X-Men: Destiny - Test - insidegames
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X-Men: Destiny – Test

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Veröffentlicht 18. Oktober 2011 | 11:44 Uhr von David

Letzte Änderung 2. Januar 2012

X-MenDestiny-Review-Banner

Comics bzw. Comic-Helden dienen in letzter Zeit relativ häufig als Vorlage für Videospiele. Seit dem großen Erfolg von Batman: Arkham Asylum, zu welchem übrigens der Nachfolger Arkham City schon in den Startlöchern steckt, haben es Spiderman und Co auch probiert, aus dem Gral des Erfolges zu schlürfen. Nun schickt Marvel erneut einen bzw. mehrere Helden ins Rennen und zwar die X-Men Truppe. X-Men: Destiny heißt der neue Streich und soll durch storybasierte Entscheidungen inklusive Veränderungen der Geschichte sowie dem typischen Comic-Flair punkten. Und um herauszufinden ob das stimmt haben wir uns das Spiel etwas genauer angesehen.

Das Schicksal ruft…

Frieden zwischen Mensch und Mutant, das hat sich wohl auch Luis Reyes vor, als er eine große Kundgebung in mitten von San Francisco startete. Zu nächst scheint noch alles friedlich, doch kaum hat man sich einen der drei spielbaren Charaktere ausgesucht, platzt schon Magneto samt Konsorten auf der Feier an, als Cyclops seine Rede hält. Die ersten Spielmomente könnten gut aus einem Micheal Bay-Film stammen, auch und der Rest des Spiel hält dieses Niveau. Häuser stürzen ein, Boden brechen zusammen, die Golden Gate Bridge wird samt Autos durch die Luft geschleudert, überall Explosionen und Chaos. Wie bereits erwähnt könnt ihr in drei verschiedene Charaktere schlüpfen und nach und nach werden auch weitere Fähigkeiten freigeschaltet. Es stehen euch die zierliche Aimi Yoshida, welche von ihren Eltern aus Japan in die Staaten geschmuggelt wurde, Grant Alexander, Football-Spieler und Draufgänger und Adrian Luca, welcher Anfangs nicht viel von Cyclops und Co hielt und der Gruppe „Purifier“ angehört, welche für ein „mutantenfreies Amerika“ kämpfen. Habt ihr eure Wahl getroffen, seid ihr schon mitten drin im Geschehen und könnt euch schon eure erste Mutantenkraft auswählen, insgesamt drei stehen euch zur Verfügung. Diese werden im gesamten Spielverlauf aber immer weiter ausgebaut und erweitert. Die Geschichte im Spiel verläuft auch anders, je nachdem, für welchen Helden ihr euch entschieden habt. Fans der Comics dürfen sich auf ein Wiedersehen mit unzähligen Helden und Schurken aus dem Universum freuen. Doch ein Ziel haben sie alle, herauszufinden, wer die Kundgebung unterbrochen und das Leben von Tausenden geopfert hat, die Bruderschaft? Oder war es das M.R.D? Oder etwa doch die Purifier?

Die Kampagne dauert im höchsten Schwierigkeitsgrad rund zehn Stunden und bietet einige erfreuliche Momente, mit nervigen Bosskämpfen. Denn diese geben sich, besonders im höchsten Schwierigkeitsgrad, besonders „fordernd“. So fordernd, dass ihr am liebsten in euer Pad beißen und es anschließend an die Wand schmettern würdet. Um diesen Faktor besonders zu fördern, gibt es in den Bosskämpfen keine Checkpoints. Sollte also ein Gegner drei Stufen haben und ihr versagt in der dritten, müsst ihr nochmal von vorne ran. Viel Spaß!

X-Men oder Bruderschaft? Ihr habt die Wahl.

Der Aspekt ob man zu Cyclop’s X-Men oder zu Magneto’s Bruderschaft gehören möchte, ist ein wichtiger Bestandteil des Spiels. Im Verlauf der Geschichte werdet ihr immer wieder auf Situationen treffen, bei denen ihr Sympathiepunkte für die jeweilige Fraktion ergaunern könnt. Ziemlich später in der Geschichte steht euch dann die Wahl offen, ob ihr für Magneto, Juggernaut, Pyro und Co oder für Cyclop’s Trupp in die Schlacht ziehen wollt. Je nach dem verändert sich der Lauf der Geschichte und desto verschiedene Missionen werdet ihr erledigen müssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich schon vorher bei der Bruderschaft ein geschleimt hat oder bei den X-Men. Dies lädt auch noch zu einem zweiten oder dritten Durchgang ein, da euch ja auch insgesamt drei verschiedene Spielfiguren zur Auswahl stehen.

