Yakuza: Dead Souls - Review/Test - insidegames
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Yakuza: Dead Souls – Review/Test

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Veröffentlicht 2. April 2012 | 17:29 Uhr von Goreminister

Yakuza Dead Souls_SEGA_PS3_Review_Header

Ihr mögt die Yakuza-Reihe? Ihr seid im gleichen Atemzug aber auch ein Fan der Dead Rising Spiele? Dann kann euch geholfen werden, denn mit Yakuza: Dead Souls veröffentlicht Sega eine recht krude Schnittmenge aus beiden Spielen. Action, Rollenspielelemente, eine abgefahrene Geschichte, wirsche Charaktere und jede Menge Zombies. Da laden wir doch gleich einmal die Knarren durch und begeben uns nun schleunigst nach Kamurocho, um die Zombieplage im Vergnügungsbezirk auszumerzen.

Skandal im Sperrbezirk
Unvermittelt und ohne eine großartige Vorwarnung geht es in Yakuza: Dead Souls direkt zur Sache. Zugegeben nicht ganz ernsthaft, da man wieder den üblichen Charme der Serie zu spüren bekommt, während man in die Rollen von Akyjama, Majima, Ryuji Goda und Kazuma schlüpft. Alle vier durchleben unterschiedliche Episoden in Kamurocho und müssen sich im Zuge dessen natürlich mit einer Menge fauligem Fleisch auseinander setzen. Dabei setzt man erneut auf die Open World Elemente der Vorgänger, auch wenn man im Zombieverseuchten Kamurocho-Bezirk eher gradlinig durch die einzelnen Abschnitte gehetzt wird. Die Regierung hat nach Ausbruch der Plage nämlich schleunigst dafür gesorgt, dass die überrannten Gebiete abgeriegelt werden, während das Leben in den nicht infizierten Stadtteilen scheinbar wie gewohnt weitergeht. Während sich das Militär offensichtlich nur darauf beschränkt das Gebiet hermetisch abzuriegeln, um die Seuche einzudämmen, müssen die Yakuza das Übel bei der Wurzel zu packen und den Menschen vor Ort helfen. Und hierzu werden massenhaft Kopfschüsse verteilt und Zombies gegrillt, ohne jedoch die kleineren Freuden des Alltags außer Acht zu lassen. Wie für die Yakuza-Reihe üblich kann man auch in Yakuza: Dead Souls Karaoke singen, Angeln gehen, sich eine Massage verpassen lassen oder andere lustige Aktivitäten unternehmen.

Im Vordergrund stehen jedoch erst einmal die Gefechte mit den Zombies die dazu führen, dass man weniger auf Prügelorgien setzt, sondern eher die Waffen sprechen lässt. In früheren Yakuza-Teilen hat man unliebsamen Leuten ganz einfach auf die Fresse gehauen, doch diesen Aspekt hat man in Yakuza: Dead Souls deutlich gedrosselt. Zwar kann man immer noch mit den unterschiedlichsten Gegenständen auf Zombies eindreschen, doch bietet sich ein ordentlicher Ballermann eher an, um für klare Verhältnisse zu sorgen. Zusätzlich können neue Techniken mittels Erfahrungspunkten erlernt werden mit denen man sich wesentlich besser zur Wehr setzen kann. Die „Heat Snipe“-Spezialmanöver hingegen sorgen für die richtige Action im Spiel. Via Knopfdruck aktiviert man eine Zeitlupenfunktion in der man unterschiedliche Gegenstände anvisieren und zum explodieren bringen kann, um damit ganze Horden von Zombies zu beseitigen. Ist man zu zweit unterwegs, ist es sogar möglich lustige Tag-Team-Techniken mittels gefüllter „Heat Snipe“-Leiste zu initiieren, um mit der Meute aufzuräumen. Zugegeben, nach einiger Zeit wiederholt sich dieses Spielchen, doch ist es immer wieder eine Wohltat gleich mehrere Untote mittel Schuss auf einen Autotank oder Gashahn ins Jenseits zu befördern.

Auf schwammigen Pfaden
Wer sich durch Kamurocho bewegt tut dies nicht selten wie auf Eiern. Steuerung und Kameraführung sind leicht schwammig und wird Yakuza-fremde Spieler anfangs etwas abschrecken. Wer jedoch die anderen Teile gespielt hat wird merken, dass man die Nahkampfattacken deutlich heruntergeschraubt und das Fernwaffen-System auf die ursprüngliche Bedienung angepasst hat. Zwar mag die Zielerfassung anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und antiquiert erscheinen, doch nach einer gewissen „Einarbeitungsphase“ kommt auch der eher ungeübte Spieler hiermit zurecht. „Run and Gun“ ist zwar möglich, doch wenn man den stinkenden Kopf eines Untoten anvisieren will, kann man dies nur in starrer Position tun. Leider zielt man nicht mit demselben Stick mit dem man die Kamera ausrichtet und genau dies führt nicht selten zu einigen Ungereimtheiten. Wie gesagt, alles eine Frage der Gewöhnung, doch hätte man sich hier einfach an „westlichen 3rd Person Vorbildern“ orientieren können. Ansonsten läuft man einfach durch die Horden und ballert was das Zeug hält, da man die Untoten ohnehin mehr oder weniger automatisch anvisiert, wenn man in deren Richtung zielt. Das ist zwar deutlich unpräziser, erfüllt jedoch seinen Zweck, wenn man die Buttons ordentlich dauermassiert. Hauptsache man kann sich die wandelnden Leichen möglichst vom Hals halten, bis das Level absolviert wurde. Und das ist auch zwingend nötig, da man trotz angenehm gesetzter Checkpoints nicht im Spiel selbst speichern kann. Dazu muss man das jeweils aktuelle Level vollenden und kann die Konsole nicht einfach mittendrin abschalten.

