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WWE 12 – Test / Review

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Veröffentlicht 26. November 2011 | 12:58 Uhr von Kevin

Letzte Änderung 2. Januar 2012

wwe-artikel

Nach nun knapp einem Jahr bringt THQ ein neues Wrestling-Spiel auf den Markt und haut mit enormen Neuerungen und Besserungen ordentlich auf den Putz. Das Ganze fängt schon beim neu gewählten Namen „WWE ´12“ und geht bis hin zur neuen „Predator Technology“ die realistischere Kämpfe mit sich bringen soll. Wir haben uns mit CM Punk, The Miz und co. in den Ring begeben und das Spiel für euch genauer unter die Lupe genommen.

Bigger, Better, Badder

Beim neuen Ableger des WWE-Franchise hat sich viel getan und nicht nur der Name geändert. Vieles wurde verbessert und neu hinzugefügt. Die größte Neuerung wird hierbei wohl die Umstellung der Steuerung auf die Facebuttons sein. Griffe werden nun nicht mehr über den rechten Stick ausgeführt, sondern man muss jetzt mit der A-Taste Griffe in die Wege leiten um dem Gegner Schmerzen zuzufügen. Die Submissions, also Aufgabe-Griffe, wurden ebenfalls überarbeitet. Die letzten Jahre musste man bei Aufgaben einfach nur noch den rechten Stick in eine Richtung bewegen um den Gegner zum abklopfen zu bringen. Dieses Jahr hat es nun das allseits beliebte Button-Smashing wieder ins Spiel geschafft. Wenn man also jetzt eine Submission startet wird ein Logo mit dem Schriftzug „BreakingPoint“ eingeblendet das sich je nach Schnelligkeit beim Smashing schneller oder langsamer füllt. Ebenfalls zu den Neuerungen gehören die Wake-Up Taunts mit denen ihr euren Gegner für einen Finisher schneller auf die Beine holen könnt und das Comeback-Feature bei dem besonders John Cena seine „5 Moves of Doom“ zum Vorschein bringen kann, so wie es auch in der Realität immer wieder der Fall ist. Das neue Kamerasystem konnte ebenfalls überzeugen und beeindruckt mit vielen Verschiedenen Kamera-Winkeln dass das Spiel wie im TV rüberkommen lässt.

Superheld oder Superbösewicht?

wwe-12-1 Die Road to Wrestlemania. In den letzten Jahren hatte man immer noch die Wahl zwischen 5-6 verschiedenen Story die dann knapp 3 Monate inGame-Story boten. Diesmal hat man leider nur noch die Wahl zwischen 3 verschiedenen Storys, die allerdings jeweils ganze 18 Monate und damit auch 2 Wrestlemanias bieten. In der Geschichte des Heels spielt man mit Sheamus, der ja im echten Geschehen der WWE mittlerweile einer der Guten ist. Mit ihm gründet man die Allianz „The United Kingdom“, der die besten Briten der WWE beitreten. Bestehend aus, wie schon erwähnt, Sheamus, Wade Barrett, Drew McIntyre und William Regal. Die Rolle des Außenseiters wird mit Triple H angegangen der von seinen Freunden hintergangen wird und sich wieder zurückkämpft. Die Letzte Story wird mit einem selbsterstelltem Superstar bestritten. Zumindestens in der Road to Wrestlemania würde der Name des CAW’s auf „Jacob Cass“ bestimmt. Dieser wird von Austin Aries, einem mittlerweile bei einer „Konkurrenzpromotion“ angestelltem und am Mikrophon sehr talentiertem Wrestler synchronisiert. In der Story des Jacob Cass spielt man die Rolle des Helden und arbeitet sich auf einem steinigen Weg ganz nach oben. Der einzige Rückschlag ist wie schon erwähnt die leider knappe Auswahl an Storys.

