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Whispering Willows – Test / Review

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Veröffentlicht 11. September 2015 | 22:01 Uhr von Fabrice

Whispering-Willows-Screen

Vor ein paar Jahren waren sie noch etwas ganz Neues, heute sind sie viel präsenter: die so genannten Walking Simulatoren. Gleichzeitig sind klassische Adventures viel seltener geworden. Whispering Willows, ein Kickstarter Projekt das ein wenig mehr als 20’000$ erzielt hat, schlägt die Brücke zwischen den beiden Genres. Auf einigen Plattformen ist es schon seit letztem Jahr verfügbar, doch auf der Xbox One ist es gerade erst erschienen, weshalb wir jetzt auch einen Blick auf diese Version werfen!

Es war einmal…

Von ihrem Vater hat Elena ein magisches Amulett erhalten. Mit dessen Hilfe kann sie als geisterhafte Erscheinung aus ihrem Körper fahren und mit ruhelosen Geistern verstorbener Personen Kontakt aufnehmen. Das ist auch nötig, denn ihr Vater ist verschwunden als dieser seiner Arbeit auf dem ehemaligen Anwesen der Familie Willow nachging. Es liegt an Elena ihn mit der Hilfe ihres Amuletts und den dort spukenden Geistern zu finden.

Auf den ersten Blick könnte man den Eindruck bekommen, es mit einem kindgerechten Märchen zu tun zu haben. Dem ist aber nicht so, denn die Geschichte befasst sich unter Anderem mit Themen wie Alkoholismus und Kindsmord. Whispering Willows ist zwar kein Horrorspiel und enthält Jump Scares, die Story ist aber trotzdem sehr düster und ernst. Auf Grund der kurzen Spielzeit, werden diese Themen jedoch eher oberflächlich betrachtet.

Die Länge selbst ist sowohl positiv als auch negativ. In etwa 3 bis 4 Stunden kann man das ganze Spiel durchspielen. Das bedeutet das es in wenigen kurzen Sessions komplettiert werden kann. Die Story ist kurz und bündig. Spielerisch bleibt es frisch und wird nicht in die Länge gezogen. Für den normalen Preis von 10 Schweizer Franken wird aber auch nicht viel geboten. Ein Wiederspielwert ist nicht vorhanden und kennt man das Spiel bereits, kann es in rund 45 Minuten durchgespielt werden.

whispering-willows-screenshot-01

 

… ein Mädchen das nicht rennen konnte…

Gespielt wird aus einer 2D Perspektive. Man startet in einem dunklen Gewölbe, arbeitet sich durch den Garten, inklusive Heckenlabyrinth, und erreicht schlussendlich das Anwesen selbst. Dabei bewegt man sich in einem viel zu langsamen Tempo durch die brillant gestalteten Umgebungen. Sie sind sehr detailliert, wunderschön gezeichnet und machen das Spiel sehr atmosphärisch.

In diesen Umgebungen müssen sehr simple Rätsel gelöst werden. Oft sind diese schon fast zu simpel. Gegenstände die fürs Vorankommen gebraucht werden, liegen offen herum, müssen nicht kombiniert werden und die Lösung für Rätsel wird meist sehr offensichtlich visuell präsentiert. Regelmäßig muss man auf die Geisterform zurückgreifen, um an unerreichbare Orte zu gelangen, was jedoch auch nicht schwer herauszufinden ist. Ein blauer Schimmer markiert alle Orte und Objekte mit denen als Geist interagiert werden kann. Glücklicherweise gibt es fast permanent Notizen die man einsammeln oder Geister mit denen man sich unterhalten kann. Trotz der oft minimalen Herausforderung, wird man von Anfang bis Ende gut unterhalten.

Wirklich störend ist die fehlende Sprintfunktion in Innenbereichen. Ist man draußen kann man herum rennen wie man will. Sobald irgendein Raum betreten wird, geht das nicht mehr und man ist gezwungen zu laufen. Störend ist außerdem das Fehlen einer Karte. Die Spielwelt selbst ist offen und der Garten dient als Hub für die verschiedenen Bereiche. Es gibt jedoch keinerlei Anzeigen, wo sich welcher Ort befindet. Besonders im Heckenlabyrinth kann das für Frust sorgen.

whispering-willows-screenshot-02

 

Unser Fazit

69 %

Es ist kurz, nie langweilig und kann einen bei Laune halten. Es hinterlässt jedoch keinen bleibenden Eindruck und hat keinen Wiederspielwert. Gerade auf der Xbox One gibt es jedoch kaum Alternativen in diesem Genre und Whispering Willows ist definitiv kein schlechter Vertreter. Wer über die erwähnten Problemchen hinweg sehen kann und mit dem Preis zufrieden ist, wird eine unterhaltsame Zeit haben.

Pro

  • + Gute, düstere Geschichte
  • + Wird nie langweilig
  • + Sehr gute Grafik
  • + Atmosphärischer Stil

Kontra

  • - Sehr kurz mit fehlendem Wiederspielwert
  • - Fehlende Sprintfunktion
  • - Keine Karten oder Ortsanzeigen

Unsere Bewertung

Grafik
 
85 %
Sound
 
72 %
Steuerung
 
60 %
Gameplay
 
66 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
63 %

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Kommentare

  • Marcel sagt:

    Mir hats gefallen aber zweimal durchspielen würde ich es auch nicht wollen.

    Das man nicht Sprinten kann ging mir ordentlich auf den Zeiger

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