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Williams Pinball Classics im Test

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Veröffentlicht 23. Juli 2011 | 15:52 Uhr von Daniel

Letzte Änderung 29. Februar 2012

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Durch den Mainstream der heutzutage von hauptsächlich Shootern gebildet wird, versinken Nischentitel oft im Nichts. Manchmal schaffen sie die ganze Veröffentlichung nicht oder manchmal wird für andere Länder einfach kein Publisher gefunden, der das finanzielle Risiko auf sich nimmt. Ein dafür treffendes Beispiel wäre die Pinball-Simulation Williams Pinball Classics aus dem Hause System 3. In den USA schon längst erschienen bahnte sich das Spiel einen hartnäckigen Weg in die europäischen Regale. Nun dürfen aber auch deutsche Freunde drei Jahre später Hand an die silberne Kugel Hand legen und wie sich die Flipper-Simulation schlägt lest ihr hier bei uns im Test. Münze rein, und los geht’s!

13 in 1

Mit Williams Classics Pinball bekommt der geneigte Pinball-Fan ganze 13 original nachgebaute Automaten der Marke Williams – mit Gottlieb – dem hohen Tier der 80er und 90er-Jahre der Branche. Der Spieler bekommt simplere Maschinen wie Taxi und Gorgar und unglaublich komplexe wie Black Knight oder Medieval Madness sowie der covergebende Tisch Funhouse. Jede bietet ihre eigenen Eigenheiten und stellt unterschiedliche Herausforderungen an den Spieler. Nicht nur von der Reaktion ist hier die Rede. In jedem Level werden für die Punktehatz Aufträge aufgestellt, die man erfüllen muss, um sich extra Credits zu verdienen und den Score zu füttern. Mal muss ein Gast transportiert werden, dann eine Burg zerstört werden – der Spieler ist immer bedient was Challenges betrifft. Nur leider sind bereits alle 13 Tische verfügbar, das dürfte so manchen Liebhaber der freischaltbaren Extras missfallen, denn gerade bei einem solchen arcadigen Spiel mit Retro-Feeling hätte das ganz sicher nicht geschadet.

Willkommen in der Hall of Fame!

Passend atmosphärisch könnt ihr aus der Ich-Perspektive durch die Hall of Fame begeben, den Laden, der im Spiel die Elite der Elite beherbergt wie der Name schon sagt. In den verschiedenen Geschossen befinden sich die Automaten in die ihr schon von Anfang an eine Münze einwerfen könnt. Nun kann sich frei in der Hall of Fame bewegt werden und den Leuten bei ihrem Hobby lauschen oder ihr nehmt an der Williams Challenge teil. Die Williams Challenge besteht aus mehreren Automaten die nacheinander gespielt werden müssen. Um zu bestehen gibt es eine Mindestpunktanzahl die geknackt werden muss um voranzuschreiten. Versagt ihr, verliert ihr eine Münze und dann muss dieselbe Runde wiederholen. Seid ihr zu oft gescheitert, startet ihr bei Null von vorne. Anfänger werden schon beim zweiten Tisch den Controller fluchend in der Ecke legen, denn wo Gorgar noch relativ einfach war, haut einen Taxi fast um, wenn man – wie ich selber – keine Erfahrung hat. Nach einigen Anläufen dennoch klappt es recht rund.

Durch die ständige Steigerung des Schwierigkeitsgrades wird man auch selten demotiviert, wenn man nicht gerade die letzte Münze verspielt hat. Nur was es heißt Castle-Multiball zu erzielen wird der Laie nicht auf Anhieb heraushaben, weshalb es sich lohnt, vor den Challenges die Tische ausgiebig anzuspielen oder man schlägt die Kugel einfach wie wild durch den Automaten, dann sollte das ebenfalls kein Problem sein, ein Wie-Auch-Immer-Ball zu erzielen.

Über Ballphysik und anderen Technikkram

Von der technischen Seite ist Williams Pinball Classics recht solide. Die Tische sind allesamt sehr realgetreu mit Liebe zum Detail nachgebaut und überzeugen mit klassischem Gedudel wie es sich in der Spielhalle nun einmal gehört. Sonst ist die Grafik auch am Durchschnitt, wo die Tische mit sehr viel Sorgfalt gebaut wurden, fehlt es der Innenausstattung der Hall of Fame dann doch an kleinen Details, weitaus tragisch ist das nicht, da das Hauptaugenmerk dann doch auf den Automaten liegt.

Die Physik im Spiel klappt eigentlich relativ gut, nur leider hat man ständig das Gefühl die Kugel sei leicht wie eine Murmel, was in Echt ja nicht so ist. Richtig massiv wirkt sie nicht, aber das bremst das Spielgefühl in keinerlei Hinsicht. Sonst muss noch gesagt werden, dass alles flüssig lauft, was ebenfalls dem ungebremsten Spielgefühl zu Gute kommt. Dazu lässt sich noch die Kamera verschieden positionieren, was es verhindert den Überblick zu verlieren, wenn man im Punktehagel und Sound-Gepiepe überhaupt

Unser Fazit

70 %

Mit Williams Pinball Classics bekommt der Pinball-Freund eine recht große Auswahl an Tischen der Pinball-Ära um die 80er herum. Originalgetreu nachgebaut mit Features und Klängen versprühen sie perfekt den Charme von Spielhallen. Grafisch und steuerungsmäßig macht das Spiel auch technisch einen recht soliden Eindruck. Das Highlight sind aber – besonders für Nostalgie-Fans – die original nachgebauten Williams Tische, die wirklich gelungen sind und mit ihren Herausforderungen einen nicht einfach aufgeben lassen. Der wohl fordernste Aspekt ist die Williams Challenge, auf der auch anscheinend das Hauptaugenmerk des Entwicklerstudios lag. Da der Titel nicht allzu teuer erhältlich ist, ist er eine klare Kaufempfehlung an alle Freunde der silbernen Kugel. Alle anderen werden mit dem Nischentitel keine große Freude haben, wenn sie sich nicht darauf einlassen sich näher mit den Tischen zu befassen.

Pro

  • 13 originalgetreue Pinball-Tische
  • viele, fordernde Aufgaben
  • Williams Challenge echt knifflig
  • flüssiger Spielverlauf
  • verschiedene Kamerapositionen möglich
  • ausfürhrliches, farbiges Handbuch

Kontra

  • knapper Umfang
  • für Einsteiger recht schwer
  • teils unverständliche Herausforderungsbeschreibung
  • Ballphysik nicht optimal
  • Hie und da etwas unübersichtlich

Unsere Bewertung

Grafik
 
70 %
Sound
 
70 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
60 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
30 %

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Mein Name ist Daniel und größtenteils bin ich im Netz mit meinem Gamertag TheLivingVirus tätig, sowie im Forum. Man sieht sich!

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