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Wrecked: Revenge Revisited – Review/Test

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Veröffentlicht 5. April 2012 | 20:37 Uhr von Goreminister

Letzte Änderung 6. Dezember 2012

Wrecked Revenge Revisited News 150x150

Wer mit ein paar Kumpels im Netz oder gar auf der Couch zusammensitzt, weiß einen guten Funracer sicherlich zu schätzen. Vor allem, wenn man eine Menge Knarren und Power-Ups geboten bekommt, um der Konkurrenz das Leben damit schwer zu machen. Schon auf dem SNES sorgte Rock ´n Roll Racing für vergnügte Stunden und auch 2004 konnte Mashed für das ein oder andere witzige Intermezzo sorgen. Und da es derzeit üblich ist, alte Spielideen aufzuwärmen haben sich die Entwickler aus dem Hause Supersonic gedacht, dass es an der Zeit für einen Nachfolger wäre. So erwartet uns mit Wrecked: Revenge Revisited eine Art Neuauflage, die uns erneut über diverse Strecken jagt und für entsprechenden Spaß im Wohnzimmer sorgen soll.

Strecken, Vehikel und schwere Waffen
Nachdem die rund 880 MByte auf die Festplatte geschaufelt wurden kann der geneigte Spieler loslegen und mit seinem Fahrzeug über eine der insgesamt sechs Strecken brettern. Leider bieten uns die Entwickler nur vier Fahrzeuge zur Auswahl, die sich zwar optisch tunen lassen, im Fahrverhalten jedoch nicht voneinander unterscheiden. Wer das Gummi ordentlich quietschen lässt und dadurch Erfahrungspunkte sammelt, kann seinen Boliden bald in einem coolen Look erstrahlen lassen. Unterm Strich sind vier Fahrzeuge allerdings bei Weitem zu wenig. Dazu kommt das etwas uninspirierte Streckendesign, welches euch wenig fahrerisches Können abverlangt. Dafür wurden die einzelnen Strecken abwechslungsreich gestaltet, so dass wir durch tropische Gefilde, sandverwehte Abschnitte oder eisige Pisten düsen können. In Sachen Bewaffnung gibt es insgesamt 14 Kanonen, mit denen man seine Gegner in Schach halten und von der Piste fegen kann. Das macht im Multiplayer natürlich am meisten Laune, doch darauf kommen wir an anderer Stelle noch zu sprechen.

Teures Spielvergnügen und Einzelspieler-Tücken
Im Singleplayer gilt es erst einmal diverse Herausforderungen in den Kategorien „Speed“, „Waffen“, „Skill“ und „Elite“ zu absolvieren. Im „Speed“-Modus müsst ihr natürlich die schnellste Rundenzeit absolvieren, während ihr im „Waffen“-Modus euer ganzes Arsenal einsetzen müsst, um die gegnerischen Vehikel von der Piste zu pusten. Dazu stehen unter anderem montierte Maschinengewehre, Minen oder Lenkraketen zur Verfügung. Der „Skill“-Modus verlang fahrerisches Können und belastet euer Fahrzeug unter anderem mit einem Wohnwagen, der sich dann natürlich nicht so mir nichts dir nichts durch die Kurven lenken lässt. Zu guter Letzt gibt es noch den „Elite“-Modus der seinem Namen alle Ehre macht und die dementsprechend schwersten Herausforderungen für euch bereit hält. Pro Rennen könnt ihr entweder eine Gold, eine Silber oder eine Bronze-Medaille abstauben, wobei ihr mindestens einen Bronze-Status erreichen müsst, um weitere Herausforderungen frei zu schalten.

Insgesamt gestaltet sich der Umfang für ein 1.200 (ca. 15Euro) teures Arcadespiel mehr als dürftig, wäre da nicht der Day-One-DLC. Ja, richtig gehört, es gibt direkt zum Launch des Racers entsprechenden DLC, der mit satten 400 Microsoft-Points zu Buche schlägt. Dafür erhaltet ihr ein neues Fahrzeug, zwei Strecken, acht neue Singleplayer-Herausforderungen und zwei Power-Ups. Damit steigt der Preis gleich von 1.200 auf 1.600, also auf rund 20 Euro an. Wir möchten natürlich niemandem etwas unterstellen, doch das alles mieft ganz mies nach reiner Profitgier. Man hätte die Inhalte schließlich auch direkt im Basisspiel unterbringen können.