Kreativität ist gefragt

wwe-12-2 Kommen wir zum „Create-Modus“. Mit an Bord ist wieder der bekannte Create-a-Superstar Modus in dem man den ultimativen Kämpfer erstellen kann. Viele Neuerungen, außer ein paar neuen Kleidungsgegenständen und Moves gibt, gibt es für diesen Modus leider nicht, was auch sehr schade ist. Eine sehr schöne Ergänzung ist aber, dass man den Namen nun in 4 Silben ansagen lassen kann. Passend dafür ist natürlich auch der Modus zum erstellen eines Einmarsches dabei. Hier kann man bis auf’s kleinste Detail den perfekten Entrance für seinen Superstar erstellen und dafür gibt es neu auch den Modus um ein eigenes Einzugsvideo zu erstellen. Dort hat man viele verschiedene Themen nach denen das Video gerendert wird. Man hat auch die Wahl zwischen dem einfachen und dem erweitertem Editor. Im Erweiterten kann man noch verschiedene Lichteffekte und Feuerwerke hinzufügen. Im Create-a-Finisher kann man wieder Finisher erstellen die entweder aus dem Stand, in der Ringecke oder vom Top Rope ausgeführt werden, wobei man sehr viele lustige Szenen zu Gesicht bekommen kann. Richtig geil ist dieses Jahr der Create-an-Arena Modus. Wer hat denn nicht schon mal davon geträumt in einem rosa Märchenpalast mit Undertaker und Kane zu kämpfen? Was? Niemand? Naja es muss ja nicht unbedingt rosa sein, denn in diesem Modus werden einem keine Grenzen gesetzt, da man seine selbst gemachten Logos benutzen kann. Man sich aktuelle und klassische Arenen wie die Old-School-RAW Arena erstellen oder in Nostalgie schweben und eine WCW Arena nachbauen. Man alles bearbeiten, von der Ringmatte über die Seile bis hin zu den Barrikaden, bei denen man sogar die Wahl hat ob man nicht einfache Stahlabsperrungen benutzen will. Hier sind einem keine Grenzen gesetzt! Der Storydesigner bietet euch einen umfangreichen Editor mit dem ihr eure eigenen Storylines erstellen könnt.

Neues Universum

wwe-12-4 In Smackdown vs. RAW 2011 war wohl die größte Neuerung der „WWE Universe Mode“. Diesen wertet man nun WWE ´12 mit vielen praktischen und logischen Verbesserungen auf. Man bekommt Woche für Woche die Matchcards präsentiert und kann sich diesen hingeben oder man schreitet selbst ins Geschehen ein und ändert Matches wie man gerade lustig ist. Das konnte man zwar schon letztes Jahr, diesmal kann man aber auch selbst Titelmatches ansetzen wann man will. Man kann selbstständig in Matches eingreifen und sich dort entscheiden wie man vorgeht. Hilft man einem der beiden Kontrahenten und weckt dann den Referee damit er den Pin zählt, oder macht man beide Wrestler fertig und zieht so den Unmut beider auf sich. Die Roster können auch komplett durch gewechselt werden wie es einem gefällt. Und diesmal ganz neu: Ihr könnt Shows ersetzen. Das heißt dass ihr das Logo, die Arena und die der Show zugehörigen Championships tauschen könnt. Und genau Letzteres hat sich THQ zum Anlass genommen und sage und schreibe 23 Titel ins Spiel eingefügt damit man die ultimative Auswahl hat. Realistischer Weise gibt es dieses Mal auch Verletzungen die Wrestler unterschiedlich lange aus dem Geschehen werfen können. Ein Momentum System gibt es auch. Wrestler die auf einer Siegesserie wandern, werden ihr Momentum erhöhen und ihre Attribute etwas erhöhen, das Gleiche gilt demnach auch für Wrestler die viele Niederlagen einstecken müssen.

Die Technik

wwe-12-5 Optisch ist WWE ´12 ein echtes Schmuckstück. Im Vergleich zu Smackdown vs. RAW 2011 wurde noch einmal kräftig an der Schraube gedreht. Leider aber nicht um den Ring herum, denn die Zuschauer sehen immer noch nicht sehr authentisch aus. Aber zum Glück ist ja das worauf es ankommt das Geschehen im Ring und da überzeugt WWE ´12. Die Einmärsche der Wrestler wurden Stück für Stück realitätsnah ins Spiel übertragen. Durch diese Authentizität kommt man sich vor als wäre man hautnah dabei. Die Move-Sets der Superstars sind allesamt korrekt und selbst Debütanten wie Alberto Del Rio, Husky Harris und Daniel Bryan haben die Moves erhalten die auch wirklich zu ihnen passen. Etwas negativ fällt noch auf, wenn bei Championship-Matches am Anfang die Sequenz eingespielt in der der Titel gezeigt wird, ist eben diese Szene ziemlich pixelig, was das Gesamtbild aber zum Glück kaum trübt.

