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WRC 2 – FIA World Rally Championship im Test

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Veröffentlicht 7. November 2011 | 19:01 Uhr von Fabian Mäder

Letzte Änderung 2. Januar 2012

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Nach dem Erscheinen des dritten Teils der DiRT-Serie, ist nun auch der neue Ableger des offiziellen Rally-Spiels, WRC 2 erschienen. Der erste Teil konnte leider nicht wirklich überzeugen und hatte im Vergleich zur Konkurrenz die Nase in sämtlichen Bereichen hinten. Ob die Entwickler daraus etwas gelernt haben und den neuen Teil einer intensiven Überarbeitung unterzogen haben, erfahrt ihr in unserem Testbericht zum Spiel.

Schon das Intro lässt zweifeln!

Schon beim Intro werden sich viele Spieler die Frage stellen, ob sie da zum richtigen Spiel gegriffen haben. Denn leider hinterlässt dieses bereits einen relativ faden Beigeschmack, da einem schon dort blasse Farben, ein schlechter Kontrast sowie Musik zum Davonrennen erwartet. Wer nun das Spiel nicht gleich wieder aus seiner Konsole nimmt, landet im ersten Menü, wo es darum geht, die grundlegenden Einstellungen festzulegen. Entscheidet, ob ihr Fahrhilfen wie Auto-Bremse, Stabilitätskontrolle etc. braucht, stellt die Schaltung nach euren Wünschen ein, stellt die Schäden auf Real oder lasst sie auf leicht, wählt den Schwierigkeitsgrad der Gegner usw. Seid ihr damit durch, landet ihr im Hauptmenü, welches euch diverse Untermenüs offenbart. Neben dem Karriere-Modus, welcher hier „The Road to the WRC“ heisst, findet ihr dort auch die Spielmodi Einzelspieler, Hot Seat, Xbox Live sowie die „WRC Rally School“, welche einem Tutorial gleichkommt. Neben diesen Spielmodi gibt es natürlich auch ein Menü für die diversen Optionen sowie „Mein WRC“, wo ihr eure Fotos und Statistiken findet.

Überstunden im Dschungel der Menüs

Bevor ihr eure Karriere startet, würde ich empfehlen, dass ihr erst mal ein paar Lektionen in der „WRC Rally School“ absolviert, um euch in die Materie einzuarbeiten und die diversen Tricke und Kniffe sowie Begriffe zu lernen. Danach könnt ihr mit der eigentlichen Karriere beginnen.

The Road to the WRC, wie der Modus hier heisst, ist eigentlich der klassische Karriere-Modus eines Rennspiels. Ihr fangt ganz unten an, arbeitet euch langsam hoch, erweitert euer Team und erklimmt bestenfalls zum Schluss die Spitze. Doch bevor ihr euch damit beschäftigt, erwartet euch erst mal der Beginn der Karriere. Das heisst, ihr gebt eurem Fahrer einen Namen, eine Nationalität sowie ein Geschlecht. Habt ihr diese Faktoren zugewiesen, startet automatisch ein erstes Rennen in einem vorgegebenen Auto. Gleich danach erwartet euch ein Menü, in dem ihr euren Beifahrer konfiguriert, sprich auch ihm Nationalität etc. zuweist. Habt ihr das alles erledigt, landet ihr endlich zum ersten Mal im Hauptmenü des Karriere-Modus. Nun könnt ihr euch ein erstes Auto kaufen gehen und die erste Veranstaltung über den Kalender absolvieren. Nun absolviert ihr im Laufe eurer Karriere diverseste Rennen und schaltet somit neue Autos, Lackierungen, Updates usw. frei. Halt so, wie man es von den meisten Rennspielen gewöhnt ist. Ihr werdet jedoch schnell merken, dass WRC 2 einen doch beträchtlichen Unterschied bietet, welcher leider eher negativ ins Gewicht fällt. Denn leider ist es so, dass das Spiel so aufgebaut ist, dass ihr viel mehr Zeit in den Menüs verbringt, als auf der Strecke selbst. Denn fast nach jedem kurzen Rennen müsst ihr wieder Mitarbeiter managen, Weiterentwicklungen vorantreiben usw., und das teilweise für jedes Auto in eurem Fuhrpark. Mich hat das nach relativ kurzer Zeit bereits sehr gestört. Ansonsten jedoch bietet der Modus in etwas das, was man erwartet. Nicht mehr, aber auch nicht weniger…

Neben dem Karriere-Modus gibt es noch die Möglichkeit des normalen „Einzelspieler-Modus“. Doch dieser ist eigentlich auch nicht mehr, als die verschiedenen Rennen der Karriere zusammengefasst. Ihr habt dort die Möglichkeit, einzelne Etappen zu fahren, ganze Rallyes oder ganze Meisterschaften.

