Zelda: Ocarina of Time 3D - Review - insidegames

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Zelda: Ocarina of Time 3D – Review

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Veröffentlicht 1. Juli 2011 | 1:07 Uhr von Keysjore

Letzte Änderung 29. Februar 2012

The Legend of Zelda Ocarina of Time 3D 3

Damals ging es dem Nintendo 64 ähnlich wie heute dem 3DS. Eine Konsole mit einer bisher noch nie so dagewesenen Technik und unzähligen neuen Möglichkeiten, aber mit einem schwachen Spieleauftakt. Als The Legend of Zelda: Ocarina of Time 1998 auf dem Nintendo 64 erschien, revolutionierte es virtuelle 3D-Abenteuer mit neuartigem Dungeondesign, Belohnungskultur, spielerischen Freiheiten und Musikintegration. Auch brachte es, ähnlich wie Super Mario 64, eine beliebte 2D-Reihe erfolgreich in die Welt der Polygone. Kann die Neuauflage des 13 Jahre alten Spieleklassikers dem Nintendo 3DS endlich den langerwarteten Hit-Titel verpassen?

Auf in die Schlacht!

Mit Schwert, Schild und grüner Zipfelmütze wirbelt Link in Zelda: Ocarina of Time als kleiner Junge durch drei und als erwachsener Held durch fünf weitere Dungeons, um Bösewicht Ganondorf zu besiegen. Neben der Hauptgeschichte können Spieler stundenlang auch Nebenaufgaben lösen, fischen oder stärkere Items suchen. Wer sich mit den neueren Teilen der Kultserie auskennt, wird schnell merken, dass Nintendo seit Ocarina of Time der Zelda-Linie treu geblieben ist. 2003 wurde schon einmal Ocarina of Time als Sonderausgabe von Wind Waker für den GameCube veröffentlicht und erschien 2007 auch für die Virtual Console der Wii. Auch die nun aktuelle dritte Auflage bietet keine neuen Spielinhalte, es gibt weder zusätzliche Dungeons, noch erweiterte Gebiete oder Spielmechaniken. Verständlich, Ocarina of Times ist eine geschlossene Geschichte und jedes Gebiet erfüllt seinen Zweck auf dem Weg zum finalen Sieg. Mehr als ein paar extra Features, neue Items oder die ein oder andere Nebenmission wäre deshalb wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Aber genau solche kleinen Extras hätten mich mehr gereizt, mich erneut in das Abenteuer von Link zu wagen. Auch die beigefügte Masterquest mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad ist nichts leider nichts neues, da es ürsprünglich für das Nintendo 64DD geplant war und bei bereits erwähnter Wind Waker-Spezialausgabe beilag. Besonders hier hätte man auf eine abgewandelte Version mehr Sinn gemacht.

Was ist neu?

Die einzige wahrhaftige Erneuerung in Link’s 3D-Abenteuer ist die grafische Rundum-Restaurierung. Link, die Goronen, sein Pferd Epona und alle anderen Charaktere der Spielwelt haben in der 3DS-Fassung heute deutlich mehr Polygone. Auch die Farben sind satter und die Texturen viel schärfer als im Original. Auch die Animationen wurden aufbereitet; Bewegungen wirken weniger abgehackt und die Mimik, besonders in Dialogen, sehen angenehmer aus. Was früher noch etwas hölzern und emotionsmonoton wirkte, überzeugt nun in der Neuauflage. Das aber wohl aufwendigstes neue Grafikfeature sind die Vegetationseffekte: Grasbüschel wachsen nach, Bäume wirken organischer, Feenquellen sprudeln, Blütenstaub wirbelt leuchtend durch die Welt und ästhetische Lichtstrahlen verschönern das Spielgefühl. Besonders die Kathedrale der Zeit kann sich sehen lassen. Erstaunlich was man aus einem 13 Jahre altem Spiel noch so alles zu machen ist. Obwohl die Auflösung in dem 3DS-Abenteuer mit 400 x 240 Pixeln im 2D-Modus nur geringfügig höher ist als in dem Ocarina of Time-Original, das in 320 x 240 Pixeln berechnet wurde. Schiebt ihr den 3D-Modus des 3DS hoch, hebt sich die Auflösung auf 800 x 240 Pixel an. Natürlich versteht Nintendo auf dem hauseigenen Handheld sein Handwerk und bietet mit dem 3D-Modus von Ocarina of Time noch nie dagewesene Effekte. Kein Titel sah bisher so plastisch auf dem Handheld aus. Besonders aufgefallen ist mir, dass der 3D-Effekt durch seine sorgfältige Einfügung besonders schonend für die Augen ist. Während man bei bisherigen 3DS-Titeln auf 3D-Slider-Maximum nach einer viertel Stunde Kopfschmerzen bekommen hat, bleibt diese Nebenwirkung erstaunlicherweise bei Zelda aus.
Dass es sich um ein 13 Jahre altes Spiel handelt, ist nur schwer zu erkennen. Zwar wurden die damals üblichen zweidimensionalen Tapeten, die für weit entfernte Areale auf dem N64 genutzt wurden, durch dreidimensionale ausgetauscht, aber man merkt dennoch bei dem Levelrand, das es sich um ein eingegrenztes Modell handelt. Während grafische Erneuerung an jeder Ecke wartet, sieht es beim Sound eher schwach aus. Zwar sind die typischen Zelda-Jingels auch heutzutage noch ein Ohrwurm, neue Stücke wären aber dennoch schön gewesen. Besonders schade, sind die teils schwachen Charaktere- und Kreaturensounds, die allesamt aus 1998 entsprungen sind und keine technische Überarbeitung genießen durften. Eine der wohl für mich besten Verbesserungen ist jedoch das Abschaffen des Oldschool-Speichersystems. Ihr könnt jeder Zeit mit einem Tastendruck euren Fortschritt abspeichern, ist also somit perfekt für unterwegs. Eine weitere, sehr komfortable Funktion ist die Möglichkeit per Knopfdruck in die Vogelperspektive zu wechseln.

