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Ziggurat – Test / Review

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Veröffentlicht 27. April 2015 | 14:02 Uhr von Alexander Winkel

Ziggurat-Screen

Ziggurat! Der Dungeon-Shooter mit Fantasy- und Rougelike-Elementen schlich sich fast klammheimlich auf den Xbox One Marktplatz und buhlt seit einiger Zeit um die Gunst der Käufer. Der unscheinbare Titel verspricht durchaus kurzweilige Unterhaltung mit permanenter Audienz mit Gevatter Tod. Das flotte Spielprinzip und die Herausforderung locken aber immer wieder in die Prüfung, bis einem das Zertifikat eines Zauberers ausgehändigt wird. Als junge, unerfahrene Schüler stellten wir uns der Prüfung und hatten durchaus unseren Spaß. 

Die einleitenden Zeilen beinhalteten die Geschichte von Ziggurat bereits. Als junger, mutiger und mit Tatendrang unermüdlich agierender Adept der Zauberkunst steht man vor der aller letzten, entscheidenden Prüfung. Entweder unterliegt man in den Hallen der Verzweiflung der Namensgebung und gesellt sich, mehr knochig und brüchig als lebendig, zu der „Elite“ der gefallenen Schüler im Kreise von Gevatter Tod, oder aber fristet fortan das frohe Dasein eines großen, gelehrten Zauberers, der die Hallen bezwungen und somit die Prüfung überlebt hat. Viel mehr gibt es darüber nicht zu erzählen. Das kann ja nicht so schwer sein, oder? Falscher kann man nicht liegen! Denn die vier Schwierigkeitsgrade haben es in sich. Selbst im Anfängerkurs für todesmutige Adepten spürt man unweigerlich den Hauch des Todes im Nacken. Denn Ziggurat geht nicht zimperlich mit den jungen Schülern um. Fehler werden nicht toleriert. Ein falscher Tritt oder unvorbereiteter Kampf gegen die Übermacht an abscheulichen Kreaturen und das junge Talent haucht sein Leben aus. Endgültig, unwiderruflich! Prüfung ist vorbei, das Leben dahin geschieden und das Spiel ist aus!

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Der Tod ist permanent und unausweichlich

Harte Zeiten für uns Spieler. Kein Speicherstand, der die Prüfung nochmals retten wird und uns erneut in die Lage des Bosskampfes versetzten kann. Letztere Auseinandersetzung ist meist gekoppelt mit einem mächtigen Gegner, der auch Scharren an kleinen Finsterlingen bei sich hat. Das kontinuierliche Ableben der Zauberlehrlinge sorgt dafür, dass man immer und immer wieder am Ausgangspunkt ankommt und sich erneut der Prüfung stellen muss. Sämtlicher Fortschritt ist futsch, keine Perks (Verbesserungen) mehr vorhanden und gefundene Amulette sind in den Tiefen des Dungeons verloren gegangen. Man startet also jedes Mal so unwissend und unerfahren wie zuvor. Erneut ackert man sich durch die Gefahren und ist bemüht, seinen Charakter aufbauen. Mit bis zu vier Waffen von unter anderem Zauberstäben, über flächendeckende Angriffe mittels Feuer, versteinernde Elemente mit Eis oder zielsuchende, explodierende Totenköpfe haben die Zauberschüler so einiges in ihren Büchern stehen, um gegen zahllose Karotten, Skelette und Schleimbeutel in den Krieg zu ziehen. Darüber hinaus darf man sich mit jedem Levelaufstieg für eine Verbesserungskarte entscheiden. Diese bieten uns mehr Mana, mehr Leben, zusätzliche Statuseffekte und viele weitere Dinge – ähnlich auch Amulette, die sich tief und versteckt in den Dungeons finden lassen.

Doch jeder erneute Versuch, die Prüfung nun endlich zu meistern, verläuft auf unvorhersehbaren Wegen. Denn bei Ziggurat wird fast alles dem Zufall überlassen. Nicht nur die fünf Ebenen des Prüfungs-Dungeons, die optisch schick aber nicht sonderlich abwechslungsreich daher kommen, werden hier zufällig generiert und sorgen damit für immer wieder neue Wege, die man einschlagen muss, auch die Wahl der Waffen und Perks ist stehst unvorhersehbar. Mal findet man einen neuen Zauberstab, beim nächsten Mal erhält man die explosiven Bomben. Auch die Verbesserungskarten nach jedem Levelaufstieg sind zufällig und so kann es durchaus vorkommen, dass sich der Held in eine Richtung entwickelt, die man persönlich eigentlich gar nicht einschlagen möchte. Daher ist es extrem wichtig, sämtlich Räume und teilweise geheime Gänge bis auf den letzten Winkel abzusuchen. Es gibt versteckte Truhen, die zusätzliche Perks und Amulette versprechen und jeder weiterer Gegner liefert uns wichtige Erfahrungspunkte. Mit dem Levelaufstieg vermehrt sich nicht nur die Lebensfreude, man erhält auch wieder eine neue Chance auf gute Perks. Nur leider birgt die Suche nach all diesen Extras die Gefahr, von Feinden wieder überrannt zu werden und geschwächt in den Bosskampf zu gehen. Ein Risiko, das es abzuwägen gilt!

