Zeno Clash 2 - Xbox Live Arcade Test / Review - insidegames
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Zeno Clash 2 – Xbox Live Arcade Test / Review

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Veröffentlicht 11. August 2013 | 13:46 Uhr von Fabrice

Zeno Clash 2 - Screenshot

Dank dem anhaltenden Aufschwung des digitales Vertriebswegs, können Entwickler und Publisher mehr Risiken eingehen und eine weitere Bandbreite an Spielen anbieten. Viele tolle und interessante Konzepte gehen in der Masse der üblichen, klassischen Veröffentlichungen unter ohne je viel Geld zu machen. Gerade darum ist der neumodische Weg sehr interessant.

Ein Spiel das wohl nur auf diesem Weg erscheinen konnte, war Zeno Clash das 2009 auf dem PC und 2010 auf XBLA erschienen ist. Zeno Clash ist ein Spiel das aus der Ego-Perspektive gespielt wird, den Fokus aber nicht auf Schusswaffen sondern den Nahkampf mit den Fäusten legt. Zeno Clash 2 ist auf dem PC bereits Ende April erschienen, doch PS3 und Xbox 360 Spieler mussten noch ein wenig warten. Inzwischen ist es auch auf den Konsolen erhältlich und wir haben uns die Xbox 360 Version angeschaut!

Von humanoiden Elefanten, Fischen und Vögeln

Eins gleich vorne weg: wer, wie ich selbst, das erste Zeno Clash nicht durchgespielt hat, wird bei der Story noch weniger als Bahnhof verstehen. Selbst nach intensiver online Recherche zur Geschichte des Erstlings blieben viele Fragen offen. Es wird nämlich leider erst gar nicht versucht Neulingen den Einstieg in irgendeiner Form zu erleichtern.

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Wie schon im ersten Teil übernimmt man die Kontrolle über Ghat, einen gewöhnlichen Menschen, der von seiner Schwester Rimat begleitet wird. Das die beiden Menschen sind, ist auch wichtig zu erwähnen, denn in der unglaublich merkwürdigen Welt von Zenozoik ist das nicht unbedingt logisch. Diese wird nämlich von anthropomorphen Kreaturen bewohnt. Das bedeutet man trifft auf humanoide Elefanten die auf zwei Beinen gehen oder Krabben die mit Gewehren in ihren Händen auf einen schiessen.

Bitte was?

Selbst mit der nach gelesenen Geschichte des ersten Teils, fällt es mir unheimlich schwer die Geschichte von Zeno Clash II zusammen zu fassen. Denn so interessant wie sich die Geschichte entwickelt, so verwirrend ist sie. Im Prinzip geht es wohl darum das Golem, ein Wesen mit grosser Macht, versucht Stabilität und Gesetze in die wilde Welt von Zenozoik zu bringen. Ghat und Rimat wollen aber weiterhin ihre absolute Freiheit behalten, wofür sie mit ihren Leben kämpfen. Was aber keine der beiden Seiten weiss, ist das auch eine dritte Partie ihre Finger mit im Spiel hat und mit einem wachsamen Auge über die Geschehnisse wacht.

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An dieser Stelle muss ich einfach erneut erwähnen, dass es durchaus möglich ist, das ich vieles falsch oder gar nicht verstanden habe. Möglicherweise wurde auch alles komplett falsch interpretiert. Das sieht auf den ersten Blick zwar negativ aus, ist es aber eigentlich gar nicht. Es wird nicht alles auf dem Präsentierteller offeriert und nicht alles ist immer glasklar. Für viele Spieler mag das sehr unattraktiv sein, obwohl es doch eine spannende Herangehensweise ist. Die Welt von Zeno Clash II ist so bizarr, so anders und das ist auch gut so. Es ist eine wahrlich fremde Welt, als als viele Spiele die nicht auf der Erde handeln. Architektur, Flora, Fauna und Waffendesign sind einfach andersartig, was einen grossen Reiz des Titels ausmacht.

Prügeln bis die Schwarte kracht

Im Prinzip haben wir es mit dem kompletten Gegenteil der meisten anderen Spiele, die aus der Ego-Perspektive gespielt werden zu tun. Der Fokus liegt auf dem Nahkampf und Schusswaffen sind eher selten, mit streng begrenzter Munition. Der linke und der rechte Trigger sind dabei für die linke bzw. rechte Faust zuständig. Kombiniert man beide Trigger, können Kombos ausgeführt werden. Zudem können durch gewissen Kombinationen Spezialangriffe wie Tritte ausgeführt werden. Blockt oder weicht man gegnerischen Angriffen im richtigen Moment aus, können Konter platziert werden, welche Feinde betäuben. Betäubte Gegner können wiederum gepackt werden, wodurch noch mehr Angriffsmöglichkeiten eröffnet werden.

