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White Knight Chronicles: Origins – Review

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Veröffentlicht 8. Juni 2011 | 19:55 Uhr von Keysjore

Letzte Änderung 29. Februar 2012

WKC Origins - 0003

Frischfleisch auf der Sony PSP wird immer seltener, umso interessanter wirkt jeder Brocken Software für den ausgehungerten Handheld-Besitzer. Mit White Knight Chronicles: Origins könnte endlich wieder ein gelungener Titel für die im Sterben liegende Konsole erscheinen. Zeitgleich mit dem zweiten Teil der Serie für die PlayStation 3, erscheint auch Origins für die PSP. Während White Knight Chronicles 2  auf der PlayStation 3 da anfängt wo das Erstlingswerk endete, beginnt die Geschichte von Origins 10.000 Jahre vor den Ereignissen. Als Entwicklerstudio der PSP-Version tritt allerdings nicht etwa Level 5 auf, die für die beiden Konsolen-Teile verantwortlich sind, sondern Matrix Corp. Schaffen es die Jungs und Mädels von Matrix Corp. das riesige White Kngiths Chronicels Universum auf den kleinen Handheld zu zaubern?

Der Dogmakrieg

Genretypisch beginnt Origins mit einer Flut an Informationen. Die riesigen Textmassen preisen grade zu eine Überspringung an, die man leider vergebens sucht. So kauen wir uns also durch den nicht enden wollenden Textschwall durch, erfahren etwas über unsere Person, welche Seelenfarbe wir haben, die Welt von Origins und schließen uns nebenbei einem Söldnertrupp an, der mit einen Zug durch die Welt reist. Das ist auch zwingend nötig, denn die Fantasy-Welt liegt in einer erbitterten Schlacht: Das machtbesessene Königreich Yshrenian, das über die Kontrolle der Knights verfügt, will mit deren Macht die ganze Welt unterjochen. Nur ein anderes Königreich schafft es sich gegen die unermüdliche Kraft der Yshernian zu wiedersetzten, die Athwani.  Während der Dogma-Krieg im Land tobt, tuckern wir gemütlich mit unserer Söldnerbahn durch exotische Locations, immer auf der Jagd nach Erfahrungspunkte und neuen Herausforderungen. Die Bahn dient als mobile Basis: Geschäfte, Informationen, Aufträge und Söldner, die euch in der Schlacht tapfer beiseite stehen.

