Whip, Kick, BOOM! Bulletstorm Review - insidegames

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Whip, Kick, BOOM! Bulletstorm Review

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Veröffentlicht 25. Februar 2011 | 20:08 Uhr von Keysjore

Letzte Änderung 3. Mai 2015

Bulletstorm Header C

Das Bulletstorm nicht mit einer preisverdächtigen Story auftrumpfen wird konnten sich viele bereits im Vorfeld denken. Die Wahrheit sieht aber doch etwas anders aus. Bulletstorm Protagonist Grayson Hunt, der als ehemaliger Soldat einer Spezialeinheit namens “Dead Echos” unter der Leitung von General Sarrano gedient hat, durchblickt in einer Mission mit seinem Team die wahren Machenschaften des Generals. Er und seine Einheit wurde als privates Auftragsmord-Kommando gegen Unschuldige von Sarrano missbraucht und befindet sich seitdem wegen Verrat auf der Flucht. Nach einer Hetzjagd gegen feindliche Soldaten und Kopfgeldjäger treffen sie rein zufällig auf das Schlachtschiff von Sarrano und nutzen die günstige Gelegenheit das Feuer zu eröffnen, leider mit unerwarteten Konsequenzen. Der  Kreuzer unserer Crew stürzt bei dem voreiligen Angriff mit ab und landet auf dem ehemaligen Urlaubsplaneten Not. Eure Aufgabe ist es jetzt Sarrano zu finden und diesen gottverdammten Planeten zu entkommen. An eurer Seite habt ihr Cyborg Kollege Ishi. Später begegnen wir noch dem vorlauten Kampfbabe Trishka, das alles andere als hilflos ist.

YEEEHHAAA! Let’s ROCK!

Zugegeben die alte Rachestory lockt niemanden mehr hinter dem Ofen hervor, aber dennoch hat Bulletstorm ein erstaunlich frisches Auftreten. Die Charaktere wirken auf ihre klischeehafte Art glaubwürdig und ungekünstelt. Jeder Charakter weist ein ungewöhnliche Tiefe auf und alle haben mit irgendwelche Problemen aus der Vergangenheit zu kämpfen. Die kleinen Wendungen in der Story und der rockige Aufbau des Spielablaufs werten den Inhalt weiter auf. Ein weiterer großer Pluspunkt für den Charakter und Storyverlauf sind die knackigen Dialoge mit den kreativesten Formen des Fluchens, die ich je in einem Videospiel erlebt habe. Vielleicht sogar die ich überhaupt je erlebt habe! Dauernd wird ein neuer Spruch rausgedonnert, der einem zum Lachen bringt, selbst vor der zierlichen Trishka wird mit der Macho-Mache kein Halt gemacht. Bulletstorm trifft also voll ins Schwarz mit dem Storyaufbau, denn genau das ist der Sinn des Ego-Shooters! Weg von aufgesetzten großen cineastischen Blockbuster-Storys. Back to the Roots, man merkt das Entwicklerteam People Can Fly viel von ihrem Wissen aus Painkiller mitgenommen hat . Bulletstorm spielt sich endlich mal wieder wie ein richtiger Ego-Shooter.

Whip, Kick, BOOM! Das Skillshot System

Der innovative Dreh- und Angelpunkt von Bulletstorm ist das sogenannte Skillshot-System. Was ist das? Skillshots ist die Kunst des Tötens, ein System das den Spieler zwingt umzudenken. Denn anders wie in den meisten Shootern wird man in Bulletstorm nicht weit kommen mit Headshots und normalen Abschüssen. Jede Waffe bietet ein Maß an Funktionen an, mit denen man seinem Feind zur Strecke bringen kann. Doch nicht nur die Waffen werden mit ihren unterschiedlichen Upgrades und Funktionen in das System eingebaut, die gesamte Umgebung fließt mit ein. Fässer, Kakteen, reißende Schluchten, unter Strom stehende Objekte, Feuer und vieles weitere. Aus fast jedem Spielelement kann man einen Skillshot zaubern, was auch zwingend notwendig ist beim Vorrankommen des Spiels. Punkte bewegen das Spiel, je kreativer ihr euren Gegner zerlegt um so mehr Punkte bekommt ihr. Je mehr Punkte man sammelt, desto mehr Waffenupgrades können gekauft werden, wodurch wiederum ganz neue Möglichkeiten im Skillshot-System auf euch warten! Punkte sind also der Motor des Spiels.

Die Sicht täuscht

Das Erste was einem an der Optik von Bulletstorm in’s Auge sticht, sind die gigantischen Level, die mit einer scheinbar endlosen Weitsicht daher kommen. Die schönen Landschaften, die Farbvielfallt und die Hintergrundanimationen vermitteln ein Gefühl von Freie, die leider im Spiel selbst wenig zu finden ist. Der Aufbau der Level ist sehr Linear und Bewegungsfreiheit oder Erkundungsmöglichkeiten sucht man vergebens, jeder Schritt und jeder Weg ist vorgeschrieben. Das schadet dem Spielablauf zwar nicht, aber nimmt dem Spiel die Möglichkeit bei einem zweiten Durchgang, z.B. auf einem anderer Schwierigkeitsgrad die Bewegungs- und Handlungsmöglichkeiten zu ändern. Bulletstorm läuft über die Unreal Engine 3, die ihre Arbeit größtenteils sehr gut macht. Der typische Unreal-Look ist zwar noch stark erkennbar, doch dafür bekommt man teils gigantische Bossfights und einen Ansturm an Gegnermassen erleben, die sich sehen lassen können ohne das die Bildrate in die Tiefe fällt. Grafisch ist das Spiel kein Meilenstein, hat aber seine Höhen und Tiefen und sorgt an einigen Stellen für echtes Staunen.