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Es ist also klar das das Nahkampfsystem wirklich vielschichtig ist. Wer sich darauf einlässt, kann viel mehr machen als nur wie wild Faustschläge zu verteilen. Kämpft man gegen einen oder zwei Gegner, dann funktioniert das auch erstklassig. Wird man aber von einer ganzen Truppe an Feinden angegriffen, dann wird das alles sehr chaotisch und schöne Kombos zu platzieren wird richtig schwer. Es passiert einfach zu viel um genau zu sein. Und obwohl Schusswaffen ganz klar nicht im Mittelpunkt stehen, wirken sie zu schwach. Jeder Schlag den man ausführt hat Power dahinter, Schüsse jedoch ganz und gar nicht. Zudem gibt es noch andere Gegenstände die man im Kampf benutzen kann. Eine Kette gibt einem eine höhere Reichweite, zehrt aber mächtig an der Ausdauer wodurch nicht viele Angriffe möglich sind. Ein anderer Gegenstand lässt zwei Gegner verlinken, wodurch jeder Schaden an einem der Gegner auch dem anderen zugefügt wird.

Grosse, lineare, leere Welt

Natürlich wird nicht nur gekämpft. Man bewegt sich durch eine halbwegs offene Spielwelt, muss Ziele erfüllen, Gegenstände sammeln und mit Bewohnern der Welt interagieren. Die Spielwelt an sich ist auch nicht gerade klein geraten. Städte, Strände, Wälder und noch viel mehr gibt es zum erkunden. Allgemein sind diese Areale auch höchst interessant. Die Gestaltung ist ausgefallen und erfrischend. Merkwürdige Tiere laufen herum und wer daran interessiert ist, kann farbige Motten sammeln die bei einer Figur abgegeben werden können. So interessant die Spielwelt aber auch gestaltet ist, so leer wirkt sie. Oft läuft man durch eine weite Einsamkeit, ab und zu durchbrochen von ein paar wilden Tieren oder Gegnern die einem ans Leder wollen. In der Welt von Zenozoik wäre so viel möglich gewesen, was leider nicht realisiert wurde.

Gemeinsam einsam

Die eigene Spielfigur kann auch verbessert werden. Dazu sammelt man aber nicht Erfahrungspunkte um im Level aufzusteigen, sondern muss mehr oder weniger gut versteckte Totems finden. Jedes gefundene Totem bringt einem einen Fähigkeitspunkt, welcher die Nahkampfangriffe stärker machen können oder die eigene Führungsfähigkeit erhöht. Ghat muss nämlich nicht alleine kämpfen, sondern kann Begleiter in den Kampf rufen. Diese sind in der Regel zwar nicht allzu effektiv, besonders in Kämpfen gegen eine Gruppe aber sehr nützlich da sie Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Zudem kann das Zeno Clash II auch kooperativ angegangen werden. Leider nur im Online-Modus, aber immerhin muss man sich dem Spiel nicht zwangsläufig alleine annehmen. Denn besonders wenn man zu zweit gegen die Gegner kämpfen kann, gibt das Kampfsystem noch mehr her und die leere Welt ist nicht ganz so tragisch.

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Was eigentlich sofort auffällt, ist das die Sprachausgabe nicht das Gelbe vom Ei ist. Die Hauptfiguren wie Ghat gehen gerade noch, doch einiger der Nebenfiguren murmeln nur so vor sich hin, wodurch es schwer wird irgendetwas zu verstehen. Das ist zwar durch die merkwürdigen Kreaturen irgendwo verständlich aber nicht wirklich entschuldbar. Grafisch sieht Zeno Clash II nicht allzu schlecht aus. Besonders das Design all dieser Wesen und der Spielwelt ist echt gelungen.

Unser Fazit

61 %

Zeno Clash II ist etwas ganz besonderes. Speziell die Geschichte ist ein Thema für sich. Möglicherweise wird man von ihr gefangen genommen, will immer mehr über diese Welt und ihre Bewohner erfahren. Möglicherweise lacht man aber nur über die komische Sprachausgabe und denkt sich was das eigentlich soll. Spielerisch hat das Ganze tolle Ansätze. Das Kampfsystem wäre so gut, mit viel Tiefer, doch oft wird es durch zu viele Gegner untermauert. Glücklicherweise kann der kooperative Aspekt doch einiges heraus holen, wenn man denn jemanden kennt der sich das Spiel auch gekauft hat. Der Mehrspielermodus ist nämlich nur online möglich.

Pro

  • Tolles Kampfsystem
  • Spezielle Geschichte
  • Abgefahrene Welt
  • Ganz eigenere Stil

Kontra

  • Kampfsystem durch zu viele Gegner untermauert
  • Schusswaffen fehlt die Kraft
  • Allierte Kämpfer bringen nicht viel
  • Koop-Modus nur online möglich
  • Miese Sprachausgabe
  • Leere Spielwelt

Unsere Bewertung

Grafik
 
69 %
Sound
 
54 %
Steuerung
 
81 %
Gameplay
 
62 %
Multiplayer
 
72 %
Spielspaß
 
58 %

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