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World of Final Fantasy – Test / Review

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Veröffentlicht 16. November 2016 | 18:03 Uhr von Ricky

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Fast schon überschattet vom großen Bruder Final Fantasy 15, wurde von Square Enix ein weiterer Ableger der Final Fantasy-Rollenspiel-Serie ins Rennen geschickt. Mit World of Final Fantasy ist ein eher klassisches Final Fantasy-RPG erschienen, welches sich nicht nur durch die rundenbasierten Kämpfe von den neueren Spielen der Reihe abhebt.

Wer glaubt, dass die klassischen Japan-Rollenspiele fast gänzlich vom Markt verschwunden sind, oder kaum noch Fans vorzuweisen haben, ist auf dem Holzweg. Immer wieder tauchen solche Spiele auf, teilweise fast unbemerkt, und erfreuen trotz des vermeintlichen Nischendaseins viele Spieler. Zugegeben, wer mit Bubblehead-artig anmutenden Charakteren oder dem doch sehr eigenen „Japan-Kitsch“-Humor nichts anfangen kann, sollte World of Final Fantasy vor dem Kauf definitiv erst einmal Probespielen. Alle anderen, die vor allem mit J-RPGs und Final Fantasy generell was anfangen können, sollten dem Square Enix Rollenspiel, welches exklusiv für Playstation 4 und Playstation Vita erschienen ist, auf jeden Fall eine Chance geben.

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Ihr schlüpft in World of Final Fantasy in die virtuelle Haut der Zwillinge Reynn und Lann, welche eines Morgens in einer verlassenen Stadt aufwachen und nicht die geringste Ahnung haben, was vor sich geht. Erst als sie von Enna Kros ausgesucht werden bekommen sie zaghafte Hinweise darauf, was vor ihrem Gedächtnisverlust offenbar vorgefallen ist. Einst waren Reynn und Lann sogenannte Miragen-Hüter, welche eine ganze Armee von Miragen befehligt haben, wovon aber nur noch Tama übrig geblieben ist. Um mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren und auch um herauszufinden, warum sie einen Gedächtnisverlust erlitten haben, sollen die Zwillinge über ein magisches Portal nach Grymoire zurückkehren, damit sie in der Heimat der Miragen für Ordnung sorgen können.

Wie man anhand der Einführung in das JRPG sicherlich bereist erahnen kann, liegt das Hauptaugenmerk darauf die vielen verschiedenen Miragen zu bekämpfen und wieder einzufangen. Optisch erinnern viele der niedlichen Miragen an die bekannten Pokemon-Monster und auch das Spielprinzip ist an die Pokemon-Serie angelehnt, was man aber keinesfalls negativ werten sollte. World of Final Fantasy besitzt seinen eigenen Charme und auch seinen ganz eigenen Humor. Die Interaktion mit anderen Charakteren oder die Unterhaltungen der Zwillinge sind immer wieder lustig und man kann sich den einen oder anderen Schmunzler nicht verkneifen. Auch wenn die komplette Vertonung nur in englischer oder japanischer Sprache vorliegt, ist zumindest die englische Sprachausgabe leicht zu verstehen und stellt auch für Ungeübte kein Problem dar. Sämtliche Texte im Spiel, als auch die Untertitel, stehen, sofern benötigt und gewollt, ebenfalls in deutscher Sprache zur Verfügung.

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Neben den vielen Kämpfen gegen die Miragen werdet ihr im Verlauf des Spiels auch immer wieder auf altbekannte Charaktere aus anderen Final Fantasy-Spielen treffen. Vor allem ältere Semester werden beim Anblick von Cloud oder Quistis sicherlich sofort in Erinnerungen schwelgen. Auch die enthaltenen Guardian Forces sind immer wieder für einen Lacher gut … stellt euch dafür beispielsweise einfach mal den guten alten Kaktor als Zugschaffner vor!