Auch Soundtechnisch konnte uns das Spiel überzeugen, denn sogar kurzfristige Änderungen bei der Musik zu der die Superstars die Halle betreten wurden beachtet und so fällt besonders CM Punks Entrance ins Auge der nun mit seinem „Cult of Personality“ Theme in die Halle marschiert. Leider gibt es ein paar schwarze Schafe die die falsche Musik bekommen haben. Die Announcer wurden dieses Jahr noch einmal verbessert und die Namen der  Superstars hören sich jetzt nicht mehr zu emotionslos an, es ist aber definitiv noch Luft nach oben, was gerade bei Alberto Del Rios Entrance auffällt. In der echten WWE ´12 geht Ricardo Rodriguez jedes Mal ab wie ein Rakete, wenn er seinen Boss ansagt und im Spiel ist es nur so dahin geleiert. Im Road to Wrestlemania Modus wurde zudem alle Charaktere von den Originalen synchronisiert.

Das Gameplay

wwe-12-6 Beim Gameplay gibt besonders eine heftige Neuerung und das ist die „Predator-Technology“. Dies erlaubtes Moves von Gegnern zu unterbrechen und diese werden dann realistisch aufgelöst. Bei einem Suplex zum Beispiel fällt der obere Superstar unsanft zu Boden und auch der eigentlich angreifende nimmt Schaden. Das neue „Limb-Targeting“ System erlaubt es sich auf bestimmte Körperteile zu konzentrieren. Da ist es natürlich klar das man mit Alberto Del Rio die Arme des Gegners bearbeitet um seinen vernichtenden Cross Armbreaker anzusetzen und den Gegner zu Aufgabe zu zwingen. Das Kontern funktioniert wie gewohnt wieder mit einem Druck auf die RT-Taste. Das hört sich vielleicht einfach an, ist es aber bei weitem nicht, denn der Schwierigkeitsgrad wurde auf ein überraschen hohes Niveau gelegt und „Normal“ fühlt sich dieses Mal an wie „Legende“ im letzten Jahr.

Unser Fazit

85 %

THQ’s neustes Wrestlingspiel ist mit Neuerungen nur so übersät. Die größten Ergänzungen stellen hierbei wohl die fantastische Predator Technology und der neue Create-an-Arena Mode dar. Die neuen Kamerawinkel sorgen für ein beinahe realistisches Erlebnis und man ist mittendrin statt nur dabei. Überzeugende Storys für den Road to Wrestlemania Modus sind ebenfalls mit von der Partie, auch wenn es einigen sauer aufstoßen dürfte das nur 3 verschiedene Geschichten zur Wahl stehen. Die Zuschauer sind ebenfalls verbesserungswürdig, stören aber, dank der genialen Präsentation, das Gesamtbild nicht sehr. Die Matches laufen so flüssig wie noch nie und man kann sich mit ca. 70 Superstars in die Action begeben. Wenn man dann noch von den DLC’s hört die auf uns zukommen in denen unter anderem der !MACHO MAN RANDY SAVAGE! Sein Debüt gibt, dann ist schon mal ordentlich für Langzeitmotivation gesorgt. Zur Wahl stehen auch sehr viele Matcharten wie Steel Cage Matches, Table Matches, Ladder Matches und vieles vieles mehr. Wir sprechen allen Fans vom Wrestling und Kampfspielen eine klare Kaufempfehlung aus und wer weiß… vielleicht entdecken durch dieses Spiel auch Personen eine Liebe für das Genre die sich sonst nicht dafür interessieren.

Pro

  • Sehr großes Roster
  • Lange Road to Wrestlemanias
  • Create an Arena
  • Predator Technology
  • Echtes TV Feeling
  • Echte Synchronstimmen
  • Aktuelle Entrances

Kontra

  • Nicht sehr hübsches Publikum
  • Action auf 6 Wrestler gleichzeitig beschränkt
  • Leider nur 3 Storys

Unsere Bewertung

Grafik
 
81 %
Sound
 
92 %
Steuerung
 
87 %
Gameplay
 
93 %
Multiplayer
 
79 %
Spielspaß
 
87 %

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