Famose Technik?

Technisch betrachtet, ist X-Men: Destiny ein zweischneidiges Schwert. Während auf der einen Seite imposante Filmsequenzen a lá Micheal Bay und Stephen Spielberg auf euch warten, sind auch Ruckler, Tearing und permanentes Clipping eure Begleiter. Auch die Texturen befinden sich nicht auf der Höhe der Zeit, ebenso wenig wie die Charaktermodelle. Nichtsdestotrotz ist X-Men: Destiny ein grafisch ziemlich solider Titel, aber was hätte man sich denn von einem Lizensspiel anderes erwartet? Punkten kann der Titel dafür im Bereich des Sounds. Die englischen Synchronsprecher machen ihre Arbeit gut und auch der Soundtrack kann sich hören lassen und unterstreich trotz geringer Anzahl an „Tracks“ die Situationen passend. Highlights wie zum Beispiel bei Batman: Arkham Asylum bleiben jedoch aus. Standart-Kost eben.

Prügeln, klettern, Bosskampf, rennen, springen, …

Gameplaytechnisch erwarten euch eigentlich nur Prügeleinlagen, gemischt mit ein paar Kletter- und Hüpfeinlagen. Insgesamt gibt es drei Schwierigkeitsgrade und je nachdem gibt sich das Kampfgeschehen etwas tougher. Während ihr auf „X-Trem“ die Kämpfe gegen Purifiers und Co aus der Klonfabrik nicht wirklich fordernd sind, könnte euch bei den häufig auftretenden Bosskämpfen, wie oben bereits beschrieben, der Geduldsfaden reißen. Ebenso sind die Checkpoints, nicht nur in den besagten Bosskämpfen schlecht gesetzt, sondern auch im gesamten restlichen Spielverlauf. Um das Hauptgeschehen etwas aufzulockern werdet ihr von Level zu Level einigen Herausforderungsarenen begegnen, in welchen ihr Erfahrungspunkte für eure Mutantenkräfte  sammeln, euer Können auf die Probe stellen, oder einfach nur des kurzweiligen Spaßes wegen. Des Weiteren gibt es während der Kampagne einige Klettereinlagen, welche aber kaum als Herausforderung bezeichnet werden können. Auch wenn sie ziemlich spektakulär aussehen, schwer  sind sie nicht und in wenigen Sekunden überwunden. Der sonstige Spielablauf ist wie es die Überschrift beschreibt gestaltet.

Unser Fazit

71 %

Große Sprünge habt ihr euch wohl kaum erwartet, und diese vollführt X-Men: Destiny auch nicht. Typische 08/15-Prügelkost mit Superkräften, geprägt von unzähligen Fehlern steht an der Tagesordnung. Trotzdem bietet der Titel einige nette Erlebnisse und spielerische Freiheiten. Wer sich nichts allzu großes erhofft hat und sich von den häufigen, kleineren Schönheitsfehlern nicht bremsen lässt, bekommt ein nettes Wiedersehen mit Wolverine und Co spendiert, welches zumindest kurzweilig gute Unterhaltung bietet, auch wenn das Checkpointsystem sowie der Schwierigkeitsgrad besonders in den Bosskämpfen unausgeglichen wirken. Trotzdem sollte der Vollpreiskauf sogar bei Hardcore-Fans noch zweimal überlegt sein.

Pro

  • imposanter Einstieg
  • stylisches Intro im Comic-Look
  • Wiederspielwert vorhanden
  • gut inszinierte Kämpfe
  • viele Unlockables wie Anzüge etc.
  • Herausforderungsarenen

Kontra

  • doofes Checkpointsystem
  • auf Dauer nervige Bosskämpfe
  • unausgewogener Schwierigkeitsgrad
  • magere Auswahl an Superkräften
  • Spielspaß baut mit der Zeit ab

Unsere Bewertung

Grafik
 
66 %
Sound
 
71 %
Steuerung
 
74 %
Gameplay
 
72 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
ja %

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