Die Kämpfe in World of Final Fantasy sind ausnahmslos dem klassischen Prinzip unterworfen und damit natürlich rundenbasiert. Allerdings könnt ihr zwischen zwei verschiedenen Varianten wählen: Variante Eins stellt im Kampf alle vorhandenen Möglichkeiten zur Verfügung, während die zweite Variante eine vereinfachte Form darstellt, in welcher nur die wichtigsten Aktionen zur Verfügung stehen. Diese Aktionen müssen zuvor einzelnen Tasten zugeordnet werden, sodass die Kämpfe selbst ohne langes rumdrücken absolviert werden können. Da die Zwillinge selbst zu Beginn des Spiels über keine nennenswerten Attacken verfügen, müsst ihr auf die eingefangenen Miragen und deren Fähigkeiten zurückgreifen. Um den Kämpfen eine gute taktische Note zu verpassen, solltet ihr immer wieder mir verschiedenen Kombinationen der Miragen experimentieren. Dabei wird nicht nur einfach einer der Miragen an die Seite eines Zwillings gestellt, sondern diese müssen auf oder unter die Zwillinge sozusagen „gestapelt“ werden. Sobald ein Stapel gebildet wurde, verbinden sich die Stärken und Schwächen der maximal drei Charaktere. Aber Achtung, ihr müsst natürlich genau aufpassen, welche Charaktere miteinander verbunden werden. Es ist nicht nur wichtig eine ausgewogene Mischung der Fähigkeiten zu erhalten, auch auf die Stabilität des Stapels muss geachtet werden, damit dieser im Kampf nicht auseinander bricht. Durch diese taktische Komponente und der Vielzahl an vorhandenen Miragen macht es auch nach vielen Spielstunden immer noch Spaß mit den möglichen Kombinationen zu experimentieren und die Miragen immer stärker werden zu lassen.

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Das Absolvieren der zufallsgenerierten Kämpfe liefert Erfahrungspunkte, welche in den Aufbau der Miragen investiert werden können. Jede Mirage verfügt dabei über ein eigenes Miraboard, mit welchem nicht nur neue Fähigkeiten erlernt, sondern auch Metamorphosen freigeschaltet werden können. Durch die Metamorphosen werden die Miragen nicht nur stärker, sondern erhalten noch zusätzliche Fähigkeiten. Da ihr im Spiel nicht alle Miragen aktiv bei euch haben könnt, steht ein sogenannter Miragen-Tresor zur Verfügung, wo alle nicht aktiven Miragen gelagert werden können.

Optisch ist World of Final Fantasy relativ einfach gehalten, sodass der Unterschied der Playstation 4- zur Playstation Vita-Fassung nicht übermäßig groß ausgefallen ist. Hier und da macht sich ein leichtes Kantenflimmern bemerkbar, was aber nicht als effektiv störender Faktor wahrgenommen wird. Die geradlinigen Welten können durch die verschiedenen Tore immer wieder aufgesucht werden, damit auch stärkere Gegner oder Bosse später bezwungen werden können, sobald die eigenen Charaktere weiter aufgebaut wurden. Leider kann man beim Durchwandern der verschiedenen Gebiete nicht erkennen, ob sich ein Gegner vor einem befindet. Alle Gegner sind unsichtbar, außer den Bossen, welche sich in Bann-Kreisen aufhalten. Gespeichert werden kann immer wieder an den Speicherkristallen, welche gut in den verschiedenen Abschnitten verteilt sind. Wer den Städte konstant Besuche abstattet, wird immer wieder einige Nebenaufgaben von NPCs erhalten, für welche ihr meistens verschiedene Gegenstände aufspüren müsst. Das Besondere dabei ist allerdings, dass ihr nicht zum Questgeber zurückkehren müsst, sondern sofort nach dem Erledigen die Nebenaufgabe abgeben könnt und folglich die Belohnung erhaltet.

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Unser Fazit

82 %

Auch wenn die Story sehr simpel gestrickt ist und man keine tiefgreifenden bis ins Detail ausgefeilten Charaktere erwarten darf, macht World of Final Fantasy schlicht und einfach Spaß. Das J-RPG nimmt sich niemals ernst und möchte vor allem mit viel Humor punkten. Der Schwierigkeitsgrad ist zu jeder Zeit fair gehalten und das taktische Experimentieren mit den Miragen weiß auch nach vielen Spielstunden stets zu begeistern. Wir empfehlen sich nicht von der grundlegend einfachen aber dennoch gelungenen kunterbunten Welt abschrecken zu lassen und World of Final Fantasy eine Chance zu geben, einfach schon des Spielspaßes wegen.

Pro

  • + ordentlicher Spielumfang
  • + viel Humor
  • + Gastauftritte älterer FF-Charaktere
  • + motivierendes Sammelsystem der Miragen
  • + taktische Möglichkeiten der Kämpfe
  • + gute englische Sprachausgabe

Kontra

  • - zu lineare Schlauchlevel
  • - leblose Umgebungen
  • - statische Kamera
  • - wenig Abwechslung abseits der Kämpfe

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
80 %
Gameplay
 
79 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
82 %

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