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Watch Dogs 2 – Menschliche Bedingungen DLC Test / Review

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Veröffentlicht 14. März 2017 | 17:45 Uhr von Sandra

Watch-Dogs-2-Menschliche Bedingungen-Artwork

Als Watch Dogs 2 im November 2016 für PC, Playstation 4 und Xbox One veröffentlicht wurde, hielt sich die Begeisterung, trotz der gemeinhin recht guten Bewertungen, eher in Grenzen. Auch die Verkäufe blieben, vor allem im direkten Vergleich mit dem Vorgänger, hinter den Erwartungen zurück. Eigentlich unverständlich, bietet Ubisoft mit Watch Dogs 2 eine mehr als nur grundsolide Fortsetzung, die das Open-World-Thema in Kombination mit dem für sicher viele leidigen Thema (Computer)Hacking durchaus spaßig verpackt hat. Und das setzt Ubisoft auch mit der zweiten Season Pass-Erweiterung „Menschliche Bedingungen“ (Engl.: Human Conditions) fort. Der DLC ist aktuell erst einmal nur für Playstation 4-Spieler verfügbar ist, in wenigen Tagen dann aber auch auf Xbox One-Spieler.

Habt ihr Watch Dogs 2 komplettiert, habt ihr beim Starten des DLCs „Menschliche Bedingungen“ Zugriff auf alle Inhalte, die aus drei neuen Missionen sowie einer Koop-Mission bestehen. Die erste Mission ist „Automata“, in der es darum geht, dass Nudle – die mehr oder weniger gewollt lustige Suchmaschinen-Analogie, ein selbstfahrendes Auto geschaffen hat, welches an die Biometrie der Menschen gebunden ist. Verrückt wird das Ganze allerdings dann, als die Hacker herausfinden, dass das Auto den Menschen so etwas wie „Lebenspunkte“, ermittelt aus unter anderen Rasse, Geschlecht, beruflicher Stand und diversen sozialen Faktoren, zuweist. Mit diesen entscheidet das Fahrzeug, ob der jeweilige Mensch es wert ist bei einem Unfall zu überleben – oder eben eher weniger.

watch-dogs-2_dlc_biometricheist_screen

Ein durchaus interessanter Anreiz, zumindest einmal in der Theorie darüber zu philosophieren und auch als Thema für ein Spiel (ggf. auch Film) eine reizvolle Idee. Leider versäumt „Menschliche Bedingungen“ mit den Für und Wider dieser Thematik im wahrsten Sinn des Wortes zu spielen und reduziert den Grundgedanken schlicht auf „böse“. Fertig. Spielerisch bewegt ihr euch im Stile des Hauptspiels weiter. Dringt in fremde Häuser ein, hackt euch in jegliche elektronische Geräte und beschafft Informationen. Sozusagen „business as usual“. Der eigentliche Clou und der, wenn man so will, wirkliche Spaß der „Automata“ Mission, offenbart sich ohnehin erst, wenn es an den Abschluss selbiger geht und ihr eingehender Bekanntschaft mit dem Nudle-Selbstfahrauto macht.

In Mission Nummer zwei, „Bad Medicine“, werdet ihr mit russischen Hackern konfrontiert, die ein Krankenhaus elektronisch unter ihre Kontrolle gebracht haben. Eure Aufgaben sind, bis auf das Kapern einer Drohne und dem kurzen Platforming-Element, einmal mehr Watch Dogs 2-typisch. Und während die Geschichte an sich zum Vernachlässigen ist, sorgt immerhin das Wiedersehen mit Jordi aus dem Watch Dogs Erstling für erheiternde und ein Stück weit abwechslungsreiche Stimmung. Denn Jordi ist nach wie vor einfach anders… durchgeknallt, vulgär, grob und gemein. Das wiederum verpasst der „Bad Medicine“ Mission immerhin das nötige Etwas!

watch-dogs-2_dlc_jordiandmarcus_screen

Auch in der dritten Mission, „Caustic Progress“ gibt es ein Wiedersehen mit einer bereits bekannte Figur: Hackerrivalen Lenni. Aber dieses Mal arbeitet sie nicht gegen sondern mit euch. Sie informiert euch darüber, dass eine scheinbar ärztliche Einrichtung Obdachlose verschleppt und Nanotech-Experimente veranstaltet. Leider gilt auch für „Caustic Progress“, dass die Geschichte eigentlich keine ist, aber immerhin sorgt Lenni zusammen mit Josh für so etwas wie nötige Tiefe. Der Rest ist Obligatorisch und vergleichsweise auch schnell abgehandelt.

Erwähnen wollen wir an der Stelle natürlich auch die „Off the Hook“ Koop-Mission, die nichts anderes bietet, als was ihr auch schon aus dem Watch Dogs 2 Hauptspiel kennt: Eine nicht weiter erwähnenswerte Story und während deren Verlauf müsst ihr ein paar wenig fordernde Aufgaben erledigen, bei denen nicht einmal euer kompletter Skill-Satz zum Einsatz kommt. Am Ende des Tages kommen aber immerhin Trophäen- und Erfolgejäger insofern auf ihre Kosten, als dass ihr gesamt vier neue Errungenschaften (4x Silber-Trophäen bzw. 170 Gamerscore) erspielen könnt.

watch-dogs-2_dlc_elitecoop_screen

 

Unser Fazit

79 %

„Menschliche Bedingungen“ ist, simple formuliert, ok – Punkt. Es sind am Ende drei Missionen und eine Koop-Mission, die sich weniger wie eine Erweiterung denn mehr wie einfache Watch Dogs 2 Nebenmissionen angefühlt haben. Das ist keinesfalls was Schlechtes, zumal Watch Dogs 2 selbst einige durchaus, sagen wir, gehaltvolle Haupt- als auch Nebenmissionen zu bieten hat. Unterm Strich aber ist der „Menschliche Bedingungen“-DLC inhaltlich und im Ganzen betrachtet eine zu klein geratene Packung, die man haben und spielen kann – aber eben nicht muss.

Pro

  • + Missionen machen generell Spaß zu spielen
  • + Jordi ist zurück und Lenni entwickelt sich weiter
  • + interessante Story-Ansätze

Kontra

  • - Storys ohne Tiefe, die, trotz Ansatz ins Leere laufen
  • - inhaltlich gesamt etwas schwach auf der Brust
  • - wenig fordernde Aufgaben in der Koop-Mission

Unsere Bewertung

Grafik
 
87 %
Sound
 
83 %
Steuerung
 
82 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
72 %
Spielspaß
 
78 %

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