MMMULTI-PPPLAYER, PLAYER!!!

Neben dem Singleplayer-Modus erwarten den Kugelsturm-Freund auch noch zwei weitere Spielmodi. Der »Echo Mode« besteht aus Levelteilen aus dem Hauptspiel, die man nicht nur möglichst schnell, sondern auch mit so vielen Punkten wie möglich durchqueren muss. Hier werden besonders Highscore-Jäger ihre Freude daran finden. Die andere Variante ist der Multiplayer, der bis jetzt nur aus dem »Anarchie Mode« besteht. Hier gilt es ähnlich wie in dem Horde-Modus von Gears of War 2 verschiedene Gegnerwellen zu meistern. Anders wie in den üblichen Shootern ist die Aufgabe hier nicht sich in Rambo-Manier durch die Massen zu schlachten, sondern mit seinen Teamkollegen mit speziellen Team-Skillshots die Punkteanforderung der Welle zu erreichen.

Die beiden Spielvarianten bietet für eine schnelle Runde zwar einiges an Spielspaß, werden aber auch schnell eintönig. Ob für die Zukunft durch DLCs weiter Mehrspieler-Modi folgen bleibt ab zu warten. Sicher ist aber anhand des ersten angekündigten DLCs, dass die Levelauswahl erhöht wird.

Bulletstorm – Game Guide

Ihr wollt alle Erfolge/Trophäen? Kommt aber einfach nicht weiter? Kein Problem, in unserem Leitfaden zu Bulletstorm findet ihr alle Erfolge/Trophäen. Mit einer umfangreichen Beschreibung, alle Geheimnissen und Auflistungen zu den unterschiedlichen Fundobjekten, sowie den gesamten Skillshots! Reinschauen lohnt sich also. Haltet euch auf dem Laufenden.

Unser Fazit

80 %

Bulletstorm rockt! Endlich mal wieder ein richtiger Ego-Shooter! Für Serious Sam- und Painkiller-Fans dürfte das nach einer großen Durststrecke ein wahres Meer darstellen! Bulletstorm versucht gar nicht erst mit moralischer Übermalung dem Töten einen fadenscheinigen Sinn unterzujubeln und genau das zeichnet diesen großartigen Titel aus. Der hohe Gewaltgrad wird durch die satirische Aufmache, dem bunten Umgebungen und der Deutlichkeit, dass Bulletstorm eben nur ein Spiel ist ohne Bezug zur "realen Welt" stark abgeschwächt. Man könnte fast sagen sie rutscht in den Hintergrund. Die Action, das rockige Design und die gigantischen Möglichkeiten des Skillshot-Systems sorgen für viele Spielstunden. Was mir aber leider aufgefallen ist, dass sowohl die Xbox 360 Version, als auch die PlayStation 3 Version unter einigen Bugs leiden, die hoffentlich von Epic Games durch einem Patch bereinigt werden. Der Mehrspieler sorgt für einige Stunden Spielspaß besonders bei Full House. Schade nur, dass der Umfang hier etwas kurz getreten ist. Ob in der Zukunft da etwas mehr Langzeitmotivation aufkommen wird durch DLCs bleibt abzuwarten. Bulletstorm spielt zwar nicht in der oberen Liga, wie z.B. die Killzone- oder Call of Duty-Reihe mit, aber wird gerade deswegen zu einer der interessantesten Ego-Shooter des Jahres.

Pro

  • tolle Panoramas
  • sehr detailliert und farbenfrohe Grafik
  • starke Soundeffekte
  • brachiale und düstere Geschichte
  • Trash Movie Style
  • Gegnerverhalten zwingt einem zum umdenken
  • coole Waffenauswahl
  • abwechslungsreiche und ideenreiche Schauplätze
  • viele Todesfallen aller Art
  • viele Skillshots
  • Koop Mehrspieler und Echo-Modus
  • sehr gute Steuerung
  • leichter Spieleinstieg
  • viel derber Humor
  • verrückte Charaktere

Kontra

  • teils matschige Texturen
  • viele Explosionseffekte eher schwach
  • mittelmäßige Deutsche Vertonung
  • einige frustrierende Bugs
  • kein freies Speichern
  • schlecht platziert Checkpoints
  • Linearität im Levelaufbau
  • wenig Umfang im Mehrspieler

Unsere Bewertung

Grafik
 
80 %
Sound
 
80 %
Steuerung
 
90 %
Gameplay
 
90 %
Multiplayer
 
70 %
Spielspaß
 
90 %

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