B-Movie trifft Yakuza Charme
Wie in den Vorgängern, streifen wir auch in Yakuza: Dead Souls durch das Vergnügungsviertel Kamurocho. Die Veteranen unter euch werden sich also direkt zu Hause fühlen und die vier Charaktere zielsicher durch die virtuelle Innenstand bewegen. Viele Elemente wurden jedoch aus Yakuza 4 übernommen und lediglich dem neuen Endzeitszenario angepasst. Dennoch bekommt man gerade an der frischen Luft viele, detailreiche Gegenden geboten, auch wenn die Charaktermodelle im Spiel nicht sonderlich ausgefeilt erscheinen und die Animationen wesentlich besser hätten ausfallen können. Innerhalb der Gebäudekomplexe sieht es leider ungleich trister und grauer aus, weswegen diese Passagen technisch nicht gerade glänzen können. Verwunderlich, da man in Yakuza 4 weitestgehend von solchen Problemen verschont blieb. Ärgerlich sind auf jeden Fall die immensen Ladezeiten, die den Spielfluss hemmen und trotz einer 10-minütigen Zwangsinstallation zu Anfang immer wieder auftreten. Selbst in den Zwischensequenzen wird man nicht vom Ladebildschirm verschont, auch wenn die CGI-Szenen durchaus angenehm umgesetzt wurden und für das typische Flair sorgen. Dafür bekommt man aufgrund der vielen Nebenmissionen, den Minispielen, knackigen Bossgegnern und den Gameplay-Einfällen über rund 15 bis 20 Stunden eine Menge Abwechslung geboten, auch wenn dies in den ersten Spielstunden noch nicht so erscheinen mag. Ebenfalls von Vorteil ist die Tatsache, dass Yakuza: Dead Souls komplett ungeschnitten erschien und man sich so auf jede Menge Gore und Gekröse freuen kann. Ein Kopfschuss reiht sich an den nächsten und das Blut spritz fröhlich über den Bildschirm. So will der Gorehound das sehen und fragt sich, warum man nicht immer so befreit und unzensiert zu Werke schreiten kann.

Geht es um die Synchronisation, so hat man sich eine entsprechende Lokalisierung abermals erspart. Dementsprechend unterhalten sich Kazuma und Co. in ihrer japanischen Muttersprache, wobei die Dialoge englisch untertitelt wurden. Man sollte er englischen Sprache mächtig sein, um den roten Faden nicht zu verlieren. Auf der anderen Seite trägt die Originalsynchro aber auch zur Atmosphäre des Spiels bei. Musikalisch gibt es wenige Highlights, da die Szenerie zwar gekonnt untermalt wird, doch akustische Höhepunkte eher die Ausnahme bleiben. Katastrophal ist dies allerdings nicht, da das schlurfen und stöhnen der Zombies schon für die nötige B-Movie Spannung und Atmosphäre sorgen.

Unser Fazit

78 %

Yakuza: Dead Souls ist eine Wundertüte aus Yakuza 4 und Dead Rising, erreicht aber niemals deren Qualität oder spielerische Tiefe. Die Grafik ist „zweckmäßig“, die Story eher flach und die Umgebungen im verseuchten Grenzbezirk sind denkbar linear gestrickt. Darüber hinaus ist die Steuerung gewöhnungsbedürftig und der Spieler hat immer wieder mit kleineren Kameraproblemen zu kämpfen. Dafür machen die Zwischensequenzen und die einzigartigen Charaktere der Serie einiges her, bzw. sorgen für die typische Gangster-Soap-Stimmung älterer Teile, auch wenn die Ladezeiten immer wieder gehörig nerven. In Sachen Abwechslung kann man sich jedenfalls nicht beklagen und der Umstand, dass Yakuza: Dead Souls komplett ungeschnitten in den Läden steht ist sicherlich auch noch einmal einen Pluspunkt wert. Abgerundet wird das Ganze durch zahlreiche Minispiele, Nebenmissionen, die actionreichen Heat-Snipe Manöver und irrwitzige Bosskämpfe. Fans der Serie mit Hang zu Zombieschnetzeleien dürfen bedenkenlos zuschlagen und sich mit den Untoten in Kamurocho prügeln, während Einsteiger vielleicht erst einmal einen Blick riskieren, bevor sie ihr hart erspartes auf die Ladentheke legen.

Pro

  • Gehöriger Umfang
  • Heat-Snipe Manöver
  • Komplett ungeschnitten
  • Gelungene Zwischensequenzen
  • Kamurocho lädt zu spaßigen Aktivitäten ein
  • Charakterentwicklung durch Erfahrungspunkte

Kontra

  • Steuerungs- und Kameraprobleme
  • Grafisch stellenweise sehr trist
  • Teils zu linear für Open World
  • Nervige Ladezeiten

Unsere Bewertung

Grafik
 
75 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
65 %
Gameplay
 
80 %
Multiplayer
 
%
Spielspaß
 
80 %

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