Ladezeiten stats Action

Aber genug von Fakten und Hintergrundwissen, WKC: Origins ist schließlich ein Action-RPG. Also auf in die Schlacht! Tja denkste, während bei dem großen Bruder auf der PlayStation 3 , in episch Schlachten schon mal richtig die Post abgehen kann, wartet auf den PSP-Spieler lediglich epische Ladezeiten. Das beginnt von der ersten Minute an, wenn ihr die Kontrolle über euren Helden erlangt. Nach einem dürftigen Prolog, gespickt mit vielen Ladebildschirmen, bekommt ihr eure erste Trainings-Mission. Die Aufgabe lautet, einen dubiosen Kriegeranführer aufzuhalten, der den Zug angreift. Zusammen mit eurem Team findet ihr euch in einer kargen Wüstenlandschaft wieder. Die Missionen sind von Beginn an alle gleich aufgeteilt: Nachdem ihr ein Gebietsabschnitt von schwach designten Kreaturen gesäubert habt, geht es in das nächste nahe zu identisch aussehende Areal über, in dem das Gleiche noch mal in Grün abläuft. Das Gameplay erinnert stark an Genre-Alteisen wie Phantasy Star Universe. Kämpfe mit feindlichen Einheiten laufen nicht über ein rundenbasierendes Aktionsmenü ab, sondern bauen auf einer direkten Konfrontation in Echtzeit auf. Durch eine Aktionsleiste am unteren Bildschirmrand könnt ihr Fähigkeiten und Angriffsarten auswählen, die ihr dann direkt auf die Bösewichte einwirken lassen könnt. Das ganze spielt sich zwar recht flott von der Hand und liefert einen ordentlichen Einstieg für Neulinge, aber lässt die Schlachten auch recht plump verlaufen. Taktisches Geschick wird erst viel später im Spielverlauf verlangt, davor heißt es einfach draufhauen und zwar so schnell wie möglich. Jedes Mal wenn ihr ein Areal von Gegnern gesäubert habt, geht es in ein weiteres hinein, das mit einem lästigen Ladenbildschirm den Spielfluss unterbricht. Ladezeiten schreibt man in Origins groß, während man grafische Details und Effekte klein schreibt. Gerade bei all diesen Ladezeiten hätte man auf etwas mehr Umgebungsdetails, pompösere Monster oder beeindruckendere Zaubereffekte bauen können. Auch in späteren Ortschaften wie etwa eine düstere Stadt oder ein Höhlensystem bleibt optische Abwechslung aus. Das Schlauchsystem der Missionen ödet an und erstickt jede Form von Abwechslung im Keim. Die Story wird gänzlich über Textkästchen und Ingame-Szenen vorangetrieben, cineastische Videosequenzen wie Square und Co. bleiben in Origins aus. Zwar schafft es die Geschichte im späteren Verlauf mit gelungenen erzählerischen Elementen etwas an Farbe zu gewinnen, dennoch bleiben die Hauptcharaktere blass und unpersönlich. Origins schafft es einfach nicht die Bindung und Sympathie aufzubauen, die ein so wuchtiges RPG dringend nötig hat. Ähnlich wie im ersten Teil der PlayStation 3 setzt man hier zu stark auf die Onlinemöglichkeiten und vernachlässigt den Charakteraufbau. Eine Synchronisation gibt es nicht, dafür eine ordentliche Auswahl an Hintergrundmelodien, die sich der Umgebung und Situation gekonnt anpassen.

Unser Fazit

55 %

White Knight Chronicels: Origins ist kein strahlendes Schlusslicht auf der sterbenden Sony PSP. Ein müder Einstieg, blasse Charaktere und eine zu spärliche Story rauben Origins die Motivation. Trotz dass ich mich als ein Fan des ersten Teils auf der PlayStation 3 bekenne, schafft es Origins einfach nicht das gleiche Gefühl einzufangen. Das Gameplay bietet hier und da interessante Ansätze, fängt auch die Grundlagen des großen PlayStation 3-Bruders ein, verschenkt aber Punkte durch die lieblose und schleppende Ausführung. Technisch bleibt Origins in der Mittelklasse, trotz häufiger teils gigantischer Ladezeiten sind schöne Animationen und Zaubereffekte rar. Lediglich die Transformationen und Combo-Angriffe können sich sehen lassen und kitzeln etwas Power aus der PSP. RPG-Fans, die es nach mehr White Knight Chronicels dürstet, sollten gegeben falls zum PS3-Original greifen. Ansonsten mangelt es eben auf der vor RPGs nur so strotzenden PSP nicht an besseren Genrevertretern. Definitiv nur für Hardcore-Fans zu empfehlen!

Pro

  • guter Erzählstil
  • ordentlicher Soundtrack
  • viele unterschiedliche Skills
  • coole Transformationen
  • interessanter Onlinemodus
  • viele Söldnergefährten
  • solider Spielumfang
  • stylische Team-Combo-Angriffe
  • umfangreicher Charaktereditor

Kontra

  • mittelprächtige Grafik
  • keine ordentlichen Zwischensequenzen
  • schleppende Geschichte
  • blasser Hauptcharakter
  • öder Missionsaufbau
  • langweiliges Leveldesign
  • viele nervige Ladezeiten
  • zäher Einstieg
  • teils müdes Monsterdesign
  • hektische Kämpfe

Unsere Bewertung

Grafik
 
60 %
Sound
 
60 %
Steuerung
 
70 %
Gameplay
 
50 %
Multiplayer
 
60 %
Spielspaß
 
45 %

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