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Rasant wie Serious Sam

Der Überlebenskampf ist richtig hart, vor allem in den höheren Schwierigkeitsgraden absolut kein Zuckerschlecken. Zahlreiche Fallen locken ins Verderben und nicht zuletzt sorgen die Massen an Gegner nicht selten für eine Übermacht, welche noch so talentierte Schüler in die Knie zwingen wird. Jeder Tod bringt euch aber auch Erfahrung. Denn nach und nach lernt man die Eigenheiten des Spieles kennen und nach dem Studium der Feinde offenbaren sich oftmals Schwächen und Möglichkeiten, diese zur Strecke zu bringen. Spielerisch wirkt Ziggurat dabei wie ein Verschnitt aus Harry Potter Zauberkünsten und dem Ballerich Serious Sam mit zusätzlichen Fantasy-Einlagen. Anstatt mächtiger Wummen rennt man mit Zauberstab und Buch durch die Räume, und weicht dabei mit Springen und seitlichen Schritten den zahlreichen Attacken der Gegner aus. Wichtig ist dabei, schnell zu agieren und immer die Drops (fallengelassene Gegenstände wie Heiltränke, Erfahrung und Manakristalle) einzusammeln, die ansonsten nach relativ kurzer Zeit bereits wieder verschwinden. Damit kann man das Überleben sicher, aber leider nicht wirklich garantieren. Denn Gevatter Tod schleicht unscheinbar sowie unermüdlich dem wackeren Recken hinterher, bis seine Sense ihr Ziel doch noch erfassen kann.

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Unser Fazit

72 %

Ziggurat ist ein Fantasy-Shooter für zwischendurch. Immer und immer wieder wagt man einen erneuten Anlauf in die Prüfung und stellt sich der Herausforderung. Jedes Spiel ist dank des Zufallsgenerators immer ein wenig anders und doch liefert jeder erneute Versuch euch persönliche, spielerische Erfahrung. Der Zauberlehrling mag stets am Anfang seiner Karriere sein und muss immer wieder neu Erfahrung und somit Verbesserungen und Waffen sammeln, als Spieler geht man aber mit dem Wissen über Feinde und Schwachstellen gestärkt in den Kampf. Nach und nach lernt man, den Attacken auszuweichen und mit welchen Waffen sich gewissen Kreaturen am besten besiegen lassen. Es wird einfacher aber dank der Schwierigkeitsgrade ganz sicher nicht leicht. Aufgrund der witzigen Präsentation, aberwitziger Kreaturen und einem kurzweiligen Spielprinzip macht Ziggurat durchaus immer wieder Laune. Ein Spiel für zwischendurch, wenn man mal nicht ganz so viel Zeit erübrigen kann oder will.

Pro

  • + Schnelles, unkomplizierter Fantasy-Shooter
  • + Witzige Gegner und grundsätzlich gelungenes Design
  • + Kurzweilige Unterhaltung mit per Zufall generierten Welten und Verbesserungen
  • + Man lernt immer mehr dazu und dadurch wird Ziggurat auch immer leichter zu spielen, bleibt aber herausfordernd
  • + Zahlreiche frei zu schaltende Extras sowie bis zu 12 Zauber-Adepten

Kontra

  • - Optisch wie auch spielerisch könnten die zufälligen Dungeons etwas abwechslungsreicher ausfallen
  • - Die Kampagne besitzt nur fünf Ebenen und ist recht schnell gemeistert (sofern man den finalen Boss besiegt)
  • - Auf Dauer ist die Gegnervielfalt etwas mager ausgefallen
  • - Immer wieder von vorne anzufangen kann mit der Zeit ermüdend sein

Unsere Bewertung

Grafik
 
68 %
Sound
 
75 %
Steuerung
 
85 %
Gameplay
 
75 %
Multiplayer
 
00 %
Spielspaß
 
75 %

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Aufgewachsen mit der ersten Nintendo-Konsole, fühlt sich Alexander Winkel eigentlich auf allen Plattformen heimisch. Trotz seiner offensichtlichen Hingabe zur Xbox – die vielen Gamerscore Punkte erspielen sich nicht von selbst – lässt er seine Schreibwut an allen Videospielen aus, unabhängig vom System.

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