Fire and Forget
Das Herzstück von Wrecked: Revenge Revisited ist logischer Weise der Multiplayer, denn schließlich macht es mit ein paar Freunden wesentlich mehr Spaß über die Strecken zu heizen. Offline funktioniert die Angelegenheit eigentlich ganz gut, wobei die Betonung auf dem kleinen Wörtchen „eigentlich“ liegt. Die störrische Kameraführung verhagelt uns das Spielvergnügen ein ums andere mal gewaltig. Außerdem ist die Streckenführung derart simpel, so dass man schon nach wenigen Runden weiß wie und wo die jeweiligen Schikanen eingebaut wurden. Online sieht es sogar noch übler aus, da man a) kaum einen Mitspieler in den Lobbys vorfindet und b) diverse Lags das Spielvergnügen fast komplett zum erliegen bringen. Entweder geht die Engine in die Knie oder die Verbindung zum Server reißt komplett ab. Hat sich was mit Spaß im Funracer.

Das ist aber nur der Anfang der technischen Belanglosigkeit, denn auch die Grafik weiß auch für einen Arcade-Titel nicht gerade zu überzeugen. Die unterschiedlichen Pisten wurden zwar abwechslungsreich gestaltet, doch irgendwie will der optische Funke nicht überspringen. Hier und da habt ihr mit verschwommenen Texturen zu kämpfen und das stetige Geruckel trägt auch nicht gerade zum Spielvergnügen bei. Gerade von einem Rennspiel erwartet man schließlich einen flüssigen Ablauf, den man in Wrecked: Revenge Revisited jedoch vergeblich sucht. Was bleibt sind störende Kameraeinstellungen, eine durchschnittliche Grafik und stockender Verkehr auf der Rennpiste. Über den musikalischen Sektor verlieren wir an dieser Stelle mal kein Wort. Warum? Ihr könnt es euch sicher selber denken und liegt mit eurer ersten Vermutung bestimmt auf Anhieb goldrichtig. So belanglos wie der Rest des Spiels gestaltet sich leider auch die musikalische Untermalung, bzw. die Sound FX und Motorengeräusche.

Unser Fazit

35 %

Um es ganz kurz und treffend zu sagen: Funracing sieht irgendwie anders aus. Einige Kriterien für eine positive Umsetzung wären u.a. ein packendes Streckendesign, eine ordentliche Auswahl an Fahrzeugen und vor allem ein flüssiger Spielablauf. Doch all dies sucht man in Wrecked: Revenge Revisited leider vergebens. Vier Wagen, sechs Strecken, 24 Herausforderungen im Einzelspieler-Modus und eine beinahe immer leere Spiellobby im Multiplayer zauberten während des Tests nur ein müdes Gähnen aufs Gesicht. Und wenn hierfür noch 1.200 Microsoft Points fällig werden und man ein Day-One-DLC für zusätzliche 400 Microsoft-Points erwerben kann, dann sollte man sich fragen, ob man sein Geld nicht in einen anderen Arcade-Titel oder doch gleich in ein paar Matchbox-Autos investiert. Die sehen zum einen cooler aus und vermüllen die Festplatte nicht so wie dieses Machwerk.

Pro

  • Coole, optische Tuning Möglichkeiten
  • Pick up ´n Play Gameplay

Kontra

  • Diverse Kameraprobleme
  • Völlig überteuert
  • Uninspiriertes Streckendesign
  • Geringe Fahrzeugauswahl
  • Leere Spiellobbys
  • Lags & Spielabbrüche

Unsere Bewertung

Grafik
 
55 %
Sound
 
50 %
Steuerung
 
50 %
Gameplay
 
40 %
Multiplayer
 
35 %
Spielspaß
 
33 %

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