Damit hätten wir das Thema Einzelspieler bereits durch und kommen zu den Multiplayer-Modi. Da wäre erst mal der „klassische“ Online-Modus. Dort habt ihr die Möglichkeit, euch mit bis zu 16 Mitspielern Renen zu liefern. Fahrt Einzeletappen, ganze Rallyes oder gar eine Meisterschaft. WRC 2 bietet jedoch noch einen Modus, welcher auf den Namen „Hot Seat“ getauft wurde. Hier könnt ihr die identische Strecke mit 2-4 Spielern nacheinander fahren. Somit habt ihr eine gute Möglichkeit, euch mit Freunden an einer Konsole zu messen, ohne dabei mit einem geteilten Bildschirm vorlieb nehmen zu müssen.

Wählt selbst

In den Punkten Steuerung und Schwierigkeitsgrad gibt es bei WRC 2 mal nicht so viel Grund zur Kritik. Die Steuerung ist absolut OK und eigentlich so, wie in jedem anderen Rennspiel. Solltet ihr aus irgendeinem Grund damit nicht zurecht kommen, habt ihr die Möglichkeit, den Controller völlig frei nach eurem Geschmack zu konfigurieren.

Und auch in Sachen Schwierigkeitsgrad gibt es eigentlich nichts auszusetzen. Anfänger können sich alle erdenklichen Hilfen zuschalten sowie die Möglichkeit nutzen, bei Fahrfehlern auf die Wiederholung zurückzugreifen. Und Profis stellen einfach alles auf Real, schwer und fahren ohne irgendwelche Hilfen.

Technische Enttäuschung

Leider kann ich auch in Sachen Technik nicht all zu viel Gutes berichten. Zwar zeigt das Spiel, wie auch in den anderen Punkten, durchaus gute Ansätze. Doch leider werden diese durch die vielen Schwächen wieder mehr als ausgeglichen. So bietet das Spiel zum Beispiel teils sehr nette Grafikeffekte, schaut man sich jedoch die Autos oder Strecken mal etwas an, merkt man, dass WRC 2 der Konkurrenz um Meilen hinterherhinkt. Vieles ist einfach nur verwaschen, bietet blasse Farben, keinen Kontrast und sieht einfach aus, als zocke man gerade auf einer Konsole der letzen Generation.

Soundtechnisch ist das Spiel zwar ein Bisschen besser, als in Sachen Grafik, doch vermag auch da nicht zu überzeugen. Die Autos tönen vielfach nicht so, wie man sich das vorstellen würde. Dazu kommt ein schlechtes Lautstärkenverhältnis sowie ein Beifahrer, den man am Liebsten per Schleudersitz wieder aus dem Auto befördern würde. Nicht genug, dass dieser irgendwie tönt wie ein Roboter. Nein, er macht vielfach auch noch falsche Ansagen zur falschen Zeit oder fordert einem sogar dazu auf, doch mal etwas langsamer zu fahren, obwohl man perfekt unterwegs ist. Also hier hat das Spiel noch sehr viel Potential für Verbesserungen.

Unser Fazit

58 %

Also für mich ist WRC 2 wieder mal ein typisches Rennspiel, welches eigentlich niemand braucht, ausser man hat bereits alles gesehen und will einfach unbedingt ein weiteres Rennspiel spielen. Denn in allen Bereichen haben die Konkurrenten die Nase weit vorne. Zwar zeigt das Spiel gewisse Ansätze, vor allem in Sachen Gameplay, doch diese werden leider in kürzester Zeit wieder aufgehoben. So würde es zwar eigentlich Spass machen, über die Strecken zu heizen, doch die schlechte Technik des Spiels sowie das ständige rumfummeln im Menü nervt einfach so, dass man die Nase mehr als schnell voll hat. Würde man dem Spiel eine zeitgemässe Grafik verpassen, den Sound verbessern sowie alle anderen Kritikpunkte ausmerzen, hätte man vielleicht sogar ein akzeptables Rally-Spiel, aber so… Da würde ich euch erst mal Raten, alle Alternativen zu spielen. Solltet ihr dennoch mit dem Gedanken spielen, euch das Spiel zu holen, würde ich euch sehr ans Herz legen, es erst einmal anzuspielen. Hat man jedoch bereits alle Konkurrenten durch, und will doch unbedingt vor dem nächsten DiRT oder Forza etc. ein Rennspiel spielen, könnte WRC 2 durchaus als Lückenfüller dienen.

Pro

  • FIA-Lizenz
  • Einfaches Gameplay
  • Viele Einstellmöglichkeiten

Kontra

  • Relativ geringer Umfang
  • Veraltete Technik
  • Zu komplizierte Spielmechanik
  • Schlechter Soundtrack
  • Beifahrer sehr schlecht
  • Falsche Bildschirmangaben

Unsere Bewertung

Grafik
 
46 %
Sound
 
54 %
Steuerung
 
76 %
Gameplay
 
48 %
Multiplayer
 
43 %
Spielspaß
 
52 %

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