Der wohl tückischste Punkt ist das Übertragen der Steuerung. Ocarina of Time 3D spielt sich mit dem Touchscreen und den Tasten des 3DS zwar nicht schlecht – aber auf dem Nintendo 64 ging die Steuerung vor 13 Jahren deutlich komfortabler von der Hand. Beide Varianten haben ihre Nach- und Vorteile: Während auf der N64-Version man die Items immer im Menü einsortieren und die Karte aufschlagen musst, bietet der Touchscreen des 3DS dafür eine elegante Lösung. Jederzeit könnt ihr einen Blick in die Karte werfen, sei es in der freien Spielwelt oder in einem Dungeon. Auch lassen sich Items praktischerweise über den Touchscreen austauschen ohne das Spiel lange zu unterbrechen. Nachteil der 3DS-Fassung ist das Anvisieren von Gegnern und Objekten, das über die linke Schultertaste funktioniert. Das ist vor allem in Situationen nervig, in denen man gleichzeitig den Schild halten und ein Objekt anpeilen soll, denn dann müssen nämlich beide Schultertasten gedrückt werden. Insgesamt macht die Steuerung einen weniger smoothen Eindruck, ist aber bis auf kleine Schwächen gut übertragen worden.

Unser Fazit

87 %

Nachdem ich mich das dritte Mal in Links erstes dreidimensionales Abenteuer gestürzt habe, muss ich zugeben, dass der Hype mich nicht mehr richtig packen konnte. Schöne Grafik, eine überarbeitete Steuerung und ein paar nette 3DS Features wie z.B. die Nutzung des 3DS-Bewegungssensors reichen einfach nicht mehr aus. Und auch die Masterquest ist ein alter Hut. Natürlich ist es schwer in eine geschlossene Geschichte etwas Neues einzubauen, aber gerade der Masterquest-Zusatz beweist das es Möglichkeiten ohne chirurgische Risiken gibt. Technisch liefert Nintendo mit der grafischen Aufpolierung einen großartigen Job ab, die Welt von Zelda wirkt frischer, authentischer und lebendiger. Der Sprung von 1998 ins Jahr 2011 ist gelungen, auch wenn man beim Gameplay dem Titel leicht das Alter anmerkt. Zelda-Puristen werden sowieso zugreifen und Spieler, die das 13 Jahre alte Abenteuer verpasst haben, können auch nur wenig verkehrt machen. Wer sich dagegen noch gut an den Klassiker erinnert, findet in Ocarina 3D trotz der grafischen Verbesserungen wenig Gründe, das Abenteuer erneut zu bestreiten, und ist mit einem anderen Zelda-Abenteuer, sei es auch zweidimensional, besser beraten. Ich zumindest bleibe bei dem Original auf dem großen Bildschirm, alleine schon wegen der Steuerung.

Pro

  • großartiger Zelda-Teil
  • verschönerte Kulisse und Mimik
  • bester 3D-Effekt
  • interessante 3DS-Features genutzt
  • Boss-Modus
  • Masterquest
  • Sicht wechselbar
  • Video-Hilfe für Einsteiger
  • lange Spielzeit

Kontra

  • dritte Ausgabe seit 1998
  • Steuerungsschwächen
  • keine spielerischen Erneuerungen
  • einige schwache Texturen
  • etwas wackelige 360°-Egosicht

Unsere Bewertung

Grafik
 
91 %
Sound
 
88 %
Steuerung
 
88 %
Gameplay
 
89 %
Multiplayer
 
0 %
Spielspaß
 
86 %

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