und hilft mit viel Engagement den Usern bei PlayStation-Problemen weiter. Ab und an verfasst er für insidegames einen Test.

Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

Erfolge Trophy Leitfaden Keyword-Wolke:


  • the walking dead staffel 2 ps vita test

  • the walking dead xbox 360 lange ladezeit

  • the walking dead season 2 psvita test

  • ladezeiten the walking dead season 2

  • the walking dead staffel 2 psvita test


- ANZEIGE -


*